Lied über den Krieg zwischen dem Papst und den Venezianern
Ein news hüpsch lyed von dem krieg zwischen dẽ Bapst. Keyser / Künig von Franckreich / Vnd den Vene⸗ digern yn deß Bentzennouwers Don. ¶ Zuͦ Lob vñ auch zuͦ Eren / der gantzẽ chri stẽheit / auch allẽ teutschẽ herrẽ / bin ich ietzũt bereit ein news lied zuͦ singẽ / von einer grau sam gsicht... Show more Ein news hüpsch lyed von dem krieg zwischen dẽ Bapst. Keyser / Künig von Franckreich / Vnd den Vene⸗ digern yn deß Bentzennouwers Don. ¶ Zuͦ Lob vñ auch zuͦ Eren / der gantzẽ chri stẽheit / auch allẽ teutschẽ herrẽ / bin ich ietzũt bereit ein news lied zuͦ singẽ / von einer grau sam gsicht ich hof mir sol gelingẽ / auff das ich euch bericht. ¶ Venedig hatt sich verbunden / so gar yn kurtzer frist / zuͦ dẽ duͤrckischẽ hundẽ darũb zuͦ besorgẽ ist / groß jamer vñ groß leyden / darzuͦ groß hertzẽ leyd / dardurch sie wend vertreibenn / das haupt der christenheit. ¶ Zuͦ erst hond sie an griffen / dẽ keiser maxi⸗ milian / mit iren boͤsenn listẽ / hond sie yms land yn gnom̄ / auch krefftiglich widerstan den / dz er nit kem gen Rom / als seiner gnad zu schanden / das ym nit wuͤrd die kron. ¶ Das wil also lon blyben / es trofft an teuͤt / sche land / woͤlln sie sich lon vertreiben von dem sie hond erlangt mit streiten vnd mitt fechten / zuͦ trost dẽ stuͤl zuͦ Rom / dardurch sie an sich brachten / die keyserliche kron. ¶ Die sie nun hond regieret / vil iar vñ meni gen tag / soltens sies yetz verlieren / das wer ein grosse clag / darzuͦ ein grosse schande / dem gantzen teutschenn land / das sie liessen von hande / des sie groß ere hond. ¶ Nun merckẽ mich erst rechte / was gros⸗ en uͤbermut / hond sie getrybẽ stete / ya mitt dem edlen bluͤt / der do was gar verlassenn / võ seinẽ vnderton / des mag er sie wol has⸗ sen / vmb das sie yn hond glon. ¶ Allein so thuͤn ich preysenn / die frummen Etschleüt guͤt / sie hon geton als weysen / ir lãd hond sie behuͤt / redlich hond sie gehal⸗ tẽ an irem frũmen kuͤnig / beid jung vñ auch die alten / darumb sie zuͦ loben seind. ¶ Ein eid thetten sie schweren / zuͦ einander allesand / zuͦ suͤchen iren herren / gar ferr ym niderland / yn braband hond sie jn funden / den edlen fuͤrsten guͦt / sie thetten ym verkün den / der Venediger uͤbermuͦt. ¶ Wie sie sich theten ruͤstẽ / mitt einẽ gros⸗ en zeuͤg / vñ hettẽ yn genomen / de bapst vil land vnd leũt / vom keiser woltens nit lassen ein antwort woltens hon / darauff sie moͤch tenn hoffen / so wolten sie beston. ¶ Recht wie die frũmen leute / an jrem herrẽ tuͤn daran streckẽ yr heüte / das ist ein gros⸗ ser ruͤm es begund den kuͤng erbarmẽ / die je merlich clag er sprach sie soltẽ harrẽ / biß an den dritten tat. ¶ Ein antwurt thet er yn sagẽ / mit seinẽ eig nẽ mund kein ruͦ wolt er mit habẽ / die weil er wer gesund iren uͤbermuͤt woltt er straffen / schwuͤr er bey seiner kron er wolt sie nit ver⸗ lassen solt er sein leben lon. ¶ Von stund thet er auß schribẽ / in alle chri⸗ stẽheit / die venediger solt man vertreibẽ / sie stifftẽ groß herzenleid / sie hettẽ an gegrif⸗ fen / den heilgẽ stuͤl zuͦ Rom / darumb man sich solt rüsten / bot er bey seiner kron. ¶ Eim yeglichen besunder / nach dẽ er hatt ein standt / das nam die fuͤrsten wunder / gar ferr yn fremdem land / dẽ keyser thetten sie schreyben so gar yn schneller eyl / do hay men wolt keiner bleybẽ / dz er yn setzt ein zyl. ¶ Vor auß der kuͤnig von Franckreich / sein botschafft ym auch sant / engellant desselbẽ gleych gar ferr yns niderland / ein eid thettẽ sie schweren dem keiser Maximilian / mit in auch ander herrẽ / sie woltẽ all froͤlich dran. ¶ Der bapst thet auch verschreybenn / einer werden eidgnoschafft / das sie da heim nit blyben hilffen mit irer krafft / darumb er yn wolt geben / was man an yn begert / zuͤ behuͤ ten allein sein lebẽ / den trauwen er zuͤ in het. ¶ Nun wil ich fuͤrbaß singẽ / vom kuͤnig võ frãckreich / seim land thet er verkuͤndẽ / den fuͤrsten auch deß gleich / das man sich bald thet ruͤsten in einer kurtzen zeit / mit schlangẽ vñ mit büchsen / wz dañ gehoͤrtt zum streit. ¶ Da was kein widersprechen / in allen sei⸗ nem land / zu streiten vñ zuͦ fechten / all die er hat gemant / yn Mayland waren kommen wol fünfftzigtausent mañ / hond die vene⸗ diger vernomẽ gar froͤlich giengens dran. ¶ Bartholome Fian thet sich rüstenn / sein hoffart er nitt spart / dẽ kuͤnig von franck⸗ reych thet er verkuͤnden / das er sich macht auff dye fart / er muͤßt yn lerẽ kennẽ / dañ es wer an der zeyt Meyland woltt er verbren⸗ nen / darzuͦ seyn eygen leyb. ¶ Auff sandt Joͤrgen tag des ritters / soͤltt ir mich recht verston / thett sich der frantzoß rüsten / vñ zoch für schloß Cassan / das hat er yn ab gwonnen / so gar mit hoͤres krafft / das hond venediger vernõmen / hond sich gar bald auff macht. ¶ Am xij. tag des Meyen / ließ er ein gebott auß gon beid pfaffẽ vñ auch leyẽ / ein creutz gang solt man thuͤn / dz ym got glück wolt gebẽ / zuͤ lob der christenheit / den venediger ze widerstreben / des waren sie all bereyt. ¶ Darnach am nechstẽ moͤntag / zoch man mit gaͤtzer kraft / wol uͤber ein fliessend was⸗ ser der kuͤnig mit all seinr machtt / ein eid dẽ thet er schweren / gar hoch bey seiner kron / jrn gwalt wolt er zerstoͤrẽ / solt er sei lebẽ lon. ¶ Da giẽg es an ein streitẽ / biß auff die zwei⸗ te stund / do gieng zuͤ beytẽ seyten / vil man⸗ cher man zegrundt / die Venediger muͤsten weichen / yr büchssen muͤstens lon / auch bli⸗ ben yr da lygen / bey zehen tausent man. ¶ Darnach hat man yn ab gwonnẽ / vil stett vñ mange schloß / Bergam / Pressa⸗Cremo na / die drey die seind fast groß / den schadẽ muͤssens habẽ / so gar on abelon / got danck den kriegs leüt allẽ / das best hond sie geton. ¶ Nun wil ich fuͤrbaß singen / vom keyser Maximilian / wie er mit cluͤgen sinnen / sein feind straffenn kan / darbey man wol mag denckẽ / vñ auch gar wol verston / mit was cluͤgen rencken / er yetzund zeücht gen Rom. ¶ Dar bey ichs nun laß bleyben / gott geb ym glück vñ heyl / von ym wil ich nitschrey ben / biß er die fart verbringe / die Venediger hond wol vernõmen / was ynen sein vatter seyt / wye das sie wurden kõmen / durch yn in groß hertzleyd. 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Hildebrands-Lied und Dietrich von Bern
VOn dem aller koͤnstẽ weygant herr. dietrich von bern: und võ Hiltibrant seinem getreüwen mey⸗ ster: wie sy wider die Risen stritent. Von dem aller koͤsten wey⸗ gant herr Dietrich von Be⸗ ren / uñ võ Hiltbrant seinẽ getreüen meyster / wie sy wider die Risen striten. auch vil grosser sach ... Show more VOn dem aller koͤnstẽ weygant herr. dietrich von bern: und võ Hiltibrant seinem getreüwen mey⸗ ster: wie sy wider die Risen stritent. Von dem aller koͤsten wey⸗ gant herr Dietrich von Be⸗ ren / uñ võ Hiltbrant seinẽ getreüen meyster / wie sy wider die Risen striten. auch vil grosser sach sich understandẽ vñ erliten haben wirt hie erklert. das gar kürtzwei⸗ lig zelesen zehoͤren vn auch zesingẽ ist. Als hernach begriffen ist. ¶ Hie sitzt der Berner bey Hilbrant seinẽ meyster. vnd redeten mit einand võ streitberlichen sachen. Woͤlt ir herrschafft hie betagen groß abenteür will jch eüch sagen von starcken stürmen herte. Die der berner und hilbrant leit vil mengen sturme er do streit biß das sy got ernerte. Es mocht jm anders nit ergan er reit allein aus beren. Durch mengẽ wilden vinstern tan das moͤgt ir hoͤren geren. Groß lieb vnd leid jm do geschach von neinem starcken risen kam er in vngemach. Do der barner bey Hiltbrant saß die zwen die wurdẽ reden das was sie hetten erstriten. Mit irer heltkrefftigen hant do sprach sich meister hiltibrant jch hab so vil erleten. Wol von dem karcken eisen grein vnd von sein wilden weibe. Sy het mir nah das leben mein gescheyden von dem leibe. Sy zwang mich zwischen ire bein do muͤst ich sein beliben das wenttent ir allein. Herr dietrich sprach yo das ist war dein leben stond als vmb ein har do sy dich het umbfangen. Vnder ir uͤchssen sy dich zwangk dein wer die was gen ir so krangk es was umb dich ergangen. Jch schluͦg ir ab das haubte zwar von stund so muͦst sy dich lassen. Hilbrant sprach herr das ist war sy was groß one massen. Wo sy noch jn der erden leit jch leid nye herter trücke bey aller meyner zeit. Es ist ein vngefuͤgs geschecht der sich daran gelassen mecht das ir mit woltent reiten. Hyn zuͦ dem risen jn den than jch sag eüch von dem groͤsten man der seid von adams zeiten. Es ward nye kein stercker man von frauwen leyb geboren. Das geschmeid das er tregt an das ist ein eitel horen. Vil gleter dann ein spiegelglas kein schwert darauff nit hafftet für war sag jch euch das. Do sprach von bern herr dieterich hiltbrant jch bit eüch fleissigklich thunt mir den risen nennen. Hiltbrant der sprach jch tuͦ sei nicht was mir darumb võ eüch geschicht ir verheissent mir dennen. Das ir nit wuͤllent jn den than hyn zuͦ dem risen reiten. Do sprach der fürst gar lobesan jch will zuͦ allen zeiten. Jn eüwerm treüwem rat bestan do sprach hiltibrant der alte moͤcht jch mich daran lan. Ja sprach der edel fürst von bern hiltbrant der sprach so will jch gern eüch von dem risen sagen. Herr wisset ir noch wol den stein do ir dem hiltegrein allein sein schwester hand erschlagen. Do wont ein riß heist sigenot der ist deß gremmen mage. Er wart auff vnser beider tot vnd ligt dort an der lage. Wo vnser einer für jn rit so müst er mit jm streiten deß ließ er warlich nit. Do sprach der edel fürst von bern den gremman wolt jch sehen gern nun last vns zuͦ jm reiten. Hiltbrant sprach zwar jch en wil wann jch hab hoͤren sagen vil Von seinem grossen streiten. man spricht was helden für jn gang der laß er kein genesen. Auff vier ort ist so scharff sein stang nit scherpffer moͤcht sy wesen. Vnd gleist das mã sich darjn sicht herr kumbt ir zuͦ dem risen ir secht was eüch geschicht. Do sprach von bern herr ditrich hilbrant es stuͤnd vns lesterlich das wir nit toͤrsten sehen. Deß starcken risen tegenheit wo man das von vns beiden seit so moͤcht man gar wol yehen. Wir liessen das durch grosse forcht das sprech die welt gemeine. Wer er noch also wol verworcht so will jch recht alleine. Zuͦ im doch reiten in den than vnd wer er halber stehlen so will jch jn bestan. Do sprach sich meyster hiltebrant das wider rat jch euch zuͦhant als jch dan sol võ rechte. Jch hab bey allen meinen tagn von keinem sterckarn hoͤren sagn beid ritter vnd auch knechte. Sy meiden all den selben than wol vor dem starcken risen. Do sprach der fürst so lobesan man hat mich oft gebrisen. Solt mein guͤt lob hie undergan het jch noch tausent leibe sy muͤsten all daran. Hilbrant der sprach so ist mir leit das jch eüch von dem risen seit das wissent auff mein treüwe. Nun last mich mit eüch jn den than o edler fürst so lebesan es soll eüch nit gereuwen. Ob sich der vngefuͤge man herr eüch würd zuͦ schwere. Darnach so wolt jch jn bestan das es mein ende were. Do sprach der fürst so hoch genant jch befilhe deinen eren bürg stett vnd all mein lannt. Das ist mit dir gar wol bewart wann jch will eynig auff die vart vnd soll jch darumb sterben. Er ließ gar bald bringen her ros schilt harnasch vnd sein gesper wann jch will breiß erwerben / Wol an dem risen sigenot der vnser beider sanden. Geferet seer biß jn den tot dem will ich mit meinen handen. Jn kürtz mit streiten wonen bey vnd solt jch darumb sterben jch mach jn lobes frey ¶ Hie verwapnet Hiltbrand den Berner. Vnd truͦge jm her seinẽ harnasch rc. Do sy sahent ires herren muͦt das sich der edil fürst so guͦt nit lenger wolt beleiben. Das er wolt reiten jn den walt do huͦb sich klagen manigfalt von mannen vnd von weiben. Vnd auch sein diener alle sant warent jn grossem leiden. Das sich der fürst so hoch genant also wolt von jn scheiden. Ach edler herr beleibent hie wann soll wir eüch verlieren geschach vns leiders nie. Do sprache manig schoͤnes weib herr woͤlt ir eüweren jüngen leib gen dem risen verkauffen. Das duncket vns nit wol gethan die werden freülein lobesan wurden den herren straffen. Herr woͤlt ir eüwere jünge tag wagen an ein walt hunde. Deß degenheit noch nye erlag. das sag wir eüch zuͦ stunde. Vnd wer er doch ein edelman so liessen wir eüch reiten dest gerner jn den than. Do sprach von bern Herr dieterreich wol zuͦ den freulein myynnigleich ob mir gott glück vergünde. Jch wolt jn mit geniessen lan ob sich der vngefuͤge man auch eysen essen künde. Sein koͤnheit die will jch sehen die man so hohe briset. Was mir darumb mag geschehen deß würd jch wol beweiset. Das sprach der fürst so hoch genant sy warnnt jn grossem leyde sein diener alle sant. ¶ Hie biten die frawen den Berner das er bey jn da⸗ heymen beleibe rc. Wie vast man jm doch widerriet der von bern wolt sich doch nit mit nichten daran keren. Do das sahe meister hildebrand er bracht jm her sein stehlin gewand vnd wapnet jn mit eren. Er gab jm mengen riemen strick sogar mit gantzen treüen. Auff jn so thet er mengen blick sein herr thet jn reüwen. Er sprach herr gott sey dir geklagt das jch ye meinem herren vom risen hab gesagt. Nun vorcht jch eüwer nye so sere seid das jch edler fürst vnd here eüch zuͦ meister ward geben. So ich eüch das best raten sol o edler fürst nun thond so wol ob ir kembt vmb das leben. Last mit eüch reiten einen man der vns die meer muͤg sagen. Ob eüch der riß so freissan zuͦ tod hab erschlagen. Oder wie es vmb eüch beid stat herr volgt ir meiner lere villeicht es eüch wol gat. Do sprach von bern herr dietrich ein wort zuͦ jm gar züchtigklich vnd antwurt schon dem alten. Ein wartzeichen will jch dir lan das solt du hiltbrand wol verstan vnd gar fleissig behalten. Kumb jch nit jn acht tagen wider her heym gen beren. So byn jch zuͦ tod erschlagen deß will jch dich geweren. Wilt du dein treü an mir behaben so fuͤr mich her gen beren. do sol man mich begraben. So wirt dein treü an mir bekant do sprach sich meister hiltibrant o herr das sol geschehen. Nembt hyn mein cristenliche treü das jch selb geren reit nach eüch vnd eben wil besehen. Wie es eüch mit riß sigenot jn dem wald ist ergangen. Hat er eüch geschlagen zuͦ tot er gnieß dann seiner stangen. Vnd das der teüfel jn jm wer so will jch mit jm streiten jch wird jm lecht zuͦ schwer. Do sprach die Hertzogin so gut o edler fürst so hoch gemuͦt wem woͤlt ir mich hie lassen. Das thuͦ jch dem vil zarten gott so sind ir wol gesegnet er macht sich auff die strassen. Do voglten jm nach für das tor dreütausent od mere. Hiltbrant weist jn auff des gespor do sprach der fürst vnd herre. Nun koͤrent all wider heim empfilch dir lannd vñ leüte diethmar den bruͦder mein. Sy koͤrten wider in die stat yegklich sein diener gott do bat das er thet widerkeren. Maria muͦtter reine magt behuͤt vns vnseren Heren. Gen bern jn sein eygen land vnd auch sein diener alle sand Die baten gott den Herren. der an der kuͤnheit nye vartzagt das er mit guͦten eren. Bern besitz noch mengen tag sein milt vnd auch sein guͤte nymant verloben mag. Es weinten vil der frauwen zart do sprach sich der starck wolffhart land soͤlich trauren ligen. Secht wie gehaben sich die weib was soll eins edlen fürsten leib sein würd gantz geschwigen. Das man jn aller cristenheit kein abenteür künd sagen. O edler fürst so unvertzeit ir sollent mit vertzagen. An disem vngefügen man. vnd theten irs nit geren jch woͤlt jn selbs bestan. ¶ Hie nymbt der Berner vrlaub von seim volck. Der berner lacht vnd sach jn an wolffhort du bist ein koͤner man jn noͤtten auserlesen. Jch trau got wol vnd meiner hent er gstee mir bey jn dem elent vnd well mir gnedig wesen. Das jch verschrot das sein gesmeid das der teüfel daran hienge. Die not jch gern leid die jch von jm empfienge. Wer sach das jch jn überkem des schadens acht jch kleine den jch do von jm nem. Sy wurden an die zinnen stan vnd hiltbrant der vil koͤne man mer dann ein halbe raste. Do neben seinen herren reit gar vil er jm vom risen seit vnd vnderweist jn vaste. Wie er dem vngefuͤgen man soͤlt aus den streichen weichen. O edler fürst so lobesan jch sagt eüch sicherleichen. Vnd weicht ir jm nit aus der stang ich sag eüch wogt von bern eür vechten wert nit lang. Sein sieg die sind so grausamlich do sprach von bern herr dieterich nun solt du widerkeren. Gen bern jn mein eygen lant do vmbfieng der Hiltebrant den seinen lieben herren. Nun mach üch gott als sigenhafft das eüch nit messelinge. Das eüch des argen teifels krafft jm wald dort nit betzwinge. Do schieden sich die zwen zuͦhant vnd reit wider gen beren der alte hiltebrant. Sy stonden an die zinnen sein sein helm hieß man hiltegrein der glast ein halbe meile. Gleich als der morgenstern tuͦt vnd von beren der fürst so gut begund reiten mit eile. Vnd koͤrt von jn der weide man sein harnach gar schon leüchte. Von gold so was er wunnesan sein diener alle teüche. Wie das der walt wer zündet an er hett eins loͤwen muͦte der wunder koͤne man. Der fürst koͤrt sich do jn den wolt die rauhen straß so manigfalt noch was sein muͦt gar veste. Er reit allein irr jn dem than von bern der fürst so lobesan do er selber nit enweste. Wo er do solt koͤren hyn dan er reit vmb den wald hynumbe. Von bern der hochgelobt man reit mengen weg so krumme. Von stund da kam der helde kuͤn über ein breite heide wol auff ein wisen gruͤn. ¶ Hie stickt der edel Berner ein Rinde auff einer wisen. Vnd do er auff die heide kam do sach der fürst so lobesan vor jm lauffen ein Rinde. Zuͦhand sprach der edel berner nun ist mir vil gesaget mer es sey mein ros geschwinde. Jch wils versuͦchen an dem thier darmit begund er sprengen. Dasselb gewild erreicht er schier seim pferd kund er wol hengen. Dem thier er über den halß reit er vellet es mit dem schwerte der degen hoch gemeit. Do sprach von bern herr dieterich auf mein treü so freü ich mich das mein roß ist so geschwind. Erst will jch dich nit verkauffen seid dir mit mag vorgelauffen auff diser heide ein Rind. Jch will dich lenger bey mir han alhie auff dieser heide. Sein guͦtz roß ließ er bey jm gan vnd suͦchen do sein weide. Es aß bey jm das grüne graß der edel vogt von beren zuͦ jm do nider saß. Do sprach von bern herr dieterich auff mein treü so ruͦcht jch mich ob etwen einer keme. Zuͦ mir auff dise heide her dem nach streiten stuͦnd sein beger was schadens jch do neme. Er muͦst mich weisen jn den than wer ob jch jn bezwünge. Sprach sich der fürst gar lobesan villeicht mir wol gelünge. O herr gott fuͤg mir einen man sey wild vnd ungeheüre der mich do doͤr bestan. Do sach er dort über den than herlauffen einen wilden man der truͦg auff jm gefangen. Einen zwerge der was lobesan den wolt der wild verderbet han Truͦg er an seiner stangẽ. Das zwerglin ruͦfft den berner an jn seinen grossen noͤten. Hilff mir bist du ein cristen man mich will der teüfel toͤten. Do mag mir nyemant vor gesein sprach sich der vogt von bern jch thuͦ dir die hilffe mein. ¶ Hie truͦg der wild man ein Zwerg gegen dẽ Berner. Der berner seinen helm auff band sein schwert das nãm er jn die hand drat zuͦ dem wilden dare. Der het weder harnasch noch wat als es auch noch geschriben stat wenn das er nur mit hare. Gantz überall bedecket was so klein als ein vaden. Der fürst sprach zuͦ dem willtẽ das hettest du deß kein schaden. Nymbs tier das jch gefangen han du muͦst mir auff mein treüwe den zwerg genesen lan. Do antwurt jm der wilde man wilt dich deß zwerglins nemen an es mag dich wol gereüwen. Was suͦchest du jn dem gewild das duncket mich ein groß vnbild sag jch dir auff mein treüwe. Er warf das zwerglin jn den than vnd lediget seine stange. Er lieff schnell an den werden man vnd saumet sich nit lange. Der berner lieff jn wider an von stund ward von jm beiden ein hertter streit getan. Der fürst fluͦg auff den wilden tar sein schwert gieng ab über das har vnd mocht darauff nit hefften Der edel fürst stand noch alhie vnd der wild saumet sich auch nie er schlüg auff jn mit krefften. Vnd traff den fürsten lobesan gar hart mit seiner stange. Do sprang auff der werde man er saumbte sich nit lange. Sein schilt nã für sich d werde mã das schwert zuͦ beiden henden vnd lieff jn wider an. ¶ Hie schluͦg der wild man den Berner ernider rc. Herr dieterich d bran von dẽ feüre er schluͦg den wilden vngeheüre das er viel jn das velde. Wie wol den wilden das verdroß noch macht er jm sein haubte bloß das was ein wider gelde. Do sprang balt auff d wild vnwerd vnd zuckt do sein stange. Er schluͦg den fürsten zuͦ der erd do lag der herr mit lange. Bald sprang auff der edel berner doch kund er jn nit wunden als ob er steinen wer. Der berner sprach jch wil