Lied über den Papst; Lied über die Braut von Babylon
Newe Zeitung Von dem Babst zu Rom / wie er sich zu Tode hat gefallen von seinem hohen Stule / Jnn dem Thon zusingen / Der Kukuck hat sich zu tode gefallen. Die ander Zeytung / Von der Braut von Babilon / Wie ihr der Stul zuschmoltzen ist / darauff sie gebranget hat. Jm Thon. Lobt Gott jr... Show more Newe Zeitung Von dem Babst zu Rom / wie er sich zu Tode hat gefallen von seinem hohen Stule / Jnn dem Thon zusingen / Der Kukuck hat sich zu tode gefallen. Die ander Zeytung / Von der Braut von Babilon / Wie ihr der Stul zuschmoltzen ist / darauff sie gebranget hat. Jm Thon. Lobt Gott jr Christen alle inn aller Nation. Geschrieben newlich itzt aus Rom Zu einer Zeitung mir das kom Zu eim Seligen Newen Jar Christus helff vns das erlebn gar. DEr Babst hat sich zu tode gefallen / Von seinem hohen stule / Mit wem wil nu mein arme seel / Hinfuͤrt nu weiter bulen. Jhesus Christus sol der sein / Kein lieber mir mag werden / Macht mich von allen suͤnden reyn / Jm Himel vnd auff erden. Der Babst hat seine kron verlorn / Mit seinem grossen hauffen / Die Chri⸗ sten werden nimmer mehr / Den Ablas von ihm kauffen. Jhesus Christus der Gottes son / kan rechten Ablas geben / Wer glaubt vnd trawet / Seim werden wort / Der hat das ewige leben. Der Babst must nicht mehr rich⸗ ter sein / Wie vor auff dieser erden / Kan nicht vergeben schuld vnnd pein / Wie seine brieff felschlich leren. Jhesus Christus auff seinem stul / Wil selber Richter bleiben / Giebet im sein liebster Vatter zu / Kein andern mag er leiden. Der Babst hat seinen schluͤssel ver lorn / Was wil er nu beginnẽ / Es thut ihm aus der massen zorn / Er kan ihn nirgent finden. Ein frumer man aus Sachssner landt / Der hat den schluͤssel funden / Martinus Luther ist sein nam / Denn Christen Gotwil kommen. Er schleust vns auff die rechte thuͤr Die pfort zum ewigen leben / Er bringt allein Christum herfuͤr / Der suͤnde kan vergeben. Zustoͤrt dem Teuffel vnnd Babst sein reich / Dazu sein gewalt genomen Habe danck du fromer trewer Gott / Das wir haben erlebt die stunde. Jhesus Christ meines hertzen trost Halt mich in deiner Liebe / Bewar mein hertz fur falscher lehr / Fuͤr Babst vnd seinen diebe. Das Ander Lied. Jn diesem Lied find man gedicht / Wie es die Braut von Babilon hat aus / (gericht. LObt Gott ihr Christen alle / Jn aller Nation / Zu Rom ist vmbgefallen die Brawt von Babi⸗ lon / Sie sasz in grossen eren darzu in hochẽ preis / Der stul ist ihr zuschmol⸗ tzen / Er was gepawt von eysz. Darauff ist sie gesessen / Geprangt ein lange zeit / Jhr dorfft nimand wid⸗ der sprechen / Sie wasz so hoch gefreidt Mit ihren Decretalẽ vnd grossem hoff gesind / Sie habẽ vns al gemachet mit gesehen augen blindt. Vns nicht allein betrogen / Vmb silber vnd das golt / Gots wort damit entzogen / Wer moͤcht ihn werdẽ holt / Den glauben gantz vorschwigen / Ge⸗ lert vns ihr gesetz / Vns arme Lewt be⸗ trogen mit ihrem vnnuͤtzen geschwetz. Geschrihen vnd al geruffen / Gebt al zum Geistlichen stand / Darmit han sie bekommen viel Stet vnd grosse land / Gepawt an allen oͤrten / viel orden auff gericht / Eim Jeden ein sunder Blattẽ ein Hoffarb auserticht. Darbey mag man sie kennẽ / Das sie gehoͤrn an Hoff / Mann darff ir nicht viel nennen / Sie seind vor augen noch / Der ein der ruͤmbt sein orden / Der an⸗ der sein obseruantz / Seind al zu narren wordẽ / Kommen zur Braut an tantz. Jder duͤnckt sich der peste / Vnnd thummelt sich am reyhen / An ihn hin gen wir feste / Wir armen tummen ley⸗ hen / Jr iuchtzẽ ist gewesen / Schenckt vnser Braut ein gab / Sie wirt euch wi deruͤmb geben / Viel Ablas vnd genad. Wird euch die suͤnd abwaschen / Vnnd selber absoluirn / Die pfenning aus der Taschen / Des woͤlln wir euch quittirn / Darauff do solt ihr trawen / Daran kein zweiffel han / Jhr werdt euch damit Pawẽ ein steig in himel nan. Schafft ewern letzten willen / Vnd macht viel testament / Das vns Non nen Muͤnch vnnd Pfaffen / Das selb werd zugewend / Die brawt mus war lich haben / Hat gar viel hoffgesindt / Han gewondt der gutten tage / Fawl fresig vnde blind. Vnd nicht allein geborn / Das ie⸗ mants nuͤtz soln sein / Auch haben sie geschworen / Alle in orden nein / Willig armut woͤlln sie leiden / So fern ihnn nichts gebricht / Jhr datum das ist ne⸗ men / Vnd nicht zu geben gericht. Wir seins nun worden innen / Got lob es ist am tag / Man hat vns lernen kennen / Die Brawt von Babilon / Jr ist ein ziel gestecket / Vorsehn hat sie die schantz / Gots wort hat sie erschrecket / Vorderbet ihr den tantz. Ob sie woll hat woͤlln zuͤrnen / Woͤllns vns nicht nemen an / Mit mor den drawen prennen / Viel radschlag druͤber han / Das sie vns moͤchtẽ dem⸗ pffen / Erhalten ihren tand / Mit dem Glauben wider sie kempffen / Es steht in Gottes hand. Nun last mit ernst bitten / Den der ist mensch vnnd Gott / Vnnd der vns durch sein leiden / Genad erworben hat Er wird vns nicht verlassen / Es betrift sein Goͤtlich ehr / Der hauff wird bey vns wachssen / Zu nemen ye lenger ye mehr. Gedruckt zu Zwickaw durch Wolffgangk Meyerpeck. Show less

Schlacht in Murten
Ein hüpsch Lied vonn der Schlacht geschehen vor Murten / mitt dem großmaͤchtigen Hertzog Karle von Burgund / als jm die Eydgnossen daselbst obgelaͤgen sind. Jm thon / Wiewol ich bin in alter Gryß. MJn hertz ist aller froͤuden voll / so ich aber singẽ soll / vñ wie es ist ergãgen / mich hat... Show more Ein hüpsch Lied vonn der Schlacht geschehen vor Murten / mitt dem großmaͤchtigen Hertzog Karle von Burgund / als jm die Eydgnossen daselbst obgelaͤgen sind. Jm thon / Wiewol ich bin in alter Gryß. MJn hertz ist aller froͤuden voll / so ich aber singẽ soll / vñ wie es ist ergãgen / mich hat verlanget tag vnd nacht / biß das der schimpff sich hat gemacht / nach dem ich hat verlangen. Der Hertzog von Burgund genannt / er kam für Murten hingerañt / den scha⸗ den wolt er rechen / der jm vor Granssen was gethan / die zeltẽ spien er vff dẽ plan / Murten wolt er zerbrechen. Thürn vnd muren schoß er ab / darum̄ man jm gar lützel gab / sy muͦßtends Gott lan walten / darinn so warend mannlich lüt / vmb die Burgunder gabents nüt / die statt hand sy behalten. An einer nacht do sturmpt man fast / er ließ jnn weder ruͦw noch rast / Murten wolt er haben / des kamend die Walhen in grosse not / wol tusent blibend wund vnd todt / mit Walhen fullt man die graben. All die in Murten sind gesyn / groß eer hand sy geleget yn / das hort man von jnn sagen / vnd welcher das vermoͤcht am guͦt / so riet ich das vß fryem muͦt / man solt sy zritter schlahen. Ein edler houptmann wol erkannt / von Buͤbenberg ist er genañt / er hat sich eerlich ghalten / sin büchssenmeister schus⸗ send wol / darumb man nach jnn stellẽ sol / wo man ein statt wil bhalten. Es ward den Eydgnossen bald geseit / vnnd wie das Murten waͤr beleit / dem Pundt thet man verschryben / vnd das sy kaͤmind es thaͤt not / wie bald mã jnen das embot / daheimẽ wolt niemant blyben. Dem edlen Fürsten hochgeborn / vonn Lutringẽ dem thet es zorn / des Welschen vngefuͤge / er kam mit mengem edelmann / zoch mit den Eydgnossen dapffer dran / sinr eeren thett er so gnuͤge. Es ward dem edlẽ Grafen kundt / von Gryers zuͦ der selben stund / er kam mit sinen knechten / er sprach so gar mit friem muͦt / Jr herren duncket es üch guͦt / zuͦ fuͤß so woͤllend wir fechten. Deß Hertzogen züg von Oesterrych / Straßburg vnd Basel deßgelych / vñ an⸗ der Buͦdtsgenossen / sy kamend mit einer grossen schar / wolhin zuͦ den Eydgnossen dar / in noͤten woltend sys nit lassen. Kein groͤsser volck gesach ich nie / zuͦ sa⸗ men kommen vff erden ye / in kurtzer zyt so balde / sy hattẽd büchsen one zal / vil halen⸗ barten breit vnd schmal / von spiessen sach man ein walde. Die võ Murten schicktend zuͦ jñ / sy soͤl tend nit lenger vssen syn / das waͤtter thet sich endren / ma forcht man moͤcht geschaf fen nüt / Bern Fryburg sprachẽd zur selbẽ zyt / kein waͤtter sol vns nit wenden. Als mã zalt võ Christ geburt fürwar / tusend vierhundert vñ sibentzig jar / vñ in das sechßt was kommen / an einẽ sam̄stag es beschach / an der zehẽ tusent Ritter tag / schuͤff man vns grossen from̄en. Morndes an einem morgẽ fruͦ / do ruckt mã hin gen Murtẽ zuͦ / durch einẽ gruͤnen walde / des warend die in Murtẽ fro / den Hertzog fand maͤ gwaltig do / ein schlacht huͦb sich gar balde. Ee das man kam durch den wald so gruͦn / do schsuͦg mã mengẽ Ritter kuͤn / sy lond sich wol erkeñen / Herr Wilhelm Her⸗ ter was der ein / sy sprachend all zuͦsamen gmein / wir woͤllend froͤlich dran rẽnen. Ein schnellen radt den schluͦg man an / wie man den Hertzog wolt gryffen an / do hort ich mengen sprechen / Ach Gott wenn hat ein end der radt / nun ist es schier doch mittentag / wenn soͤnd wir houwen vnd stechen. Ein yetlicher truͦg sin baner starck / kei⸗ ner sich nie dahindẽ verbarg / sy hattẽd loͤ⸗ wes muͦte / yetlicher dacht zur selben stuͦd / wie er den Hertzog von Burgund / wolt legen in rotes bluͦte. Die vorhuͦt die zoch vornen dran / dariñ sach ich zwey fenlin schõ / Entlibuͤch was das eine / das and Thun mit sinem stern / sy warend by einandern gern / ich sach jr fliehen keine. Die Rüter ranntẽd froͤlich dryn / jr glaͤ nẽ leitẽd sy all yn / do sy die synd sahẽd / vm̄ jr geschütz so gab man nüt / sy wagtend alle jre hüt / zuͦ jnen thet man sich nahen. Die büchsenschützẽ zuntẽd an / sy lüffed beide mit einandern dran / die lange spieß deßglychen / den hallenbarten was so not / darmit man sy vast schluͦg zetodt / die ar⸗ men vnd die rychen. Sy weertend sich ein kleine rast / dar⸗ nach fluhend sy gar fast / jr wurdend vil erstochen / die fuͤßknecht vnd die kürisser / das veld lag vollen gweer vnd speer / die an jnen warend zerbrochen. Der ein lüff haͤr der ander hin / da er vermeint sicher zuͦ syn / man suͤcht jrn vil in ghürsten / kein groͤsser not gesach ich nie mee / ein grosse sum̄ lüf in den see / wiewol sy nit thett dürsten. Sy wuͦtẽd dryn biß an das kiñ / darnach schoß man gar vast zuͦ jñ / als ob sy Endtẽ werend / man schifft zuͦ jnn vnd schluͦgs zuͦ tod / der see der ward von bluͦt so rot / gar jaͤmerlich hort man sy blaͤren. Jr vil die stigend vff die boͤum / wie wol jr vil mochtennd haben kein / man schoß sy als die kraͤyen / man stachs mit spiessen überab / jr gfider jnen gar wenig gab / der wind wolt sy nit waͤyen. Kein groͤsser jamer gsach ich nie mee / einer schrey Ach der ander Wee / im see vnd vff der ouwe / võ zwoͤlffen biß vff die sechß ten zyt / darzwüschẽd thet mã anders nüt / dann fechten stechen vnd houwen. Wie vil jr nun ist kom̄en vm̄ / nit eigent lich weiß ich die sum̄ / doch han ich hoͤren sagen / das man hat dem Welschen mann / dreyssig tusent