Belagerung der Bauernschaft in Würzburg
Ein newes lied von der be legerung der Bawrschafft zw Wurtzburg vor dem Schloß / Vnser Frawen Berg genandt / Jn dem thon Von erst so woͤll wir loben. GOt den woͤllẽ wir loben / in seinem hoͤch⸗ sen thron / d` in der baurn toben / vns hat genad gethon / das jnen misselungen / in jren ... Show more Ein newes lied von der be legerung der Bawrschafft zw Wurtzburg vor dem Schloß / Vnser Frawen Berg genandt / Jn dem thon Von erst so woͤll wir loben. GOt den woͤllẽ wir loben / in seinem hoͤch⸗ sen thron / d` in der baurn toben / vns hat genad gethon / das jnen misselungen / in jren falschen zungen / Gottes wort vnd die schrifft zu jrem verdackten gifft. ¶ Jn dem lande zu francken / Würtzburg die furnemest stat / hett gar seltzam gedancken / darzu ein engen rath / auß der alten geschich⸗ ten / thetten sie vil erdichten / wie sy es wolten anrichten / ob jn die schantz geriet / die katz lest jrs maußen nit. ¶ Die Laͤndtschafft wolt raths pflegen / bey Würtzburg der Hauptstat / die warheyt soll man jehen / sy kam gar vil zu spat / der rat war schon geschlagen / man dorfft nit ferner fra⸗ gen / jr keiner solt verzagẽ / in jrem tollen muͦt vntrew thuͤt selten guͦt. ¶ Die glock die wurd gegossen / wol durch dz gantze lãd / darzu entlich beschlossen / jr schad vnd auch jr schand / das sy sich hoch vermas⸗ sen / jr trew vnd ehr vergassen / gar nit zu vn⸗ derlassen / zuuertreiben jr herrn / hochmuͤt nit lang thuͦt wern. ¶ Das ward als bald jnnen / vnser Hochwir⸗ diger fürst / ein geborner von Thüngen / nach tugẽt jn hoch duͤrst / der vntreu thet er lachen / dencken zu seinen sachen / vñ bald ein haubt⸗ man machen / auß hohem weisen geyst / der jm lieb vnd trew leyst. ¶ Von Brandenburg her Friderich / ein mar graff hochgeborn / solcher bürden nit vast ge leich / noch jung vñ vnerfarn / thet gar Fuͤrst lich geparn / sein leib vnd gut nit sparn / vnd das schloß bewarn / die not vil tugent erwe⸗ ckt / der lew kein hasen nit heckt. ¶ Der Bischof thet hilff suchen / do er dy fun den hat / die baurn wurden fluchen / vñ grol⸗ tzen fruͤ vnd spat / mit jrem falschen dichten / das wort gots aufzurichten / vnd sie hoch zu verpflichten / in christlicher bruͤderlicher lieb / kasten vñ keller raumen was jn lieb. ¶ Die von Würtzburg thettẽ laden / gest auß dem Necker thal / zu yrem osterfladen / auch and vber al / Ochsenfurt der gleichẽ / Kitzing vermeint zu reychen / den thet gar nichts ent⸗ weichen / gantz vnder Franckenland / darũb ist jr that bekant. ¶ Wertheim Schweinfurt Rotenburg / vnd ander flecken mehr / lassen wissen jren willen Würtzburg nit kleiner ehr / doch wil ich jr nit schelten / man kans noch wol vergelten / allt Füchs die lassen seltenn / die gewont natur jr zeit / wan glück vñ fug stat geit. ¶ Alls sie zusamen kamen / zu Würtzpurg in der stat / vnnd einander vernamen / sie lieffen schnel zu rath / vermeinten frum zw bleiben / gluͤb vnd ayd aufzuschreiben / vnd dannocht zu vertreiben / auß grossem vbermut / Jr her⸗ schafft frum vñ gut. ¶ Sie thetens schloß begeren / mit seinem ane hangk / man solt sie auch nit wern / gantz wi der jren danck / sie wolten vns erstechen / dar zu das schloß zu brechen / vñ jre bruͤder rechen es het schon sein beschaydt / das muest vnns werden layd. ¶ Man thett sich hoch erpietten / rechtes vnd der billigkeyt / das sie zum friden rietten / der precht frucht nutz vnd freid / es solt jn sein ver iehen / nach lassung sein bescheen / da zu wolt man recht pflegen / wol neuer Reformacion die zukuͤnfftig auß solt gan. ¶ Das wolt nun alls nit helffen / stracks solt ergeben sein / das schloß den jungen welffen / vertraut in glaubes schein / oder man dorfft nichts werben / verner sunder verderben / ge⸗ wardt vnnd auch sterben / also wer die glock gegossen / es wurt nit anders beschlossen. ¶ Der Margraff der thet sprechen / auß ho⸗ hem Fürstlichem gemuͦt solt in das hertz zu prechen / hie sollsten leib vnd gut / vnd woͤlles dapffer wagen / ob got wil nit verzagen / inn alln vnsern tagen / besser ritterlich gelebr / dañ reich lang schimpflich gelebt. ¶ Jr Grauen Herrn vnd Ritter / da zu jr fru⸗ men knecht / Got verleye vnns gut gewitter / vns hilfft weder guet noch recht / sunder sich manlich weren / mit allem ernst abkeren / der Bauren haud zuberen / biß sie die rewe verneut das sie jres tages reuth. ¶ Auff Cantate zu morgẽ / hub mã zu schies⸗ sen an / vnd ließn Got fuͤr vns sorgen / wye es wuͦrd furtert gan / das gesindt das was von hertzen / erfreydt vnd gund zu schertzen / mit vnser feinden schmertzen / der selben treuloßn roth / die glüb vnd ayd haben verspoth. ¶ Darnach am montag spate / alls sie weins waren vol / da sach mann lauffen dratte / vil manchen acker troll / ansturm in lust garten der thet man fleissig warten / mit büchssen vñ hellenparten / vnnd entpfieng sie also schon / das jr keyner wider kam. ¶ Erst thet sich der schimpf newen / ein tantz sich fahen an / betrogner hoffnung reuen / be⸗ truͤbt was ydermau / nyman solt sich sparn / sunder vast woll bewarn / die sturmer vollen baurrn / dann kurtz das Schloß gewinnen / oder der stroß entrinnen. ¶ Würtzburg ließ auß schreyen / Duppel vnd Trippel solt / ob sie straff moͤchten freyen / jr groß vnthat mit gold / so wolt doch nymant kauffen / putzbirn ann sturm zulauffen / man zwug in schon on sayffen / das manchem die schwart kracht / vnd des spils gar nit lacht. ¶ Von stũrmen musten sie lassen / zu graben fiengẽs an / die selbẽ lossen boffen / das schloß solt nit bestã / vermeinten eben zudreffen / vns auß der schut zuwerffen / durch jre volle berck knechte / wans wern kisten vñ weinfaß / das künten die buben bas. ¶ Es werdt biß auff den Pfingstag / als dañ vns botschafft kam / von der bauren niderlag ein yeder die gern vernam / mir solten nit ver⸗ zagen / die baurn weren geschlagen / wir wür deñ in kurtzen tagen groß hilff vnnd rettung han / durch manchen stoltzen man. ¶ Man thet sich kurtz besinnen / die Thürner musten stan / hoh an einer zinnen / die stat zu bloßen an / hat dich d'schimpff gerawẽ / zech heim die mag woll grawen / man wuͤrdt dir nit vil trawen / du hast deinem hern gethon / wie Judas der verzweyfelt man. ¶ Auff volgenden Pfingst montag / wardt vns mit reutter woll / einer saß der ander lag da hielt der gleßberg vol / man hort die trum men klingen / vnd vnnser buͤchssen singen / die kugel thetten springen / es erhallen berg vnd thal / von solchem weydlichem schal. ¶ Der bund der kã auß schwaben / der Pfaltz graff von dem Rhein / Meintz vnd Trier sol wir loben / sie wolten da bey sein / von Bayrn Hertzog Oth heinrich / der Fursten find man kein geleich / sie ziern das roͤmisch reych / vnd straffen vbelthat / als sie verordnet got. ¶ Das lied das ist gedichtet / zu lob würtzbur⸗ ger werck / die geselschaft hats gedichtet / auf vnser frawen berg / wie sie sich han gehalten / das lassens sie got waltẽ / solt jr veinds hertz erkalten / so mogen sie mit eren bestan / dann sie als frum haben gethan / Show less

Niederlage von Christian II., König von Dänemark mit Klage der Isabella von Österreich, Königin von Dänemark, 1525
Von der nyderlag vnd vngeluck Ku / nig Cristiern etschwa künig zuͦ Denmarck Schweden vñ Norwegen Hertzog zuͦ Schleßwick zuͦ Holstein Stor⸗ marn vñ der Dietmarischen / Graue zuͦ oldenburg vnnd Dalmanshorst / Gegen denen von Hom burck rc newlych auf der oster see ergangẽ. Mit angehenckter clag... Show more Von der nyderlag vnd vngeluck Ku / nig Cristiern etschwa künig zuͦ Denmarck Schweden vñ Norwegen Hertzog zuͦ Schleßwick zuͦ Holstein Stor⸗ marn vñ der Dietmarischen / Graue zuͦ oldenburg vnnd Dalmanshorst / Gegen denen von Hom burck rc newlych auf der oster see ergangẽ. Mit angehenckter clag so Fraw Jsa⸗ bella Künigin von Denmarckt. Kayserlycher. Maiestat schwester rc zuͦ jer le⸗ sten zeiten ge⸗ thon. DEm nach als etzlich groß vnd mechtige schiff / jungst verschinem Jar auf der oster see des hohen mers / ge schifft vnd gefaren / welch dem Künick von denmarckt zuͦ stendig rc. Vnd aber auf guͦt gluch vnd abenthur / der selben see / sych enthalten vnnd innen gehabt / Der halber die kofmas Schiff vnd guͦt ter / auß eyner Nacion in die ander / Jer sycher durchfart nit ha ben mugẽ / Wie wol von Kayserlicher Mt. Mandaten auß gangen vnd verbotten / kein schiff deß selbigen sees oder mers basyeren zuͦ lassen / es hette dann Salua Coͤductu / dar vber Key Mt. Etzliche mechtige Stet mit wolgerustẽ Schiffẽ verordẽt vnd bestelt / Aufmerckung zuͦhabẽ / vnd die see aller Rauberey halber vormeniclich frey zuͦ enthaltẽ rc. Welchs aber des Kü⸗ nings von Denmarckt schiff lut vnd kriegs volch bemelt Key. Mandat vbergaͤgẽ vnd furgering schetzig geacht rc. Jerem handel vnd furnemen nichs dester mynder nach