got klagẽ soͤl ich dann hie werden erschlagen von einem blossen manne. Der also nackent vor mir stat nun hat er an kein sarewat ob jch von jm würd danne. Auff dieser heid zuͦ tod erschlagen wer doch ein wenig ere. Wañ das man von mir solle sagẽ jch künd jn nye versere. Verlür ich hie den meinen leib so soll mich billich schelten die mann vnd auch die weib. Zwar nun ab jch doch kleinen fal er schluͦg jm vil der roten mal wo er jn mocht erlangen. Der wilde nit lang do vmb gieng ein grimmen ernst er do empfieng vnd zuckt bald sein stangen. Er schluͦg jn auff sein helm rein das er jm ward gar tunckel. Das wild feür aus jm erschein liechter dann der karfunckel. Tuͦt vns die war geschrifft sagen das herr dietrich von beren nye hertter ward geschlagen. Darnach sprach der edel berner nun ab jch wol gehoͤret meer vom risen segenotten. Nun bist du vngefuͤg genuͦg wie vil jch heüt auff diech geschluͦg jch kund dich nye verschrotten. Sag an bist du segenots knecht oder bist du es saͤlber. Do sprach der rauhe zuͦ jm schlecht jch wer gen jm nit haͤlber. Foͤcht sigenot mit dir allhie du werest eines streiches jm worgestanden nye. Jch wolt signot mit streyt bestan das jch gar hart von jm enttran was nahe gelegen tote. werent meiner zehen gwesen vnser keiner wer do genesen vor risen sigenote. Du bist gen jm ein krancker man sag jch dir sicherleiche. Do sprach der fürste lobesan von bern herr dietereiche. Bestuͤnd er deiner zehen wol so weiß jch auf mein treüwe nit wie jch genesen sol. Es antwurt jm der wilde man bist darumb kumen jn den than mit sigenot zestreiten. Jch gib dir sein vnd mein genuͦg darmit er auff den herren schluͦg do zuͦ den selben zeiten. Der herr vil nah gefallen was dem wilden für sein fuͤsse. Sy truͦgen gen ein ander haß ir vechten was nit suͤsse. Er schluͦg nyder den werden man auffricht er sich gar balde der zwerg weinen began. Do es den herren vmb treiben sach zuͦ herr dieterich es do sprach herr ir muͦst kummer leiden. Es ist jn jm verheilt ein kraut das jm auff erd die seinen haut kein waffen mag verschneiden. Fuͤgt eüch zuͦ mir ir werder man ein wutz gib jch eüch zware. Kein zauberey nit helffen kan das sag ich eüch für ware. Die nembt zuͦ eüch jn eüren gewalt der edel vogt von beren huͦb sich zuͦm zwerglein balt. Er schneid jm auff die seine gbant gar bald d zwerg ein wurtz vont die het es lang behalten. Bot sy dem fürsten lobesam d wild garschnell gesprungen kam mit schlegen manigfalten. Er schluͦg den fürsten wunnesan das er viel auff die erde. Do sprang bald auff der koͤne man sich saumbt nit lang der werde. Die würtz er jn die hende nam sein schwert zuͦ beiden henden vnd lieff den wilden an. ¶ Hie schlug d Berner dem Wilden mã das haubt ab. Sein swert wolt jnn versnede nye yetz durch den wilden er do hüw. das gar vil grosser stücke. Vom wildẽ vile durch sein streich als ob er wer ein schwame weich es waz sein vngelücke. Das er den zwerg gefangen het jm zuͦ grossem vnheile. Die wurtzel jm den schaden thet die dem vogt ward zuͦ teile. Er schluͦg jm ab das haubte sein der rauch viel zu der erden do lacht das zwerglein. Der rauch man lag do zerstret gar menig vnfuͤgs gebrecht die do herr dietriche. Wol von dẽ rauchen mã do schluͦg ein wolff her an eim stuck genuͦg das wissent sicherliche. Der rauch lag überall zerstret wol auff der heid so gruͤne. Das zwerglein ward gantz erfret das herr dieterich der kuͤne. Den rauchen het zü tod erschlagen jm geschach nye groͤsser freyde bey allen seinen tagen. Das zwerglin bald lauffen began vnd dancket do dem werden man das er es het erloͤset. Herr unser waren wol thausent all jn einem berg verhausent die hat er all eroͤset. Das vnser nun ist nit vil mer dann vngeferd bey hundert. Do sprach der edel fürst und Herr dasselb mich sere wundert. Was ziehe eüch der rauhe man das west jch also gerne würd es mir kund gethan. Do antwurt jm der kleine zwerg Herr wir betten einen holen berg den wolt er han genommen. Darinnen wolt er haben haus das unser keier torft heraus als vmb ein har her kummen. Wenn einer für den berg austrat so kam der wild gesprungen. Vnd ergriff jn do an der stat also ist jm erlungen. Vnd verderbet sy in dem than Er hat jn einem monat bey hundert also than. Do sprach von bern herr dieterich durch gott so solt du nennen dich sprach er do zuͦ dem Zwerge. O herr so heisse jch baldung vnd hab von aͤlberch den vrsprũg der saß vor jn dem berge. Den berg hab jch von jm ererbt vnd alles mein geschlechte. Darum̄ wolt er vns han verderbt vnd het dartzuͦ kein rechte Hat vns erloͤst euwer hant deß soͤllen wir eüch dancken edler fürst hoch genant. Do sprach das zwerglein gemeit herr wolt eüch nit wesen leit jch fragt eüch also gerne Was landes herrnn ir moͤcht sein mich dunckt ir fürt den hiltegrein sein ir der vogt von berne. Von dem jch offt hab hoͤren sagen wie er so manlich streit. So soͤllent ir mir nit lagnen nennent eüch bey der zeite. Vnd meldent eüch ir werder man das jch eüwer lob vnd ere destbas aussprechen kan. Do sprach der edel fürst so reich wol zuͦ dem zwerglein mynigkleich jch ben der vogt von berne. Mir ist gesagt von abentheür dartzuͦ so thuͦ mir auch dein steür jch hab gehoͤrt verne. Von einem der ligt jn den than der heist riß signotte. Der hat vil mengen werden man gethon den grimmen totte. Dem will jch streites wonen bey vnd solt jch darumb sterben jch mach jn lobes frey. Das zwarglein lieb vnd leid gewã seit ir der fürst so lobesan so sind mir gott wilkummen. Alher jn disen wilden than o edler fürst lobesan habt jr eüch angenummen. Das ir mit dem so starcken man hie thuͦn woͤlt einen streite. Jch wolt das it werent von dan wol tausent meile weite. Oder das in wert nit alhie hundert streit hat er wol thon keiner misriet jm nie. Von bern lieber herre mein land den teüfel schaffen das sein vnd zieht mit mir zuͦ hause. Do wirt eüwer ritterlüchen pflegen ir soͤllent eüch sein gantz verwegen herr mich umgibt ein grause. Wol ab dem vngefuͤgen man wann jch hoͤr von jm sagen. O edler fürst so lobesan er hab vil Held erschlagen: Jr soͤlent mit mir ziehen hein jch gib eüch gold vnd silber auch menig edels gestein. Auch geb ich eüch die besten wat die kein herr jn dem lannde hat der gib jch eüch den volle. Reine speiß und den besten wein der berg muͦß eüwer eygen sein ir habt vns von dem zolle. Erloͤst herr mit eüwer hand des soͤllen wir eüch dancken. O edler fürst so lobesand das red jch one wancken. Nun ziehent mit mir aus dem thã jch gib eüch gold vnd silber ir hoch gelobter man. Herr dieterich sprach jch enwil jch hab hiltbrant gemacht ein zil kum jch nit jn acht tagen. Wider gein bern jn mein land so sol mich der riß mit der Hand zuͦ tod haben erschlagen. Rit jch dann mit dir jn dein haus das mir mit vol getzeme. Villeicht so rit der hilbrãt aus vnd vor an risen keme. So trib er mit jm seinen spot den milt vnd auch dein guͦte vergelt dir der liebe gott. An den risen solt mich weisen den jch also vast hoͤr breisen vnd auch vil lobs veryehen. Was er der manheit an jm hat dest lieber jn mein hant bestat was mir darumb sol geschehen. du muͦst mer hoͤrn jn kurtzer frist ist das jch jn do vinde. Wie gar er nun der teüfel ist jch wird jm nit zuͦ linde. Jch hab mit meinrm swert gewalt so einer lenger was dann ich den jch darmit vergalt. Do sagt das edel zwerglein klein seit ir nit bey mir woͤllent sein so will jch eüch doch geben. Ein stein der ist tugenthafft der dient zuͦ eüwer mannes krafft mag eüch fristen eüwer leben. Das eüch weder hũgert noch dürst vnd stritent jr ein iare. Von bern jr hoch gelobter fürst was jch eüch sag ist ware. Von bern ein hoch gelobter man wie lang ir streit angeessen es eüch nit schaden kan. ¶. Hie gibt das Zwerglein dẽ Berner einen edlen stein rc. Fieng eüch der riß jn seinen thurn darinn geet menger boͤser wurm die moͤchten euch am leibe. Doch kein schad gar nit gesein von bern lieber herre mein nit meint das jch do treibe: Mit eüch alhie den meinen tant zwar nein jch auf mein treüwen. Den stein hab jch gar wol erkant muͤst mich sunst jmmer reüwen. Der stein ist edel vnd geschlacht ward mir aus frembden landen zuͦm sunder traut her bracht. Den stein den nam er jn die hant der edel fürst gar lobesant vnd behielt jn gar schone. Vnd sagte des dẽ zwerglein danck do sprach es herr mein gab ist krãnck gott von hymel der lone. Das ir mich alhie habt ernert vor vaygen teüfels bilde Toͤrst jch do haben mein gefert Jn disem wald so wilde. Jch seh wie es vmb eüch würd gan so tar jch mein geferte Vorm risen nyendert han. Do sprach von bern der koͤne man das tier nym das jch gefangen han vnd brings deinen gesellen. Weiß mich zuͦm risen jn den than deß antwurt jm der kleine man seid ir nit anders wellen. Jch weiß eüch auff den rechten pfat das ir mit doͤrffent fragen. Zuͦ dem risen an sein walstat do er ligt an der lagen. Wo ir eüch hynkoͤrt jn alle weg der reich crist von hymel hab euch jn seiner pfleg. ¶. Hie nymbt d Berner vrlaub von dem zwerglein. Herr dietreich der gürt do baß auff sein valgen er do saß er wolt noch nit vertzagen. Er vrlaub võ dem zwerglein nam es weist jn auff die rechten ban mocht jn nit vnrecht tragen. Der edel fürst so labesan fuͦr hyn jn loͤwens muͦte. Do er den vngefuͤgen man vand ligen an der huͦte. Vnd do er seiner ruͤwe pflag ein stang die was gantz stehlin do bey dem risen lag. Herr dietreich kam dar gerant hyn do er den grossen vollant vand ligen an dem walde. Er hielt bey jm vnd sach jn an gar grausamlich so was der man herr dietrich erbeist balde. Do er jn also schlaffen vand sein huͦt gar weit erglaste. Gar bald er seinen valchen band an eines bames aste. Der riß den atem an sich zoch do bogen sich die este wol jn den baumen hoch. Sein beyn die lagen als ein plock gar rauch was jm sein wapenrock mit riemen wol durch nete. Gar verr er jm für sein knye hieng der tunst jm aus dem halse gieng recht als ein wynd do were. Der mund het jn begriffen gar zuͦ seinen beden wangen. Sein augen warent feuwer far do er den risen langen. Also schlaffent do vor jm sach der edel vogt von bern wider sich selber sprach. Ach lieber gott von hymelreich wie ist der man so grausamleich vnd hat doch menschen bilde. Was muͦtter mag jn han gebracht jch hab mich also lang bedacht schluͤg jch jn yn der wilde. Do also schlaffent yetz zuͦ tot deß het jch ymmer schande. Sein regenheit jm das verbot er wolt jn mit der hande. Nit wecken vnd gab jm ein stoß mit eim fuͦß auff die pruste daruon erwacht der groß. ¶ Hie stoͤst der Berner dẽ Ri⸗ sen mit eim fuͦß auff sein prust. Auff so sprang der vngefuͤg wenn jch dir disen stoß vertrüg deß het jch ymmer schande. Er greyff do nach dem fürstẽ her vnd wolt jn do on alle wer. bald vohen mit der hande. Der berner schluͦg jn auff sein huͦt das er muͦst werden munder. Mit seinem schapffen swert so guͦt deß nam den risen wunder. Vnd das der fürst so kleine war das er von seinem streiche straucht nydar jn das gras. Der riß stond stil vñ bsach jn bas zuͦ herr dietrich sprach er das du bist der vogt von berne. Du kanst dich vor mir nit versteln du fürst meins uͤben greinen helm das ist mir von dir schwere. Jch kenn dich bey dem helm rot der also weit her gleste. Er schluͦgst mein oͤhem auch zuͦ tod darumb hast du das letzste Gange her zuͦ mir wol gethan jch sag dir vogt von beren nit baß mags dier ergan. Do sprach von bern herr ditereich ein wappen ist dem andern gleich du kanst mich nit erkennen. Jo sprach sich der riß signot jch kenn dich bey dem loͤwen rot vnd wilt dich doch nit nennen. Nun zu recht oder las es varn dein staß mich seer bephilte. Du fürst den loͤwen vnd den arn gemalt an deinem schilte. Du kanst mich nit betrigen zwar jch hab auff dich gehuͤtte mer dann zwey gantze iar. ¶ Hie wolt der Riß den Ber⸗ ner gefangen haben rc. Das jch den nit kund bekommen nun ab jch von dir vernummen do einen schlag so grossen. Schluͦgst mir auf mein eysenhuͦt mit deinẽ scharffen schwert so guͦt dartzuͦ hast mich gestossen. Mit deinen fuͤssen auff die prust das ligt mir von dir schwere. Wir woͤllen versuͦchen ein rust der edel vogt von berne. Nit mer do auff den risen schluͦg do wolt er an ym suͦchen ob er moͤcht vinden fuͦg. Er sprach zuͦm vngefuͤgen man wilt mich gen bern reiten lan durch aller risen ere. Sech jch dich schlaffen allen tag fuͤr war jch das gesprechen mag jch weck dich nimmermere. Vñ das du mein veind solltest sein hab jch nit gewist fürware. Du sprichst du habst gehuͤtet mein mer dann zwey gantze iare. Soͤlt mich gen bern reiten lan neyn sprach der vngefuͤge nit allso mags dir gan. Herr dietrich sprach nun sitz jch wol das jch hie mit dir vechten sol du wilt mich doch nit meyden. Seit wir sind zuͦsamen kumen jch hab die den greynen gnumen will jch deinn leib bescheyden. Das er dir werden muͦß syn well vnd bald darnach dein ende. Dein eysen huͦt ward nye so hell er muͦß von meiner hende. Noch heüt werden gar runckelfar das thet dem risen zoren er huͦb sich gar schnell dar. Mit seiner stangen die er truͦg nach herr dietrich er do schluͦg vil starcker schlag so schwere. Die est vieln vonn baumen nider herr dietrich hieb vast hyn wider ir streit der was gewere. Den tuͤrst ein zagafftiger man do mymmer wol anschauwen. Der schweiß von jn beiden ran als von dem grossen hauwen. Das sy do theten jn dem than das laub hoch an den esten do von dem feür bran. Herr dietrich ward vngemuͦt er schluͦg den risen auff den huͦt es schuͦd jm nit gar sere. Darunb was ein haub vast guͦt die was gehert mit wurmes bluͦt der edel fürst vnd herre. Er mocht auch nit gewissen das deß starcken risen horen. Warmit dasselb gehertet was das thet herr dietrich zoren. Ob wie es doch was verworcht deß truͦg er an ein brünne dar jnn vacht er on vorcht. ¶ Hie ficht der Riß Sigenot vnd der Barner mit einand Sein swert jn nit versneidẽ macht was Herr dietrich ye gefacht es kund jn nit verschroten. Er sluͤg jn auff sein hoͤrnß gwant deß acht er minder denn ein want der riß hieß sigenoten. Schluͦg nach dem fürsten lobesan das er begund do strauchen. Do sprach der vngefuͤge man du muͤst den swert baß brauchen. Witu mir streites wider wegen auff sprang der vogt von beren recht als ein koͤner regen. Schluͦg auff den risen siegenot vntz das sich das wild feür rot sprang aus dem herten horen. Der schweiß von jn beyden ran do sprach der vngefüge man das het jch wol verschworen. Das du mir ein einigen schlag moͤchtest sein vorgestanden. Nun ist es yetzt dein jüngster tag er nam die stang zuͦ Handen. Nach dem fürsten er sy do schwang der edel vogt von bern ein klaffter von jm sprang. Vnd do er jn do nit entraff do hört man doch so weit den klaff die stang jm do entwiste. Herr dietrichen wol gelang zwischen risen vñ der stang sprang wol zuͦ der selben friste. Von der stangen er jn do treib wolt jm nit mer lassen. Von dem fürsten er sich do scheib der riß groß one massen. Trat neben sich wol jn den than daraus raufft er ein baume vnd lieff den herren an. ¶. Hie raufft der Riß einen baumme jnn dẽ than aus der erd vñ vacht damit. Ein baum er jn den henden truͦg nach herr dietrich er do schluͦg vil grosser schleg so schwere. Do sprach der edel fürst so guͦt mich gedeücht wol jn meinem muͦt jch der ruͦt entwaffen were. Wiltu mich dãn hie betzwingen mit deinen grossen baumen. Ob got will sol dir nit gelingen er kund dem risen raumen. Die eüst jm vor der hend abschluͦg deß acht der riß gar kleine er vand ir denoch gnuͦg. Weñ er jm einen baum ab gewan so lieff er an den werden man bracht zwierent als ein grossen. Darmit fuͤgt er jm vngemach der edel vogt von beren sprach jch sach nye dein genossen. Nun koͤr held wider zuͦ der stang durch aller risen ere. Du tuͦst mit mir den baumẽ trang jch voͤrcht die est so sere. Sy stechen mich zuͦm helm ein vnd das jch nicht gesihe vnd verlür meinen schein. Do sprach d starck riß vnuertzagt erst hast du mir dein kumer klagt er muͦß sich auch noch meren. Der stangen wil jch mich verwegẽ vñ will dein mit dẽ baumen pflegẽ do schluͦg er auff den herren. Das er nit wiest wo er was sy sprungen jn die este. Herr dietrich seiner synn vergaß das er selber nit wieste. Wie er jm solt gesigen an begund jm vast die este ab Hauwen jn dem than. Herr dieterich sich wol besan er wolt jm keinen baum mer lan begund jn daruon jagen. Wenn er zuͦ einem baum hyn trãg herr dieterich nach jm do sprang vnd thet den risen schlaken. Somit auserwelten schlegen schluͦg er jn zuͦ dem haubte. do sprach Herr dieterich der degen jch het dir die stang erlaubte. Die verschmechst du von mir do jch gib dir deß mein treüwe du wirst ir noch gar fro. Der riß sprach laß den troen sein du giltest mir den oͤhem mein den du mir hast erschlagen. Do sprach von bern herr dieterich du waltbaur ytz so were dich vnd gund den risen yagen. Geleich do vor jm jn den than wolt jn kein baum mer lane. Do begund der riß so freysan hyn zuͦ der stangen gane. Die wolt er nemen jn die hand do ereylt jn der berner vnd schluͦg in auff das land. ¶ Hie schluͦg der Berner den Risen ernider rc. Der riß do nit gar lange lag zwar du giltest mir yetz den schlag das sprich jch sicherliche. An mein gnad muͦst dich ergeben es geet yetz an das leben do sprach herr dieteriche. Jch sag dir zwar jch thuͦ sein nit jch het sein ymmer schande. Vnd wo man gieng oder auch rit so weit jn allem lande. Vnd das mã sprech jn menger stat das sich der vogt von beren durch tro ergeben hat. Sy vachten einen langen tag do geschach menger heiter schlag ir keiner sich nit saumbte. Herr dieterich empfieng nir vil als jch eüch hie bescheiden wil der fürst dem risen raumbte. Das laub das an den esten stuͦnd das fieng do an zebleichen. Vnd das es darnach nymer gruͦnd deß risen horn ward weichen. Die brünne die er an jm truͦg der edel vogt von beren ein wunden dar durch schluͦg ¶ Hie schluͦg der Berner den Risen wund rc. Herr dieterich der sprach aus zorn merck riß dein red ist gantz verlorn jch koͤr mich an kein trowen Jch will jn disem than sterben oder jch will breiß erwerben den jch hab von den frowen. Solt jch mein hohes lob verliesen das jch lang hab behalten. Ee wolt jch thausent toͤd erkiesen ee jch wolt boͤslich alten. Vnd das man sprech an aller stat das sich der vogt von beren durch trow ergben hat. Fichtest du dañ durch frawen schon merck was die darumb werd zelon sy lonent vngleiche. Sehent sy dich jm bluͦt baden sy liessen dir den selben schaden do sprach Herr dietereiche. Jch ficht durch frauẽ vñ durch mã vnd durch mein selber ere. Do begund der riß gar freysan den seinen schweiß auch reren. Von der hitz die jm geschach die dieterich von beren von seinem mund aus brach. Do sprach der vngefuͤge man soltest ein weil sein jm than du würdest jn verbrennen. Vom feür dz aus dem munde gar weyß wer es jn dich tragen hat jch kan nit anders kennen. Wenn das der teüfel jn dir sey mit allen seinen knechten. Dein hitz die wont mir neher bey dann held dein grosses vechten. Damit weichestu mir mein horn die red die thet dem berner von dem risen so zorn. Jn mir ist keines teüfels gnoß. do schluͦg er auff den risen groß schriet jm aber ein wunden. Do sprach der vngefuͤge man erst wils mir an die riemen gan wol zuͦ den selben stunden. Trat er vom berner jn den wald do er ein schilt het hangen. Den zuckt er für die hende bald darmit kam er gegangen. Der schilt was als ein stadelthor erst reüt den vogt von beren das er kam auff das gspor. ¶ Hie kumbt der Riß mit ein schilt der was groͤs⸗ ser dann ein stadelthor. vñ vacht mit dẽ Berner Der schild was mit horn wol bereit als vns die abentheür seit einer hennd dick vmb die ennde. Was er mit stahel übertzogen es haben dann die buͤcher gelogen den truͦg er vor der hennde. Nun wer dich edler vogt von bern als ob du woͤllest gnesen. Jch wil dich achtag streitz gewern deß solt du sicher wesen. Du zerschrotest mir nit meiẽ schilt er ist noch also neüwe vnd ward noch nye durch spilt. Herr dietrich sprach do zuͦ der frist seit das dein schilt also guͦt ist das hilfft mich gar kleine. darfür nem jch den sig an dir das solt du sicher glauben mir nun von den helden zweine. Huͦb sich ein ketzerlicher schal als wir noch hoͤren sagen. Die trostel vnd die nachtigal Begunden gsangs vertzagen. Von irem vngefuͤgen streit Thier lieffen aus dem walde vnd vorchten irer heit. Do striten sy on vnderlaß der riß der gieng zuͦ guͦter maß über herr dieterichen. herr dietrich mocht mit seinẽ zeichẽ nit an deß risen gürttel reichen das wissent sicherlichen. Weñ er wolt slahen auff sein huͦt so muͦst er hoch auffspringen. Herr dieterich ward vngemuͦt er het gar kein gedingen. Wenn