vff dem selben plann / er⸗ trenckt vnd ouch erschlagen. Man gloub mir hie by disem wort / für war vff der Eydgnossen ort / sind nit vv. mann vmbkommen / darby man wol er⸗ kennen mag / das sy Gott behuͤtet nacht vnd tag / die kuͤnen vnd die frommen. Waͤr jnen nit gsyn fliehen so not / man hett sy all erschlagẽ zetod / so wer es wordẽ waͤger / die Soñ dem berg was also nach / das man nit wyter nahe zoch / man schluͦg sich in sin laͤger. Das was ein halb myl wyt vnd breit / fünff hundert hüpscher zelten daruff ge⸗ spreit / die muͦßt er lassen blybẽ / vnd all die büchsen die er hat / damit er schoß hinyn die statt / dauon ward er vertriben. Man zoch dem Grafen in sin land / stett vñ schloͤsser hat mã jm verbrant / Remuͦd wolt nit still sitzen / ein schweißbad hat man jm gemacht / waͤr er dariñ gsyn über nacht / er hett bald muͤssen schwitzen. All die baner die da warend / die vor zy⸗ ten hattend verloren / an denen die zipffel hiengend / hat mã jnen geschnitten ab gar draat / als vmb jr ritterlichen thaat / die sy den tag begiengend. Man treib mit jñ schachzabel spyl / der sinen hat er vloren vil / die huͦt ist jm zwü⸗ rend brochen / sin rache moͤgend nit mit jm gon / sin Ritter trurigklichen ston / schach mat wirt jm gesprochen. Die Eydgnossen hieschẽd jm kein brot / wie wol er sy für baͤttler hat / sy loͤd sich nit erschreckẽ / jr bettelstaͤb sind spieß vñ glaͤn / die saͤck stossend sy eim in die zaͤn / die spieß woltend jñ nit schmecken. Zytt Waͤber hat das lied gemacht / ist selber gewesenn an der Schlacht / des schimpffs ist er verdorben / des dancket er den from̄en Eydgnossen schon / sinnen Her rẽ denẽ er guͦts gont / hand jm vm̄ anders geworben. Getruckt zuͦ Zürich by Au⸗ gustin Frieß. Show less

Über den Krieg zwischen Genf und Savoy, 1536
Ein hüpsch nüw Lied vnd ware gschicht / Wie fry der Baͤr den krieg hat gricht. Der zwischen Genff vnd Safoy was / Jr Bischoff / hat gebrittlott das. Allein zuͦ wider Gottes wort / Daruß dann gflossen ist manch mort. Noch dennocht ist dz wort Gotts blibẽ / Vnd der Bischoff ßLands vertribẽ. ... Show more Ein hüpsch nüw Lied vnd ware gschicht / Wie fry der Baͤr den krieg hat gricht. Der zwischen Genff vnd Safoy was / Jr Bischoff / hat gebrittlott das. Allein zuͦ wider Gottes wort / Daruß dann gflossen ist manch mort. Noch dennocht ist dz wort Gotts blibẽ / Vnd der Bischoff ßLands vertribẽ. Also kan Gott ful anschleg braͤchen / Vnd sich an sinen vynden rechen. Ach meine kind / secht üch für / Rechter träw / ich wenig spür. Wie wol ich bin ein alter gryß / Das ist diß Liedes rechte wyß. Ouch singt mans wie das Murten lied / Da ouch ein Hertzog also abschied. 1536. GOtt vatter iñ dem hoͤchstẽ tron / Jch bittẽ dich durch dinẽ sun / Du woͤllist mir verlichen / Din geist vnd gnad zuͦ aller stund / Damit ich moͤge machen kund / Din lob vnnd eer der glichen. ¶ Damit ich alle welt bericht Der wunderbaren grossen gschicht / Vnd gar seltzamen dingen / Das kan ich nit mit rainem mund / Reden daßs aller welt werd kund / Darumb so will ichs singen / ¶ Es hat sich gen dz Got sin wort / Eroͤffnet hat an einem ort / Vnd das so gwaltiglichen / Jn einer stat ist Genff genant / Die lyt in dem Saffoyer landt / Was vor lang zytt verblichen. ¶ Das nun gar seer verdrossen hat / Den Bischoff in der selben stat / Groß flyß thett er ankeren / Domit ers moͤchte stellen ab / Darũb die gmeind gar wenig gab / Das wort Gots taͤtentz hoͤren. ¶ So bald d Bischoff hat gesehen / Dz er es muͦste lassen bschechen / Vnd er nit me mocht schaffen / Jst er gezogen vß der statt / Ein anhang er jm gmachet hatt / Ouch etlich syner pfaffen ¶ Der Hertzog im Safoyer land / Der thaͤt dẽ Bischoff ouch bystãt / Vnd ward sich zuͦ jm gsellen / Sin Adel hat sich des wol gfroͤwt / Vñ hattẽ Genff ouch lãg vor trewt / Vnd das verderben woͤllen. ¶ Ettlich Pandyten vß der statt / Die vor d Bischoff hat verklagt / Vnd sy helfen vertriben / Die sind yetz sine besten fründ So sy ouch widers gotz wort find Vnd ouch dar wider kyben. ¶ Wie wol es mich nit wunder nimpt So mans jm Euangelio fint / Daßs me also ist gangen / Pilatus vnd Herodes sind / Ouch widerum worden guͦte fründ / Da Christus ward gefangen. ¶ Das selb ouch jetzund ist beschehn / So bald der Bischoff hat gesehn / Das Gott syn wort ließ hoͤren / Hat er angruͤfft wen er mocht han / Damit er Gott moͤcht widerston / Doch mocht ers nit erweren. ¶ Das selber wol gesehen hat / Ein schloß hat er nach by der statt / Epiney thuͦt mans nennen / Das gab er den Panditen yn / Das sy den Genffern theten pyn / Mit taͤglich ane roͤnnen. ¶ Dz schloß hand sy lang innen ghan / Den Genffren grossen schadẽ than Vnd sy taͤglich thuͦn plagen / Darzuͦ gefangen wyb vnd man / Ja die verbrent vnd hencken lan / Ouch etlich vbel gschlagen. ¶ Sy hand sich deß ouch nit benuͤgt / Das sy die Genffer hand bekriegt / Sy sind ouch dahin kommen / Das sy niemants verschonet hand / Ouch etlich kouff lüt vß tütschẽ land / Die hand sy gfangen gnommen. ¶ Die Genffer offt begaͤret hand / Deßglychẽ all Eydgnossen gmant Ein vrthel hettents geben / Zuͦ Baͤtterlingen vff eim tag / Deßglychen gmachet ein vertrag / Dem thaͤt man nit gelaͤben. ¶ Man sot sy daby blyben lan / Dz Recht darumb ouch lassen gan Deß wot sy nieman gwaͤren / Sy hatten kein frid wyt vnd breit / Der jnen hilff haͤt zuͦ geseit / Allein der Edeln Baͤren. ¶ Der hat sich warlich nit thuͦn sparn Vnd ist selb zuͦ dem Hertzog gfarn / Vnd das fry vnuerdrossen / Gan Tonung vnd gan Tiring fry / Gan Ougstall vnd gan Yfery / Noch hats gantz nüt erschossen. ¶ Es bleib allweg im alten jon / Die sach mãt mich an küng pharõ / Der Jsrael thet plagen / Verhieß ouch vil vnd hielt gar nüt Biß das jn Got ouch vff ein zyt / Ertranckt mit roß vnd wagen. ¶ Wie Moses auch dẽ Pharaon / Gar offt vñ dick hat baͤttẽ schon / Er sott sin bitt erhoͤren / Vnd sott Jsrahel faren lon / Hett er jm offt verheissen ghan / Vnd thetz doch alwaͤg woͤren. ¶ Dẽ hertzog glich ich auch Pharon / Der Baͤr ist offt ouch zuͦ jm kon / Jm früntlich lassen sagen / Das er die Genfer ruwig ließ / Das selb er jm alwaͤg verhieß / Noch bschach jn taͤglich schaden / ¶ Wann man dẽ Hertzog soͤlichs seit / Sprach er die sach die waͤr jm leid / Er hett es laan verbieten / Doch treff die sach dẽ Bischoff an / Syn adel moͤcht er augit han / Vnd koͤnt es nit verhuͤten. ¶ Der Baͤr der hatt gar offt vnd dick / Sin botschafft zuͦ dẽ hertzog gschickt Vnd in lan früntlich bitten / Er sott die Genffer ruͤwig lan / Woͤlt er den baͤrn in früntschafft han Damit krieg blib vermitten. ¶ Damit man blib bey frid vñ suͦn Solt er dz roub huß dañen thuͦn Vnd dsachen wol erwegen / Welches jm da das lieber wer / Thet er es nit so wurd der Baͤr / Jm seinen pund vff geben. ¶ Der Hertzog hat verheissen vil / Vñ brucht doch sters das widspil Vnd hielt gar kein zuͦsagen / Es bleib alwegen hür als fern / Zuͦ letst die sach ward gan Lucern Für gmein Eydgnossen gschlagẽ / ¶ Daselbst ward ouch gar nüt auß⸗ Dañ etlich hettẽ ein nüwe (gricht / Dẽ hertzogẽ thuͦn sprechẽ / (bricht Doch etlich hond jr eer betracht / Wz sy forhin ouch hattẽ gmacht Das wolten sy nit brechen. ¶ Deßhalb ward da geschaffet nüt Der Hertzog vnd sin Edel lüt / Tetten zuͦsamen riten / Darzuͦ d bischoff mit seiner macht / Zugẽ für Genf mit grossem pracht Vñ fiengen an zuͦ stryten. ¶ All strassen hatten sy jngnon / Den Genffrẽ mocht gar nüt zuͦgã / Darzuͦ jn ab geschnitten / Jr korn vnd wyn wol vor der stat / Die Genffer hands dẽ Baͤren klagt / Vnd jn ernstlich thuͦn bitten. ¶ Hand jn angruͤfft durch gottes ehr / Sy moͤchtens nit erlyden mer / Sy wurden taͤglich bstritten / Hand jn ouch by dẽ punt gemant / Den sy mit jm gemachet hand / Er sot sy thuͦn entschütten. ¶ Es waͤr jetz in der lesten not / Groß mangel hetten sy an brot / Das thet den Baͤren turen / Die red er ouch zuͦ hertzen nam / Vnd schickt da vß meng bidermann / Von Edlen vnd ouch buren. ¶ Wie wol er sich hat lang gewert / Vnd grossen kosten daran kert / Das er gern were blyben / By wyb vnd kinden in sinem huß / Vnd ist nit gern gezogen vß / Kein muͦt will hat jn triben. ¶ Er hat fürwar gar lang verzupfft / Wie fast man jn dick hat gestupfft / Vnd jn gereytzt zuͦ zoren / Noch leyd ers als ein lange zyt / Das offt gemeint hand gar vil luͤt / Er were gar verloren. ¶ Zuͦ letst mocht ers nit lyden mer / Begund zuͦtrachten syne ehr / Vnnd thaͤt syn jungen fragen / Was trosts er sot zuͦ jnen han / Da hand sy jm die antwort gaͤn / Er sort es froͤlich wagen. ¶ Ja woͤt man jn nit ruͤwig lan / So wottens manlich by jm stan / Vnd tapffer by jm blyben / Biß in das end zuͦ aller zyt / Wenn er wolt ziehen in den stryt / Sot ers zuͦ jnen schryben. ¶ Da hat er sich nit lang bedacht / Vnd hat gar bald zuͦsamen bracht / Sechs Tusend syner kinden / Die warend all gar wol angleyt / Mit harnischt vnd sunst wol bekleyt / Man mochts kum hüpscher finden. ¶ An einẽ Sambstag zoch mã dran / Von Baͤrn mit mãchẽ stoltzẽ man Dry fenli sach man fliegen / Gan Baͤtterlingẽ wz der bscheid / Da gab man jnen einen eyd / Js wie sy solten kriegen ¶ Dem hertzog zugents in sin land / Vil schloͤsser hat man jm vbrant / Sin Adel war verschwunden / Die disen krieg hand gfangẽ an / Derselben wolt da keiner bstan / Man hat sy nienen funden / ¶ Allein zuͦ Morsein der statt / Da sind in glegen als man sagt Vier tusent Welscher knechten / Die stalten sich zu gegen wer / So balt sy sahen ßBaͤrner hoͤr / Da wolten sie nit fechten. ¶ Ein grusen was sy kommen an / Dem Baͤren wotten sy nit gstan / Das thet jn seer verdriessen / Er zog hin in biß zu der Cluß / Dz selb war gar ein starckes huß / Vnd fieng an dein zuͦschiessen. ¶ Dorin waren vff fiertzig man / Man griffs an vier orten an / Das was jn nie vast eben / Zuͦtodt schoß man in einen man Die andren wolten nit meer dran / Vnnd thaten sich vffgeben. ¶ Der küng vß Frãckrych wol erkãt / Der schickt syn bottschaft schneller Mit bit wol zuͦ dẽ Baͤren / (hand Er solt nit wyter ziehn hin jn / Das ander welt er nemmen jn / Das thet man jn geweren. ¶ Des Baͤrẽ züg hat sich gewendt Gan Jferdẽ sind sy komẽ bhend / Die statt thettentz an keren / Eb sy sich wetten geben vff Da gaben sy die antwort druff / Sy wotten sich erweren. ¶ Doriñ ein starcker zuͦ satz lag / Etlich Eidgnossen knecht ich sag / Des wiert man indenck bliben / Doch sind sy schantlich zogen ab / Darnach die statt sich bald ergab / Daruon wer vil zuͦschriben. ¶ Damit ich aber niemandt schend / Wil ich die sach ziehen zum end / Das Land hat man gewunnen / Von Murten hin biß zuͦ der Cluß / Vil Staͤtt / darzuͦ manich guͦt huß / Erlich wider hein kummen. ¶ Vnd vierzehen tag daheimen gsin / Darnach wider zogen hinyn / Mit Schlangen vnd Karthonen / Gan Zylung