kumen / vnnd den Kaufleuten auß den Honstetten von Homburg Lubeck rc Vnnd vil ander ausserlychen nacion / Etzliche koffmans schiff so myt grossem güt geladen / Angetast vnd dar nider gelegt rc. Als sy aber bemelte schiff mit mancher ley war vnnd koffmaͤs gutter wol gespyst hetten / vnd vber die oster see nach dem lant zuͦ Gelleren zuͦ sygelten / Synt sy an kumen vff den vvv tag. Septembris in die oster Ems ain haffenn. Welcher haffen achtmeilen lang vnd trey meilen breyt / in ost Frießlant gelegen Alda habent sy ier angernider geschlagẽ / vnd stil gelegen acht tag lang Jere schiff zuͦgericht gespist / vnd etzlyche kaufmans gutter dar auß verkaufft zuͦ zerguͤß in Seelant zuͦ Emten vnd anderen orten / vnnd mit kriegs leuten besetzt rc. Als aber die hobtleut des Künings von denmarckt zuͦ Emten knecht an noment koment vngefar die knecht vnd kriegs leut dahin die zuͦ Elseszaubern ann der Baurenschlacht gewest warent die wurdent alda versolt vñ in bemelte schiff verordnet. Nach dem sy aber so gwaltige wolgeruster schiff funffe hettẽ Nemlich ain legyon das selbig schiff vnd legyon was werlicher vnnd vester den ain starcks gemaurtz schloß anff dem lant moͤcht sein. Dar auß hetten sy die schweren last des grundes vnnd san⸗ des auß geworffen / vund die seyten des selbigen schiffs myt kupfer ausgefuͤtert / das kine geschutz durch mocht brechenn / Welches kupfer sy auch in den vorbemelten koffmãs schiffen gefund rc. Es was auch dasselb bemelt schiff vnd legyon auff allen seyten mit guttem geschutz / vnnd kameren der bucksen / so wol bewart vñ zuͦ gricht dz sy funfzehẽ huͦdert schuß thain mochtẽ sund laduͦg / Darinnẽ ward ain grosse vnbenãte sumẽ etzlich hundertusent guldiwert guͦtz gefunden rc. Noch het ten sy vester schiff fiere / Nammlich zwen Carfel vnnd zwey jag⸗ schiff die zuͦm schertz auff das aller best mit aller notturfft zuͦ gerycht warent / Vnd was jer anschlag vnnd furnemen nach Schweden vnd Norwegen / zuͦ raisen / alda bemelten Künig võ Denmarck zuͦ Bergen in Schweden vnd anderer ort / wider vmb eyn zuͦ setzen rc. Vnnd alsy aber jere segell auff gespannen vnd auß bemeltẽ haffen vngefar eyn meil zwuschen der offen⸗ baren see vnnd der oster Ems verruckt warent / Ouch der wynd fur sy guyt was / muͦschten sy styl lygen vj stunden lang vff das wasser die fluͤt zuͦ warten rc. MJtlerer zeyt als dye von Hom / burg rc. bemelt / jere fynd an den orten myt sampt jer grossen rustung vernumen / Saumten sy sych auch nit lang vnnd liessent in auff das aller schnel lyst tzuͦ rychten Achzehen schiff Carphel koffmans schiff vnd Jag schiff rc. welche vonn den aller besten vnnd mit aller noit⸗ turfft wol zuͤgerycht warent / vnnd alsy des selbigen Summers trey hundert Kriegs knecht / auff der see vnd auff bemelt jere feind gehalten vnd verfolt hetten / Wie wol wenig auß gericht den selbigen gabent sy noch trey hundert / von den besten hotz / lütten oder schiff lüten zuͦ / Die tzuͦ schiff vnd tzuͦ der werr auff dem wasser in sunderhat geschyckt warent / vñ zaigtent in jere feind an den orten an / Hieltẽ jnen fur wie das sy den langen su mer vil soltz entpfangen / vnd nit auß gericht rc. Der halben bemelt kriegs volch des wyllens / vnd der meynung warent / jeren Herren von Homburg bemelt des Künigs vonn Den⸗ marck rc. jere feindt tzuͦ vber antwurten / Daran tzuͦ setzen jer leib eer vnd guͦt rc. Vnd wie sy nun jer gutte kuntschafft het⸗ ten das jere feind da stillagent / Fuͤrent sy tzuͦ Homburg auß auff den funf vnd zwentzigsten tag Octobris Sy gelten vnd la fierten auff der see hyn vnd wider tzuͦ besychtigen ob bemelte von Denmarckt jergetz eyn hynder huͦt hetten / Vnd als sy aber die see ledyg vnd keyn hynder huͤt vermerckten / Schiff⸗ tent sy bey der nacht nach der oster Ems jeren feindẽ engegen vnd vnd augẽ anzuͦ sehen Koment also nehent tzuͦ in / das sy des morgens / wie wol in dem nebell Eynandern wol ersahent Alda mustent bemelte von Homburg des wassers halber wie vor bemelt auch stil lygen rc. Do aber vil benente schiff von Denmarckt die Homburgisten schiff als jere find auch erse⸗ hen Da sy aber clein nach fragtẽ / vertroͤschtent sych jer vestich keit der gewaltigen schiff Welchen vormalen nichs vor gestan dẽ was rc. geschach vff Samstag des achtnzwetzigstẽ Octo bris vmb acht vren vor mittag / Fyngent sy an jer anger gegen eynanderen auß tzuͦ werffen vnd treffelich tzuͦ schiessen vnd wer tent sych wol zuͦ beiden seyten / byß sy also nahet auf ainande⸗ ren komen das sy Eysere hacken Die tzuͦ dem schertz gemacht auß aim schiff in das ander werffen mochtent Da galtz keyns andẽrs dan wurgens hawens vñ stechens das wert funf stuͦdẽ lãg byß got dennẽ von Homburg das gluckt gab das sy syg⸗ ten vnnd ob lagent Vnd bey den acht hundert thot geschossen vnd erschagen vnnd vber die porten der schiff in das wasser ge⸗ worffen rc. Vnd angezeygtem scharmutzel ward der Haubt man eyner myt namen Roitclaß von angsterdam welcher Hei / so treffelich / vnd wol gewert byß er auch tzu stucke gehau⸗ wen vnd vber das schiff auß geworffen rc. Die andren die vndẽ in dem schiff warent / begertent Gnad deren warẽt zwey / hundert vñ etzlich Personen / die namens gefangen vñ fuͤrtent die gen Homburg Auff den tryten tag darnach fingmans sy an tzuͦ enthoptẽ Das wert so lang byß jer lvij. gekoͤpft wur⸗ den vnd was Claß Kniphoff von Kopenhaw des Künigs võ Denmarchs oͤberster Hobtmã / der erst ẽthobt Der bot 30. tu sent guldin tzuͦ geben sein leben tzuͦ feystẽ Vnd als aber keyn an ders drã was Gab er sych dapferlych doth Der menuͤg das niemans moͤchte sprechen er hette seine knecht vfurt Od we re von in gewychen / Sund alle zeit des wyllẽs gewest Mit in tzuͦ sterben vnd tzuͦ genesen rc. Vnd bawten die von Homburg trey galgen fur die see porten dar auff nagelten sy die koͤpf vnd wurffen die Corper in eyn wasser pfutz. rc. Vnd liessent bey den acht vnd vierzig ledig basyeren. rc. Die clag der Hochgebornnen Fraruen Jsabella Kunigin von Denmarck rc. So sy zuͦ Jeren lesten zei⸗ ten mit betrubtẽ hertzen grosser Coͤciens vñ weißheit gethan rc. O kunig von Denmarckt. Got wel euch in tugent stercken. Vnd die cleine Kindche mein Gottes gnad well euch auff erwecken / Erleuchtẽ ewer gmut Jch muͦß mich võ euch scheidẽ / Dar ist nit weiter rath. (vñ syn Muͤß euch hie verlassen / Jn armen ellenden stath. Das vngeluck hat vnß vmgeben / Jch hoff eß werr nit lang. Jch thuͦ eüch got befelen Behuͤt euch vor grosser scham. Got welle jms verzeyhen / Der erstlich gab den rath. Von vnserm lant vnd leuten / Also vertriben hat. Got hatt mein gebrüder erhoͤchet / mein schwestern in grossem Ach got wier synt vtriben / Vñ lebent nuͦr auff gnad. (stath. O yr Fuͤrsten vnd yr Herren / ewer namen hoch vnthuͤr. Mein kinder muͤßich verlassen / Kumpt in zuͦ hilff vnnd stür. Got wylß also haben / Es sol nit anders. Der Kunig mit weinendẽ augẽ / Sprach zuͦ d liebstẽ Kunigin. Fraw last von ewerm clagen / Durch got den schoͤpher mein. O Edele fraw synt nit verzagth. Mein hertz moͤcht mier zurprechen / Das ier so thoͤrlich clagt. Vnser Kinderchin von got erschaffen / Last euch nit fechtẽ an. Gnad wurt in gegeben / Von got jm höchsten tron. Der Keyser wurt sy versehen / Behuͤtten vor aller schand. Gotz gnad wurt mit mier wachen / Vñ richten all mein sachẽ / biß ich kum wyder in mein land. Weiterß thet vrlob nemmen Jsabella die Kunigin. Ade fraw Anna ich elende thochter / hertz liebste muͦtter mein. Got wel euch erleuchten mit guttem rath. Ade ier Kunigin auß Hispanien / Got behut ench fruͦ vñ spat. Ade Karll mein bruͤder / Edels Keyserliches pluͤt. Jch soll von hinnẽ scheidẽ / Gluck vñ weyßheit vlich euch got. Got well euch erleuchten / mit hohem verstand. Das ier christlich mught regieren Theusche vnd welsche land. Mit euch ein wort tzuͦ sprechen / Clagen meiner kynder not. So leychter welt ich sterben / Vnnd leyden den bittern thot. Die wiel ich der gnad nit habe / Das eß het mugen sein. So behuͤt euch got Verdinandus Hertz liebster bruͤder mein. Jer Edels pluͦt ain Hertzog von Osterich. Bey menschlieher gedechnus Fandman nie ewer geleich. Ade Katherina mein Schwester reine / Die ich leid nie gesach Got gnad euch all mit eine / Behuͤt euch vor vngemach Ade mein man Kunig Cristierne / Vñ mein kinder all zuͦ mal. Got wel euch in thugent bewaren / Jn disem jamer thal. O Christ dein bitters leiden / Vñ gnad nit võ mier wend. Maria du muͦtter reyne / Got verleich mier ein seligs end. Die clag vnd bittern schmertzen Zuͦ bedenckẽ nacht vnd tag. Ein jetlechs christen mensche Jn seim hetzen wol tragen mag. Des 19 tags Januarij / funfondzwentzigsten jar ein end. Jst die Kunigin verschidẽ zuͦ Schinarden nit weit von Gent. Show less

Bericht über ein uneheliches Kind