das er do muͤst ligen tot gar starck vnd vngefuͤge was der riß sigenot. So starck dz niemant brüfeen kan er lief hyn an den werden man jn also grossem neide. Do ward betruͤbt der hiltegrein vnd auch ir beider helmes schein darzuͦ ir liechtes geschmeide. Vnd das es also weit erhal die starcken schlag so schwere. Wol über berg vnd über tal der edel vogt von berne. Võ dem risen ein schlag empfieng gedocht er owee hiltbrant dein bot jch über gieng. Deß stee jch hie jn grosser not der riß den schilt zuͦ schirmen bot das der fürst ye geschluͦge. Do kund er mit als vmb ein har auff seinem schilt gehefften zwar was doch nit wol sein fuͦge. Vnd das sein schilt so guͦte war er mocht darauff nit hefften. herr dietrichs zorn ward offenbar auff jn schluͦg er mit krefften. Gar vest d schilt vorm risen hieng dar durch der vogt von beren gar mengen schlag empfieng. Auff seinen liechten stehlin huͦt das jm sein rot vnd hitzig bluͦt flos do von seinem haubte. Vnd auch aus seinen beiden orn der edel fürst so hoch geborn ward seiner krafft beraubte. Das ers nit mer ertzeügen macht die starcken schleg so schwere. Herr dieterich gar wol gedacht das jch zuͦ beren were. Jch kem nit her jn disen than ach hilbrant lieber meyster jch solt dir gefolget han. Das mag mir wol zuͦ schadẽ kumen jch hab kein sterkern noch vernomẽ Risen nye mer gesehen. Vñ was nur ye gesagt hiltbrant das geet mir yetzund vmb die hant ist mir nye mer geschehen. Vnd seit das jch erst streiten ward er ist der teürest degen. Des risen manheit sich nye spart er begund sein vast pflegen. Mit seiner stangen die er truͦg den jungen vogt von beren er auff die Heide schlug. ¶ Hie schluͦg der Riß den Berner hernider zuͦ der erd. Vnd das er jn ließ ligen tot ab jm do stond risigenot er meint er wer gestorben. Er trach jn mit den fuͤssen hyn vnd sprach du held dein hoher syn hat anders nit erworben. Wenn das du mir das leben dein muͤst lassen hie zuͦ pfande. Gerochen ist der oͤhem mein das muͦß nun jn dem lande. Mein hohes los gantz für sich gan jch sag dir vogt von beren das dir was vnderthan. Nun will jch yetz gen bern gan das muͦß mir wesen vnderthan deß will jch sy betzwingen. Von bern ist mir wol gesagt es seyen helden vnvertzagt die heissen die woͤlffingen. Vnd anmellung ein tegen her die zwing jch mit gewalte. Wolffart sigstab zwen degen mer vnd hiltebrant der alte. Muͤssent mir wesen vnderthan vnd thond sy es mit geren muͦß jn auch also gan. Also redt er do ob dem man herr dieterich sich do wol besan vnd sich nit regen wolte. Herr dietrich sein selbs nit vergaß die red er jn sein oren maß biß er sich schlags erholte. Do sprange auff der koͤne man so groß jn dem elende. Vnd lieff den risen aber an vnd schluͦg jm von der hende Den seinen schilt fest vñ auch breit vnd zuckt jn von der erden der degen hochgemeit. ¶ Hie zertrit der Berner dem Risen seinen schilt Noch mocht er jn nit wol gehaben er warff jn über einen graben vnd zertrat jn zuͦ stücken Vnd lieff den risen aber an do sprach der fürst so lobesan du muͦst dich anders schmucken. Du kanst dich hindn schilt nit mee so lesterlichen schmyegen. Wann die red die du thetest ee daran so muͦst du lyegen. Jch trauw wol gotz barmhertzikeit das die die welt gemeyne mit dienst nit sey bereit. Vnd dar zuͦ die starcken wölffing darüber hast du den geding du wolltest sy verderben. Sy muͤsten dir sein vnderthan der hoffart will jch dich erlan jch vind wol neher erben. Du bist jm werlich vngeleich das dir das lannd von beren. Sol dienen also gewaltigleich jch wil dich daß beweren. Wann jch vind neher erben wol der teüfel dein rechter herr dich daruor behuͤten sol. Der riß sprach vnd was beraubt. hast aber auff gericht dein haubt jch meynt es wer dein ennde. Jch weiß wer dich vor mir ernert jch hab dir mangen schlag so hert gethon mit meiner hennde. Vnd solt das recht hie für sich gan dir wer der tod gar nahent. Du hast mir gar boͤß red gethan die mir von dir verschmahent. Das jch so gar dein spot hie byn jch gib dir des mein treüwe du fürst mirs nymmer hyn. Dar zuͦ hast mir den schilt zertreten dar vmb hab jch dich nit gebeten das glaub du mein wortten. Darumb will jch dir geben buͦß ein waffen jch dir bieten muͦß so gar mit scharpffen ortten. Sy schlugent zuͦsammen one zal die stoltzen degen schnelle. Vnd das es jn dem wald erhal ir liecht geschmeid so helle. Do hetten sy kein vnder hab dem edlen vogt von beren der stein vil kreffte gab. Den jm het geben das zwerglein es muͤst sein end gewesen sein als von den grossen schlegen. Die jm der starck rise thet vil krefft er von dem steine het die zwen gar koͤne degen. Theten einander menigen schlag woß einander betraten. Sy vachten biß ann fünfften tag das sy anders nit thaten. Dann das sy einander vmb triben ir yegklicher wer geren wol bey dem syg beliben. Der riß herr dieterichen nam der fürst jm vnder die achslen kam doch wolt er jn mit verschlaffen. Er schriet jm durch seihürni gewãt das bluͦt das ran jm jn die hant der riß der schrey laut waffen. Nun ist mir das nye mer geschehen seit das jch erst ward streiten. Jch hab deins gleichen nie gesehen der krafft zuͦ allen zeiten. Wie sy bey dir verwandelt sey du flechst auf mich so geschwinde als ob dein weren drey. ¶ Hie kam der Bernen dem Risen vnder die achslen. Dartzuͦ so kanst du mengen list das jch dich mag zuͦ keiner frist mit schlegen nit erreichen. Do sprach von bern herr dieterich auff mein treü es verdreüsset mich vnd soltest du mich leichen. Jch stee vor aller welte frey du fichst auch nyemant mere. Vnd das auch niemant bey mir sey dan die keüsch maget here. Von hymel vnd ir liebes Kind die muͤgen mir wol helffen wann sy die besten sind. Der riß der lieff jn aber an vnd schluͦg dem fürsten lobesan sein schwert aus seiner hende. Das es viel nider auff den plan er wolt darnach gegriffen han von beren der elende. Huͦb sich do schnelligklichen dar hyn gegen seinem schwertte. Vnd deß nam er gar eben war der edel degen wertte. Wolt es han wider genummen do was sich der starck rise vor jm dar bekummen. Gen dem schwert sy beide greiffen nach dẽ swert huͦb sich ein schleiffen do kament sy zuͦ ringen. Der edel fürst den risen groß vast mit den armen zuͦ jm schloß begund jn zuͦ jm zwingen. Jn all sein wunden er jm viel vnd zerrt jms auff gar weite Das jm das rot bluͦt her wiel von seinen beiden seitẽ. Vnd vmb ran vast als sein gewãd sy vielen mit einander gar offt auff hertes land. Sy litten leid vnd vngemach der riß herr dietrichen brach die hend aus seinen wunden. Vnd das er jn do muͦste lan deß freüwet sich der grosse man wol zuͦ den selben stunden. Der riß herr dieterichen zwang auff die erd er jn trucket. Er nam zwen rimen vest vnd lang hennd vnd fuͤß er jm zucket. Band jm alle viere zuͦsam o wee sprach der von beren des muͦß jch mich doch scham. Das du mir alle viere wilt zuͦsamen binden als ein gewilt das thond die weisen yeger. Lieber wer jch gar erschlagen doͤrfft man mich dest mynd klagen vnd wer mir auch vil weger. Wenn das jch also sterben sol recht als ein arme frauwe. Ach lieber riß nun thuͦ so wol vnd nym mein schwert vñ hauwe allhie darmit mein haubte ab das jch dester eerlicher mein tod genommen hab. ¶ Hie bindet der Riß dem Berner alle viere zuͦsamẽ. Neyn sprache sich riß sigenot jch will dir thon ein andern tot jch will dich meinen wurmen. Gleich bringen heym zuͦ einem teil seit mir geschehen ist das heil das jch vor deinem stürmen. Byn genesen alhie allein des freüw jch mich gar sere. Jch wil dich legen jn ein stein du gesichst beren nit mere Auch weder sunnen noch den mon jch sag dir vogt von beren nit baß mags dir ergon. Do sprach von bern herr dieterich auff meine treü so reüwet mich thet jch dir ye kein leide. Das wisse du vil werderman dein oͤhem wolt mich mit erlan mit wortten jch dich bescheide. Sein weib als vngefuͤge was sy truckt hiltbrant besunder. Vnd das der ses vor in genaß das nymbt mich jmmer wundet Vnder ein achselen sy jn zwang sy truckt jn also harte das jm das bluͦt aus trang. Der riß sprach darfft mir nit sagen jch sich dich selber an tragen sein gschmeid an deinem leibe. Vnd das betrübt mir den syn dein hoffart ist nun gar da hyn bist ye gewesen gscheide. Das hast du nun verloren hye muͦst du mir selber veryehen. Jst dir jn starcken stürmen nye kein abentheür geschehen. Das ist zuͦmal nun als da hyn jch sag dir vogt von beren das jch der man byn. ¶ Hie truͦge der Riß den Berner heim jn sein torn Der wol mit fürsten vechten kan vnder ein achsel er jn gewan wol auff ein halbe raste. Truͦg er jn vndern achselen sein herr dietrich leid gar grosse pein er truckt jn also vaste. Das sich der fürst so lobesan deß lebens het verwegen. Das jm das rote bluͦt aus ran dem auserwelten degen. Zuͦm mund vñ auch zuͦ nasen auß er leid vil herter trücke biß jn deß risen Haus. Dem risen also note was das er herr dietrichs roß vergaß gieng grasen jn dem walde Do er jn bracht zuͦ steines wande er zoch jm ab sein sturmgewandt vnd thets behalten balde. Er truͦg es jn die kamer sein schilt schwert henckt er an stangen. Dartzuͦ stellt er den hiltegrein der riß der kam gegangen. Do er herr dieterichen vand er loͤst jm auff gar balde die seinen guͦten band. Vnd legt jn ein stein was tief do manig wilder wuͦrm jnn lieff die tags liecht nye gesahen. Vnd do er an den boden kam das gewuͤrm das floch allessam vnd torst jm nit genahen. Das gwuͤrm sich allessam verbarg verr jn deß steines wennde. Von dem edlen stein so starg flohen all an ein ennde. Als von deß edlen steines krafft den jm do gab das zwerglein wol durch sein ritterschafft. ¶. Hie legt der Riß den Ber⸗ ner in dẽ thuͦrn zun wermẽ. Der riß zoch ab sein stuͦrm gewand die seinen wunden er verband er was verschroten übel. Er gieng neben sich jn den perck do nam er mieß vñ auch das werck vnd macht daraus drey schübel. Do yegklichs wol besunder was wol gegen einem pfunde. Der riß do seine wunden maß die waren zuͦ der stunde. Jegkliche wol zwuͦ spannen weit die jm der vogt von beren geschlagen het jm streit. Do sprach sich der riß sigenot ach wie nahent was mir der tot von dem berner geschehen Solt jchs ein lẽg mit jm han triben fürwar jch must sein tot beliben das muͦß jch jm veryehen. Das er der teürsten einer sey so er ye tauff empfienge. Jch stee vor aller welt frey wenn er yetz her aus gienge Darum̄ nem jch mit tausent marck wenn jch muͤst von jm sterben sein manheit die ist starck. ¶. Hie lieff der riß zuͦ dem Berner über den thurn Der riß über den thurn lieff zuͦ herr dieterich er do rieff wo bist du vogt von beren. Vnd wie gefelt dir mein gemach herr dieterich von beren sprach so wer jch daraus geren. Nun mag es leider mit gesein sprach sich der koͤne degen. Jch hab mich auff die treüwe mein deß lebens gar verwegen. Das gewürmb thut mir also not ich kann es nit lang treiben jch müß bald ligen tot. Das redt er als vmb den list vnd het der riß das gewist das jm kein wilder wuͦren. An dem leben nit het gethan jn het der vngefüge man genommen aus dem thuͦren. Vnd het jm thuͦn ein andern tot sunst ließ er jn betagen. Er kund dem risen sigenot von grossen noͤten sagen. Der er doch keine nye gewan er vorcht jm thet der rise ein andern tode an. Der riß hyn abe zuͦ jm rieff do nider jn des steines tieff nun will jch hyn gen beren. Gleich yetz auff diser varte gan das muͦß mir wesen vnderthan deß will jch dich geweren. Ach nein du held das thuͦ du nit koͤr wider hyn zuͦm walde. Gleich dorthin do jch mit dir strit dir kumbt hiltbrant gar balde. Werlich er suͦcht dich selber heym der reich gott von hymel der helff doch vnsereym. Deß was der riß vnmassen fro gar bald verwapnet er sich do vnd koͤrt dahyn gem walde. Hynder ein bühel er sich leit do er mit herr dieterichen streit do kam hiltbrant gar balde. Er kam also dar geriten als auff die heid so gruͤne. Do so manlich was gestriten von den zweyen degen kuͤne. Do waren solich schlig geschlagen das man sy in den buͦchen nit schreiben kann noch sagen. Nun laß wir herr dietrich ligen zuͦ bern ward sein nye geschwigen die seinen alle sante. Die klagten seer deß fürsten leib do sprach manig schones weib zuͦ meyster hiltebrante. Vnser herr der ist leider tot er wer seid wider kummen. Ee hat der riß sigenot den seinen leib genummen. Das er so lang ist übers zil deß grossen risen stercke ist jm worden zuͦuil. Hilbrant sprach ya das ist war mein herr ist garlang aussen zwar das er nit kumbt zuͦ lande. Jch hab jms vorgeseit do jch mit jm zuͦm valde reit er moͤcht dem grossen vollande Streites nit wol widerwegen der edel ritter mere. Vor sein vngefügen schlegen dieß jch jn fliehen vere. Deß wer jm alles gewesen not jch voͤrcht er sey vorm risen jm wald gelegen tot. Also sprach meister hiltebrand. nun wirt warlichen alls sein land sein nymmer ergetzet. Hab wir verlorn den fürsten her so wirt doch bern nymmermer mit herrn so wol besetzet. Stuͦnt es biß an den jugsten tag das red jch sicherleiche. Mit warkeit ich das sprechen mag man vint nit sein gleiche. Er was der manheit wol ein kern ach reicher crist von hymel wie sol wir sein embern. Sy hetten leid vnd vngemach sigstab der junge also sprach das jch ye ward gegaren. Hab wir verlorn den fürsten Heer das klagt der koͤne degen seer wann wir jm alle waren. So gar aus der massen lieb er zoch vns wol nach eren. Vnd hat uns dañ deß waldes die erschlagen vnsern heren. Warlich so ist es vns muͤgleich wir wagen leib und leben all durch den fürsten reich Do sprach sich d starck wolffhart ist dann der fürst auff diser vart eerlich zuͦ tot erschlagen. Als von dem ungefuͤgen man soͤll wir dann den fürsten lobesan dester mynder beklagen. Wir muͤssen sterben alle sant er sey arm oder reiche. Hetz liebers von eins helden hant denn jch elendigkleiche. Do leg vnd stürb auff einem stro würd jch eerlich erschlagen deß wer mein hertz gar fro. Also rett sich der koͤn weygant günt mirs mein oͤhem hiltebrant so wolt jch dem von beren. Zuͦm aller ersten reiten nach wañ auff die fart so wer mir gach do sprach der koͤne keren. Seh jch den vngefuͤgen man dort halten jn der wilde. Von mir so wurd ergriffen an deß starcken teüfels bilde. Jch wolt jn machen streites sat das man muͤst vnser einen tragen ab der wallstat. Nein sprach meyster hiltebrant jch globt meim herren bey der hant zuͦm erst wolt jch jn rechen. Wolt nach jm reiten jn den walt wolffhart du schneller degen balt jch will an jm nit brechen. Ein wartzeichen will jch dir lan kum jch nit jn zwelff tagen. Das solt du degen wol verstan byn jch zuͦ tod erschlagen. Vnd hab verlorn das leben mein so laß die dann so note hyn an den risen sein. Hiltbrant d verwapent sich gleich do sprach die hertzogin so reich ach wirt vnd edler herre. Muͦß jch dann eüch verloren han als von dem vngefuͤgen man so ist mir freüd verre. Jch weiß wol das jch sterbẽ muͦß vor grossem hertzenleide. Weñ jch gedenck an eüwern gruͦß vnd das jch von eüch scheide. Geschah meim hertzen nye so wee jch voͤrcht kumbt ir ann risen jch gesech eüch nymmer mee. ¶. Hie redet der starck Wolff⸗ hart mit der Hertzogin. Do sprache sich de starck wolffhart vil edle hertzogin so zart wie klagt ir vmb ein alten. Nement fraw ein jungan man der eüch allzeit getrösten kan vnd lassent sein gott walten. Kumbt er her wider das ist guͦt ir solt jn schon empfahen. Sagent mir Hertzogin so gut wie mag eüch freüde machen. Das sich ein alter bey eüch leit fraw nement einen jungen der eüch vil freüden geit Do sprach die hertzogin zuͦ hant wolffhart du treibest deinen tant vnd doͤrfftest sein zuͦ nichte. Wann es ist mir vm̄ keinẽ schimpf du hast sein gegen mir kein glimpff wenn sich will von mir richten. Der allerliebster herre mein jch würd als leicht begraben. Also sprach sich die hertzogein. jch hab mit jm gehaben. Also menigen lieben tag ach das vor grossem leide mein hertz nit brechen mag. Do sprache sich d starck wolffhart vil edle hertzogin so zart nun rat jch eüch doch rechte. Vnd woͤllent ir nit volgen mir den veygen schaden habent ir beid ritter vnd auch knechte. Die erlachten do alle sant wie wol sy leydig waren. Do sprach sich meister hiltebrant fraw ir muͤst anders baren. Vnd weren meiner tag nit me das jch yetzund solt sterben so wer mir doch nit we. Weinent sy jm den helm auffbant gehabt eüch wol sprach hiltebrant darumb wil jch eüch biten. Nun ist es doch das erste nit wann es ist auch mein alter sit jch byn dick aus geriten. Das jch kam wider gesund zuͦ lant schuͦd nit ob jch was wunde. Also sprach meister hiltebrant sprach er do zuͦ der stunde. Jch hab gethon mein tag so vil zart fraw durch eüwern willen jch gern streiten wil. Vnd do wolfhart den fuß ersach er zuͦ der hertzogin do sprach nun ist der riß verloren. Wenn das mein oͤhem hochgemuͦt gedenckt an den fuß so guͦt als von der auserkoren. So ist es vmb den grossen man warlichen gar er gangen. Dañ wer von frawen wunnesan lieblichen wirt vmbfangen. so gewint er wol eins loͤwen muͦt vnd ist wol jn den noͤten für ander zehen guͦt. Die hertzogin sprach jn unmuͦt seit dich der fuß dunckt also guͦt so solt auch nemen eine. Die dir ein soͤlchen kuß auch biet seid es dich also übel miet er sprach es will mich keine. Jch byn so wol geraten nit das sich kein an mich kere. Wenn jch ir eine darumb bit das sprach der degen here. So koͤrt sy mir das hynderteil so mag ich nit vil biten vnd laß es an ein heil. Do erlachten sy alle sant do hieß der alte hiltebrant sein guͦtes roß hertziehen. Darauff er ritterlichen sas groß es zuͦ seiner bruste was vnd hynden dick sein diehen. Wan als ein apffel gar sin well gestalt auff alle ende. Es was mit seinen fuͤssen schnell man fürt jms auch zuͦ der hende. Vñ seinen schilt vnd auch das sper er gnader dem gesinde jn wald stond sein beger. ¶. Hie reit Hiltbrand hinweg. Sy sahent jm gar vast nach vnd durch des edlen berners rach kom do jn not der alte. Die frawẽ jm gar vast nach sahen do er begund zuͦm walde gahen die steig gar manigfalte. Er kam so kürtzlich dar geriten auff die heyden so gruͤne. Do vor so manlich was gestriten von den zwen degen küne. Sy heten solich schleg geschlagen das man sy jn den buͤchern niemantz kan wol gesagen. Do sahe hilbrant vast vmb sich ab er sein herren dieterich yendert do ligen sehe. Oder den starckẽ risen groß do sahe er seines herren roß mit seinem sattel spehe. es gieng hin fliessen vmb die baum̄ vnd suͦchet do sein weide Es het zertreten seinen zaum. geschahe jm nye so leide. Von bern dem alten hiltebrand do er seines herren rose also ledig do vand. O wee sprach hiltbrant meiner eren vnd sol jch meinen lieben herren also hie han verloren. Als von dem vngefuͤgen man ist das jch jn hie kumme an weger hets er verboren. O wee das mich gott ye beschuͦff begund er laut zeruͤffen. Also manigen lauten ruͤff von bern dem koͤnen stüffen. Von bern lieber herre mein bist du noch bey die selber gib mir die antwurt dein. Er antwurt jm do nye kein wort der riß das alles sament hort lag hynder einem gefelle. Er luͤget durch die este dar er nam hiltbrantz gar eben war wers geren hoͤren welle. Dem sagt die abentheür das wie es jm darnach gienge Vnd da er jn dem walde was wie jn der riß do fienge. Das wissen wol die leüte noch vnd die das jn den buͦchen geschriben vinden doch. Der riß sach durch die este dar er nam hiltbrandes eben war vnd schaut den alten greisen. In welcher maß er wer ein Helt do sprach der riß mir nit gefelt mich reüt sol man dich breisen. Vnd das dein lob so weit sol gan durch alle lannd geleiche. Zwar jch dies nit vertragen kan das du so streffeleiche Also geest vor den augen mein du muͦst mir auch hie gelten mein lieben oͤem grem. ¶. Hie lieff der Riß Hiltbran⸗ den jm wald auch an rc. Die mir mein oͤhem hand gerumẽ der laß jch keinen von mir kumen was jch ye gesahe. Es muͤß jn an ir leben gan hiltbrand der vil koͤne man der west sein nit so nahe. Bald auff der starcke riß do sprang mit seiner stehlin stangen. Die was zuͦ guͦter massen lang er kam darmit gegangen. Auff hiltbrand was jm do zorn du kanst dich nit gehuͤten dein leib hast du verlorn. Do sprach hiltbrant jch dein hie beit dann jch dir zwar daher nach reit byn fro das jch dich hab gefunden. Wie wol du hast abgetzilet mich du muͦst mir von herr dieterich sagen zuͦ disen stunden. Sag an hast du jn zuͦ tod erslagen oder hast jn gefangen. Das muͦst du mir gar bald sagen wie es vmb jn ist gangen. Vmb den fürsten so lobesan seid jch dich jn dem walde alhie nun gefunden han. Do sprach der vngefuͤge man streitz wirst du von mir nit erlan vnd thet est du es nit geren. Jch gib dir deß die treüwe mein muͦst mir geben