für das starcke huß / Die find thaͤtten fast schiessen druß / Man thaͤt jr ouch nit schonen. ¶ Dem Baͤren schussen sy dry man / Nit me kan ich üch zeigen an / Wiewol ettlich fürgeben / Vil Baͤrner syend kommen vmb / Vnd nennen gar ein grosse summ / Die noch all sind bym leben. ¶ Der baͤr hat büchsen klein vñ groß / Daruß mã ouch gar mechtig schoß / Vnd theten zuͦhin husen / Ein steinwurff zuͦ dẽ schloß hinzuͦ / Man ließ jn warlich nit vil ruͦw / Den fynden fieng an grusen. ¶ Zwen tag ist man daruor gelegen / Am dritten ward dz schloß vffgebẽ / Der gnaden thaͤtens bgaͤren / Man gab jn steckli in die hand / Vnd ließ sy ziehen von dem land / Das schloß ward ouch dem Baͤren. ¶ Dz schloß hat man gar wol bewart / Vnd sich gemachet vff die fart / Gan Losan thet man keren / Dẽ Bischoff nã man yn syn land / Darzuͦ die stat zuͦ ß Baͤren handt / Die theten jm ouch schweren. ¶ Nun wil ich kürtzlich zeigen an / Wie sich der Bischoff von Losan / Jnn dem krieg hat getragen / Dem Hertzog hat er hilff gethon / Den Baͤren wolt er ghindret han / Das selb bringt jm den schaden. ¶ Also hat man den Hertzog zempt / Bed bischoff ouch wie sy sind gnẽpt Jr wuͤten vnd jr toben / Doch hats der einig Got gethan / Der wott den Baͤren nit verlan / Den sol man darumb loben. ¶ Dem Baͤrẽ ward gar offt geseit So bald er zug vß siner weyd / Die Genfer woͤlt entschütten / So wurd ein grosse welt sin vff / Vñ wurd jm gar ein grosser huff Züchen jnn syne hütten. ¶ Doran hat sich der hertzog glan / Der vil vff wiser hie het khan / Die jn da zuͦ hand triben / Das er dẽ krieg hat gfangen an / Vñ meint sy wurden zuͦ jm stan / So sinds daheimen bliben. ¶ Dero sind etlich wider jn gsin / Hand jm sin land ouch gnom̄en jn / Denen ers nit hete trüwet / Vnd meint an jnen hilff zuͦhan Doch sol eß eim also ergan / Der vff die menschen buwet. ¶ O wunderbarer schoͤpffer wyß / Dir ghoͤrt allein lob Eer vñ pryß / Du thuͦst die dinen bhuͤten / Die dich im glouben keñen recht / Got geb wie fast das gotloß gschlecht / Ja wider sy thuͦt wuͤten. ¶ Darumb jr Baͤrner alle sampt / ich wil üch hiemit han ermant / Jr woͤllend alweg bliben / By gottes wort vñ grechtigkeit / Jn welchẽ alle krafft ouch stett / Mag üch niemant vertriben. ¶ Ouch troͤsten üch nit üwer macht / Dã got hasset den grossen pracht. Vnd thuͦt den alweg straffen. Er ist der recht houptmã im stryt / Vñ mag mit wenig volck vil lüt Schlachen mit schlechten woffen ¶ Alß wir lesend vom Gedion / Vnd ouch von dẽ starckẽ Samson / David dem jungen knaben / Ouch von eim wib hieß Dilbore / Von Judit vnd von andern mee Die Gott vertrüwet haben. ¶ O Genff du solt vergessen nit Wie dich die Baͤrner hãd entschüt Mit hilffe Gott deß Herren / Deß wort laß dir auch bilden in / Das ist der rechte vrsprung gsin / Dauon man dich wolt meeren. ¶ Hiemit will ichs beschlossen han / Vnd Got den Herren ruͤffen an / Das er vns woͤlle geben / Syn goͤtlich wort vns allen glych / Das wir in synem heilgen rych / By Christo ewig leben. Die warheit blibt in ewigkeyt / Wie alle gschrifft deß kuntschafft seit. N. S. Show less

Spiegel der Geistlichkeit