Ein new lied gemacht im thon als man singt von dem Künig von franckreych vnd der stat Tollen. ¶ Wie die hauß maydt künder tragen da von heb ichs an / von ainer maydt vñ frawẽ theten pey ein ander stan / die maydt die wainet seere / sprach bet⸗ ruͤbt ist mir mein synn / verloren hab ich mein... Show more Ein new lied gemacht im thon als man singt von dem Künig von franckreych vnd der stat Tollen. ¶ Wie die hauß maydt künder tragen da von heb ichs an / von ainer maydt vñ frawẽ theten pey ein ander stan / die maydt die wainet seere / sprach bet⸗ ruͤbt ist mir mein synn / verloren hab ich mein eere / vñ gewin ir nym̄er mere ich gee mit ainem kündt. ¶ Zuͦ schanden muͦß ich werdẽ meins grosen hertz⸗ en layd / er verhieß mir bey treüw vñ eere / vñ auch darzuͦ bey ayd er woͤlt mich nym̄er lasen mein stet⸗ er diener sein / Also hat er mich betrogen / zum th⸗ or ist er nauß zogen das kündt lat er mir allain. ¶ Die fraw sprach ich thuͦ dich fragen / wa bist du kumẽ zuͦfal / die maidt sprach ich wil dirß sagẽ es geschach in ainem stal / war ich an ainem tanntze do machet er mich voll / auß dem rayen thet erfar⸗ en mit mir in stal vndern parẽ seydt ich dir sagẽ sol ¶ Jr rechnung thetens machen ich kunntz nit hoͤren woll / wieß reden von den sachen den stall wais ich wol / da bey laß ichs bleiben wils yetzundt nit vermeren / ich het nit lang zuͦ bleyben / vñ kuntzt nit halbs beschreiben was ir gespill thet leren. ¶ Jnn lenge kanstu nit bleiben ich gib dir ein guͦtten rat / Sprich dein vatter thuͦ dir sc⸗ hreiben vñ lig dir an dem tod / Geen Noͤrlingen solt du ziechen vier wochẽ helt man dich auß darnach wen du kumpst wider / dein kinndt leg erwa nyder verding dich in ein ander hauß. ¶ Ein kündt hab ich auch tragen / Ee ich nam meinne man / Jetzunnd wil ich dir sagen weyst hie nyemant dar von / da ich von Noͤrlingen kam verdingt ich mich in ain hauß / mein man maindt ich wer frome zuͦ der Ee het er mich genomen / Ee er gar lernet auß. ¶ Das harpandt thet ich tragẽ bis ich hochzeyt het / da es war vmb den abendt do mã mich füret zum pet da thet ich schreyen seere vnd sprach wer ich dar von / da es mein man thet heren das mich reüet mein ere fieng er auch zuͦ wainne an. ¶ Solt yetzundt einer sagen ich het wider Eer gethan / vnd het ein kündt getragen so es hoͤret mein man / Er wurd mit im erstochen er helt mich gantz für frumb / die leit macht er offt lachen wen er redt von den sachen wie er nur mein iunckfraw schafft nam. ¶ Nun hoͤret yr Junngen gesellen dar bey thiet leren ir / die weiber woͤllen nemmen das ir kindt die progir / der vns das lied hat gesungen dem ist auch worden kundt / Joͤrg graf heyst er mit namen glück wünschet er allen frum̄en auß seines hertzen grundt. Show less

Lied über den Bauernkrieg im Frankenland
Ein new lied wie es in dem Frenckischen Pawrenkrieg ergangen ist. Jm thon / Sie sein geschickt zum sturm zum streyt. ACh Gott in deinem hoͤchsten thron / du woͤlst vns nit entgelten lon / das wir so boͤßlich leben / in Welschem vñ in Teutschem landt / keiner helt sich nach seinem stand /... Show more Ein new lied wie es in dem Frenckischen Pawrenkrieg ergangen ist. Jm thon / Sie sein geschickt zum sturm zum streyt. ACh Gott in deinem hoͤchsten thron / du woͤlst vns nit entgelten lon / das wir so boͤßlich leben / in Welschem vñ in Teutschem landt / keiner helt sich nach seinem stand / thun all weyter streben. O Got von hymel vnser Herr / dein goͤtlich gnad nit von vns ker / in disen jamer zeitten vñ nicht nach vnser missethat / allein nach deiner barmhertzikeyt / thu vns herr alle richten. Ein spil hat sich gefangen an / kost manch⸗ en frum̄en biderman / wol inn dem Francken lande / der yetzund sterben muß / ist seiner suͤndẽ nur ein buß / vnd stirbt an alle schande. Zu Rottenburg hat es sich angespunnenn / ist mancher Pawr zusamen kum̄en / mit jrenn klugen sinnen / sam werens Euangelisch kna⸗ ben / was sie darann gewunnen haben / sein sie wol worden ynnen. Darnach sein sie gezogen auß / bey Moͤrge⸗ ta fuͤr das newe hauß / das theten sie außleren / jr sinn stund jnn gen Francken ein / kein Pfaff Muͤnich solt darinn sein / die schloͤsser all zer⸗ stoͤren. Zu Lauda haben sie gefangen an / der Rey⸗ gelsperg must auch daran / Newburg thetten sie auch finden / vnnd stolberg leyt auff einem rayn / nicht weyt daruonn der Zabelstain / den thettens auch verbrennen. Bey disen wil ichs bleyben lan / es wurd vil muͤe vnd tichtens han / solt ich sie alle nennen / es war gar manches vestes hauß / noch thet mã sich nit wern drauß / sie thetẽs als verbren⸗ Vnser Frawen berg vor Wirtzburg (nen. schon / den woltens auch zerstoͤret hon / darfuͤr theten sie schantzen / vnd schussen all mit freuͤ⸗ den dreyn / jr vil daruor erschossenn sein / Gott troͤst jr aller seelen. Goͤtz von Perling vñ auch sein heer / lag in der stat als ich verstee / waren eytel Paurs kna benn / Florian Geyer zu Heydeßfeld lag / vber achtzehen tausent haubtmã was / waren eytel Frenckisch knaben. Graff Joͤrg von Wertheym war auch dar bey / er must jn leyhen puluer vñ pley / dazu hetẽ sie jn zwungenn / auch zwo buͤchsen die waren groß / sie triben steyn ein grossen kloß / sein alle beyd zersprungen. An einem montag do es geschach / den Pau ren war nach stuͤrmen gach / in jren vollen sin⸗ nen / sie solten abents wachẽ gan / do fiengẽ sie in lerman an / das schloß wolten sie gewinen. Sie schryen all herher herher / das schloß zu stuͤrmen war jr beger / im schloß wurd man es ynnen / man schoß zu allen fenstern auß / vnnd spyen dapffer fewr auß / sam wer der Teuͤffel drynnen. Dz werd biß in die drittẽ stund / gar mancher Pawr ward verwund / vonn buͤchsen vbel ge⸗ schossen / sie musten wider zieher ab / sie hetten keinen gewin darab / hat sie gar hart verdrosse. Ein boten theten sie ruͤsten bald / gen Roten burg in solcher gestalt / dẽ Rat thetẽ sie schrey⸗ ben / vñ dz er bald herwider kem / zwo scharffer schlangẽ mit jm nem / ein rat must ins leihen. Der bot der ruͤstet sich die weyl / gen Roten⸗ burg in schneller eyl / zwo buͤchsen thet mã jm leihẽ / das warẽ die aller schoͤnsten ror / sam ich sie nie gesehẽ han / der hauff thet sich jr frewen Man thet sie richtẽ in der schantz / erst wolt sich heben der rechte tantz / ins schloß thet mã zuschiessen / ein stuͤck fiel von der maurẽ ein / all die dariñ gelegẽ sein / ward es gar seer vdriesse. Jn dem kamen die newen meer / ja wie der Bund vorhandenn wer / gen Wirtzburg woͤlt er ziehen / wolt retten vnser Frawenberg / die Pawren wolt er treyben wegk / sie wolten ye nicht fliehen. Ann einem Freytag inn der nacht / hat sich Goͤtz vonn Perling auff gemacht / sein hauff mit jm genum̄en / vnd sechs vnd viertzig buͤch sen stuͤck / schlangen falckenet vñ feldgeschuͤtz dem Bunt wolt er bekummen. Vñ zoch wol in das Taubertal / zu Kuͤngß hofen sein geleger war d'feind thet er do wartẽ sein buͤchsen richt er in das feld / sein ordnũg die die war wol bestelt / von spieß vñ helleparten. Am Freytag vor Pfingsten es geschach / do man den Bunt her zihen sach / mit einem gros sen here / die Pawren zugen den berg hinan / jrẽ vorteyl wolten sie inne han / vnd sich der feynd da weren. Dem Reysigen zeug dem war so gach / der verlorn hauff eylt jn hinden nach / in die Paw⸗ ren thetens brechen / jr keiner wolt jn nit beston ein yegklicher meint wer ich daruon / vnd hu⸗ ben an zu streychen. Sie wichen bald vnd lieffen seer / wol nach dem wald stund jr beger / jr keiner dorfft sich weren / do bliben bey sechs tausent man / die jr leben da verlorn han / Got troͤst jr aller seelen. Zu Wirtzburg ruͤst man sich mit gantzer macht / am Pfingstag abent vmb mittenacht wolten zu hilffe kum̄en / jren bruͤdern die da la⸗ gen dauß / sie sind zu lang gewesen auß / vnnd waren seer all vmbkum̄en. Sie zugẽ schnel vñ eylten seer / gen Kuͤngß hofen stund jr beger / der Bunt zog jn entgegẽ / sie zugen widerumb zu ruck / vnd schlussen da jr wagenburg / sam wolten sie sich weren. Der reysig zeug eylt auff sie dar / die Pauren wurden jr bald gewar / vnd huben balt an zu⸗ weichen / do bliben jr bey drey tausent tod / gott woͤl jr aller seel genad / in seinem hymelreiche. Der reyssig zeug reyt auff sie an / alda kam jr nit vil daruan / etlich hetten sich verkrochen / ein schloͤßlein das leyt nahet darbey / jr vil wa⸗ ren gewichẽ drein / do fieng man an zupuchen. Es puchten an in schnellem trutz / schlan⸗ gen falckenet vnnd groß geschuͤtz / hefftig thet es anpuchenn / sie schelten die maur wol halb weg einn / Karthaunen giengen gar hefftig drein / die Peurin thet grob kochen. Man hett nicht lang geschossen daran / die knecht lieffen mit stuͤrmen an / erlich theten sie sich weren / man must wider abelann / das ge⸗ schuͤtz ließ mann wider gan / jr vngluͤck wurd sich meren. Erst hub man an mit gantzem gewalt / al⸗ da must sterben jung vñ alt / Got woͤl in allen gnaden / das vngluͤck hat sie heuer getroffen / wer waiß wenn es biß jar wirt affen / an wen es wirt geraten. Am Donerstag do es geschach / da man den Bischoff kum̄en sach / zu Wirtzburg ein hinn reytten / Hertzog Otheinrich war auch dabey / Hertzog Ludwig Pfaltzgraff bey dem Reyn / der Bischoff von Trier freye. Es geschach wol an dem selben tatg / zwen vñ sechtzig man die koͤpff schlug ab / keyn gelt mocht sie nit helffen / man fieng auch schier dẽ gantzen Rat / wieß jn hernach ergangen hat dabey wil ichs lassen bleyben. Nun woͤl wir bitten den waren got / er woͤl vns helffen auß aller not / vnd all die da vmb⸗ kummen / Gott geb jren seelen rhu vnd freuͤd / vnd vns hernach die selikgeyt / wer das begert sprech Amen. Show less