das leben dein des will jch dich geweren. Das sprach der vngefüge man mich muͤet seer dein heim suͦchen. Zuͦ hiltbranden nun sage an wie thatst du das geruͤchen. Dz du mich meinst mit streit bestan jch gib dir des mein treüwe es wirt dir nit wol gan. Hiltbrant d sprach jch dein nit acht wie wol du hast ein grossen bracht alhie an disen ortten. Streites wirstu von mir nit erlan seit das jch dich hie gefunden han du starcker riß mit wortten. Der riß d zuckt sein stang hie mit vnd schluͦg bald auff den alten. Do saumbt sich hiltbrant auch nit er bat do sein gott walten. Zagheit die was jn beiden theür sy schluͦgen auff einander das sich das wilde feür. Von jn do auff sprang jn die lifft hiltbrand d sprach dein grosse gifft wirt dir von mir zuͦsaure. Von meiner sighafftigen hand also sprach meister hiltebrand du vil grosser walt baure. Du hast nit gesprochen ob gottwil des fürsten hast vergessen. Vnd der mir krafft gibt also vil dem risen ward gemessen. Von hiltebranden do ein schlag vnd das er auff der heide vor jm gestrecket lag. ¶. Hie sluͦg Hiltbrant den Risen nider mit sein swert. Der riß bald wider auffe sprang mit seiner stehlin stangen lang die was so vngefuͤge. Dartzuͦ schnyd sy als ein scharlach hiltbrant besorgt sein vngemach wenn er jn darmit schluͤge. Hiltbrand sein schilt zuͦ hande nam als für die schleg so schwere. Er sprach zu dem risen freissam wo hast du den bernere. Sag an hast du jn zuͦ tot erslagen oder ist er dein gefangner das muͦst du mir hie sagen. Do sprach der riß jch dirs nit sag mich müet seer dein herter schlag dartzuͦ hast mich gescholten. Ob jch dir von deim herren seit du hettest mirs für ein zagheit wo man ere retten solten. So sprech gemeingklich yeder man du hettest mich betzwungen. Also sprach der riß so freisan dir ist noch vngelungen. Es hebt sich erst mein streiten an jch her seyn jmmer schande solt jch mich zwingen lan. Hiltbrand d sprach so walt sein gott du magst wol sein des teüfels bott als du mir dort erscheinest. Aus der hell her gelauffen du magst sein des teüfels kaufman jch weiß wie du es meinest. Du ligst mir also grimme ob mit deinn geschwinden streichen. Sy vachten beide wol nach lob herre hiltbrandes zeichen. Das was ein gülden sarewot darbey man auch den herren gar weit arkeinet hat. Vnd do der riß das zeichen sach zuͦ meister hiltbrant er do sprach jch will dir ab gewinnen. Das zeichen hie mit rechtem streit do antwurt jm Hiltbrant aus neit thuͦst du die red aus sinnen. Do waren sy doch grymm genuͦg die koͤnen degen beide. Jegklicher auff den andern schluͦg vnd das sy auff der heide. Gestrackt lagen beide san. was man ye sagt von streiten was gegen dem ein tant. Auff sprangen sy beid zuͦ hand man hoͤrt den alten hiltebrand sein waffen weit erklingen. Vnd das was so freissan genannt darmit er mengen helm zertrannt der schweiß begund auch tringen. Her nider durch deß risen wat als zuͦ den selben stunden. Vnd als es noch geschriben stat sy hetten beid wunden. Von rotem bluͦt warent sy naß do sach man doch nye vechten kein alten ritter baß. Der riß der lieff jn aber an vnd schluͦg den wunder koͤnen mã das er viel auff den wasen Das jm d schilt zuͦ stuͤcken sprang vnd jm das rot bluͦt austrang zuͦm mund vnd auch zuͦ nasen. Hilbrant im do gar wol gedacht bleibst ligen du bist tote. Auff so sprang er do über macht jn also grosser note Jm dacht der alt held aus erkorn warmit sol jch mich fristen mein schilt hab jch verlorn. Herr hiltbrand sich wol befand er lieff zuͦ den bamen hyndan vnd enthielt sich dar hynder. Hynder die baum er sich verbarck do vor dem grossen risen starck der riß schluͦg noch geschwinder. Groß schleg er nach Hiltbrand tet sogar mit gantzen stercken. Herr Hiltbrant guͦt vernũnfft do het wann er begund zemercken. Dis sich der riß ein schlag erholt so sprang er aus den baumen recht als ein degen solt. Also wich er jm mengen schlag das trib' er schier ein halben tag der riß muͤdẽ begunde. Weñ sich d riß bracht einen streich herr hiltbrant aus den bamẽ weich do zuͦ derselben stunde. Sprach sich der riß mir ist gar leid das jch nit auff der weite. Dich dort hab auff der grünen heid so künd jch mit dir streiten. Groß leckerheit jch an dir spür jch gib dir des mein treüwe sy tregt dich nymmer für. Vnd do der riß ersach den list das er sich mit den baumen frist die stang warff er von handen. Er raͤfft d baum̄ do mer dañ genuͦg ein grosses hage er do schluͤg vmb meyster hiltbranden. Das er sich nit mer fristen kund er het vmb jn geschlagen. Der ale hiltebrand begund sich vnd sein herren klagen. Er sprach edler fürst lobesan jch voͤrcht jch muͤß die varte. die du hast vor gethan. Weil er sich vnd sein herren klagt do het der riß den wald verhagt wol ein halb acker lenge. Vnd wo d hiltbrant wol hyn gan do was ein hag vmb jn gethan der weg was jm zuͦ enge. Das mag vns wol zuͦ schad kumen sprach sich der degen reiche. Wir vechten durch der welt frumẽ jch vñ mein herr dietereiche. Vns muͤet deß tisen übermuͤt wann doch der groß vollande der welt vil zuͦ leid thuͤt. ¶. Hie schluͦg der Riß ein hag vmb Hiltbranden Der riß saumet sich nit lang er schluͦg hiltbranden mit der stang das er do viel ernieder. Vnd jm sein swert viel aus d hand von bern dem alten Hildebrand der riß der eilt bald wider. über die baum er sich do buckt vnd griff jm jn sein barte. Hiltbranden er gar bald aufftzuckt do was hiltbrand der zarte. Des von dem risen gar vnfro er truͤg jn gar balde wol auff ein weite do. Er warff jn nider auff das land vnd sprach du alter hiltebrand jch will dir von deim herren. Warlich die richten warheit sagen jch ab jn nit zuͦ tod erschlagen noch gesicht er bern nit meren. Jch hab jn gelegt jn ein thuͦrn den machst du gar wol wissen. Dar jnn geet menger wilder wuͤrm sy hand ab jm gebissen. Er hat verlorn sein werdes leben jch will dich auf mein treüwe auch meinen würmen geben. Hiltbrand gedacht jn seinem muͤt o Herr gott es wer wol guͦt er möcht noch vnverdorben. Seither ye von den würmen sein o hymelische künigein sey er noch vnerstorben. Ach milte muͦtter reine magt sey es deines kindes wille. Das sprach der degen vnvertzagt gar heimlich vnd gar stille. So hilff doch vnser eim aus not das wir von disem risen nit beid leiden den tot. Der riß zum hiltbrand nidersaß biß das er zuͦ jm kem baß er nam zwen lange riemen. Damit er jm hend vnd fuͤß band von bern dem alten hiltebrand der riß begund jn nemen. Er griff jm jn sein barte lang nur mit der einen hende. über ein achsel er jn schwang hyngen deß steines wende. Truͦg er den alten gar vn wert vnd jn der andern hende sein stang vnd hiltbrantz schwert. ¶ Hie bint d Riß Hiltbran⸗ den alle viere zuͦsammen. Hiltbrand der klaget sich so hart riß trag mich nit bey meinem bart oder du wilt mich toͤten. Jch hab gestriten mengen tag mit warheit jch das sagen mag das jch zuͦ solichen noͤten. Byn vormals nye mer gekummen begund er klagen harte. Jch ward vormals nie genumen bey meinem langen barte. O wee das ich ye ward geborn het jchs gewist zuͦ beren jch het jn abgeschorn. ¶. Hie tregt de Riß Hiltbran den bey dem bart beym Das du mich also woltest tragen do sprach d riß darffst mir nit sagen von deinem grossen kumer. Was deinem leib thuͦt so wee das thuͦ jch nun dest gerner mee du dunckst mich ein thumer. Sag an du alter greiser man warfür hast mich ersehen. Also sprach der riß so freissan dir ist gar recht geschehen. Geschicht dir yetz von meiner hand hie mit so was er kumen biß zuͦ deß steines wand. Vnd do truͦg er den alten ein mit jm do jn die kamer sein warff jn vnwirß do nider. Gar grossen smertzen er empfieng der riß von hiltbranden gieng doch kam er schier hyn wider. Er suͦcht zwen eysen ring zuͦhant wolt jn darein han beschlossen. Von bern den alten hiltebrant den moͤcht wol han verdrossen. Nun hoͤrt wie jm darnach geschach do jn der riß ließ ligen vil kleinet er do sach. Er sahe ein helffen beinen schrein darbey vil andar zierde vein die kürtzten jm die stunde. Vnd ein vergülter greiffen kla der was auch gar hoflich da den setzt der riß ann munde. Wenn er d zwerg ein haben wolt ein horen er do schalte. So kam yeglichs als es dann solt wer recht jung oder alte. Spilten vor jm zuͦ aller zeit mit thantzen vnd mit springen triben so widerstreit. ¶. Hie ließ der Riß Hiltbrann den ligen vñ gieng von jm. Der berg also durch zieret was mit edlem gestein licht als dz gelas was er gar wol vmbstecket. Ein pfeller man auch dartzuͦ het deß hieng do bey deß risen bet deß steines schein er decket. Vnd wenn d riß wolt haben nacht ließ man den pfeller nider. Das er deß steines schein vmacht man schwang jm sein gefider. Vnd deckt jn als ein fürsten zuͦ man wartet sein gar schone biß an den margen fruͦ. So huͦb mann als ein fürsten auff als bald der vngefuͤge hauff seim schlaff het aus gewartet. Herr hiltbrand sein selbs vergas vnd der berg so schoͤne was vnd mynniglich durch zartet. Recht als das paradeiß gethan er dacht jn seinen sinnen. Jch thuͦ recht als ein vnrecht man schaden moͤcht ich gewinnen. Jst das er mich jn eysen leit was hülff mich die schoͤn zierde jch muͤst leyden arbeit. Hiltbrant sich selb so lang vmwant biß jm auff gieng das eine bant das er gewan die hende. Do was er one massen fro er begund vmb sich sehen do dort jn deß steines wende. Er sach do seines herren huͦt jn einer kamern hangen. Herr hiltbrant der het mãnes muͤt er kam dartzuͦ gegangen. Vnd legt bald an seines herrẽ wat auch seines herren helme den band er auff gar drat. Er sprach hymelische künigein wie hast du mir die genade dein so miltigklich gegeben. Du hast geholffen mir aus not jch bit dich durch deines kindes tot frist mir noch hye mein leben. Ob jch den vngefuͤgen man alhie noch moͤcht bezwingen. Do kam der starck riß so freissan mit seinen eisnen ringen. Vnd wolt jn darein han geschmit do halff jm gott von hymel das es geschahe nit. ¶. Hie kam der Riß mit zweien eisnen ringen. Do in der riß gewapnet sach zuͦ meyster hiltbrant er do sprach wer hat dir auff getane. Alhie die deinen guͦten band do sprach sich meyster hiltbrand wir wend ein streit erst hane. Alhie jn disem holen stein vnd der ye ward gefochten. Das wild feür von jn do schein sy theten was sy mochten. Vñ was in yed macht volbringen man hoͤrt ir beider schwerte do vor dem berg erklingen. Do hetten sy ein grossen schal vnd das es jn dem berg erhal der riß schluͦg von hiltbranden. Mit einẽ schwert ein grossen schiel der neben hiltbranden viel den zuckt er auff zuͦ handen. Vnd warff den risen auff den huͦt das er do vmbe zwirbet. Recht als ein muͤl rad do but maniger also verdirbet. Dem würd ein solich wurff gethon deß acht der riß gar kleine er was also freissan. Do schluͦgen sy einander hart herr hiltbrant sich nit gespart sy kamen zuͦ dem steine. Darinnen herr dieterich lag vnd vngemesner sorgen pflag ir vechten was nit klaine. Jr schwert schleg also weit erdoß do hoͤrt herr dietereiche. Sein freüd die wz vnmassen groß sprach gott von hymelreiche. Das ist hiltbrand der meyster mein jch hoͤr es an den schlegen er will die treuͦwe sein. ¶. Do striten sy bay dẽ turn do der Berner jnnen lage. An mir armen noch nit brechen er globt mir er wolt mich rechen das er yetz schon bewerte. Darumb ist er ein biderman gar offt jch deß enpfunden han wo jch ye ward beschcherte Er ist mir allweg kummen noch vnd wartet mein so schone. So bit jch gott von hymel doch durch sein oͤbersten throne. Das er mir mein meyster beruͤt des bit jch gott von hymel durch sein vetterliche guͤt. Herr dieterich thet so laut rieff do aus dem holen stein so tieff bist du hiltbrand mein meyster. Durch gott so solt du weren dich Sy haͤuwen zuͦ samen neidigklich das die wilden ganeister. Zuͦ jm hin ab jnn stein do viel so gar an alle oͤrte. Herr dietrich ruͤfft mer dãn zwiere ee das es hiltbrand hoͤrte. Deß seinen lieben herren ruͦff wol vor den starcken schlegen die jm der rise schuͦff. Do das hiltbrand hoͤren began vnd das der fürst so lobesan noch dennoch het das leben. Do was er aus der massen fro er ward zuͦ beiden henden do sein schwert vassen gar eben Er schluͦg den vngefuͤgen man gar vast hyn zuͦ den fuͤssen. Do spach der degen wunnesan warlich du muͦst mir buͤssen. Das du mein herren gefangen hast jch traw gott von hymel das du mir nit entengast. Do sprach der vngefuͤge man dein gott dir nit gehelffen kan dein krafft ist gen mir kleine. Jn meinem eygen hause hie was mir der helden wider gie hilff jch jn allen heine. So gib jch dir sein auch genuͦg mich muͤet dein wider kallen. Der riß hiltbranten nider schluͦg do jn demselben wallen. Hiltbrand jn vnden auff do stach also ein tieffe wunden der atem jn aus brach ¶. Hie schluͦg der Riß Hilt⸗ branden auch ernieder .rc Der riß do võ dem schwerte sprang die weil wolt jm werden zuͦ lang herr hiltbrand kam auff wider. Hiltbrand der edel ritter guͦt sich vor dem risen baß behuͦt er schluͦg jn nit mer nider. Es ward den vngefuͤgen man sein wunden erst do schmertzen. Die jm der berner het gethan jm was von gantzem hertzen. Do auff den alten hiltbrant zorn do sprach sich der groß rise jch het das wol verschworn. Das du ledig werest gewesen jch meint jch wer vor dir genesen do jch dich het gebunden. Vnd dich also liegen ließ wer dir dein guͦte band aufließ jn also kurtzen stunden. Jch meint jch het dir deine glid zertreten vnd zerbunden Das jch vor dir sollt haben frid warlich mich reüt zestunden. Do jch dich jm walt gefangen het das jch dich nit verderbet gleich an der selten stet. Do sprach sich meister hiltebrand du starcker riß vnd auch volland nun ist es doch geschehen. Du treibest mit mir deinen spot noch hat mir auß geholffen gott jch hoff ich will noch sehen. Gar offt und dick bern vñ das lant so muͦst du hie ersterben. Do schluͦg der riß dem hiltbrant einen vil grossen scherben. Do aus dem vesten Helme sein man hette jn den schrote ein Hand geleget darein. Do wolt jch rom an euch began do sprach der vngefuͤge man kumbt mir zuͦ grossem schaden. Das jch eüch truͦg den würmẽ hein jch ward nye mit helden zwein also seer überladen. Dein herr het mich nah verbrant der teüfel aus jm gluͦte. Biß das jch mir den list erfand der kam mir noch zuͦ guͦte. Mit ringen jch den held betzwang also muͦß dir geschehen wilt du es treiben lang. Hiltbrant erschrack es thet jm not das jm der riß het thon ein schrot aus seinem Helme so guͦtten. Groͤssers schadens er do nun forcht erst warde streites werck erworcht vor zoren sy do wuͦtten. Die krafft die sy hetten verlorn wurden sy beid erst suͦchen. Do sprach d riß aus grymen zorn begund jm selber fluͦchen. Jst wol was mir von dir wirt than do jch dich het gebunden solt jch dich gethoͤtet han. Do wolte jch dich voͤrchten nit ist wol was mir von dir geschicht er zerspielt do behende. Mit seinẽ schwert ein grossen stein ir beider krafft die was nit klein hynder dasselbig ende Hiltbrant sich gar vast verbarck hynder deß steines schrofen. Do vor dem grossen risen starck was groͤsser dann ein ofen. Den stein er zuͦ drey stucken spielt herr hiltbrant der alte dar hynder sich enthielt. ¶ Hie zerspielt der Riß einen grossen steine. Hiltbrand dem was wol zemuͦt er schriet ym insein rock so guͦt vnd durch sein gut geschmeide. Das es ym fuͤr die fuͤs do hieng vñ ym das bluͦt gen henden gieng hiltbrand der was gescheide Er nam d alten wunden war die jm sein Herr Het geschroten. Er huͦb sich schnelligklichen dar zuͦ dem riß sigenoten. Stach ym do vil d wunden tieff das ym das bluͦt ein klaffter gegen den henden lieff. Der riß nach hiltbranden schluͤg Ein stein es alles abe truͦg begund der riß vast klagen. herr hiltrand herfür do sprang sein swert vast auff den risen klang von iren grossen schlagen. Wer jn dẽ berg recht als ein wint als kem ein vngewitter. Sy haͤuwen zuͦ samen geschwint vnd warent beid gar bitter. Sy hetten degenheit genuͦg herr hiltbrand der alte den risen aber schluͦg. Er traff der alten wunden ein der riß der mochte das do kein lenge nit mer treiben. Do triben sy ein ander dar hiltbrant nam deß risen wol war er ließ jn nit beleiben. Sein schwert er do vassin gan hiltbrant der vil guͦte. Er schluͦg den vngefuͤgen man das er lag jn dem bluͦte. Vor dem fürsten gar vngemuͦt er schluͦg jm ab sein handte der edel ritter guͦt. ¶. Jie schluͦg Hiltbrand dem Risen das haubt ab rc. Do er den syg an jm gewan hiltbrant d huͦb sich bald von dan gegen dem holen steine. Do herr dietrich jnnen lag vnd do gar grossen sorgen pflag von den würmen vnreine. Der schmack der thet jm also wee dem alten hiltebrante. Noch leid herr dietrich ye och mee hiltbrand das wol erkante. Deß seinen herren vngemach das jm do von den würmen zuͦ leid gar vil geschach. Gar laut ruͤfft meyster hiltebrant wo bist von bern ein weigant jch fragt geren der mere. Wie du daher werest kumen het jch gern von dir vernumen gern west jch wie jm were. Wo hertest du dein synn gethan du reitst allein aus beren. Vnd hettest mengen biderman die mit dir riten geren. Du hast burck lehen hie geholt dir ist gar recht geschehen als eim der nit volgen wolt. So du nit hast gefolget mir deß scheyd jch mich yetzund von dir vnd laß dich hie alleine. Darauff antwurt do herr dieterich hiltbrand dem edlen fürsten reich tieff aus dem holen steine. Es misse gieng mir jn dem than mit dem vil grossen stürmen. Darumb jch yetzund leiden han hie von den grossen würmen. Nun beüt du mir die hilffe dein jch will dir ymmer dancken Biß auff das ende mein. Des antwurt jm do hiltebrant von bern dem fürsten hoch genant das thet jch also geren. Weste ich nun wo oder wie das mich das yemantz wissen lye do sprach der vogt von beren. Vnd wiltu volgen meinem rat so kumb jch aus glaub mire. Das es mir nymmer missegat den rat den gib ich dire. Dustu erschneidest all dein gwant vnd an einder strickest mir bietest jn mein hant. ¶. Hie zerschneit Hiltebrand sei⸗ ne kleid vnd strickt sy aneinand. Hiltbrãt d sprach vñ das muͦß sein mit willen lieber herre mein jch thuͦ es also geren. Er schnyd bald alles sein gewand strickt es an einander zuͦ hand als durch den vogt von beren. Er ließ jms jn thuͦrn hynein das entpfieng er gar schone. Nun zeüch auff lieber meyster mein das dir gott ymmer lone. Das seil zü zweyen stücken brach hiltbrand erschrack gar sere do er den val ersach. Leider vormals im nye geschach als do er disen val ersach an seinem lieben heren. Er sprach das jhr ye ward geborn soll jch mein heren han verlorn mein freüd will sich verkeren. Das was seins hertzen klage groß vnd klagt es so klegleichen. Er gab jm selber mengen stoß der held so krefftigkleichen. Die klag erhoͤrt er jn dem stein do sprach der vogt von beren meyster reitt wider hein. Kem jch schon aus jn diser pflicht so moͤcht jch doch genesen nicht des übergrossen valle. Nun heb dich bald ab dem weg wann du bist jn deß risen pfleg er kumbt zuͦ hand mit schalle. Gott dank dir du bist willigklich kummen durch mich zuͦ streiten. Auf mein treü vnd ergreifft er dich er lest dich nymmer reiten. Darumb meister reit heym zuͦhand jch befilch dir mein bruͦder diethmar vnd alls mein land ¶. Hie nam hiltbrand einẽ Zwerg bey dem bart. Do gieng hiltbrant vmb jn dẽ berg er vand do schlaffen einen zwerg den nam er bey dem barte. Vnd do jn der zwerg ane sach zuͦ meyster hiltbrant er do sprach vnd klaget sich so harte. Waffen wer hat mir do gethan das nymbt mich ymmer wunder Welcher mag mich erwecket han das jch byn worden munder. Zwar er mich hart gerauffet hat. do sprach hiltbrand der alte dein leben an mir stat. Vnd wiltu lenger han dein leben so muͦst du mir dein lere geben wie jch den vogt von berne. Erloͤß der hie gefangen leit do sprach das zwerglin zuͦ der zeit jch weiß ein leittern verne. Saget wie ist eüwer herr genant das west jch also geren. Do sprach sich meyster hiltebrant er ist der vogt von beren. Do sprach sich der kleine zwerg wie kam mein lieber Herre in disen holen berg. Das west jch gern wo oder wie ob ir mich liest wissen hie also sprach der klein zwerge. Herr jch fragt euͦch so geren mer vnd wolt es euch nit wesen schwer wenn kam er jn den berge. Sagent mir wie es vmb jn stat do antwurt jm der alte. Es leider kuͤmerlichen gat mein herr der ligt mit gewalte. Er ist gelegt jn einen stein seid gott die welt beschuͦffe nye kein liecht darein schein. Do antwurt jm der kleine man hiltbrand dem fürsten lobesan ich weyß ein leittern schwere. Vnd die vor meines herren was fürwar so soͤlt ir wissen das sy thuͦt eüch leid verkere. Vnd geet gar hynab jn den berg ist auch von leder veste. Sy hat geweürckt ein loblich zwerg darumb ist sy die beste. Es nam hiltbranden bey der hand vnd fürt jn also balde do er die leittern vant. ¶. Hie zeigt der Zwerg dem Hiltbranden ein leittern Als bald hiltbrand die leittern sach verschwundẽ was jm vngemach Er nam sy do alleine. On not moͤcht ers nit tragen han do huͦb sich hiltebrant von dan gegen dem holen steine. Do Herr dieterich jnnen lag jn grossen sorgen gefangen. Er halff im Heraus an den tag mit der leittern so langen. Von bern lieber herre mein sprach hiltebrant der alte nembt die leittern hynein. Do er der leittern ward gewar er huͦb sich schnelligklichen dar vnd freüwet sich von hertzen. Do er do aus dem thurn gieng hiltbrant jn do gar schon empfieng vergangen was sein schmertzen. Hiltbrant abentheüer begeert er sprach mein lieber herre. Seit ir streites noch nit gewert eüch was freyd gar verre. Do sprach sich das zwerglein gleich seid gott wil kumen aus sorgen von bern herr dietereich. ¶. Hie stig der Berner aus dẽ turn. Gott lon dir sprach herr dieterich seit das du hast erloͤset mich jch sprich bey meinen hulden. Vnd byn dir aus der massen hold jch gib dir silber vnd auch gold hast mich erloͤset von schulden. Des soll jch ymmer dancken dir wo du es an mich suͦchest. Vnd das solt du glauben mir das du mich des geruͦchest. Vrlaub so nam do der zwerg vnd koͤrt sich vmb vil balde do wider jn den berg. Hiltbrand sprach lieber herre mein sagent als lieb jch eüch mag sein wie hat er eüch gefangen. Herr diterich zuͦ hiltbrand sprach ein baum er aus der erden brach vnd kam darmit gegangen. Sogar mit schlegen manigfalt schluͦg er mich vmb die oren. Dar vor het jch kein auffenthalt er macht mich zuͦ eim toren. Jch hab erlitten vngemach das solt du mir glauben hiltbrand der lacht vnd sprach. Bey meinẽ bart er mich auch fieng do er mit mir vom walde gieng gegen dem holen steine. Jn meinem bart lag jm sein hand also sprach meyster hiltebrand er truͦg mich mit jm heyme. Mein bart erlauset er mir baß als ob jch wer ein diebe. Vnd das jch alles deß vergaß das mir ye geschach zuͦ liebe. Er het mich senffter wol getragen nun laß wir jn ligen zuͦ tod hab jch jn erschlagen. ¶ Hie reit der Berner vnd Hiltebrand wider heym. Sy traten zuͦ den rossen an auff sassen die zwen koͤnen man vnd reiten heym gen beren. Do wurden sy empfangen wol als man dann fürsten billich sol man sach sy auch gar geren. Do klagten sich die herren hart was sy hetten erliten. Do von dem risen auff der vart wie sy hetten gestriten. Daruon sagten sy fruͤ vnd spat hiemit will jchs beschliessen das lied ein ende hat. Gedruckt zuͦ Straßburg auff Grineck jm vv[...] vnd v. jar. Show less

Schlacht bei Thérouanne, Dijonzug der Eidgenossen, 1513
Das ist ain new lied von der grossen niderlag geschechen vor der statt Terwan durch vnsern aller gnedi⸗ gisten herrn den Kayser / vnd künig von Engelland wider den künig von Franck⸗ reich Das lied singt man in der weiß wie das lied von der Boͤhemer schlacht O Got in deinem hochstenn ... Show more Das ist ain new lied von der grossen niderlag geschechen vor der statt Terwan durch vnsern aller gnedi⸗ gisten herrn den Kayser / vnd künig von Engelland wider den künig von Franck⸗ reich Das lied singt man in der weiß wie das lied von der Boͤhemer schlacht O Got in deinem hochstenn thron / Jch bitt du woͤllest dein zorn ablon Dein gnad woͤlst du vns senden / Dann es yetz warlich vbel gat / Jn der christenhayt lan allen enden ¶ Es geschehen gar vil grosser mort / Kain mensch des gleyche nine hat ghoͤrtt / Als yetz in kurtzen iaren / Solch bluͦt vergiessen geschehen sey / Seit christus wa rd geboren ¶ Vnd gschicht allain in christnem lannd / Das ist warlich ain grosse schand / Wa mans von vns thuͦt sa⸗ gen / Maria muͦter raine mayd / Trewlich thuͦn ich di rs klagen. ¶ Beschütz vnd bschirm die christenhait / Die so mitt grossem hertzelayd / Allenthalb ist vmbgeben / Der dürck der thuͦt ir vil zuͦ laid / Bringen die Venedi⸗ ger zewegen. ¶ Kürtzlich hand sie ain sin erdacht / Mit den fran tzosen ain pundt gemacht / Das roͤmisch Reich zuͦ ver⸗ treyben / Den Türcken ruͤffens an vmb hilff / Das wirt got von yn nit leyden ¶ Sie seind warlich so gar verblendt / Jr boßhait sie nit lassen wendt / Jetzund gar manche iare / Darũb sie got hart straffen wirt / Das glaub mã mir für ware ¶ Ain edler künig von engellandt / Der will nit ley⸗ den solich schand / Er will bey ston dẽ reyche. Er zeücht mit gantzer macht do her / Wider den küng von franck enreiche. ¶ Er ist mitt manchem stoltzen man / Gezogen für die stat Terewan / Do hat er sein Leger gschlagen / Das wurden die frantzosen jnnen / Die do zuͦ Blachi lagen. ¶ Do ist er gelegen mit grossem gwalt / Die frantzo sen handts vrenommen bald / Seind auch mit macht dar kũmen / Sie handt gar manchen lantzknecht guͦt / Mit yn do hin genũmen ¶ Die lantzknecht waren nitt wol daran. Ein bruͦ⸗ der sach den andern an / Sie waren nitt wol zefriden / Vnnd solt es wider den kayser sein / So wolten sie nit beliben. ¶ Das ward den frantzosen fürbracht / Sie hetten bald ain sin erdacht / Die lantzknecht woltents taylen / Als bald sie das wurden gewar / Mit macht sie zuͦsamẽ fielen. ¶ Den frantzosen gabens ain beschaid / Sie hetten gschworen ainen ayd / Zuͦ ziehen wider all menglich / On wider den kayser Maximilian / Wo er wer selb personlich ¶ Dem kayser kommen bald die mer / Wie die frantzo sen zugen her / Auff laurenti hab ich vernomẽ / Jst der kayser mit grossem gewalt / Zum engellender kummen ¶ Der künig enbot jm grosse eer / Er sprach erfuͤlt ist yetz all mein beger / Wir wend vns nit saumen. Jch hoff Bickardi das guͦte lannd / Muͤß der frantzoß bald raummen. ¶ Dar zuͦ auch sunst vil annder lanndt / Der kayser in dem hoͤr vmb rant / des froͤwet sich iung vnnd alte / der edel fürst Maximilian / er zaigt da sein gewalte. ¶ Die lantzknecht thet er manen ab / bey leib vnnd guͦt vnnd all ir hab / das waren frembde sachen / es ge fiel den frantzosen nit gar wol / der schimpff der wolt sich machen ¶ Gar bald hetten sie ain gemain / vnnd kamen all⸗ sand vberain / es thet das meer da werden / wider den kayser nit zethuͦn / wolten ee all darumb sterben Also die frommen lantzknecht guͦt / zugen dar von mit freyem muͦt / Groß lob muͤssen sie habẽ / das sie gen irem herren nit / Haben do woͤllen schlagen Die frantzosen hetten ain grosse macht / Sie richtẽ sich gantz zuͦ der schlacht / kommen mitt macht geritten / der zuͦsatz in Terwanen lag / den wolten sie entschütten Die mer bald für den kayser kam / sein fuͦßfolck er bald mit im nam / vnd auch ain raisigẽ zeũge / der aller foͤrderst wolt er sein / Mit seynem aignen leibe Auch Engellandt das edel pluͦt / sie hetten all baid heldes muͦt / vnd thetten nitt fast brechten / faͤren vber ain wasser haißt die lytz / do gieng es an ain fechten. Die frantzosen blieben nitt lang ston / sie machten sich gar bald dar von / Gar vyl ward ir erschlagẽ / Zwo grosser myl sing ich fürwor Hat man in nach thuͦn iagẽ ¶ Vil herren hat man gefangen genommen / Die hat man all bey leben glon / Die ich hie nitt will nennen / Man hat sie gfuͤrt ins niderland. Da wirt man sie wol erkennen. Zehen paner das ist offenbar Mit irẽ fendrich auch für wor / Sind do worden gewunnen / Engellandt het gelitten grosse not / Wo der keyser nit wer kummen. Groß lob vnd eer als ich verstandt / Hat gseyt der kung vo Engellandt / Dem keyser Maximmiliane. Spri cht er sey nit allein seyn fründt / Für ain vatter wil err in hane. Er hab für in gesetzt lyb vnd guͦt / Jn lobt gar ser das edel bluͦt / Den prys thuͦt er im geben / Er meint das in noͤten syn gelych / Nie gewunnen hab das leben Am zinstag vor sant Bartholomens tag / Terwan nen sich die stat vff gab / Die speys was in entgangen / Den edlẽ keyser Maximilian / han sie gar schon entpfan gen. Küng ludwig wilt du weißhait pflegen / Ain guͦ⸗ ten rat will ich dir geben / All fürsten ruͤff du ane / Das e dir ainem friden machen / gegen dem kayser Maxi⸗ miane. Wo du dar iñ nitt brauchst guͦt fleiß / Du kumpst vmb dein guͦt Stat pareyß / das solt du innen werden / vnnd wirt hertzog Karle vonn burgund / ain künig in franckreich sterben ¶ Darum solt du haben weisen rat / dein glück ins kaysers henden stat / vnnd auch in gott vorabẽ / den solt du trewlich ruͤffen an / wann er all ding vermage. ¶ Den lolhart soltu sehen an / dein glück er dir wol zaygen kan / vnd thuͦt dir auch nit felen / wo du das selb verachten wilt / so wirt dir der kayser sirelen ¶ Merck hoffart hat kain langen bestand / vergleicht sich dem schatten an der wand / sein schein nitt lanng mag bleiben / got in seim aller hoͤchsten thron / hoffart nit mocht erleyden ¶ Dar zuͦ auch grosser übermuͦt / hat auch gethon die leng kain guͦt / das wirst du jnnen werden / gar manche stat vnd guͦte landt / durch yn schentlich verderben. ¶ Vngehorsamkait vnd aygner nutz / das selbig ist ain boͤser butz / wo es regiert ain lande / daran sol nye⸗ mandt zweyfel han / Es hat kain lange bestande ¶ Darumb so hab ain yeder acht / das es nitt auch konm uͤber nacht / haymlich für sein thür gschlichen / Wann vnfal kumpt gschwind vnd behend / dem nye⸗ mandt mag entweichen ¶ Do mit das lied ain ende hatt / gott sollen wir lo / ben für vnd spat / das yn so wol ist gelungen / dem ed⸗ len kayser Maximilian / hab ichs zuͦ eren gesungen. ¶ Dann es im gat nach seinem synn / das ich im von gantzem hertzen günn / sein anschleg seind wunderbar liche / darumb ich yn gentzlich vergleiche / Julio dem kayser reiche. 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Pamphilus Gengenbach verteidigt Marienbildnis gegen einen Angriff durch "fünf schnöde Juden"
Dz ist ein erschrockenliche history von fünff schnoͤden juden / wie sie das bild Marie ver spottet vnd durchstochen haben. Welche History ich Pamphilus Gengẽbach zuͦ lob vnd eer der jũckfraw Marie / vnd zuͦ schmoch vñ schand dẽ schnoͤdẽ judẽ jn ein New lied gesetzt hab vñ jns Spaͤtẽ thon... Show more Dz ist ein erschrockenliche history von fünff schnoͤden juden / wie sie das bild Marie ver spottet vnd durchstochen haben. Welche History ich Pamphilus Gengẽbach zuͦ lob vnd eer der jũckfraw Marie / vnd zuͦ schmoch vñ schand dẽ schnoͤdẽ judẽ jn ein New lied gesetzt hab vñ jns Spaͤtẽ thon gesungẽ Hie hebt an das lied võ der gros sen schmach Marie jr geschaͤhen von dẽ verfluͤch Die Judẽ ten judẽ Das erst gesetz ¶ wend jr nun hoͤren obenthür Von einem juden vngeheür was boßheit er hat gnommen für Er was vß einem land heißt Dẽnengowe ☞ Der jud vnd ouch vier gsellen sin Den stuͦnd zuͦ wandern eins mols ir sin Sie giengen zuͦ eir kirchen hin Dar jñ was gnaͤdig vnser liebe frowe ☞ Nũ hoͤrẽ zuͦ wz sich der schnoͤde jud bedachte Uß falschem grund hat er gar bald bedachte wie er Mariam moͤcht do schenden Als ouch noch mancher jude thuͤt Er sprach zuͦ sinen gsellen guͦt Jn dise Kirch stot mir min muͦt Lond vnß drin gon kein christ ist jetz vor henden Das ander gsetz ¶ Ach christen merck was do 'gschach Vnd was der boͤse jude sprach Do er das bild Mary an sach Ruͦfft er vß gantzes hertzen grimme ☞ Das ist das oͤd verfluͤchte wyb Vß welcher boͤsen wichten lyb Jst vnß haͤr kon all vnser kyb Sie spuwten jn die edle keyserinne ☞ wañ lie vnß hat den falschen man geboren Dar durch wir hand als vnser land verloren Vnd sind allsandt also jns ellend kummen Ein ander bloͤßt sin hindern dar Der drit zerzart gen jr das Har Also sie ward verspottet gar Das hat ein schmid gar bald vernuͤmmen Der Sch⸗ mid Der Jud Das. iij. gesetz ¶ Ein schmid kam on gefaͤr dar gan Als es Maria wolte han Er ruͦfft ein andern bruͦder an Der ongefaͤr ouch vff der straß har gienge ☞ Er sprach sich bruͦder was jst das wir wellen solchs erfaren bas Ob sie doch staͤlen wend etwas Es sind mir worlich seltzam dinge ☞ Sie louffen vß vnd in also geschwinde Er sprach bruͦder min aller liebster fründe Als ich von verrem hab gesaͤhen So gond sie nit rechten sachen noch wañ einer auß der kirchen floch Dem schmid dem was zur kirchen goch Er stuͦnd an ein ort die sach wolt er vßspaͤhen Das .iiij. gesetz ¶ Still gieng der bruͦder zuͦ jm dar Nomen der sach gar eben war Do sahen sie den muͦtwill gar Die schnoͤden juden waren dem bild gar finde ☞ Gar bald eyr vß den juden sprach Jch wil jetz thuͦn ein jüdsche sach Er zuckt ein spieß das bild durch stach Hab dir das huͦr mit dinem schnoͤden kinde ☞ Vnd wañ du laͤbtest noch allhie vff erden Also muͦst auch von mir durchstochen werden Für war ich wolt mich an dir rechen Doch nim das jetz für dinen lan Din kind hat vnß vyl schmach gethan Mary das bluͦt zur stirn vßran Mit haͤllen tropffen thet es vßber braͤchen Das .v. gesetz ☞ So bald vnd das der jud ersach Von stund ging jm ein grauß dar nach Nun hoͤrend was der boͤßwicht sprach Das thuͦt der tüfel sicherlichen ☞ Der schmid der sumbt sich do nit lang Gar bald er für die thüren sprang Mit siner ax zum juden trang Er sprach du magst mir nit entwichen ☞ Soltu du das edel bild also durchstaͤchen Das wil ich worlich jetzund an dir rechen Von minen henden muͦstu hie nun sterben Der bruͦder sprach thuͦnß nit durch got Wir wellen haben witer rot Du entwichst die Kirch on allen spot Gloub mir der lon / wirt im noch darumb werden Das. v. gesetz ¶ Der schmid von sinem zorn abstund Do floch dar van ver jüdsche hund Der schmid zum bruͦder sprach zuͦ stund Das übel mag ich doch nit verschwigen ☞ Jch wils dem grofen bringen an Setzen min lyb vnd laͤben drañ Der bruͦder sprach min guͦter man Solch groß sachen sind mißlich zuͦ triben ☞ Darumb so soltu mich hie mercken eben Ein guͦten rot den wil ich dir nun geben Do mit das dir nit moͤge widerfaren Jch weiß ein apt ist wißheit vol Der dir dar iñ kan roten wol wie man die sach angryffen sol Jch weiß das er sich thuͦt dar iñ nit sparen Das. vj. gesetz ☞ So es doch trifft den glouben an Dar jñ er vnß wol wisen kan Der schmid kam für den apt hin gan Das vbel thet er im do clagen ☞ wirdiger herr wir clagen hie Das vor vfferd ist ghoͤret nie Die wyl die christenheit stuͦnd ye Der Sch⸗ mid Der bruͦd' Der Sch mid Der Sch⸗ mid. Der Apt Der engel Hat kein mensch soͤlichs me ghoͤret sagen ☞ Fünff schantlich juden haben wir gefunden Die jn einer kirch vor einem altar stunden Dar vff was Mariabild gar minnigliche Der ein mit sinem spieß drin stach Das bluͦt ich vßher fliessen sach Triben auch sunst vil ander schmach Mit spotten spüwen gen der edlen küngin riche ¶ Das. vij. gesetz ¶ Den schalck wolt ich erschlagen han Do nam der bruͦder mich dar van Gar bald er vnß beiden entran Das klag ich eüch gend vnß dar jñ berichte ☞ Der apt sprach zuͦ jn lieben fründ Für war das grusam maͤren sind Dar jñ man vrteilt nit geschwind Darumb so gaͤhen dar jñ mit nichte ☞ Man muͦß nit ylen mit disen grossen dingen Vnd auch luter solichs zuͦ reden bringen Dar durch sich niemandts zuͦ weit vergange Jich gloubs / für war red ich dar von Got wirts nit vngerochen lon Darumb so londts ein wyl an ston Das groß vbel wirt Maria nit ston lange Das. viij. gesetz ¶ Als nun dem schmid an lag die sach All wil vnd stund gdacht er jm nach Eins mals lag er an sim gemach Erschein jm ein engel vnd redt mit im gar schone ☞ Er sprach zum schmid merck vff vnd hoͤr Auch wiß das es ist gotz begaͤr Das du rechst siner muͦter eer Die wirt dir gen darumb des himels throne ☞ Du solt nit ligen lan diß grossen schmach vnd Mary die küngin wirt thuͦn bystaͤde (schande Darumb so thuͦn darzuͦ von stunden Die sach leg dinem pfarrer für Der selb der kan wol roten dir Es ist gots wil solt glouben mir Nach dem was der engel glich verschwunden Das .ix. gesetz ¶ Der schmid gar bald dem pfarrer seit wie ers dem apt ouch für hat gleit wied Juden Mary die reine myd So gar schandtlich verspotten hetten ☞ Nun hat mir der apt befolhen schon Das ich ein zyt solt stille ston Got wurd es nit vngrochen lon Er wurd sin liebe muͦter retten ☞ Dar nach lag ich an miner ruͦw vnd schlieffe Do hort ich ein engel der mir ruͤffe Er sprach die sach die soltu rechen Maria wil dir by gestan Darumb so gryffs dus dapffer an Jn noͤten wil sie dich nit lan Sie verdrüßt semlich schandtlich durchstaͤchen Das .x. gesetz ¶ Der engel mir ernstlich do gbot wie das ich eüch das clagen sot Darumb begaͤr üwern rot Es ist kein spot nun mercken hie gar rechte ☞ Der pfarrer sprach zur selben frist Dar jñ nit guͦt zuͦ handlen ist Vorab eim dem wißheit gebrist Der sach bin ich gar vyl zuͦ schlechte ☞ Dar zuͦ so sind die juden als behende So bald vnd sy din anclag do vernende So füren sy nit gloub zu nur sicherlichen Sie strecken so vyl gelts dar an Das man vor jn nüt schaffen kan Als sy dañ vormols me band gtan Mit grossen schanden muͤstu dañ entwichen Der Sch⸗ mid Der engel Der pfar⸗ rer. Der pfar⸗ rer. d' schmid Das. xj. gesetz ¶ So gryfft man nit den juden an Vff reden eins eintzigen man wo man nit vor hat ein argwan Man gloubt nit lycht jn disen grosen dingen ☞ Darumb bedencks fürsichtiglich Ee das du drin ergebest dich Anklagen das ist misselich Jch sag dir / du muͦst es vff jn bringen ☞ wurd mã den juden nach der clag dañ foben Vnd man mit jm solt an die marter gohen Vnd er dañ nüt do wurd verjehen So wurd es für ein lug geacht Haͤtst auch dir selb ein straff gemacht Darumb die sach gar wol betracht Es waͤr gar bald vmb dich beschehen Das. xij. gesetz ¶ Dariñ gib ich ein solchen radt Das du verschwigest dise that Jch weiß das got vngstrafft nit lat Vnd Mary die hymel küngin riche ☞ Sie werden vnß das wol wissen lan wend sie die sach gerochen han Do mit du moͤgst mit eren bstan Das ist mein rat glaub du mir sicherliche ☞ Do zwischen soltu volgen miner lere Din hertz zuͦ buͦß vnd grossem andacht kere Vnd bit Mary die küsche reine maget Mit gantzem flyß vnd jnnigkeit Jch wil auch sin dar zuͦ bereit Vnd bitten got durch sin dryheit Jch weiß es wirt vnß nit versaget Das .xiij. gesetz ¶ Der schmid von sinem pfarrer ging Mit grosser andacht er anfing Baͤtten Maria das jm geling Vff er die grosse schand moͤcht retten ☞ Mit grosser andacht thet er sin bycht Sein hertz vnd muͦt was im gar lycht Deß pfarrers rot veracht er nycht Mit grossem flyß fing er ouch an zuͦ baͤtten ☞ Er bat got syr küschen muͦter zuͦ eren Das er sein ellendis gbaͤt wolt do erhoͤren Vnd wolt die schmach nit lassen ligen woͤlt jm do gaͤben zuͦ verstan Ob er die sach solt ligen lan Oder wie ers solt gryffen an Vff das vbel nit blib also verschwigen Das .xiiij. gesetz ¶ Als er aber eins mols erwacht Ouch aber an den juden gdacht Stuͦnd er bald vff baͤt mit andacht Vff sine knew viel er gar ernstlich nider ☞ Maria zart sprach er mit bit Jch bin ein armer schlechter schmidt Darumb ich bit verlaß mich nit Schick mir von stund den engel wider ☞ Das er mir rot jn disen schweren dingen Do mit vnd jchs zuͦ einem end moͤg bringen Ob ich die sach also soͤll lassen ligen Dañ mirs ein jeder wider rot Mary mein hoffnung zuͦ dir stot Hilff mir vnd dir vß solchem spot Vnd laß es nit also schandtlich versigen Das .xv. gesetz ¶ All minen trost setz ich zuͦ dir Das du nit welst versagen mir Gewaͤren mich nach mir begir Jch setz für dich min lyb vnd ouch min laͤben ☞ Allein ich diner antwort wart Mary du edle junckfraw zart Nun laß mich nit zuͦ viler fart. Der Sch⸗ mid. Wie maria dẽ schmid erschein Der Sch⸗ mid. Zuͦ rettung diner eer hab ich mich gantz ergeben ☞ Maria die edle keüsch vñ ouch die reine Mit irem kind dem schmid sie do erscheine Gentzlich wie sie was vff dem altar gstanden Das bluͤt jr auß der stirnen ran Do hin der Jud den stich hat gtan Mit dem schmid fing sie zuͦ reden an Sie wolt jn nit lon also geston jn schanden Das .xvj. gesetz ¶ Sie sprach was dir der engel bfolhen hat Das thuͦt er als vß gottes radt Dañ er die sach vngstrafft nit lat Dar an so zwyfel duͦ mit nichte ☞ wañ du solt thuͦn die süntlich rach Vnd selber rechen dyse schmach Die mir vom schnoͤden juden bschach Hoͤr was ich dich witer berichte. ☞ Dem graffen soltus legen für behende Dar zuͦ ich dir min stür vnd hilff ouch sende Jn noͤten wil ich dich nit lassen Biß starck vnd gang der klage nach Dañ du muͦst selber thuͦn die rach Mich rechen an dem der mich durchstach Der schmid sumbt sich nit lang vñ mach sich vff die strassen Das .xvij. gesetz ¶ Der schmid von Maria so ermandt Drat für den graffen do zehandt Er sprach o herr was grosser schandt Jst für gangen jn kurtzen tagen ☞ Jch kam für ein capellen gon Heimlich wolt mich nit seben lon Dar jñ fand ich fünff juden ston Groß jomer muͦß ich eüch do klagen ☞ Mit eim Maria bild triben sie grossen spotte Das es jm hymel moͤcht erbarmen gotte Mit spotten spüwen vnd mit schlagen Eir vnder in zuckt linen spieß Den er do in das bilde stieß Dar ab ich gwan