Deutscher Bauernkrieg
Der Baurenn krieg. Ein schones lyed / wie es inn allem Teutschenn landt mit den Baurenn erganngen ist wo ire leger gewest vnd wie sy geschlagen vnd zertren net seind. Jm thond. Es geet ein frischer sommer daher da wert ir horenn newe mer. M D XXV Jr herren woͤlt jr schweigen still / vñ... Show more Der Baurenn krieg. Ein schones lyed / wie es inn allem Teutschenn landt mit den Baurenn erganngen ist wo ire leger gewest vnd wie sy geschlagen vnd zertren net seind. Jm thond. Es geet ein frischer sommer daher da wert ir horenn newe mer. M D XXV Jr herren woͤlt jr schweigen still / vñ hoͤren waß ich singen will / ob yemant thet belangẽ / wie es in ganntzem Teütschenn lannd / mit Bauren ist ergangen ergangen. Am newen jarßtag als man zalt / wol fünf vnnd zweintzig jar gar baldt / bey Kemptenn hond Baurenn / das new jar auch gefangen an / ist jn nit wol außgangen außgangen. Jns Algew kamẽ auch die meer / gar bald sy namen ir geweer / gonten zufeldt außzichẽ versprachenn all einander da / keyner solt nit von jn fliehen ja fliehen. Vier tausent Baurn nit lang darnach / zwo meyl von Vlm den war auch gach / zusa men theten schweren / der Bundt wie bald er das erfuͦr / wolt so daruon abkeren abkeren. Am fünften tag nun merckt mich recht / des mertzen hont sich vil errecht / am waltsee wol acht hauffen / gar bey inn dreyer wochen frist / sind auch zusammen gelauffen gelauffen Der Bundt als er die sach bedacht / auß⸗ zog gar bald mit starcker macht / auff ley⸗ heym an der Thonen / acht tausent Paurẽ lagen da / ist jn nit wol bekommen bekommen. Drey tausent als ich byn bericht / sind da er schlagen auch man spricht / acht hundt sind ersoffen / der kopff auch manchem geschlagẽ ab / vil sind daruon entloffen entloffen. Bey walting lag auch mancher man / der Bundt zu jn auch zoch hynan / die Pauren wolt er straffen / den broten sy errochen bald / begonten seer zulauffen zulauffen. Bey wuͤrtzach warden sy ereylt / da hub sich auch ein newer streyt / vil Paurenn warden erstochẽ / den anderen gnad vñ vngnad / bald ward durch den bund versprochẽ versproch. Bey Weyngartẽ merckent eben auff / xiiii tausent lag ein hauf / den wolt d Bund auch schlagen / Graf haug von montfort thet im recht / durch jn ward es vertragen vertragẽ. Zu winßpurg geschach ein grewlich thot / Graff Ludwig ward geben in todt / mit xxiii edlen / wolt got es wer geschehenn nicht / hett mancher noch sein leben ja leben. Fünf tausent pauren hont sich gesamlet bey oͤbern messig zusamẽ kament / vñ greding eingenomen / vil ander flecken auch darbey / hont sy darzu gewonnen gewonnen. Fridrich Pfaltzgraff wolbekannt / fuͤnff hũdert pferd het mich verstant / vnd hertzog Wilhelm auß Beyren / zu roß vnd fuͦß auch wol geruüst / hont paurẽ gefuͤrt an reyẽ ja rey Oting im rieß ward gommen ein / die Cloͤ⸗ ster auch geplundt darbey / xj tausent waren der pauren / die Caßmirus der From̄e fürst zertrennet des sy trauren ja trauren. Elwangen die pauren namen ein / wol an dem zehenden tag des meyen / d sind võ jungẽ Pfalgrauen mer / dañ iiij hundert erschlagẽ / auch gefangen vil entlauffen entlauffen. Am̄ xii tag des monats auch / xiiii tausent pauren darnach / gar wolgerüst versamlet / sind in dem wirtenberger landt / die all zusa⸗ men kament ja kament. Den hauffen hat der edel Bundt / geschla gen auch zur selben stund / vj tausent vnd iiij. hundert / sind vff der walstat bliben todt / vil feind jr hart verwundet verwundet. Vff Winßpurg ist der Bund hernoch / ge zogen vff die paurẽ doch / sind die den grauẽ toͤdten / vf Wirtzburg all geflohẽ zu / sy stund inn grossen noͤten ja noͤten. Winßpurg das ward verbrennet gar / vñ alles das darinnenn war / mit sampt fünff doͤrffer vmbher / vierhundert auch erschlagẽ hont / da war ein grosser jamer ja jamer. Pfaltzgraf am Reyn ich melden thu / Bi⸗ schof von Trier gehoͤrt darzu / vonn Wirtz burg auch d herr / hertzog Otheinrich auch darbey / die fürsten all mit eeren ja eeren. Von heidelberg sind gezogen auß / wol von dem wolgepawten hauß / sein land wider ein⸗ genomm̄en / vil hat der fürst gestraffet auch vil zu gnaden genomen genomen. Auch Bruͦssel zu d selben frist / vom fürstẽ ein genommen ist / hat viertzig man gefangen / dauonn sind neün enthauptet auch / die an⸗ dern ledig außgangen außgangen. Vf Neckersvlm der fürst hernach / zog da er thet dergleichẽ auch / die maurn vñ thurn zureissenn / die boͤsenn auch gestraffet hat / es moͤcht so wol verdriessen verdriessen. Jm Elsas war vil grosser not / võ paurẽ auch an manchem orth / mit reissen vnd mit toben / das wert jn hertzog auß Lotering / ist war vnd nit erlogen erlogen. Zu Lupstein bald ein schlacht geschach / zu Zabern auch vil mancher man / sein lebẽ hat gelassen / bey Schletstat er deßgleichẽ thet / vil thun jn darumb hassen ja hassen. Jnn Sum̄a sagt man in gemein / von jm erschlagen sind allein / wol dreyssig tausennt paurẽ / des mancher noch vf disen tag / tregt schmertzen vnd groß trauren ja trauren. Türingen muß ich melden jetzt / da Tho mas müntzer ward gespyßt / d thett die pau ren leeren / die fürsten waren nit vnbehennd / begunden jn zu weren / zu weren. Lantgraf auß hessen kam gen voll / da wa ren vil pauren grob vnd doll / hetten die stat eingenommen / der fürst jm sturm wol tausent toͤdt / die stat hat er wid gewoñen gewonnẽ. Die fürstẽ darnach all gemein / vor franck enhausenn ist nit neyn / die paurenn hont ge schlagen / vñ tausent sind tod blibenn da / das hort man manchen clagen ja clagen. Milhausen an dreyen orten hart / võ fürstẽ auch belegert ward / zum sturm auch wol be⸗ schossenn / der pauren hauff sich weren wolt / er hat sein nit genossen genossen. Jn Francken ist der hauf nit kleyn / gewe sen sind ir als ich meyn / wol xxvi tausennt / bey sechtzig schloͤsser hont zerstoͤrt / dem Adel vnd vil clausen ja clausen. Zu Neckersvlm zusamen kam d Bund / vñ pfaltzgraf lobesam vf wirtzburg sind / ge⸗ zogen vnd fürtter vber tauber geruckt / das thut man weitter sagen ja sagen. Acht tausent otenwelder hant / sich vff ein berg gelegt zuhand / nit weit von künigßho⸗ fen / des Bunds so noch nit warten warenn / sy weren gern geloffen geloffen. Doch Goͤtz võ berlingen genant / ir haubt man war verschwunden bald / man thet die pauren angreiffen / sy flohen in den nechsten wald / vil mochten mit entweichen entweichẽ. Jn dem acht tausent pauren auch / vonn Wirtzburg kamẽ den was gach / den otenwel der zu helffen / der Bund hieß sy wol wilkum̄ sein / man hort sy schreyẽ vñ gelffen ja gelffen. Von jn kament des abents noch / iij. hun⸗ dert in ein schloͤßlin hoch / zerrissen vñ zerstoͤ⸗ ret / hye litt der Bundt ein wenig noth / sy ha⸗ ben sich geweret geweret. Ain gefanngner zeyget an gar baldt / wie sich die anndern in dem waldt / auch hetten wol verborgenn / do schlug man sy schier alle todt / sy waren in grossen sorgen ja sorgen. Zu handt der Bund vff Wirtzburg zoch / das geschütz gieng auß dem schlosse hoch / so greülich das vil pauren / sich machten auß d stat zu hant / so viele vber die maurẽ ja mau. Darnach die Statt sich auch ergab / die paurẽ wurdẽ gsondert ab / so des marckgra uen waren / gar mancher da enthauptet ist / so hond nit woll gefaren gefaren. Zu Bamberg seind xxj ennthaupt / darzu erlich burger solchs mir glaubt / sind auch da selbs entruñen / der bischoff ist gesetzet ein / vñ halstat seer verbrunnen verbrunnen. Margraf Casmirus auch zog auß / mãch pauren er verbrant sein hauß / vil hat er vn der wegen / erstochen vñ gstraffet vil / sy sind gar vndergelegen gelegen. Ehe Pfaltzgraf wirder heime kam / hetten seyn pauren gefangen an / zu wuͤten vnnd zu toben / gar bald d fürst gen Openheim kam / er ist allzeit zu loben zu loben. Pfederßheym was d pauren hoff / sy main ten hye wer noch kein stroff / sy zogen den reü ter entgegen / sy würgten wol vj hundert da / der kützel gont sich legen ja legen. Vff sant johanns tag es geschach / so man⸗ chenn stein mitt vnngemach / thet man den pauren schicken / die Stat gar bald ergeben ward / es thet jn nit wol glücken ja glücken. Bey kempten xj tausent pauren seind / gele ten warẽ des Bundes veind / die hat er auch gedemmet / von jn lyt er die groͤste noth / doch seind sy auch zertrennet zertrennet. Hye bleyb es wol zu diser frist / wie wol noch vil vorhandẽ ist / es moͤcht jmant verdriessen der villeicht vermeint in seinẽ synn / er moͤcht sein nit geniessen geniessen. Das soll allein seyn yedem kundt / das er betracht diß zeit vnd stund / denck das vnns got thut straffen / die wir sein wort verachtẽ gar / wir werden nit entlauffen entlauffen. Was du thuͦst / bedenck das end. Show less