solchen verdrieß Das jchs doch nümme mocht vertragen Das .xviij. gesetz ¶ Jch zuckt mein ax vnd lüff den juden an wolt jn do mit erschlagen han Das wolt der bruͦder mich nit lan Also ist vnß der schnoͤde schalck entrunnen ☞ Die sach hab ich dem apt für gleit Vnd dar zuͦ ouch dem pfarrer gseit Die gaben mir ein kurtzen bscheidt Jch solt es nit so bald an tag lon kummen ☞ Ob gott yn sinem aller hoͤchste throne wolt vnß jn mittler zyt gen zuͦ verstone. Do mit das vnß nit misselinge Ob er wolt straffen dise schmach Dar nach ich bald ein engel sach Gar guͤtiglich zuͦ mir er sprach Das ich nit ligen ließ diß dinge ¶ Das ich doch als hab lassen ston Biß das Mary die junckfraw fron Mit irem kind ist zuͦ mir kon wie ichs gemalet hab gesaͤhen ☞ Vnd wie sie auch durchstochen was Jr stirn was ir von bluͤte naß Zuͦ klagen mir befalhe das Das ich mag mit der warheit hie veriaͤhen ☞ Sie befalch mir hart dz ich eüch es solt clagẽ Die grosse schmach wolt sie doch nit vertragen Das darff ich hie by miner warbeit jaͤhen Darumb ich eüch ruͤff jetzund an Vnd wils ouch herr vor eüch bestan Recht als ein frommer christen man was mir darumb joch sol geschaͤhen ¶ Der graff sprach wider lieber fründ Der Sch⸗ mid Das .xix. gesetz Das. xx gesetz Der graff Der Sch⸗ mid. Der graff Din wort mir worlich grusam sind Dar iñ ich nit verstand vnd find Das ich den juden darumb fahe ☞ So ist er nit jn keim argwan Das ich jn also fahen kan Recht muͦß ich im gedihen lan Darumb ich nit so ylentz mit im gahe ☞ wie wol das er ein jud doch ist geboren Noch muͦß im recht darumb nit sin verloren Jch muͦß jm recht als wol eim christen halten Solt ers dañ haben nit gethon So wurd es vber dir vßgon Darumb ich rot du last dar von Vnd last Mary mit irem kinde walten Das .xx. gesetz ¶ Der schmid sprach gnaͤdiger herre min Jch bin doch nit allein gesin Das ich red vff die trüwe min Es ist ein bruͦder by mir auch do gestanden ☞ Der hats gesaͤhen als wol als ich Vnd welcher jud hat gton den stich Der wirt eüch sagen gar clorlich was sie Mary haben gethon zuͦ schanden ☞ Der selb hilfft mir die sach gar wol bezügen Do by man hoͤrt das ich es nit erlügen Fragt jn der wirt eüch kundtschafft gaͤben wañ er die warheit do nit spart Jch blib vff miner klagen hart was mir joch darumb widerfart Jch clag jm̄ vff sin lyb vnd ouch sin laͤben Das .xxj. gesetz ¶ Dem grafen lag die sach hart an Als einem frommen christen man Nit lang er sich dar vff besan Ließ samlen einen rot gar drate ☞ Do ward sich funden mit dem mer Das solch anclag nit gnuͤgsam waͤr Die wil doch nuñ ein züg do waͤr Vnd wurden do bald zuͦ rate ☞ Das man sie solt beruͤffen alle beide Vnd solt sie fragen by dem eyde wurden sie dañ do albeid ein red sagen So moͤcht mañ dañ on vnderlaß Den schnoͤden juden strecken baß Biß er veriaͤhe alles daß Das sie do thaͤten vff jn clagen Das .xxij. gesetz ¶ Der graff bald nach dem apte sandt Der selb ein kruͤtz nam in die handt Vnd sprach jr beyder do bystandt Betracht eüch wol mein aller liebsten fründe ☞ Gdenckt das wir all toͤtdlichen sindt Vnd schweren nit also geschwindt wie wol das sie nit christen sindt So ist es dannocht als wol sünde ☞ By ewiger verdampnüß sond ir merckẽ ebẽ So sol niemandt kein falsch gezeügnüß gaͤben Dem juden als wol als dem christen Deß jüngsten gerichts ich eüch erman Vnd saͤcht das liden christi an Sagt ob der jud den stich hab gtan Kein lug sond ir darunder mischen Das .xxiij. gesetz ¶ Schwert ouch das irs nit thuͦnd vß haß Allein wie ir hand klaget daß Das es gentzlichen also was Als eüch deß haͤlff Jesu got vnser herre ☞ Solchs schwuͦren sy do einen eyd Gar vnuerscheiden alle beid Das es waͤr wie sie haͤtten gseidt Diser red erschrack der graff gar sere ☞ Das vbel begund dẽ herrẽ seer verschmohen Der graff Der Apt. Der graff Der jud Gar ilendis er den juden liesse fohen Den bracht man dar so gar geschwinde Den er von stund vffstrecheñ hieß Hing jm schwaͤr stein an sine fuͤß Gar schnell er jn do fragen ließ Ob er volbracht haͤt dise grosse dinge Das .xxiiij. gesetz ¶ wie es der schmid hat vff dich clagt So hats der bruͦder auch gesagt wie du Mary die reine magt Mit einẽ spaͤr habsts so gar schãtlich durchstochẽ ☞ Jch hab sie beid verhoͤren lan So handt sie gliche red gethan Das selb bringt mir vff dich argwan Jst es also ich laß nit vngerochen ☞ Der jud der ruͦfft so gar mit luter stimme Gnaͤdiger herr min vnschuld hie vernimme Vnd hoͤren zuͦ was ich eüch hie wil sagen Jch hab lang gwondt jn üwerem landt Solch ding ward nie von mir bekant Vmb vnschuld ich vor eüch hie standt Der schmid thuͦt mich faͤlschlichen hie anclagen Das .xxv. gesetz ¶ Jch hab erzürnet nie kein kind Das wissen all die vmb eüch sind Der schmid ist mir worlich sunst find Vnd hat es auch faͤlschlich vff mich erlogen ☞ Hat solich gthat vff mich erdicht Vnd ein falsch kundtschafft zuͦ gericht Darumb man mir min glider bricht Vnd hie so ellendtglichen würd vffzogen ☞ Ach edler herr das thuͦn ich eüch hie clagen Vnd darff es auch by miner warheit sagen Das ich diß gthat nit hab begangen Jch bin ein armer gfangner man Der sich hie nit versprhchen kan Allein ich mich vff eüch verlan Vnd hoff ir lond mir recht verlangen ¶ Das .xxvj. gesetz ¶ wo aber mir wurd von eüch vergundt Jch wolt mit hand vnd ouch mit mundt Mit kampff beston zuͦ diser stundt Den schmid / die warheit muͤst man saͤhen ☞ Das er mich hat gelogen an wo ich jn aber nit bestan So sol die straff an mir ergan Thuͦn ich hie offentlich veriaͤhen ☞ Der schmid sprach ich wil vff dich nit liegen Mit dinen worten soltu mich nit btriegen Du schalch wie kanstu du das nun leügen Vnd waͤr der bruͦder nit gesin Jch haͤt dir gnon das laͤben din Es muͦß noch werden clorlich schin Die warheit wil ich an dir erzeügen Das .xxvij. gesetz ¶ Seit das du mir ein kampff bütst an So wil ich dich dapffer bestan Maria wirt mich nit verlan Als mir die reine küsche hat gesaget ☞ Das ich diß laster vnd auch schandt Soͤlt rechen mit meir eygnen handt Deß wolt sie thuͦn mir groß bystandt Nun biß gelobt Maria reine maget ☞ Ach got wie fro bin ich jetzund der stunde Das ich mich rechen sol an disem schnoͤdẽ hunde Retten die eer der edlen keyserinnen Zuͦ trost der gantzen christenheit Do mit ir lob werd vßgespreit Vnd vndertruckt die schnoͤd iüdscheit Jch bit eüch herr welt vnß ein tag bestimmen Der Jud Der Sch⸗ mid Der graff Der Sch⸗ mid. Das .xxviij. gesetz ¶ Der graff verwilget jn die ding Vnd ließ jn machen einen ring Do mit die warheit für sich ging Ließ er jn bald alle bereidtschafft machen ☞ Er gab jn bayden gliche wer Ließ sand vnd schrancken fuͤren her Auch was sie muͦsten haben mer Vnd was man brucht zuͦ solchen sachen ☞ Der schmid der bat Mariam flissiglichen Das sie den tag von jm nit wolte wichen Da mit die warheit kem an tage Vnd gemeret wurd ir lob vnd eer Der jud frowt sich des kampfs ouch ser Er meint den schmid bringen yn schwer Das wolt got nit der alle ding vermage Das .xxix. gesetz ¶ Als nun kam der gesatzte tag Kam grosse welt als ich eüch sag Die fuͦrten all ein grosse clag wol vber den verfluͤchten jüdschen hunde ☞ Der schmid froͤlich in ringe sprang Mit streichen sumbt er sich nit lang Do mit er bald den juden zwang Schluͦg jn zur erdt wol zuͦ der selben stunde ☞ Dem juden haͤt er do sin laͤben gnummen wo jm der graff zuͦ hilffe nit waͤr kummen Der graff der wart dem schmide do mit züchten Er sprach man sol jn laͤben lan Nach siner schuld muͦß jm ergan Maria hat ein zeichen gtan Wie einen hund sol man jn fürter richten Das .xxx. gesetz ¶ Den juden man vff ein braͤtte bandt Schleifft jn zum thor vß do ze handt Vnd thet jm an vyl schmach vnd schandt An sine fuͤß thet man jn do hencken ☞ Zwen hund die hangt man naͤben jn Mit brennen thet man jm groß pin wolten die juden witzig sin An diß zeichen solten sie ewiglich gedencken ☞ Der graff gebot all priesterschafft vnd herren Das man den schmid solt kürter han jn eren Der da gewaget haͤt sin lyb vnd auch sin laͤben Für Mariã er gestritten hodt Jn irem dienst biß jn den todt Dem sie geholffen hat vß not wirt jm ouch hie vnd doͤrt den lon drumb gaͤben Das .xxj. gesetz ¶ Das sond ir christen sehen an Allzyt Mary in eren han Gloubt mir sie wirt vnß nit verlan Jn dyser zyt vnd ewiglichen ☞ Sie wirt bitten für vnß ir kind Das er verzych all vnser sünd Vertrib von vnß all vnser sind Am letsten end wirt er von vnß nit wichen ☞ Allein ist sie der trost wol hie vff erden Dem sünder kan sie gar wol gnod erwerben Das saͤhen an ir alten vnd auch iungen Vnd dienen ir tag vnd ouch nacht Hab ich Pamphilus wol betracht Hab jr das lied zun eren gmacht Jm spaͤten thon zuͦ lob vnd priß gesungen Got sy lob Der graff Beschluß Show less

König von Frankreich und die Schweizer
Ein lied von dem Kunig von Franchreich vnd den Schweycir yn dem thon Jch Stuend an einem morgen Nun mercket offenbare yeczund zu diser frist / wie es yn dissem jare kurczlich ergãgen ist / von einer gilg die klagt sich schier / wie sy der peer hat trogen darczue der wilde stier. O du vill... Show more Ein lied von dem Kunig von Franchreich vnd den Schweycir yn dem thon Jch Stuend an einem morgen Nun mercket offenbare yeczund zu diser frist / wie es yn dissem jare kurczlich ergãgen ist / von einer gilg die klagt sich schier / wie sy der peer hat trogen darczue der wilde stier. O du vill grymer stiere wie hab ichs verschuldt vmb dich / dass du mit grossem here yetz zevhest vber mich / vnd wildt mich treiben ausz meim land / mag mich kai gelt nit helffẽ so nim von mir ein pfandt. Du soltest pillich denckhen was ich dier hab gethon / mit gaben vnd mit schencken hab ich dich nie ge⸗ lon / das hat gewert ein lange zeyt / lasz mich das selbe geniessen vnd keer dich von mir nit. Burck stet wil ich dier geben darzue landt vnd auch lewt / auch solt mich mercken eben das ich zw ewi ger zeit / mich will verpinden hart zu dier / vnd darzu jar gelt geben das solt du gelauben mir. Ach lilg nun merck mich eben sprach sich der styer so guet du thust dich vber heben deines grossen vber mut / das mag die leng nit wol beston glaub mir in kurczen tagen wirt dier darumb der lon. Bilt dw mich vber gebẽ sprach sich die gilg gar schier / dw solt mich mercken ebẽ die lãtzknecht schick ich dir / kurtzlich mustu sy pey dir hon zwaintzk taussẽt in weitem velde die mussen dich beston. Do sprach der stier gar grime ich kan dich wol verstoͤ / verni auch hye mein stime vierzig taussendt aid⸗ genosz ich hon / pey mir yczundt in weitem veld / an dich werdẽ sy ziechen als ich dirss hab gemelt. Darnach rucktens zusamen als ich vernummen han / aufs heiling kreucz abendt sy kamen am herbst als ich verston / zu paiden seitten in weitem veld / ist der erst angriff geschehẽ als man mirs hat gemelt. Das haben sy getriben als ich vernum̄en hon / zu paiden seitten sy pliben gar vestigklichẽ ston / pisz in die vinster nacht hinein / das sy nit mer gesachen da musten sys guet lon sein. Biß gen dem liechten morgen vnd der tag herprach / so gar an alle sorgen ein lantzknecht zu dem an⸗ dern sprach / wir wellens wider greiffen an / maria der ritter sant jorg die wellen vns bey geston. Jr pet theten sy verbringen vnd stundan frolich auff / gegen den schweytziern thetens trigen der ward ein grosser hauff / do hueb sich ain fechten also gross / pisz das man mãchen mãe vor jn sach ligen plosz. Das gschutz richt man vor ane als ich vernũen han / dass nam hin manichen mane gross schaden hatz gethã / in eim rauch pracht mans hinczue / es thet gar eben treffen das pracht dy schweytzir vmb. Am abent vnd am tage als ichs vernũen han / do sind worden erschlagen zwainczig tausent schweiczer man / vnd funff tauffẽt als ich verste / kumbt kainr der selben knaben ins schweiczer lãd nit mer. Das veldt haben behalten die frũmen lantzknecht guett / got sol der selen walten vnd habm in seiner huet / durch sein pitters leiden grosz / vnd durch sein rossen farbes pluet das er am kreucz vergosz. Der vns das liedt thut sigen das ist ein laͤtzknecht frey / got well vns gnad erherben sein hilff die won vns pey / vnd auch maria die jũckfraw rein / die well gegn ierem kinde vnsser treue forsprecherin sein. Show less

Mordserie durch einen Knecht in Wien
Ein spruch vonn einem pecken knecht / der funff vnschuldiger menschen grausamlich ermoͤrdet zu Wienn in Osterreych. ¶ Jr herrn ich bit ewr gunst vnd gnad Vernembt ein boͤse missethat Die hat gethan ein pecken knecht Vnd der het sein vernunfft nit recht Als ich euch dan bescheyden will Sein... Show more Ein spruch vonn einem pecken knecht / der funff vnschuldiger menschen grausamlich ermoͤrdet zu Wienn in Osterreych. ¶ Jr herrn ich bit ewr gunst vnd gnad Vernembt ein boͤse missethat Die hat gethan ein pecken knecht Vnd der het sein vernunfft nit recht Als ich euch dan bescheyden will Sein vater het gelts vnd guts vill Vnd was sein veterlicher mut Wie er den sun auff alles gut Moͤcht ziehen auff ein sitlich leben Thet jm ein gutte zerung geben Vnd gab jm auch die leer dabey Laß yederman sein wer er sey Vnd halt dich bey den lewtten still Huͤt dich vor frawen vnd vor spill Laß dich nit vber geen den wein Huͤt dich wo boͤß gesellen sein Als bald du ire werck versteest Ye weytter du dan von jn geest Ye baß es dir kumbt zu gewin Mein lieber sun nun far du hin Vnd brauch dich deiner iugen recht Dann mancher boͤser falscher knecht Gibt offt den iungen boͤsen rat Das mancher kuͤmbt in grosse not Das selbig du mit fleyß betracht Nun dar far hin mit gutter nacht Er danckt dem vater zuͤchtigkleych Vnd zoch dort hin in Osterreych Jn ein grosse stat heyst Wienn Begund einem pecken ein sten Vnd der was reych wie ich euch sag Arbayt er funff woch vnd vier tag Darnach er von jm vrlaub nam Vnd bald auß der stat von Wienn kam Vnd zoch das landt auff vnd nider Darnach kam er gen Wienn wider Vnd thet wie ander wilde buben Verspilt sich auff der pecken stuben Das er jm zipffel vnd sack nit het Er dacht wie er den dingen thet Vnd san es hinden vnd vorn auß Wie er kem in seins maysters hauß Eins boͤsen het er sich vermessen Der teuͤffel het jn gar besessen Stall sich ins hauß vnter die stiegen Do lag er ein weyle verschwigen Biß das die finster nacht viel an Die werckstub was nit weyt daruon Darinn do lag ein knecht vnd ruͤt Als mancher frummer dienstknecht thut Der was fleyssig in sein sachen Wolt fruͤ auff steen vnd prot bachen Vnd der selbig knecht entschlieff Der Barthel heymlich einhin lieff Vnd dacht wie er sein sach volendt Ein beyhel trug er in der hendt Ein groß do man die scheyt mit kleubt Schlug er dem knecht hart in sein heubt Sein leben bald ein ende nam Jn dem die frum hauß diern kam Die erschlug er an der stiegen Zugs hin dan vnd ließ sie ligen Vnd dacht jm wie er weytter thet Der peck der lag in seinem beth Vnd was gleych in jm selbs zu stoͤrt Vnd daucht jn wie er etwas hoͤrt Vnd das der handel stuͤnd nit recht Die maydt wer vneins mit dem knecht Er stund bald auff vnd legt sich an Vnd wolt den hader vnterstan Als einem haußwirt zu gepuͤrt Der teuͤffel het den her gefurt Der knecht vnd maydt ermoͤrdet het Dem pecken thet er auch also Was das nit ein grosser iamer Darnach gieng er in die kamer Do lag die frumme fraw vnd ruͤt Die muͤst vergiessen do ir plut Vnd muͤst ir leben also enden Der Barthel moͤrdets mit sein henden Noch ließ er sich nit ersetten Suͤchet vmb zu andern betten Do fandt er ein kindt das ist war Das was etwas alt siben jar Vnd was ein maydlein merckt mich eben Das het den selbing pecken knecht So barmhertzig an gesehen Vnd also freuͤntlich zu jm jehen O lieber Barthel laß mich leben Jch wil dir all mein tocken geben Jch wil dir zaygen meins vaters schluͤssel Der moͤrder schneyd jm ab sein druͤssel Das es also mit todt ab gieng Ein anders er darnach an fieng Vnd suchet in dem hauß mit fleyß Biß das er fandt prot wein vnd speyß Vnd auch ein gut sum̄ gelts darzu Darnach wolt er nit haben ruͤ Als dan thun solche boͤse buben Gieng wider auff der pecken stuben Vnd gab auß gelt als die besten Do waren etlich die wol westen Das er vor het gehabt kein gelt Jn dem der iamer wardt gemelt Wie man den pecken vnd sein gesindt So iamerlich ermoͤrdet findt Der boͤß wicht mercket wol die mer Sagt nit das er der moͤrder wer Er seufftzet vnd klopffet an sein hertz Als precht es jm ein grossen schmertz Das do sein mayster vnd sein herr So iamerlich ermoͤrdet wer Hub an iemerlich zu klagen Vnd halff die leych zum grab tragen Doch sach er niemant froͤlich an Von stundtan hub er sich daruon Vnd dacht wie dan der schuldig thut Ergreyfft man dich du hasts nit gut Wan du hasts ye than mit der handt Ein stat ist Regenspurg genandt Jn der sein vater saß mit hauß Bey dem do giens er ein vnd auß Sein vater was erber vnd frum̄ Vnd west gar nit ein wort darum̄ Vnd das sein falscher boͤser sun Ein solich boͤß werck het gethun Wie wol er het zu jm gemelt Mein sun von wan kuͤmbt dir das gelt Das du so offt zu wein yetz laufft Vnd zu schoͤne kleyder kaufst Bald het er sich einer luͤg besunnen Sprach er hetz mit spilen gewunnen Vnd gieng den reychen gleych da her Jn dem do kamen boͤse mer Wie er die funff mordt het gethan Do nam man jn gefencklich an Er saß zwar nit lang in der schrentz Der Kayser schrayb do hin behentz Man solt jn schicken bald gen Wienn Die herrn liessen es nit lang an steen Liessen jn gar wol befriden Jm schiff an ein ketten schmyden Do fur er mit den andern hien Biß das er kam hin ab gen Wien Wardt vber jn schnell vnd behendt Ein solich schwer vrteyl erkendt Solt jm auch nit werden ringer Man solt jm sein zehen finger Ein nach dem andern abhacken Vnd mit heyssen zangen zwacken Vnd wan man mit der einen riß Die weyl der painlein seer zu pliß Biß das die ander auch wardt hayß Do mit der hencker weyter rayß Jn sein leyb vnd das es roch Der arm schray mit grimmen och Zu glauben ist das yederman Die dritt marter fieng sich an Als jr dan yetzund hoͤren werdt Er wardt gepunden an ein pferdt Vnd wardt geschlayfft an all die stat Der funff merck die man zu Wienn hat Vnd darnach schlayfft man fur das thor Do stundt gar manig mensch daruor Der wolt sehen die grossen not Vnd wie doch enden wolt sein todt Als er nun auff die haubtstat kam Der hencker ein grossen pfall her nam Do mit er jn dan yetz solt spissen Der hencker het auch nit gut wissen Wie er das werck solt fahen an Wann er hets vor nit mer gethan Yedoch so het er kein erbarm Die spitz setzt er jm in waydt darm Vnd drucket als ein starcker knecht Der arm schray er geet nit recht Zeuch auß vnd stoß jn anders ein Vnd das die pitter marter mein Dester lenger an mir moͤcht wern Das wil ich alles leyden gern Wan ich es woll verschuldet han Vnd het ich hundert moͤrdt gethan Betruͤbt es mich also hart Das ich dem iungen maydlein zart Sein leben nam auch an der stat Das mich so schon vnd freuͤntlich bat Lieber Barthel laß mich leben Jch wil dir all mein tocken geben Wan ich dasselbig wort betracht So geet mir zu ein omacht Ein yederman kans versten Es het kain andern schatz dann den Wolt es mir geben mit der kisten Das es nuͤr moͤcht sein leben fristen Jn boͤßheyt was ich gantz erblindt Das ich ermoͤrdt das selbig kindt Darumb so bit ich arm vnd reych Das jr woͤlt alle innigkleych Bitten got vnd die mutter sein Das mir die pitter marter mein Helff mir das ich nit werdt verloren Bey jm ein herr stundt parfuß orden Der selb sein leyblich bruder was Vil schoͤner ding er jm fur laß Solt an sehen sein arme seel Vnd die opffer sant Michael Er antwort jm mit wortten leyß Bruder ich wil mit allem fleyß Als war als du mein bruder bist Wil ich sterben als ein rechter christ Das wort erbarmt vil lewt on zall Fuͤnff stundt die lebt er am pfall O ein yederman nem zu hertzen Wie er mit dem grossen schmertzen Dannocht also lang mocht leben Vnd mocht red vnd antwurt geben Er sprach got wil mir gnad erzaygen Mein haubt wil ich aufft recht hãdt naygẽ Veltz widerumb auff lincken handt So wirdt ich in die hell gesandt Gar bald sein leben nam ein endt Sein haubt sich do nit anderst wendt Playb auff der rechten seytten stet Dauon all menschen hoffnung het Er wer ein kindt der seligkayt Bit wir Maria die reynen maydt Sie woͤl vns vmb jr kindt erwerben Das wir alle selig sterben Vnd wern im glauben nit verirt Cuntz Haß hat das dicht corrigirt Die moͤrt sindt geschehen fur war Jm tausent funff hundert vnd vier jar ¶ Gedruͤckt zu Nuͤrnberg durch Jobst Gutknecht. M.CCCCC.Xvj. Show less

Lied von den kraynerischen Bauern