Lied über die Bauernschaft im Frankenland
Ein newes Liedt gemacht von der Baurschafft im Franckenland auch von jrem lößen schiessen / vnd von jrem blinden stürmen. Bawr huͤt dich Mein roß schlecht dich. Von vppigklichen dingen / so will ichs heben an / võ leydigen baurn singen / wie sie es grif⸗ fen an / sie hetten sich vermessen /... Show more Ein newes Liedt gemacht von der Baurschafft im Franckenland auch von jrem lößen schiessen / vnd von jrem blinden stürmen. Bawr huͤt dich Mein roß schlecht dich. Von vppigklichen dingen / so will ichs heben an / võ leydigen baurn singen / wie sie es grif⸗ fen an / sie hetten sich vermessen / sy sassen bey dem wein / ir trew vnnd er vergessen / wolten selbert herren sein. ¶ Sie thetten einander schreiben / wol durch das Franckenlandt / den Adel vnd die geyst⸗ ligkeyt zuuertreiben / mit jrer aigen handt / sy thetten sich fast ruͤmen / wol durch das Goͤt⸗ lich wort / jr sach damit zuuerbluͤmen / sy stif ten nichts dann mordt. ¶ Das vernamen die von Oxenfurt / es dũckt sy also fein / sy namen dẽ edlen Margrauen allen seinen wein / alls sich der Hertzog vonn Francken / ein solches het erhoͤrt / wol võ den laydigen bawrn / das sy stifften mordt. ¶ Sein Gnad thett selbert dretten / zw seinen Burgern zu / vnd sy freuntlichen gebetten / das sy sessen jn ruͦ / ich mein die burger von wurtz burg / sy wolten ie daran / sy haben ann jrem herren / gar vntreulich gethan. ¶ Do das vernã der Thumprobst / ein Mar⸗ graf hochgeborn / das sich die võ würtzburg / also treuloß warn / er saumet sich nit lange / er macht sich auff das schloß / zu büchsen vñ zu schlangen / zu manchem werden geschoß. ¶ An einem Freytag es geschach / ann einem abent spat / da sach mann den Hertzog von Francken / reitten in grosser not / gen Heydel⸗ berg thet er reitten / woll in die werden statt / woll zu dem edlen Pfaltzgrauen / bat jn vmb hilff vnd rat. ¶ An einem mitwochen es geschach / an einẽ morgen fru / da sach man vil laidiger baurn / ten Würtzburg ziehen zu / die Ruͤden wurdn hetzen / mit jrem baurn werck / jr schantz koͤrb thettens setzen / wol auff den gleßbert. ¶ Da richten sie jre buͤchsen / auch alles jr ge⸗ schoß / sy thetten feintlich schiessen / zu wuͤrtz burg auff das schloß / des bulfers thet jn zu⸗ rinnen / jr schiessen was verlorn / mit schiessen nichts gewinnen / das thet den bauren zorn. ¶ Sie wurden sich besinnen / sy machten einẽ rat / sy wolten das schloß gewinnen / an einẽ abent spat / sy theten stille schweigen / sagten nit vil dauõ / das schloß wolten sy ersteigen / es solt nit anders ergon. ¶ An einem Montag es geschach / woll vmb die zehent or / da sach man vil laidiger baurn vor vnser frawen thor / das wurden die wech ter jnnen / sy sagten den hern die mer / wie sich die baurn kemen / mit einem grossen heer. ¶ Die herren sagten balde / wolher laß einher gan / das sein got muͤs walte / so greiff mirs dapffer an / sy dratten im schloß zusammen / sy machten ein kurtzen beschluß / sy saumbtenn sich nit lange / ein ygklicher zu seinẽ geschoß. ¶ Da sagten sich die herren / durch Gott nun thuͦt im recht / jr alle die vom Adel / darzu jr werden knecht / jnn Gottes namen thetten sy schiessen / das in kein schuß versagt / das thett die baurn verdriessen / sy wurden all verzagt. ¶ Sie thetten feintlich zuͤrnen / sy liessen noch nit ab / das schloß wolten sy stuͤrmen / gewin nen gut vnd hab / jm schloß thetten sy schies⸗ senn / gar feintlich geten thal / das wardt die baurn verdriessen / sy flohen vber al. ¶ So ich mich recht bedencke / alls ich verno⸗ men han / feur ketten thetten sy in schencken / wurffens den baurn an / die warheyt will ich jehen / mit fenr warffens sy zu / der gleich hab ich nie gesehen / sie liessen den baurn kein ruͦ. ¶ Pfue dich der grossen schande / die bawren kamen in not / sy schrien mit einander / hilff al mechtiger got / sy thetẽ gar feintlich schreyen dasselbg baurn gesindt / mir muͤssen alle todt pleiben / wee vnser weib vnd kindt. ¶ Das schiessen werett so lannge / bis vber die vierdte stund / es hat in nit wol ergãgen / dan mancher bauer was wund / jr wurden vil er⸗ schossen / vor vnser frawẽ thor / jrs hochmuͦts nit genossen / todt lagen sy fruͤ dar vor. ¶ Jch lob den edlen Margraffen / auch ander Graffen vnd herrn / dazu den Adel vñ knech⸗ te / die stunden im bei mit eren / nun hoͤrt jr bau ren alle / so volgent meiner leer / thuͦt euch der pfeffer vor dem schloß gefallen / so kumpt vñ holt sein meer. ¶ Erst hett es sich inn jn erhaben / ein grosser uͤbermuͦt / das schloß woltens durch graben / das daucht die baurn gut / ich acht das Gott wolt haben / jn zußrach als jr geschoß / damit wolten gewinnen / vnser frawen schloß. ¶ Sie liessen sichs nit verdriessen / es was inn doch on not / sy wolten erst buͤchsn giessen / es ward in aber zu spat / wol an dem Pfingstag es gescha / wol ann dem morgen fruͤ / da sach mann vil werder reutter / gen Würtzburg zie⸗ hen zu. ¶ Jm schloß da ward mans jnnen / in kamen newe mer / wie jr edler Hertzog wer kummen / mit einem Fürstlichen heer / sy bliesen mit frey denreichem schalle / die edlenn Fürsten ann / den Bauren den armen jaudas / was hast du gethan. ¶ Nun da die in Würtzburg / ein solches wur den gewar / sy luffen alle zusam̄en / versperten alle thor / solt irenn herren nit verdriessen / das sy versperten die thor / vnd doch die baͤurn ein liessen / vnd jren herren daruor. ¶ An einem donnerstag es geschach / wol vm̄ den mittentag / das mann den Hertzog vonn Francken / gar fürstlich ein reitten sach / auch edel Fürsten Grauen vnd freye / die ritten mit jm zu eern / sy wonten der gerechtigkeyt beye / Got woͤll jr seligkeyt mern. ¶ Man sach auch mit jm reitten / manch edel ritter vñ knecht / die thettẽ ritterlich streitten / wol vmß das goͤtlich recht / dy burger erschra cken sere / sy fielen auff jre knie / Hochwirdiger Fuͤrst Durchleuchtiger herre / gnad vnns aͤr⸗ men hie. ¶ Den edlen Hertzog wards erbarmen / er be⸗ weist jn sein Fürstlich gemuͤt / wol vber die vil armen / er erzaiget in seine guͤt / es warn etlich schuldig / hetten wol verdient den todt / doch was der Fürst zu geduldigk / er ließ jr vill auß not. ¶ Wie es den rechtschuldigen hat ergangen / das seind sy worden gewar / jr wurden vil ge⸗ fangen / etlichen schar mann gar / die bawren haben ein orden / des haben sy kein eer / sein eitel buͦttel worden / stecken sein jetz ir wer. ¶ Nit weitter will ich singen / das wil ich las⸗ sen farn / dem Fürsten thet wol gelingen / got halff im wunderbar / es hat noch wol ergan⸗ gen / wol biß auff disen tag / mir woͤllen Gott anruͤffen / das er vns sein gnad nit versag. Baur halt du deinen aydt. Als du deinem herrn hast zugesayt. Show less

Deutscher Bauernkrieg
Der Barvren krieg. Ein schoͤn lied / wie es in allem Teutschem land mit den Bauren ergangẽ ist / wo jre leger gewest / vnd wie sie erschlagen vnd zer⸗ trennet worden sind. Jm thon / Es geht ein frischer Summer daher / da wert jr. IR herren woͤlt jr schweigen stil / vnd hoͤren was ich singen... Show more Der Barvren krieg. Ein schoͤn lied / wie es in allem Teutschem land mit den Bauren ergangẽ ist / wo jre leger gewest / vnd wie sie erschlagen vnd zer⸗ trennet worden sind. Jm thon / Es geht ein frischer Summer daher / da wert jr. IR herren woͤlt jr schweigen stil / vnd hoͤren was ich singen wil / ob yemand thet belangen / wie es in gntzẽ Teuͤtschen land / mit Bawren ist ergangen / ja ergangen. Am newen Jarßtag als man zalt / wol fuͤnff vnd zwentzig jar gar bald / bey Kempten habẽ angefangẽ / die Bauren auch das newe jar / ist jn nit wol außgangen / außgangen. Jnß Algew kamen auch die meer / gar bald sie namen jr gewer / gontẽ zufeld auszihen / ver sprachen all einander da / keyner solt nit von jn fliehen / ja fliehen. Vier tausent bauren nit lang darnach / zwo meyl von Vlm den war auch gach / zusamẽ the ten schweren / der Bund wie bald er das erfuͤr / wolt sie dauou abkeren / abkeren. Am fuͤnfften tag nu merckt mich recht / des Mertzẽ hand sich vil errecht / am waldsee wol acht hauffen / gar bald in dreyer wochen frist / sind auch zuͦsamen gelauffen / gelauffen. Der Bund als er die sach bedacht / außzog gar bald mit starcker macht / auf Leypheim an der Thunen / acht tausent bauren lagen da / ist jn nit wol bekumen / bekumen. Drey tausent als ich byn bericht / sind da er⸗ schlagen auch man spricht / acht hundert sind ersoffen / der kopff auch manchem geschlagen ab / vil sind dauon entloffen / entloffen. Bey Walting lag auch mancher man / der Bund zuͦ jn auch zog hinan / die baurẽ wolt er straffen / den braten sie errochen bald / begundẽ seer zuͦ lauffen / zuͦ lauffen. Bey wurtzach warden sie ereylt / da huͤß sich auch ein newer streit / vil bauren wurdẽ erstoch en / den andern gnade vñ vngnad / bald ward durch den Bund versprochen / ver. Bey Weyngarten mercket eben auff / vierze⸗ hen tausent lag ein hauff / den wolt der Bundt auch schlagen / graff Haug von Montfort thet im recht / durch jn ward es vertragen / vertra. Zu Winspurg gschach ein greuͤlich that / graf Ludwig ward geben in tod / mit vier vñ zwen tzig edlen / wolt Gott es wer geschehen nit / het mancher noch sein leben / ja leben. Fuͤnff tausent baurẽ haben sich gesamlet / bey oͤbern Messig zusamen kamẽ / vnd Greding ein genumen / vil ander flecken auch dabey / haben sie darzuͦ gewunnen / ge. Friderich Pfaltzgraff wol bekant / fuͤnff hun dert pferd het mich verstand / vnd hertzog Wil helm auß Beyern / zuͦ roß vnd fuß auch wol ge ruͤst / hand bauren gefuͤrt an reyen / ja. Otting im Rieß ward genumen eyn / die kloͤ⸗ ster auch gepluͤndert darbey / xj. tausent waren der baurẽ / die Casimir der frume Fuͤrst / zertren net des sie trauren / ja trau. Elwangen die Bauren namen eyn / wol an dem zehendẽ tag des Meyen / der sind vom jnn gen Pfaltzgrafen / mer dañ vierhundert erschla gen / auch gefangen vil entlauffen / ja. Am xij. tag des monats auch / xiiij. tauset bau rẽ darnach / gar wol geruͤst versamlet / sind in dẽ Wirtenberger land / die all zuͦsamen kamen. Den hauffen hat der edel bund / geschlagen auch zur selben stund / vj. tausent vnd uij. hun⸗ dert / sind auff der walstat bliben todt / vil sind jr hart verwundet / ver. Auff Winßpurg ist der Bund hernach / gezo gen auff die Bauren doch / sind die den graffen toͤdtẽ / auff Wirtzburg all geflohen zuͦ / sie stun den in grossen noͤten / ja noͤ. Winßpurg das ward verbrennet gar / vñ al les das darinnen war / mit sampt fuͤnff doͤrffer vmbher / vierhundert auch erschlagẽ hand / da war ein grosser jamer. Pfaltzgraff am reyn ich melden thuͦ / Bisch⸗ off von Trier gehoͤrt auch darzuͦ / von Wirtz⸗ burg auch der herre / hertzog Ot Heinrich auch darbey / die Fuͤrsten all mit ehren. Von Heydelberg sind gezogen auß / wol võ dem wolgebauten hauß / seyn land wider einge numen / vil hatt der Fuͤrst gestraffet auch / vil zuͦ gnaden genumen. Auch Bruͤssel zu der selben frist / vom Fuͤrstẽ eyngenumen ist / hat viertzig man gefangen da uon sind neuͤn enthaubtet auch / die ander le⸗ dig außgangen. Auff Neckers Vlm der Fuͤrst hernach / zog da er thet der gleychen auch / die maurn vnd thuͤrn zurissen / die boͤsen auch gestraffet har / es moͤcht sie wol verdriessen. Jm Elsaß war vil grosser not / von bauren auch an manchem ort / mit reissen vñ mit toben das wehrt jn hertzog auß Lotering / ist war vñ nit erlogen. Zuͦ Lupsteyn bald ein schlacht gethan / zu za bern auch vil mancher man / seyn leben hat ge⸗ lassen / bey Schletstadt er des gleychen thet / vil thuͤn jn darumb hassen. Jn summa sagt man in gemeyn / von jm er⸗ schlagen sind allein / wol dreyssig tausent bau⸗ ren / des mancher noch auff disen tag / tregt schmertzen vnd gros trauren. Tuͤringen muͦß ich melden ytzt / da Thomas muͤntzer ward gespist / der thet die bauren leren die Fuͤrsten waren nit vnbehend / begunden jn zuͦ weren. Landtgraff auß Hessen kam gehn Voll / da waren vil bauren grob vñ toll / hetten die stadt eingenumen / der Fuͤrst im sturm wol tausent todt / die stat hat er wider gewunnen. Die Fuͤrsten darnach all gemein / vor Fran⸗ ckenhausen ist nit nein / die baurẽ hand geschla gen / sechs tausent sind tod beliben da / das hoͤrt man manchen klagen. Mulhausen an dreyen orten hart / von Fuͤr⸗ sten auch belegert ward / zum sturm auch wol beschossen / der bauren hauff sich weren wolt / er hat seyn nit genossen. Jn Franckẽ ist d hauff nit klein / gewesen sind jr als ich meyn / wol. xxvj. tausent / bey sechtzig schloͤsser hand zerstoͤrt / dem adel vñ vil Clausen Zu Neckers Vlm zusamen kam / der Bundt vnd Pfaltzgraff lobesan / auff Wirtzburg sind gezogen / vñ fuͤrter uͤber die Tauber geruckt / dz thuͤt man weyter sagen. Acht tausent Ottenwelder hand / sich auff ein berg gelegt zuhand / nit wert võ Kuͤnigßho fen / des Bunds sie noch nit warten waren / sie wern geren geloffen. Doch goͤtz von Berlingen genant / jr haubt⸗ man war verschwundẽ bald / man thet die bau ren angreyffen / sie flohen in den nechstẽ wald / vil mochten nit entweichen. Jn dem acht tausent bauren auch / võ wirtz burg kamen den was gach / den Ottenweldern zu helffen / der Bund hieß sie wol wilkum̄ seyn man hoͤrt sie schreyen vnd gelffen. Von jn kamẽ des abents noch / iij. hundert in ein schloͤßlin hoch / zerrissen vñ zerstoͤret / hie litt der Bund ein wenig not / sie habẽ sich geweret. Ein gefangner zeyget an gar bald / wie sich die andern in dem wald / auch hetten wol ver⸗ borgen / da schlug man sie schier alle zu tod / sie waren in grossen sorgen. Zuͦ hand der Bund auff Wirtzburg zog / dz geschuͤtz gieng auß dem schlosse hoch / so greuͤ⸗ lich das vil bauren / sich machten auß der statt zu hand / sie fielen uͤber die mauren. Darnach die stat sich auch ergab / die baurẽ wurden gesuͤndert ab / so des Marggrafen wa ren / gar mancher da enthaubtet ist / sie hand nit wol gefaren. Zu Bamberg sind .xxj. enthaubt / darzu etlich burger solchs mir glaubt / sind auch daselbs en⸗ trunnen / der Bischof wider gesetzet ein / vñ Hal stat seer verbrunnen. Marggraff Casimirus auch zog auß / mãch embaurẽ er verbret sein hauß / vil hat er vnterwe gen / erstochen vnd gestraffet vil / sie sind gar vntergelegen. Ehe Pfaltzgraff wider heyme kam / hetẽ seyn bauren gefangen an / zuͦ wuͤtten vnd zuͤ toben / gar bald der Fuͤrst gehn Oppenheym kam / er ist allzeyt zu loben. Pfederßheym was der bauren hoff / sie mein⸗ ten hie werkeyn straff noch / sie zugen den Reuͤ⸗ tern entgegen / sie wuͤrgtẽ wol sechs hundert da der kuͤtzel begund sich legen. Auff Sanct Johans tag es geschach / so manchen steyn mit vngemach / thet man den bauren schicken / die stat gar bald ergeben ward es thet jn nit wol gluͤcken. Bey Kempten .xj. tausent bauren sind / gelegẽ waren des Bundes feyndt / die hat er auch ge⸗ dem̄et / von jn leyd er die groͤsten not / doch sind sie auch zertrennet. Hie bleyb es wol zuͦ diser frist / wiewol noch vil vorhanden ist / es moͤcht yemant verdriessen der villeycht vermeynt in seynem siñ / er moͤcht seyn nicht geniessen. Das sol alleyn seyn yedem kund / das er be⸗ bracht die zeyt vnd stund / denck das vns Got thuͤt straffen / die wir seyn wort verachten gar / wir werden nit entlauffen. Was du thuͦst / bedenck das endt. Show less

Gräuel in Ungarn, Türkenkrieg
Ein schoͤns lied new gemacht / von des Grausamen Türcken vnmenschlicher vbeltat dis gegenwertig / Jar layder wuͤtundt begangen / zuͦmals im / Vngrischen vñ andern da selbst vmbligundẽ lãdẽ vñ fleckẽ in des Wißpeckẽ thõ ¶ Jn Vngern sas gar wirdigklich / ein künig der lebet Christenlich / auff ... Show more Ein schoͤns lied new gemacht / von des Grausamen Türcken vnmenschlicher vbeltat dis gegenwertig / Jar layder wuͤtundt begangen / zuͦmals im / Vngrischen vñ andern da selbst vmbligundẽ lãdẽ vñ fleckẽ in des Wißpeckẽ thõ ¶ Jn Vngern sas gar wirdigklich / ein künig der lebet Christenlich / auff glaben woͤlt er werben / den Türcken er vast widerstrebt / darumb so muͦst er sterben ia sterben. ¶ Dartzu auch ander herrn vil / die bey im waren zuͦ allem zil / seins reichs von beden stenden / Sy fuͤrten im leib vnd leben nach / sy woltens bey im enden ia enden. ¶ Dauon waͤr noch zuͦ singen vil / das ich doch Gott beuelchen will / der troͤst sy mit gnaden / vnnd nem sy zuͦ der ewigkait / für zeytlich yren sch⸗ aden. ¶ Dreysck tausent vast auff einen tag / die bliben auff der nyderlag / ach Got wer solts nit klagen / die Teüwresten dreyer Künigreych / als ich die geschrifft hoͤr sagen. ¶ Maria gepurt am selben Fest / gewann der Türck die Stat zuͦ Pest / hat die zuͦ grundt verprennet / des selben tags gar grymmigklich / wart Ofen auch verbrennet. ¶ Da im die Stat ward vnderthon / fiel für in nyder frawen vnd man / zuͦ bitten vmb ir leben / er sagt in fryd vnd glaben zuͦ / groß gnad wolt er in geben. ¶ Hernach gar bald auff einen tag / huͦb sich der Christen grosse klag / ir fryd het schon ein ennde / zerbrochen waren des Türcken wort / das in der Teüffel schende. ¶ Das Schloß vnd Stat ward als beraubt / die teüwrsten weybßpild auß geklaubt / vnnd an die schiff getriben / die andern erstochen vnd ermoͤrdt / gar wenig synd vber bliben. ¶ Nun secht ir Cristen all geleich / inn zweyffel stett das Roͤmisch Reich / ach Got laß dich erbarmen / des ich eüch Ee gewarnet hab / klagen yetz die reichen vnd armen. ¶ Vom Türcken ich gemeldet hab / von seinem haß last er nit ab / habt ir mich hoͤrren syngen / vor augen ist sein vbel that / die Christenhait zuͦ zwingen. ¶ Jst er nun kommen vber meer / mit ainem grossen kriegs hoͤr / Zwaymal hundert Taussent / dar zuͦ sy tragen so moͤr⸗ dtlich woͤr / darab vnns pillich grausset. ¶ Gar strengcklich thuͦt ers greiffen an / an Zal vil frummer Christen man / last er vom leben bringen / onn alle scham er tobt vnnd wuͦt / an frawen vnnd an mayden. ¶ Nun was doch Ofen ain solliche Stat / manchs Künigreich irs gleich nit hat / so tapfer am gebeüwe / die ist zerbr⸗ ochen / vnnd verbrendt / das bringt mir alzeyt rewe. ¶ Was reichtung da der wuͤterich fand / das schickt er alles auß dem land / darzuͦ die besten leüte / das weyblich elendt was so groß / das ichs nichts halbs bedeüte. ¶ Vil hübscher iunckfrawen edel vnnd reich / geschendet wurden kleglich / wer da wolt widersterben / der muͦst vergyes⸗ sen bald sein pluͦt / vnnd gieng im an sein leben. ¶ Vil frawen hübsch mit tuͤbttem muͦt / man tauschet vnnd verschencken thuͦt / ye ainer dem andern prinngen / wen sy sich der geniedent wol / so zralens sys mit der klingen. ¶ Wer keüsch beleiben wolt vnd rain / die alten leüt vnd kinder klain / vmb die was es geschehen / da sterben muͦsten sy ellendklich / ein freünd den andern sechenr ¶ Manches weyb stuͤndt nacket vnnd auch ploß / muͦstend leiden schmach vnnd schande groß / ires leybs an offner gas sen / ach Got wer lieb hat seine kind / der mags zuͦ hertzen fassen. ¶ Wer dissem layd nit vor entlaufft / wirt er nit toͤdt er wirt verkaufft / geschicket vber mere / in angst vnnd not er muͤß bestann / altzeyt an wider keren. ¶ Verdorben leyt das Vngerland / vnnd ist vns allen Christen ain schand / wir haben so lang geschwigen / sey wir noch rechte Christen leüt / so laß mirs nymer ligen. ¶ O Karole Kayserlicher man / weil dir Got selche eeren gandt / merck vnser groß ellende / mit deiner macht vnnd trostes schein den wuͤtrich wider wenden. ¶ Von deyner hoͤch vnnd Mayestat / die Propecey geschryben stat / groß dinng solt du volennden / gantz Roͤmisch Reych dir bey gestet / mit macht von allen stenden. ¶ Das Roͤmisch Reych noch vnuerzagt / hat künig vnnd Fürsten oft veriagt / das fünnd wir vil geschriben / geliden hat es manchen strauß doch heüt noch vnuertryben. ¶ O Kayser mach dich auff die pann / groß not geet yetz den glauben an / des wir yn zweyffel schweben / darin ist mancher wider span / das ist dem Teüffel ebens. ¶ Got woͤll wir trewlich ruͦffen an / vns armen Cristen bey gestan / bhalt vns in seinem glauben / in angeborner Nacion / laß vns der nichtzs berauben. ¶ Das wir du edler Kayser herr / geschayden werden nymer mer / von dir im hymelreiche / das vns verleich der ewig Got / mit allen Christen gleyche. ¶ Da find wir Kayser vnnd Künig vil / ia Fürsten Graffen vnnd was man wil / die Christlich seind beliben / laß vns yn deines lebens buͦch / mit in sein eingeschryben. ¶ Der vnns das liedlein sang so new / der hats gemaint mit gantzer trew / doͤrt in dem Bayerlande / er singt vns wil got noch vil mer / Got behuͤt vns all vor schanden. Nur frischlich dran An den Türckischen mã Show less

Aufruf zur Einigkeit "wyder den Türcken"
Ein neues Lied in wel⸗ chem Fuͤrsten vnd Herren vnd andere Stend des reychs mit sampt allen frum̄en Lantzknechten / zu fryd vnd einickeyt auch Gott den aller Großmechtig sten Keyser vnd herren / mit hoͤchsten fleys anzuruͦffen vnnd in seinem namen auch vmb seiner eer willen rit⸗ terlichen... Show more Ein neues Lied in wel⸗ chem Fuͤrsten vnd Herren vnd andere Stend des reychs mit sampt allen frum̄en Lantzknechten / zu fryd vnd einickeyt auch Gott den aller Großmechtig sten Keyser vnd herren / mit hoͤchsten fleys anzuruͦffen vnnd in seinem namen auch vmb seiner eer willen rit⸗ terlichen zustreyten / wyder den Tuͤrcken treulich ver⸗ mant werden / Jn der Baffier weyse. WAcht auff wacht auff yhr Fuͤrsten guͦt / Thuͤt froͤ lich zamen springen / Auff das yhr redt das Christlich bluͤt / Euch wirt nit misse lingen / Wyder den feindt der Christen⸗ hayt / Den Turcken ich do meyne / Sein hochmuͦt wird yhm werden layt / Seyn gwalt wuͦrd yhm auch kleyne. Wann yhr nur hettendt einigkeyt / Vnnd frid in ewren landen / So wird gar bald zum streyt bereyt / mit werhaff tigen handen / Vil mancher frummer Christen man / Sein leben dapffer wa⸗ gen / Got wird euch selber bey gestan / Den Tuͤrcken zu veriagen. Darũb ich euch in trewen rath / Thuͦt selbert eynig werden / Dem armen volck beweyst genad / So habt yhr gluͤck auff erden / So wird es euch gehorsam sein / Willig mit euch zu streyten / Got wird euch auch thuͦn hilffe schein / Helffen zu allen zeyten. zu hertzen nembt die grossen not / So in dem Vngerlande / Manch frummer Christ erliten hot / auch in des todes ban de / Koͤnig Ludwig begriffen ist / Von der Tuͤrckischẽ hãde / Darumb ruͤst euch in schneller frist / Fuͤrkumbt groß schad vnd schande. Wach auff wach auff du edle kron / Karle du Keyser werde / Mit deiner hilf solt du bey ston / Jn sorg vnnd grosser bschwerde / Deim bruͤder Koͤnig Ferdi nand / Do haym solt du nit bleyben / Der Tuͤrck der ligt yhm yn dem land / Den hilff ym dannẽ treyben. Auch ist dir sunderlich beuolnn / Die Christenhait gemaine / Der halb das du bist vnuerholn / Roͤmischer Keyser ray⸗ ne / Darumb soltu zu aller stund / Mit macht sin vnd auch witzen / Vor dẽ schnoͤ den tuͤrckischen hund / Die Christenheit beschuͤtzen. Bis keck du fuͤrst von Osterreich / Koͤ nig im Boͤhmer lande / Die Boͤhem ku⸗ men all zu gleich / Mit woͤrhafftiger hã de / Das Roͤmisch reych wird dich nitt lan / Als ich es hab vernummen / Wann du das selb thuͦst ruͤffen an / zu huͤlff würdt es dir kuͦmen. Doch das vntrew vñ vbermuͦt / Gentz lichẽ werd vermitten / Auff das nit mer das brodt so guͦt / Nach vngerischem sit ten / Mit kalck werde vergifftet gar / Wie vormals ist geschehen / Jst manch er teutscher worden gwar / Thuͤts offen lich veriehen. Auch sol gentzlich dein mainung sein Vmb Gottes ehr zu streiten / Auch vmb sein heilig wort so rein / Welches zu al⸗ len zeiten / Jn deiner seel gepflantzet sey Vnd nit dar wider streben / So wird dir Got selb wonen bey / Bschuͤtzen ehr leyb vnd leben. Ruͤst dich du heiligs Roͤmisch reych / Jr frumen teutschen Fuͤrsten / Jr werdẽ reychstet all geleich / Nach got last euch all duͤrsten / Vnd lebt gentzlich nach sey⸗ ner leer / Vñ halt sein wort gar ebẽ / So bhuͤt er euch leyb guͦt vnd ehr / Den sig wird er euch geben. So yhr guͤt frid vnd einigkeit / Werd vnter euch wol halten / Auch vntrew vñ heymlicher neyd / Von euch gantz ist gespalten / Das auch kein stand do werd veracht / Stedt Herrn Fuͤrsten ich may⸗ ne / So hilfft euch Got mit seiner macht Des Tuͤrcken macht wird kleine. Vnd wo yhr nit werd eynig sein / Jn warer Gottes liebe / Vnd auch sein cla⸗ res wort so reyn / Halten in steter yebe / Eins das ander verachten than / Wie mag euch dañ gelingen / Darumb ruͦfft Got einhellig an / Thut auff den Tuͤr⸗ cken dringen. Dañ ich sing euch zu diser frist / Cler⸗ lich vnnd offenbare / Wo nit der Tuͤrck hett vor gewist / Gantz eygẽtlich fürwa⸗ re / Das zwispalt vntern Christen wer / Het yhm nit fuͤr genumen / Mit einem solchẽ grossen heer / Jn Christlich landt zu kumen. Darumb thuͦt all einmuͤtig sein / Vñ haltend lieb zu samen / So helt got selbs mit euch gemeyn / Wo yhr in seinem na⸗ men / Froͤlich dar wagt leyb guͦt vñ ehr / Das Tuͤrckisch volck zu schlagẽ / So wo net Gott in ewrem heer / Den Tuͤrcken zu veriagen. Ruͤst euch yhr frumen Landsknecht guͦt / Mit freydenreychem schalle / Seyt frisch froͤlich vnd wolgemuͦt / Jr frummen Christen alle / zustreyten fuͤr die Christẽ⸗ hayt / Fuͤr ewer vatterlande / So hilfft euch Gott auß allem layt / Auch aus der sunden bande. Last auch yhr frumen Lantzknecht guͦt / Von fluͦchen vñ von schweren / So helt euch Gott in seiner huͤt / Das gluͤck wyrd er euch meren / Der huͦrerey thuet muͤssig stan / Das spil last vnterwegen / So wird es euch gantz wol ergan / Gott wuͤrdt selbst ewer pflegen. Seyt frisch yhr Christen all geleych / Thuͦt ritterlichẽ streyten / So gibt euch Gott das hymelreych / Zu ewern letzten zeyten / Jn diser zeyt frid guͦt vnnd ehr / So yhr streytt in seym namen / Wider dz vnglaubige heer / Das wunsch ich euch allsamen. Gedruckt zu Nuͤrmberg durch Friderichen Peypus. 1529. Si Deus nobiscum, quis con tra nos? Roma. viij. Show less