Ain newes lied von den krayn⸗ nerischen bauren. Hoͤrt wunder zu / der baurn vnrue / thet sich so ser aus praittñ. Jn kurtz⸗ erzeit / zu krieg vnd streit / kham maniger her von weitten. Aus irer ge⸗ main / thetñ sy schreien Stara prauda / ain yeder wolt sich rechen / seines hern gut nun... Show more Ain newes lied von den krayn⸗ nerischen bauren. Hoͤrt wunder zu / der baurn vnrue / thet sich so ser aus praittñ. Jn kurtz⸗ erzeit / zu krieg vnd streit / kham maniger her von weitten. Aus irer ge⸗ main / thetñ sy schreien Stara prauda / ain yeder wolt sich rechen / seines hern gut nun schwechñ. Leukhup leukhup leukhup leukhüp woga gmai na / mit gmainem rat sy khamen dar / fur gschloͤsser marckht das ist war. Der adel guet / auss freyem muet / thet sich gar starck auff schwingen / er macht das poͤst / war nit der letzst / mit vechtñ vnd mit ringen / der baurn schar / was rueffen dar. Stara prauda / die lantzknecht thetten prangen mit spiessen vnd mit stangen. Leukhup.I.I.I. woga gmaina / der bauren pundt was zertrent / ir khainer west vmb das endt. Der baurn list / man nit vergist / zu singen vnd zu schreiben / in irem muͦt das edel pluet / erdachtñ sy zuuertreiben / sy schrayen ser ye lenger ye mer / Stara prauda / den geistlichñ nit schencken / ir nütz vñ gwin zu bedenck⸗ en. Leukhup.I.I.I. woga gmaina / ir khainer sol ab wenden / er muͦst den krieg vor enden. Der bauren rat / gar offt vnd drat / gen Cili her thet schicken / begert do vil / ain seltzam spil / die stat thet sich erquicken / mit püchsen guͦt / so schre⸗ cken thut. Stara prauda / ain yeder schwuͦr bey seinem ayd / es solt der stat werden layd. Leukhup.I.I.I. woga gmaina / wir wellens frischlich vahen an / khainen darin leben lan. Ains tags nit wert nach vesper zeit / die bauren thetten herdringen / wol zu der stat / in iamerss not / vermaintñ die zubezwingen / mit irer macht / ir hertz das lacht. Stara prauda / pald was in entgegñ gan / man gsach sy auff der walstat stan. Leukhup.I.I.I. woga gmaina. ir püchssen wor⸗ den krachen / das spil wil sich machen. Gar pald darnach / ain spil da gschach / gar maniger ward erstochen / auff der bauren seyt / in klainer zeit / es het ain endt ir puͦchen / etlich aus Jn / hetten klain gewin. Stara prauda. Sy haben die schantz verlorñ / man hat in trucken gschoren. Leukhup.I.I.I. woga gmaina / durch Jr falsch sinn vnd arglist / erhangen vnd auch gespist. Show less

Lobgesang auf Straßburg
Dis lied ist wie man den Burgern von der stat Straßburg in den türen iaren / korn vñ meel mitgeteilt hat. Jm schiller thon. O Her got im höchstẽ sal / du zoͤgst vnß iomer vb eral / Dz hatman wol gesehen / Jch bit vmb weißheit aller meist / gott vatter sun heilger geist / so kan ich für / ... Show more Dis lied ist wie man den Burgern von der stat Straßburg in den türen iaren / korn vñ meel mitgeteilt hat. Jm schiller thon. O Her got im höchstẽ sal / du zoͤgst vnß iomer vb eral / Dz hatman wol gesehen / Jch bit vmb weißheit aller meist / gott vatter sun heilger geist / so kan ich für / baß spehẽ / in meim gedicht das aller best / ia moͤcht ich es durch gründen / Nun hoͤrent zuͦ ir lieben gest / ich wil mich vnderwinden / Vorauß zuͦ breisen gott in seinem throne / sein werde muͦter schone / die seindt wol lobes wert / fuͤr alle ding vff erd. Fürbaß so meld ich mein gedicht / wie ich in wordẽ vnderricht / so heb ich an zesingen / das aller best ia dz ich kan / wil mirs niemant für vbel han / so heb ich an zesingẽ / Hilff mir du reine magt Marey / in meim ge sang vnd weise / das ich sie sing kein stempeney / dz ich die warheit breise / ob ich moͤcht lob eer breisen vñ auch sagen / seit meinen jungen tagen / ich vil gegichtet han⸗ ein nuͤws leit mir letzt an. Vff mein gedicht ich jetzuͦt kum / ich bin gezogẽ vmb vnd vmb / in landen weit vnd breitte / ich hon erfaten aller handt / es ist ietzunt in allem land / groß widerwer tigkeite / Von kranckheit armuͦt mangerley / gmein vn der reich vnd armen / hoͤrt man ein koͤmerlich geschrey / das got wol mag erbarmen / er sei weib man er sei iug oder alte / Die sach ist manigfalte / thuͤt mir zuͦ hertzen gon / doch kan ich wol verston. Das man doch fint farmhertzig leut / beschehen ist in mitler zeit / dillich solmã dancksagẽ / all den die seint in dienst bereit / zerfuͤllen die barmertzigkeit / in soͤlchẽ grossen klagen / als dan ietz hat ein stat gethon / gmein iren armen leutten / Straßburg das ist die edel cron / als ich euch wil bedeutten / das wil ich von in ruͤmẽ of⸗ fenbaren / ietz in den tuͤren iaren / hatt mans gar wol ge⸗ hort / so gar an manchem ort. Ja das die werd vnd loͤblich Stat / den armen leut ten guͤtz thon hatt / deß seint sie wol zuͦ breisen / es kan vnd mag nit vbel gon / wo man thuͦt gott vor augen hon / in soͤlchem grossen klagen / Die not hond sie gese hen an / die clag vnnd auch den hunger / der für gieng vndrem ammen man / man schribs wol fuͤr ein wun⸗ der / Das korn galt vberal im selben jare / ein vierteil offenbaren / zstraßburg am marckt gering / wol acht zehen schilling. Da hatt Straßburg die edel eron / bald ire kasten vff gethon / zu dienst wittwen vnd weisen / die herren hond darbei erkant / ia dz die burger vnuerwant / wol nach der herren gheissen / sont geben trüw der werden Statt / welcher nit narung habe / das er kein korn im kasten hat / man wolt nit lassen abe / da wolt man eim vmb achthalb schilling geben / ein viertel korn merckt eben / das wolt man gen allein / den Burgern vnd der gmein. Die not ist darbei erkant / dz nit vil gelts die armẽ haͤt / maͤgers nit tür kuͤt zalẽ / schõ maͤger korn võ herẽ nẽ / vñ nit wol zuͦ d mülẽ kẽ / dru ließẽ sie selb malẽ / vñ iessens darbei / gebẽ vß / fuͤr ein virtell achthalb sester / das Kolt man vff dẽ speicher hauß / auch nit dest min⸗ der dester / wz ausserthalb der stat hat zuͦ gehorte / vmb gelt vnd guͦte worte / die Statt hats best gethon / vnd gnedig gsehen an. Billich man die Stat loben soll / all woch gaben siß auß drü mal / das hat lang zeit gewerte / Wol me dan sechs monat laͤg / zwentzig tausent virteil ich verfang / vil me on all geferte / auch manger stat gantz vmb vñ vmb / hat sie auch korn teilt mitte / fuͤrwar ich weiß nit gantz die Sum / hond niemants glassen nitte / da mit sie hond vil guͦts den armen leuten / als ich euch wil be⸗ deutẽ / sie hat erkant ir not / drum sie in für gsetzt hat. Die Herren konts durch got gethon / vnd hond das korn rütren lon / damit sie guͦt ding gebẽ / das hond sie auß geecket wol / damit den burgern würd der voll / dz frist in got ir lebẽ / hond durch einand malen lon / halb korn vñ halber weißen / damit sie hont vernuͦgẽ thon / iung alt sach mã vil reißen / all wochen wol bei tausent virteil guͦtte / on was sie furbaß thuͦtte / schir triben iar vnd tag / fürwar ich euch das sag. Die herrẽ hond sich eins bedacht / vñ hond ein nüw ordnuͦg gemacht / zuͦ dienst der armẽ gmeine / als man lecht wol ein armen fint / d kein gantz virteil zalẽ kan / der mag holen alleine / ein sester korn zwen od drey / ein sester man thuͦt geben / vmb zwen blaphart one reuw / das kumpt den armen eben / das trifft ein virteil vmb sechs schilling eben / also thuͦnd siß ietz geben / seint das nit guͤttig freund / die solchs erkennen seint. Hett diß die loͤblich Stat nit thon / vnd hett die ka sten bschlossen glon / Jch meint es wer gestorben / gar manger durch den hunger todt / vnd manger kem inn gzosse not / vil auß der gmein verdorben / bsunder hett mans nit wolffeil gen / manger hett gmuͦst entlauffen / wo mans het muͦssen thürer nen / als mans am marckt muͦst kauffen / die statt muͦst ir burger zimlich halten / da mit sie kein verzalten / das einr beim andern zwar / moͤcht bleiben nach als vor. Deß gleich vff vnser Frauwen Hauß / all woch vil korns auch geben auß / damit vil leutten gholffen / im Spital cloͤster vmb vnd vmb / von korn auß gen ein mange sum / das reich vnd arm sich bholffen / Ja ist es nit ein edel ding / von einer solchen statte / es wer schad dz ir vbel gieng / so sie so treulich hatte / vil guͦts gethõ den reich vnd armẽ leutten / in landẽ breit vnd weittẽ / auch manchem borgt fürwar / vff eins od zwei iar. Der ersam Rat hat sich bedacht / den gmeinen nutz vnd hat gemacht / das nieman für soll kauffen / me vb er zwentzick vierteil guͦtt / als mancher reicher wuͦchrer thuͦt / den armen vor thuͦt lauffen / das hond sie wol gesehen an / das spil hond sie fürsehen / Groß guͦt thet zuͦ der stat auß gon / allwoch hat man gesehen / hont zuͦ lon das ich gar wol verstande / Jns nider ober lande / intland gantz weit vnd breit / hond niemant keins ver seyt. Die loͤblich stat die hat ir guͦt / mit truͤw vnd willig lichem muͦt / auß teilt vnd nit verborgen / Jr korn hont sie lang daruff gspart / biß das ein cleine zeit kem hart / sie darff kein vbels sorgen / als dan eins mals ein reich man was / der hett sein korn gesparte / den armen leutẽ was er ghaß / sein korn zuͦ wübel warte / sein grosser wuͦ cher thet in betriegen / das korn thet im hin fliegen / das hat Straßburg nit thon / got geb ir ewig lon. Got bhuͤt Straßburg die loͤblich stat / die irẽ schatz so truͤlich hatt / mitteilt den iren leutten / gott bhuͤt den schatz für vnd auch hin / vnd wo das korn leit vff der bün / im kasten zallen zeitten / gott bhuͤt die allzeit vor leit / die in den schatz hond griffen / Den schatz hond sie wol auß gespreit / all die sein hont bedürffen / all die des korns nottürfftig seint gewesen / der schatz macht in ge⸗ nesen / der lang gelegen ist / verborgen biß zuͦ frist. O Maria himel keiseryn / seit das Straßburg ist ei gen dyn / so halt die stat in huͦte / vñ tßuͦ sie des genies⸗ sen lon / dz sie so willig hat gethon / groß trüw vñ auch groß guͦte / iren burgern das ist war / sie hat gewent ir clagen / man wuͤrt noch vber hundert iar / võ diser guͦt that sagen / ia die zuͦ Straßburg ist der gmein gsche⸗ hen / von herrẽ thuͦn ich iehen / sie hatt in guͦts gethon / das geb in gott den lon. Jr frummen burger allesant / zuͦ Straßburg wie ir seint genant / danckent mit fleiß den Herrẽ / ir sagent in billich groß lob / so sie euch hat so grosse gob / gethon zuͦ nutz vnd eren / mit mel vñ auch mit guͦtem korn / vmb billich gelt gegebẽ / Got sei gelobt das der ward gborn / der solchs betracht hat eben / die gmein mag billich wol lang daran dencken / on alles misse wenckẽ / des lobs sei billich got / vnd auch dem weisen rath. Es gfelt gott in seinem thron / das sie doch hond so guͤtlich thon / iren burgern erzeiget / die trew hat gott wol erkent / durch truͤw hatt er vns zuͦ gesent / ein selig iar sich eiget / Maria muͦter gnadẽ vol / durch dein vil werde guͦte / dein kint magst du erbetten wol / dz es vns fürbaß bhuͤte / im feld wein korn all frucht die wir sont niessen / dein gbet thuͦt weit her schiessen / Maria vns kumer wend / bald vnser groß ellend. Straßburg hab vmer ewig danck / damit ichs hie nit mach zuͦ lanck / mein gdicht wil ich beschliessen / wie wol das ich die warheit sing / ich bitt euch all in disem ring / das niemant hab verdriessen / man zalt funffzehẽ hundert iar / ist dise treuw geschehen / auch sybenzehen offenbar / hat gwert biß ins achtzehen / võ Feyburg hat Joͤrg kienast gdicht vollendet / das got der stat glück sendet sie dort barmhertzig sy / dz wel got vnd Mary. Dis ist das lied von der gildẽ im thon ich stuͦnd an einem morgen. Heiliger geist so fronne / ich rieff dieß trüwlich an Du wellest mir byi stonne / zuͦ dichten ich besan / von ei ner edlen gilgen guͦt / ia wie sie ist entsprungẽ / got habs allzeit in huͤt. Zuͦ lob vnd auch zuͦ lieb vnnd auch zuͦ eren / Straß burg der werden stat / ir lob das wil ich meren / tag na⸗ cht frie vnd auch spat / darin wil ich geflissen sin / dz wil ich duͤn zuͦ dienste / maria der keiserin. Keiser karolus moge fürt drei gilgen in seim fan / er renguieret Franckenriche vnd auch daz ellsos land / vñ da der selbig keiser starb / da hat er zwen seine / dennen ers land vbergab. Künig ludwig det rengnieren / ward kuͤnig in franck enrich / Lotarius der det zieren das ellsol keiserlich / die dry gilgen wurden geteiller schon / da fuͤrt ietlicher bruͤder bry halber in sim fan. Lotarius buwet schone / stet schloß kircken im ellsos landt / Künig ludwtig der müst stone / vnder seinẽ bot zuͦ hand / ruff ach du hoch gebuwes huß / da der die gilg her schiessen zuͦ allen orten vß. Die gilgen detten bliegen / lieplich im ellsaßland / es det den kuͤnig mügẽ in franckenreich zuͦ hand er erdocht jm mangen argenlist / er meint ansich zuͦziesen die gilg in kurtzer frist. Jn geistlich wil ichs messen wend ir mich recht ver⸗ ston / ein gartner wol gessessen / der pflantzet also schon / die gilg allzeit mit gantzem fleiß / sie thet lieplich herwa chßen des hat Straßburg den breiß. Sie blüet so krefftigklichen / das sie so weit erschein / vnd schmackt so kostbarlichen / reich arm iung alt ge⸗ mein / der gschmack thuͤt noch im hertzen wee / dem kü⸗ nig in Franckreiche / wuͤrt im ee got wil nymmerine. Der gartner ward gezigen / er trib buͤleryg / mit toͤ⸗ chtern vnd mitt weiben also was er im zyg / got weißt wol theten sie im recht / vff ein disch wardt er gebundẽ / er ward ein armer knecht. Sie bsorgtẽ er thet machẽ ein erbẽ in diß laͤd / vor soͤl lichen sachen wolt er sein zuͦ hand / freüdt sich der Kü⸗ nig in Franckenreich / künig ludwig sein bruͤder der be⸗ schneidung sicherlich. Ein falscher radt ward geben / vber den frummẽ mã vber den gartner eben / der som ward im genon / ia das er nymme seyen kund / da bleib der alte siengel / die wur tzel ston in dem grund. Er meint wann im der som würt genummen / das der gartner neine sein end / die gilg würt wider kumen bald in sein fan behend / er meint er werd gilg ein erb das land würt im heim fallen / so er den somen het ver derbt. Der zwig ward im versert / verschnitten ward im d stam / der som ward im verreret / das im zuͦ vnnuͤtz kã Künig ludwig verlor die schantz / er meint er wolt hõ gemachet sein halben gilgen wider gantz. Er meint die wurtzel vß zu rüten / vnd setzen in fran ckenrich / darã schuͤff er gaͤtz nüdte / sie stod noch festig lich / vnd weßt noch huͤt vff disen tag / das ist dem Kü nig in franckenreiche / groß leidt vnd groß klag. By bapst Julius zite / beschahen dise ding / kein er⸗ gernuͤß nem nieman nitte / die warheit ich vch sing das ir seint wol viii. gsin / die im hond von den mortte / vñ auch die grosse pein. Der bapst der det verschriben / dem künig in franck enreich / wa ist dein bruͤder bliben / dz man in nime sicht der zeit er wol erwartet hodt / biß sie wurden gefangẽ in oͤl mans all dreizehen sod. Da der sich der gartner bedencken / der Muͤter gotz zuͦ lob / er der den gilgen garten schencken / zu einer mor⸗ gen gob / Maria der hochgelobten meidt / die noch hür vff disen tag den gligen krantz vff treidt. Also seint die gilgen bliben / im ellsoßlandt so werdt sy werden nimmer me vertriben kein fürst ley nit vff erd ia der der gilg mag schedlich sin / sie hat ein guͦten hir⸗ ten / heißt Maria die keiserin. Der gartner ist gewesen / ein kuͤnig vß franckẽreich des wel sin sel genessen by got in seinem reich / die gilg er wol bestetet hot / durch iren gschmackt vnd bluͤste so lopt man deglich got Ruff ach das ist der gartte / darinn die wurtzel stort / der stengel also zarte / es ist die gantz mundot / die gilg dy stot in rycher bliet / es ist straßburg die loblich statte die got allzeit behiet Straßburg ich duͤn dich breisen / noch hüt vñ allen tag / ich wil dir eer beweisen so lang als ich vermag / du duͤst der gilgen an groß er vnd pflag / zuͦ straßburg in dem muͤnster / da bliegt sie allen tag Sie bliegt da her selb bitte / vor der himmelkuͤnigin / zwen stengel auch einr in der mitte / ist die hoͤchst gibt liechten schein / der fierundzwentzig bletter gar / es sintt Zie edellẽ graffen / der fier vñ zwentzig duͦm herrẽ hat. Der and stengel am ortte / hatt auch fier vñ zwetzig schon / bedüt der vicariẽ horte / der mit list fiert die krõ bedüts hoch ampt vil helger meß / ein edler first regnie ret / got des bischoffs nit vergeß. Dar wil ich nit liegẽ / die gilg mit irẽ schin / sy duͤnt so hoch vff bliegẽ / vor got in serafyn / der muͦter gots zuͦ lob vnd eer / mit singen vnd mit lesen / würt gelopt als himelsch heer Die gilgen duͤnt her glestẽ / froͤlich in irein vffgang / mit nuͤn loblichen esten / mit meß hon vnd gesang / das sol man teglich nemẽ war / all tag nün loblicher messen vff vnser frawen alttar Jch gleichs zu einer wegwarte / duͤt deß morgen frü vffgon / also ist auch ir arte / des abents wil sie bschlos⸗ sen ston / die gilg mit wunnicklichem schein / alle nacht mit lobgesange / es ist das Salne regin Warum̄ wolt ich nit breisen / die gilgen gent groß fen cht / mit got wil ichs beweisen / wa er bsitzt sein jüngst ge richt / so fiert er zuͦ der grechten handt / gar drei schoner gilgen / das lob gib ich ir bekandt Billich duͦn ich zuͦ messen / Maria der keiserin / mit loblicher processen / fürt sie die gilg mitt irem schein / in irem schilt helm duͤn sy gar lieplich stõ / des fiert der kuͤ nig in franckenriche / nit me dã dry halber in sim fan. O maria du vil guͤte / du himelkeiseryn / halt dise stat in huͤte / wã sie ist eigẽ dyn / Straspurg die dir groß eer entbüt / bei tag vñ bei d nachte / iung alt zuͦ aller zyt. Sie darff kein vbels sorgen / tag nacht frü vnd auch spat / den aben als den morgẽ / ein priester gestifftet hat / all morgẽ frü die bilger meß / ob iemants frü wolt reiß⸗ en / das er gotz nit vergeß. Es ist auch für die gmeine / beid reich vñ arme leüt / so findt man offen reine / die thor frü spat allzeit / so frü gschicht es in keiner stat / das man thuͤt so frü vff schlies en / auch so spat offen lat. O gilg luͤg zuͦ den sachen / truͤw niemant nitt zuͦuil / laß kein gselschafft zuͦ dir machen / das man dich nicht vberyl / bleib als bißhar in deinem stat / laß dich nie⸗ triegen und bewar din gantz mundat. Man tut vil brillen verkauffen / so gar an manchẽ ort / laß sich nit vber lauffen / würt vff gedon die port / ich bit vmb vrlob alle santt / Mümpelgart das ist der schüssel zuͤm gantzen eloßland O straßburg du vil feste / du wol gebuwes huß / es seint vff ert kein geste / die dich moͤgen treiben vß / be⸗ schitz vnd bschirn ein eigin land / Mary die gotz muͦ ter / duͤt dir selb allzeit beistand. O gilg ich duͦn dich griessen alzeit mit meim gesang auch deinen geschmack so siessen / loblich deinẽ vffgang lob eer miessest du allzeit hon / wa dich straßburg duͤr fieren / in irem schilt vnd fan. Du treist wol vff ein krone du bist aller eren wert / got in seinem trone der geb dir glick vff erd / auch straß burg der werden stat / auch der gantzen kumune / im elsoß der mundadt Got behuͤt dich vor schanden / vor laster vnnd leid / die gilg mit irem stamen / Maria du Koch gelopte meit beschütz vnd bschirm dein morgẽ geb / das sie dir moͤg bewysen / noch lenger eer vnd lob. Straßburg du eigenthuͦm / ich schenck dir in ein sel⸗ lig iar / gar dry edler bluͦm / drey hübscher gilgen klar / vnd auch Maria die gnaden vol / ia die zuͦ allen zeiten die gilg bewaren sol. Du hast doch sunst kein herren / dan nun die zart al lein / es ist si guͦter schirmhere / sie hat als himelsch heer gemein / Maria die himel keiserin / wen es schon wer võ noͤtten / sie nem zuͦ hilff ir kindlin. Also loß ich bleiben / die gilg mit irem schein / mein dienst wil ich zu scheiben Mary der keiserin / vnd auch straßburg der werden stat / auch eim edelen fuͤrsten / dem bischoff seiner gnadt. Also ist entsprungen / die gilg mit gantzem fleiß / dar von hon ich gesungen / ir zuͦ grossem lob vnnd breiß / Joͤrg künnast diß gedechtet hat / der mütter gotz zeeren Straßburg vnd der mundat. Jr herren nempt also verguͤtte / das schenckt euch Joͤrg künnast / von fryburg das arm bluͤtte / vnd lat eu ch betten fast vmb ein schencke all vmb ein gob / so ka er von der gilgen sagen eer vnd lob. Wa ich kumm für fürsten oder Herren / in euwerem dinst bin ich bereit / euwer lob zuͦ meren / in frembden landen weit vnd breit / ich zu durch manges fuͤrsten landt / daru so duͤn ich fieren ein steblin in minr Kand. Getruckt von Joͤrg kuͤnnast vff Pfing sten im iar. M.ccccc.xviii. Show less

Mord an dem Wirt Clauß, Hagenau 1520