Türkische Belagerung der Stadt Wien
Ein neues Lied welchem ausz angebung deren so von anfang mit vnd darbey gewesen / Die gantz handlung des Tuͤrcken / in Vn⸗ gern vnd Osterreych nemlich der belegerung der stat Wien begryffen ist / Jm thon O Gott in deinem hoͤchsten thron. NVn hoͤrt jr Christen alle gar / was ich euch sing des... Show more Ein neues Lied welchem ausz angebung deren so von anfang mit vnd darbey gewesen / Die gantz handlung des Tuͤrcken / in Vn⸗ gern vnd Osterreych nemlich der belegerung der stat Wien begryffen ist / Jm thon O Gott in deinem hoͤchsten thron. NVn hoͤrt jr Christen alle gar / was ich euch sing des nement war / Mit dancksagung zu Gotte Der vns liebet zu aller stund / schützt vñs vor dem Thuͤrckischen hundt / hilfft vns auß aller note. Constantinopel heyst die stat / Do sich der Tuͤrck geruͤstet hat / Mit volck prouandt vnd were / Jst kum̄en in das Vnger landt / Das selb verderbt mit raub vnd brandt / Mit seinem grossen here. Fuͤr Offen hat er sich geleckt / Das arme volck do gar er schreckt / Durch sein grausamickeyte / Das Vngerlandt hat er verhoͤrt / Offen vnd Best auch gar zerstoͤrt / ist manchem Vn⸗ ger layte. Der Weyda war damit gewalt / Verderbt das landt gar⸗ manigfalt / Vil hochmutz thet er treybẽ / erwürckt die leut beyd man vnd weyb / die kinder auch in muter leyb / kundten vor jm nit bleyben. Der Tuͤrck der richtet do die schantz / Gegen dem schloß das war noch gantz / Die teuschen waren drinnen / Acht hun⸗ dert frummer teuscher knecht / Die hielten sich redlich vnnd recht / Der Tuͤrck kundts nit gewinnen. Acht hundert Vngern auch driñ warn / Jr vntrew theten sy nit sparn / Das schloß war vnzerbrochen / Noch thetten sys heymlich auff geben / Das galt den Teuschen do yhr leben / es bleybt nit vngerochen. Ein frey gelaydt der Tuͤrck jn gab / Mit dem ließ er sie zie⸗ hen ab / Thet jn das glaydt zusagen / Vnd do die knecht zugen daruon / Do ranth jn nach manch tausent man / Die theten sie erschlagen. Der Tuͤrck richtet fuͤrbaß sein heer / Jm syñ das er wolt gwinnen meer / Den Weyda thet er schicken / Mit grossem heer ynß Osterlandt / Den Wascha er do mit jm sandt / er hofft es solt jn gluͤcken. Desgleychen der Bischoff von Gran / der sich wol geystlich nennen kan / Thets mit dem Tuͤrcken halten / zu kriegen das Christliche bluͦt / Fürwar es thuͦt in nym̄er guͦt / Doch lassen wirß Got walten. Venedig als ich hoͤr fuͤr war / Hat auch gemert des Tuͤrckẽ schar / Wyder die Christenhayte / Hat auch verderbt die ar⸗ men leut / Es stet als lang byß auff ein zeyt / es moͤcht jn wer denn layte. Die Zygeyner vnd auch Hussern / Kamen mit jren langen spernn / Erschlugen vil der Christen / Den groͤsten schaden sie hand than / Das landt sie gar verwuͤstet han / Syß landes arth wol wystenn. Mit dysen vnd vil andern meer / Samlet der Tuͤrck ein grosses heer / Jst in teusch landt gezogen / Jst kummen fuͤr die stat zu Wien / Dariñ war mancher Lantzknecht kien / Jst war vnd nit erlogen. Etlich geschuͤtz von Buͤchsen groß / Versuncken jm wol in dem moß / Auch wurden jm zerschossen / Auß Preßpurck schyff das sy zu stund / Mit Büchsen schweer gingen zu grundt / Das hat jn seer verdrossen Die Nassern schyff kamen auch dar / Der selben bey Vier⸗ hundert war / Prouandt vnnd weer sie trugen / Jr waren bey Sextausent man / die pruck wardt von jn abgethan / das leger sy do schlugen. Am tag Mathei also trat / Der Tuͤrck die stat bereñet hat / am andern tag fuͤrware / Wurden die vorstet abgebrent / Das Tuͤrckisch volck kam dar gerenth / Mit mancher grossenn schare. Der Tuͤrck vier knecht schickt in die stat / Die er vormals gefangẽ hat / Ließ den Hauptleutẽ sagen / Sy solten jm die stat auffgeben / Vnd frysten do jr leyb vnd leben / Sunst wuͤr⸗ dens all erschlagen. Seyn gwalt solten sy sehen an / Dem sy nit moͤchten wy⸗ der stan / Drumb het er sichs vermessen / Das er wolt auff sant Michels tag / Mit grossem volck stuͦrm vnde schlag / das fruͤ⸗ mal mit jn essen. Die antwort gab man jhm hinauß / Er solt kum̄en nit bley⸗ ben auß / Sy wolten seyn da warten / Mit langen spyessen richten an / mit degen guͦt vnnd partusan / Mit gschuͤtz vnnd Haͤllenparten. Den fuͤnfften vor Michelis zwar / Die Janischar die ka⸗ men dar / Büchsen schuͤtzen sy waren / Legten sich an die stat hynan / Vnd huͤbenn all zu schyessen an / Theten keyn pulluer sparenn. Do man das groß gschuͤtz zuher pracht / Do schussen sie beyd tag vnd nacht / Theten gar grausam schiessen / Beym Kerner thor wol an die maur / Die knecht liessen yns werden saur / Manch Tuͤrck der must es biessen. Dieweyl man schuß zur stat hynan / Do hub der Tuͤrck zu⸗ graben an / Die maur wardt vndter graben / Vil puluers ward darein gestellt / auch an gezündt die maur zeruelt / ein loch ge machet habenn. Ein Sturm wardt do geloffen an / Das kost den Tuͤrcken manchen man / Beym loch wol an der mauren / Die knecht vil leut erschlagen haben / Man stach sy todt vnd warffs in gra⸗ ben / Des kam der Tuͤrck in trauren. Man stach sie von der maur hynab / Das Tuͤrckisch volck die flucht do gab / man schuß yhr vil zu todte / die knecht in gu⸗ ter ordnung warn / Got thet sein hylff an jn nit sparn / halff jn auß aller notte. Ein groß loch hat der Tuͤrck gemacht / Drein fuͤnffzen dunnen puluers bracht / Vnter sant Claren kum̄en / wolt maur Closter zersprengen than / die knecht gegen jm graben han / das puluer als genum̄en. Auff das dyß lied nit werd verlengt / Der Tuͤrck wol fuͤnff mal hat zersprengt / Die mauren an der statte / Fuͤnff mal den sturm geloffen an / Nit vil hat er gewuñen dran / Groß volck verloren hatte. Auch drey verrether das ist war / Hat man geuiertaylt off⸗ enbar / Solten die stat verbrennen / Vnd weñ das fewer wer gangen an / So wolt der Tuͤrck gestuͤrmet han / Mit gwalt die stat an rennen. Die knecht in guter ordnung warn / Die hauptleut theten sich nit sparn / Syndt ritterlich bestanden / Doch Got sollen wir ruͤffen an / Das er vns fuͤrbas bey woͤll stan / Bhuͤt vns vor schad vnnd schanden. Die weyl der Tuͤrck zu velde lag / Das schnoͤde volck ritt nacht vnnd tag / Vmb jn dem Osterlande / Fuͤrnemlich auff der einen seydt / Do machten sie vil armer leut / Mit raub vnd auch mit brande. Vil leut sie auch erwuͤrget han / Die zal ich euch nit neñen kan / Sie waren im ellende / Stet maͤrckt doͤrffer wurden ver⸗ brendt / Manch fraw vnnd junckfraw wardt geschendt / So gar an manchem ende. Do wardt gewaynet vnd geklagt / Das frum̄e volck wardt gar veriagt / Die kinder auch zerryssen / Vnnd was yhn nit entpfliehen kundt / Das wuͤrgkten sie do zu der stundt / Des hand sie sich geflyssen. Das landt hand sie in kurtzer weyl / Verderbt vil mehr dañ zwentzig meyl / Vil muthwils thetens treyben / Hussern zü⸗ geyner zu der fart / Vil volcks durch sie hyn gfuͤret ward / Von man vnnd auch von weyben. Doch kan ichs anders nit verstan / Got wil vns mit ge⸗ straffet han / Dañ wir sein wort verschmehen / Wir leben nit nach seyner leer / Keiner liebet den anndren meer / Wie wir dañ teglich sehen. Nun hoͤrt fuͤrbas vom Tuͤrcken meer / Wie er auff brach mit seynem heer / Wien kundt er nit gewinnen / Es ging jm nit nach seim begernn / Er sprach das es nit menschen wern / Wern lautter teuffel drinnen Als er zũ letzten stuͤrmen wolt / Vnd do dz volck ein lauffen solt / Do thet es stiller stane / Do tryb er sie mit gwalt hynan / Er schlug selbert vil manchen man / Nach woltenn sy nit drane. Do er nichts kundt auß richten gar / Do brach er auff mit sey ner schar / Wol auff sant Gallen tage / Das leger ließ er zynden an / Vil Christen lewt fuͤrt er daruon / War yhn ein grosse klage. Darumb jr Christen all zumall / Jr solt Gott bitten vberall Das er beschuͤtz die armen / Hyn nem die ruͦtten seyner straff Domit er schlahen thuͦt die schaff / Der er sich thuͦt erbarmen Wir sollen vns nit rhuͤmen seer / Nuͤr Gott allein geben die eer / Fuͤr vns hat er gestryten / Weñ Got nit wer mit vns gewesen / Steyrmarck vnd Bayrn wer nit genesen / Vil het⸗ ten sie erlytten. Als man zalt fuͤnffzen hundert jar / Jm neuͤn vnd zwen⸗ tzigsten fuͤr war / Fuͤr Wien der Tuͤrck ist kum̄en / Hat sich ge⸗ laͤgert da zu veldt / Mit grossem volck vnnd manchem zeldt / Das landt groß schad hat gnum̄en. Der vns dyß lied erst thet bekandt / Cristoffel Zell ist ers ge nant / Das glück ist jm nit fayle / Er hofft es soll vns wol ergan / Got werd die seinen nit verlan / Er wunscht vns glück vnnd hayle. ¶ Es sey dañ das der Herr die Stat behuͤt Sunst wacht der vergebens der jr huͤt. Psalmo. 126. Gedruckt zu Nuͤrmberg durch Friderich Peypus. 1529. ¶ Wer dyser Lieder wil kauffen. ¶ Soll zum Weyntraub am Fyschbach lauffen. Show less

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