Ein neurv lied von dem Vrban vnd dem Claußen der ein wirt zuͦ Hagenow geweßen ist wie er ist worden erschossen. Vnd ist in dem thon. Wie man das lied singt. Von der stat Toll. ¶ Ach got laß dich erbarmen / der grossen mortlichẽ geschicht / die in ver gangẽ tagẽ / Zuͦ byetenhẽ geschehẽ ist ... Show more Ein neurv lied von dem Vrban vnd dem Claußen der ein wirt zuͦ Hagenow geweßen ist wie er ist worden erschossen. Vnd ist in dem thon. Wie man das lied singt. Von der stat Toll. ¶ Ach got laß dich erbarmen / der grossen mortlichẽ geschicht / die in ver gangẽ tagẽ / Zuͦ byetenhẽ geschehẽ ist Es ist da wordẽ erschossen / dz redlich vnschuldig bluͦt / hilff got es werd ge⸗ rochẽ / Das d'moͤrder werd erstochẽ / er thuͦt doch nymer keinn guͦt. ¶ Als mã zalt fünffzehẽ hundert / Vnd im zwentzigsten iar / woll in dem selbẽ sum̄er / Das ir es recht verstan / an mitwoch vors heiligen crütze tag / das thuͦ ich auch bekannt / hat Clauß seinen gaist vff geben / got geb im das ewig leben / inn vnsers vatters landt. ¶ Wolt es euch nit verdriessen / Jr lieben heren guͦt / Vnd wolt es iemant wissenn / Wie Clauß das frume bluͦt / mit erẽ hat sich begagẽ / zů Hagenow in der stat / Es ist nit lang gestanden / Zuͦ hauß da ist im gangenn / das im seinn lebenn schar. ¶ Vrban thon ich in nẽnen / Solß nymans für übel han / ier moͤchten in wol kennẽ / er waß ein erloß mã / Syn werck thõ das bezeugẽ / das ist vil lytẽ kundt / hat im syn wyb genũmẽ. O got stand by dẽ frũmẽ / Das sin sel werdt gesundt. ¶ Vrban hat im entragẽ / von guͦt ein erbere sum̄ / das hab ich herẽ sagẽ Die kleinat gar gerumpt / Das wyb hat ouch begãgen / mit Vrban dẽ wy terich / es ist nit lang gestanden / Gen Pfortzen sindt sie gangen / das merck en arm vnd rych. ¶ Claus haͤt das bald vernũmen / dz thet ein ytlicher man / gen Pfortzen was er kũmen / Mit recht nam er sye an Die loͤblich stat zuͦ Pfortzẽ / hat ey nen wyßen rat / Claus thet syn schadẽ clagẽ / Vrban den thet man fragen / was in gezwungen hat. Daß er dem frummen wirtte / syn eewyb haͤt genũmen / er sprach ir gne⸗ digen heren / Sie ist selb an mich kum⸗ men / Vnd hat mich gebetten / Jch sol sie fieren hin weg / ir wyßen gnedigen heren / thondt sach zum besten keren / Daß ich ir ledig werd. ¶ Vrban thaͤt mã fieren / in ein ge fencknus schon. Clauß muͦst do ein eyd schweren / Die sach zum rechten lon / Daß waß syn gantz begeren / er thet es vß freiem muͦt / Ach got thet Claus da sagen / Sie hondt mir vil entragen Wo ist daß selbig guͦt. Die sach wil ich bekürtzen / Der er⸗ sam frumme rat / noch erẽ thaͤt in dür stẽ / Sie hondt die sach verhoͤrt / Daß recht daß thuͦt in doͤten / Daß geistlich vnnd weltlich gar / Vrban stond inn noͤten / er forcht man würdt in toͤdten / eß haͤt gar nichtz geschat. ¶ Do thoͤten für in biten / Graffen ritter vnd edel leüt. Man solt in lassen leben / Das land das wer noch wytt / Also wardt im genad / Wol durch die Ritterschafft / Vber Donaw miest er schwerẽ. Vnnd nymer herwider kerẽ. O got es gewann kein krafft. ¶ Er muͦst ein stund gefanngenn / Jnn dem hals eyßen stonn / Vrbann thoͤt Claußen bittẽ. Er solt in dz erlon Claus thet im anntwurt gebenn / Er folgts dem vrtail gar / Vrbann thoͤt do grũmen / Das haͤt Clauß wol ver⸗ nomenn / Kost im sein leben zwar. ¶ Nun mercken leiben herren / Es stund nit lange wyl Vrbann der thoͤt do schweren / Vonn stund on alle zill / Das er solt über donaw / Es ist vil lütẽ kundt / vnd werdz selb geschehẽ / fur war so will ich iehenn / Claus wer noch gesundt. ¶ Aber got müß erbarmenn / Das einer nit denckt sein end / Mir seint hie als die armenn / Got vnns vil straff zuͦ seindt. Mit mancherley blagen / das sehen wir allenn tag / O got laß vns erwerben. Das mir nit all so sterben / Keinn bit vnns nit versag. ¶ Seyn sterben wil ich neinen / So eim einn vrtail würt / Das mann im danntz vff den bainen / Oder an denn galgẽ schmirt / Oder springt über ein klingen. Das haist man ein riter spil / Also muͦß dem gelingen / der Claußen thoͤt vm̄bringẽ / würt im so gnadẽ vil. ¶ Er was einn grosser moͤrder / thet in ein schirenn stonn. Het er thon zuͦ im redenn / Das wer einn redlich mann / Nicht guͦtz hoͤt er doch willenn / Dar vff richt er sich gantz / Do sich Clauß thoͤt vff richtenn. Do thoͤt er inn bald schiessen / Vnd wagt ein galgẽ schaͤtz. Aber waß soll ich sagẽ / kein schelm brucht redlich stück / Daß ist by minẽ tagen / geschehen offt vnd dick / Daß got durch sine güte / Kein moͤrder lost hin gaͤn / Gar kurtz wart er gerichte / vlß ein ander boͤßwichte / daß hat man sehen thon. ¶ Die worheit muͦß ich singen / nũ mercken mich eben recht / von kurtz ge schehen dingen / Von einem reisigen knecht / vñ ouch von synẽ herren / zů Rotwyl ritten sie ruß / einn klein zeyt kurtz wilẽ / ein frow thet gegẽ in eylen hoͤrt waß wil werden druß. Sie thetens früntlich griessen / ach frewlin wo welt yr hyn. O yr liebẽ her renn / gen Rotwyl stat myn syn. Ein sach hab ich zuͦ schaffenn daß leit mir schwerlich an. Waß mag daß syn guͦt frawe / Jch frag vch in aller trewe / Habent ir keinen man. Ach neyn ich gãg alleine / fürwar ich vch daß sag / Got erbarms ich hab yetz keinen / Daß ist minß hertzen clag Er ist worden erschossen / Anß helig crütz abend spot / Der herr begund sie kennen / vnd wolt sye doch nit nennen Sie kam in grosse not. Der her der sprach ach frowe / wie welt irß gryffen an / Sie sprach vil lie ber here / Clauß waß min eelich man. Nun seit er ist vmbkũmen / ist min be⸗ geren daß / den fründẽ zuͦgemüte / den dritten teil des gutte / Daß man mir schuldig waß. Der her sprach ade frowe / got geb vch glick vnd heil / wo zuͦ ir recht thõdt habenn / ein loͤblich stat Rotwyl / dar zuͦ ein erlich gericht. Daß thõdt ierfin⸗ den do / Ade mit guͦtten zyten / mir wel lent ouch dar rittẽ / daß frewlin gieng hernoch. ¶ Der her sprach zuͦ seinem knecht / Reit nein in die herberg bald / Versih die sachenn recht / Wa sich die frowe halt. Vnnd ob sie sey alleine / Die sach gefelt mir nycht / Claus selig ist meyn gewesen / Er muͦß ouch nit genessen / Vund wer in hat gericht. ¶ Der knecht der thoͤt bald eylen / Woll dißer frowen nach. So gar inn kürtzen weylen. Jm würtzhauß fand er da / Vrbann vnnd die frowe / Der knecht nam sich nicht ann. Er genng bald zuͦ seim herrẽ. Die sach die wil sich meren / Als ir gesaget handt. ¶ Der edelmann so guͦte / Der was erzürntet gar. Er sprach ir liebẽ herrẽ. Nunn nemant ebenn war / Jr haben hie ein moͤrder / Das sag ich euch onn spot: Wa nun gebẽ vns bescheid / Hie ligennt ir im gelayde / Die wort ver⸗ zeyh euch gott. ¶ Jr herẽ es ist ware / Vnd stond ouch nit dar vonn / Jch bit euch alle gare / Jr werdenn inn sehenn thonn. Vrban wart gefangen / Vnnd ouch die frowe do / sie maintẽ sich zuͦ werẽ / mit hebelnn thoͤt mans berenn / Die frewd vergenng inn do. ¶ Jnn gefencknis seint sie kumen / Das duncket sie nit guͦt / Sie wüstenn sich ouch schuldig / das sie ann Claußẽ guͦt. So moͤrtlich heten gefaren / Das an dem tage leit / Die frow redt sich so schnelle / O vrbann iunger geselle / Werst zweyntzig mylen weyt. ¶ Vrban der sprach mit frewden / sie darffen mich thoͤten nycht. Brieff kan ich in wol zeigẽ. Das ich bin hoch gewycht / Mit übels hab ich gethone / Dann mynen feind vmb bracht / Vff fryer straß an gangen / So hab ich in gefangen / Von leben zuͦ todt bracht. Die Rotwiler herrẽ. Die thetten in fragenn mer / zuͦ Pfortzenn thetst du schweren / Jnn des landt nymer mer / Du bist meinaydig worden / Das ist ayn boͤßwicht stuck / Ein witwe hastu genomenn / Zuͦ kaim priester kanstu kumen. Du schafft gar wenig glück. Gen Costentz thoͤtentz in schicken / Dem fürsten hoch gebornn / Vrbann den frumen gesellen / Seyn sach was gantz verlorn / Die brieff wurden ge⸗ leßen / sie warẽt alle recht / der bischoff sprach so reiche / Werst du dem brieff gleiche / So werstu ein frũmer knecht. Fürent in wider heime / Jch nem mich syn nit ann / Jr habt ein erber grichte / Daß sey im vff gethon / Vnd waß er recht mag lyden / Daß sol im werden war / Vrlop wart genuͦmen / synt wider gen Rotwyl kummẽ / die botschafft kam bald dar. ¶ Das er so moͤrderlichen. Claußen het vm̄gebracht / die frũmẽ erbern her rẽ / sich hettẽ bald bedacht / kuntschafft theten sie holẽ / zuͦ Hagnow an dẽ rat. Ouch zuͦ Bruͦmpt fürware / by dem amptman offenbare / Wie er gerich⸗ tet hat. ¶ Zuͦ Byetenheim ouch dz gleichen do es geschehen ist / den wirt thet man ouch fragen / Er solt on argẽ list / mit im syn eelich frowe / ein worheit sagen thon / Vnd wye es ist ergangen / nun londt eüch nit verlangen / Das sagen mir eüch schon. ¶ Der wirt der redt zuͦm ersten / ist wor waß ich vch sag / Vrban stũd in der schürẽ / in hellem lichtẽ tag / Claus hat in nit gesehen / Wol vor vnd nach dẽ schuß / Clauß stund in miner thürẽ. Syn leben thaͤt er verlirenn / Daß ist meynr red ein beschluß. ¶ Die wirtin thoͤt auch gehen / Dz darff ich sagen thonn. Claussen frow hat ouch gesehenn. Jrenn wol eelichen man / Also schentlich erschiessen. Vnd gesehen leben vnd todt / Das was ein boͤße frawe / Die also brach ir trawe / Vnnd halff zuͦ disem todt. ¶ Die kuntschafft ist auch kumen / genn Rotwil in die stat / kan man guͦtz darin finden. Es mich groß wunder hat / kuntschafft ist schwer gewesen / Sie hat im we gethonn / Das vrtail das ist kumen. Sein leben ist genomẽ. Es ist seyn rechter lonn. ¶ Hie mit will ich es lonn bleiben / O got du weist alle ding. Dein hailig⸗ es biter lydẽ. Das gib für vnßer sindt. Das es vnns kuͦm zuͦ troste / An vnse⸗ rem letsten ennd. Claußen sel müß selig werdẽ / Wol durch sein redlich sterbẽ / Got vnns vil genad zuͦ seyndt. ¶ Genad ist im vil geschehen / An seinem lesten end / für prister hat man gesehen. Er hat seyn Testament / So ordenlich thon sagẽ / ouch gebicht auß hertzen grũdt. Vm̄ got hat er erwor⸗ benn / also ist er gestorbenn / Got mach vnns all gesundt. ¶ Das lied ward gedichtet / das sol man guͦtt verstann / Jst war er ist ge⸗ richtet / got gybt ein soͤlichen lon. Also ist im geschehen / Got verzeichs der selẽ gar. Das got ir thuͦ verzeihenn / Hie mit wil ichs lonn bleibenn / Maria nym vnnßer war. ¶ Denn kopff hat er verloren / Zů Rottwil vor der stat / Also hat mann im geschorẽ. Wol vff Sant Germãs tag / Die frow ligt noch gefangen / die thuͦt man halten schonn / Sie spricht sich gar geschwinde. Sie ganng mit einẽ kinde / Jr würt noch wol der lon Show less

Lied über die Erschießung eines Wirtes in Hagenow
Eyn new lied võ dem vrban vñ dem Clausen der eyn wirt zu Ha⸗ genaw gewesen ist / wie er ist wor den erschossen. Vnd ist in dem thon / wie mañ dz lied singt / von der stat Toll. ¶ Ach got laß dich erbarmen / der grossen / moͤrdtlichen geschicht die in verganngen tagen / zuͦ Byettenhẽ... Show more Eyn new lied võ dem vrban vñ dem Clausen der eyn wirt zu Ha⸗ genaw gewesen ist / wie er ist wor den erschossen. Vnd ist in dem thon / wie mañ dz lied singt / von der stat Toll. ¶ Ach got laß dich erbarmen / der grossen / moͤrdtlichen geschicht die in verganngen tagen / zuͦ Byettenhẽ geschehen ist es ist do wordẽ erschossen / das redlich vnschuldig bluͦt / hilff got das werd gerochen / das der moͤrder werd erstochẽ / er thuͦt doch nymer kain guͦt. ¶ Als man zalt funfftzehenhundert / vnnd jm zwaintzigistẽ jar / wol in dẽ selben sum⸗ mer / das jr es recht verstan / am mittwoch vor deßs heyligen crewtzs tag / das thuͦ ich euch bekanndt / hat Claus seinen geyst auff geben / gott geb jm dz ewig leben / in vnsers vatters lanndt. ¶ wolt es euch nit verdryessen / jr liebẽ hern guͦt / vñ wolt es yemant wissen / wie Clauß das frume bluͦt / mit eren sich hat begangẽ / zuͦ Hagenaow in der stat / es ist nit lang ge standen / zuͦ hauß ist jm gegangen / das jm sein leben schat. ¶ Vrban thuͦ ich in nennen / sols nyeman für uͤbel han / jr moͤchten in wol kennẽ / Er was ein erloß man / sein werck thon das be zeugen / das ist vil leuten kundt / hat jm sein weyb gennmen / o gott stand bey den frum men / das sein sel werdt gesundt, ¶ Vrban hat jm entragen / von guͦt ein er⸗ bere sum̄ / das hab ich hoͤren sagen / die klay nat gar gerumpt / das weyb hat auch be⸗ gangen / mit Vrban den wuͤtreich / es ist nit lang gestanndẽ / gen pfortzen sindt sie gan gen / das mercken arm vnd reich. ¶ Clauß het das bald vernumen / das thet ein yerlicher man / gen pfortzen was er kum mẽ / mit recht nam er sie an / die loͤblich stat zuͦ pfortzem / hat eynen weysen rath / claus thet seyn schadẽ clagẽ / vrban den thet mañ fragen / was yn gezwungen hat. ¶ Das er dem frumen wirttt / seyn eeweyb het genommen / er sprach jr gnedigẽ herren sie ist selbs an mich kummen / vñ hat mich gebeten / ich sol sie fuͤren hinweg / jr weysen gnedigen herrenn / thondt sach zum besten keren / das ich jr ledig werd. ¶ Vrban thet mañ fueren / jn eyn gefenck⸗ nus schon / claus must do ein eyd schwerẽ / die sach zum rechten lon / dz was seyn gãtz beteren / er thet es auß freyem muͦt / ach gott thet claus da sagen / sie hondt mir vil entra gen / wo ist das selbig guͦt. ¶ Die sach wil ich bekuͦrtzen / der ersam frũ me rath / nach eren thet yn duͤrstẽ / sie hondt die sach verhoͤrt / das recht das thuͦt yn doͤ⸗ ten / das geystlich vnd weltlich gar / vrban stondt jn noͤten / er forcht mann wurdt yn toͤdten / es hat gar nichts geschat. ¶ Do theten fur yn biten / grafen ritter vnd edel leut / mañ solt yn lassen leben / das land das wer noch weyt / also wardt jm gnad / wol durch die ritterschafft / vber donaw muͤst er schweren / vnd nymmer herwider keren / o got es gewan key krafft. ¶ Er muͦst eyn stund gefangen / jn dẽ hals eysen ston / vrban thet clausen bitten / er soltt yn dz erlon / laus thet jm anwurt gebẽ / er folgts dem vrtayl gar / vrban thet do grũ⸗ men / das het claus wol vernommen / kost jm seyn leben zwar. ¶ Nun merckendt lieben herren/ es stundt nit lange weil / vrban der thet do schweren von stuͦnd an alle zyl / das er solt uͤber do⸗ naw / es ist vil leutten kundt / vnd wer das selb geschehenn / fur war so wil ich jehenn / claus wer noch gesundt. ¶ Aber got muß erbarmenn / das eyner nit denckt seyn end / mir seynt hie als die armẽ / got vns vil straff zu sendt / mit mancherley blagenn / das sehen wir allen tag / o got laß vns erwerben / das mir nit also sterbẽ / keyn bit vns nit versag. ¶ Seyn sterben wil ich neynen / so eym eyn vrtayl wirdt / das mann jm dantz vff den baynen / oder an den galgen schmirt / oder springt uͤber ein klingen / das heyst mañ ein ritter spil / also muß dem gelingen / der clau⸗ sen thet vmbringen / wird jm so gnadẽ vil. ¶ Er was eyn grosser moͤrder / Thet in eyn schewren stan / het er thon zuͦ jm reden / das wer ein redlich man / nicht guͦts het er wil⸗ len / Darauff richt er sich ganntz / Do sich Claus thet auffrichten / do thet er in bald schiessen / vnd wagt ein galgen schanntzs. ¶ Aber was sol ich sagẽ / kain schelm brau cht redlich stuͤck / das ist bey meinen tagen / geschehen offt vñ dick / das got durch seine guͤtte kayn moͤrder lest hynn gen / gar kurtz warder gerichte / als ein ander boͤßwichte / das hat mañ sehen thon. ¶ Die warhayt muß ich singen / nun mer⸗ ckent mich eben recht / von kuͤrtz geschehen dingen / von eynem reysigen knecht / vnnd auch vonn seynem herren / zu rotwyl ritten sie rauß / eyn kleyn zeyt kurtzweylẽ / ein fraw thet gegẽ yn eylẽ hoͤrt wz wil werdẽ drauß. ¶ Sie thettens fruntlich gruͤssen / ach frew leyn wo woͤlr jr hyn / o jr lieben herren / gen rotwil stat meyn syn / eynn sach hab ich zu schaffenn das leyt mir schwerlich an / was mag das seyn gut frawe / ich frag euch jn aller trewe / habent jr keynen mann. ¶ Ach neyn ich ganng allaine / furwar ich euch das sage / Gott erbarmes ich hab yetz keinen das ist meins hertzẽ klag / er ist wor⸗ den erschossen / ans heyling crewtz abendt spat / der herr begund sie kennẽ / vñ wolt sie doch nit nennen / sie kam in grosse not. ¶ Der herr der sprach ach frawe / wie welt jrs greyffen an / Sie sprach vil lieber herre / Claus was mein eelich man / nun seyt er ist vmb kummen / ist mein begeren das / denn freuͤndẽ zuͦ gemuͦtte / den dryttẽ teyl des guͦt te / das man mir schuldig was. ¶ Der herr sprach ade frawe / got geb euch gluͤck vnd heyl / wo zuͦ jr recht thond habẽ ein loͤblich stat Rotweyl / darzuͦ ein erlich gericht / das thond jr findẽ do / ade mit guͦt ten zeytten / mir wellẽ auch dar reytten / das frewlein gieng hernach. ¶ Der herr sprach zuͦ seinẽ knecht / reyt nein in die herberg bald / versih die sachen recht / wo sich die frawe halt / Vnnd ob sie sey al⸗ leine / Die sach gefelt mir nicht / Claus selig ist mein gewesen / er muͦß auch nit genesen / vnd wer in hat gericht. ¶ Der knecht der thet bald eylen / wol dyser frawen nach / so gar in kurtzen weylen / jm wirtzhauß fand er do / Vrban vnd die fra⸗ we / der knecht nam sich nitt an / er gienng bald zuͦ seym heren / die sach die wil sich me ren / als jr gesaget hand. ¶ Der edelman so guͦtte / der was erzuͤrnet gar / er sprach jr lieben herren / nun nemend ebẽ war / jr habẽ hie ein moͤrder / das sag ich euch on spot / wo nũ gebt vns bescheide / hie ligt er im geleyte / die wort verzeyh euch got ¶ Jr heren es ist ware / vnd stand auch nit dar von / ich pit euch alle gare / jr werdet in sehen thon / Vrban wardt gefangen / vnnd auch die frawe do / sie maintẽ sich zuͦ werẽ / mit hebeln thet mans beren / die frewd ver⸗ genng in do. ¶ Jn gefencknuß seind sie kumẽ / dz dunck er sie nitt zuͦt / sie westẽ sich auch schuldig / das sie an Clausen guͦt / so moͤrdtlich hetten gefarẽ / das an dem tage leyt / die fraw redt sich so schnelle / o Vrban jũger geselle / werst zweintzig meylen weyt. ¶ Vrban der sprach mit frewdẽ sie duͤrffẽ mich toͤdten nicht / brieff kan ich in wol zey gen / das ich bin hoch gewicht / nicht uͤbels hab ich thone / dañ meinẽ feind vmbracht / auff freyer straß an ganngen / so hab ich in gefangen / vom leben zum tode bracht / ¶ Die Rotweyler heren / die thettẽ in fragẽ mer / zuͦ pfortzen thetzt du schweren / in des landt nymer mer / du bist meynaydig wor⸗ dẽ / das ist ein poͤßwicht stuͤck / ein witwen hast du genummen / zu kaym priester kanstu kummen / du schafft gar wenig gluͤck. ¶ Gen Costenntz thettens in schickẽ / dem Fuͤrsten hoch geporn / Vrban den frumen gesellen / sein sach was ganntz verlorn / die brieff wurdin gelesen / sie warent alle recht / der bischoff sprach so reiche / werst du dem brieff gleiche / so werstu ein frumer knecht. ¶ Fuͤrt in wyder heyme / ich nym mich sein nit an / jr habt erber grichte / das sey jm auff gethon / vnd was er recht mat leyden / das sol jm werdẽ war/ vrlaub wardt genomẽ / sind wyder gen rotweyl komen / die botsch afft kam bald dar. ¶ Das er so moͤrderlichen / clausen het vmb gebracht die frummen erbern herrenn / sich hetten baldt bedacht / kuntschafft theten sie holenn / zu hagenaw an dem rath / auch zu Bruͦmpt fürware / bey dẽ amptmann offen⸗ bare / wie er gerichtet hat. ¶ Zu byetenheym auch des gleychen / do es geschehen ist den wirt thet mañ auch fra⸗ gen / er solt an argen list / mit ym seyn eelich frawe / ein warheyt sagen thon / vnd wie es ist ergangẽ / nun londt euch nit verlangen / das sageñ mir euch schon. ¶ Der wirdt der redt zum erstenn / ist war was ich euch sag / vrban stundt jn d schuͤ⸗ ren / jn hellem lichten tag / claus hat yn nit gesehẽ / wol vor vñ nach dem schuß / claus stundt jn meyner thuͤren / seyn leben thet er verliren / das ist meyner red eyn beschluß. ¶ Die wirtin thet auch gehen / dz darff ich sagen thon / clausen fraw hat auch gesehẽ / jren wol eelichẽ man / also schentlich erschi sen / vnd gesehen leben vnnd todt / das was eyn boͤße frawe / die also brach jr trawe / vñ halff zu disem todt. ¶ Die kuntschafft ist auch kummen / genn rotweyl in die stat / kan mañ gutz darin fin den / es mich groß wunder hat / kuntschafft ist schwer gewesen / sie hat yn we gethonn / das vrtayl das ist kummen / seyn lebenn ist genommen / es ist seyn rechter lon / ¶ Hiemit wil ich es lonn bleiben / o got du weyst alle ding / deyn heyligs pitter leyden / das giß fur vnser sund / das es vns kum zu troste / an vnserm letzten enndt / clausen seel muͦß selig werden / wol durch seyn redtlich sterben / got vns vil gnad zu sendt/ ¶ Genad ist jm vil geschehenn / an seynem letzten endt / fur priester hat mañ gesehen / er hat seyn testament / so ordenlich thon sagẽ / auch gebeycht auß hertzem grunndt / vmb got hat er erworben / also ist er gestorbenn / gott mach vns all gesundt. ¶ Das lied das war gedichtet / dz sol mañ guͦt verstã / ist war er ist gerichtet / gott gibt eyn solichen lon. Also ist jm geschehen / got verzeychs der selen gar das gott jr thuͦ ver⸗ zeyhen / hiemit wil ichs lon bleyben / Maria nym vnnser mar. ¶ Denn kopff hat er verloren / zuͦ Rotweyl / vor der stat / Also hatt man jm geschoren / wol auff sant Germans tag / die fraw lygt noch gefangen / die thuͦt man halten schon Sie spricht sich gar geschwinde / sie gang mit einem kind / jr wirdt noch wol der lon. Show less

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