Newe Zeittung vñ Spiegel aller Gaistlicheit / wie sie ytzt ist / vnd sein soll / wo nit im wesen / doch im gegenthail. Gestellt zuͦ singen auf die Melodey / Von vppiklichen dingen rc. Math. rij. An den früchten erkennet man den baum. Setzt eintweder ein gutten baum̄ / so wirdt die frucht gut... Show more Newe Zeittung vñ Spiegel aller Gaistlicheit / wie sie ytzt ist / vnd sein soll / wo nit im wesen / doch im gegenthail. Gestellt zuͦ singen auf die Melodey / Von vppiklichen dingen rc. Math. rij. An den früchten erkennet man den baum. Setzt eintweder ein gutten baum̄ / so wirdt die frucht gut / oder setzet ein faulen baum / so wirdt die frucht faul rc. Ein gut mensch bringt guets herfür aufs seinem gutten schatz des hertzen / Vñ ein böser mensch bringt böses herfür rc. Alle pflantzen die mein hymlischer Vatter nit pflantzt / die werden ausgereut. Math. xv. M. D. XXXVIII. Newe Zeyttung vnd Spie⸗ gel aller Gaistlicheit / wie sie ytzt ist / vnnd sein soll / wo nit im wesen / doch im ge⸗ genthail. Gestellt zu singen auf die Melodey / Von vppiklichen dingenn rc. GRoß freüdt zwingt mich zusingen diß Christlich schoͤn gedicht / Von wuͤnderlichen dingen / ytzt kom̄en an dz liecht / Auß Rhom vnd allen Landen / wo Geystlicheit mag sein Khein Geitz ist mehr verhanden / Sie huͤten sich vor schanden / vnd allem boͤsen schein. Der Pabst hat vbergeben / Rhom vnd all seine Reich / Nach Gots wort thuͤt er leben / Sanct Peter volgt er gleich / Nit mehr lest er sich tragen wil dfuͤß nit küssen lan / Von kheim geldt hoͤrt mehr sagen / thuͦt dsuͤndt beweynen vnd clagen / So ligt jm Gots wort an. Sein Cardinel vñ Herren / sind auch desselben gsindt / die wollen sich zerzerren / fuͤr jr begangne sündt / Die Bischoff thuͦn fast lauffen / wo man die armen findt / Vnd all jr guet verkauffen / Sie gebens wegkh mit hauffen / den dürfftigen so schwindt. Die Apt sambt allen Orden / die sehen diß werck an / Seind Euagelisch worden / das wun dert jedermann / Die Thumbherrn sich bekennen / verkhert hand jren Standt / Khein Magt noch fraw mehr schenden / Sie liessen sich ehe bren⸗ nen / bey jn wers grosse schandt. All annder stendt vnd Pfaffen / dergleichen vben sich / Das thuͦnd Pabst Bischoff schaffen / mit ernst inbrünstigklich / mit vleis jtzt hart stu⸗ diren / allein in Gottes wort / Bed Hurn vñ Buͤ⸗ ben leren / zur Gots forcht sies bekheren / darinn so farn sie fort. Khein hoffart thuͦn sie vben / Vnkeüscheyt Haß noch Neyd / Der kheins ist nit zuͦ bruͤfen / der laster seind sie queit / Fuͤr arm kranckleüt sorgen / darmit sie habẽ Rhat / Fruͦ stendt sie auf am mor⸗ gen / Sie leyhen / geben / borgen / Aus lieb thuͦnd sie solch that. Der Pabst thuͦt sich bereyten / mit vil d geyst licheyt / Türckey wil er recht leyten / dem Teuffel gar zuͦ leydt / Guet Christen wil ers machen / das friede werd auf Erd / So greyfft er an sein sachẽ zuͦ trost vnnd heyl den schwachen / damit ein Schaffstall werd. Die Bischoff inn Teutsch landen / jrn beruef den sehens an / Sie hand groß reys verhanden zuͦ fuͤß gand sie daruon / Jr vil in Tartareyen / ein thail ind Heydenschafft / Außziehens nach den reyen / dz wort Gots trewlich schreyen / mit gros⸗ er frucht vnd krafft. Ja solt man zuͦ eim sagen / gnediger Fuͤrst vñ Herr / Des wuͤrd er sich beclagen / vñ sprechen das sey ferr / Den Betlern sich thuͦn gleichen / die ge⸗ ringsten woͤllens sein / Eim Huͤndlin thoͤrn sie weychen / vnd werckhen das sie keychen / ist jnen gar khein pein. All geystlich Stifft vñ pfruͤnden / die thuͦnd sie von jn weg / Mit Got sie sich versünen / dünckt sie der rechte steg / Das sies solang hand bsessen / ist ytzt jr clag vnd not / Den schweyß der Armen gfressen / vnnd Gott so gar vergessen / krenckt sie biß in den Todt. All menschen die sie hoͤren / die werden baldt bekert / Do mag man Gots geyst spüren / von dẽ sie sindt gelert / Jr wort ist geyst vnd leben / wie Christus selb antzeyt / der Buchstab mags nit geben / er toͤdt sagt Paulus eben / das sich dañ hie wol eygt. Das dise vberwinden / vnd geyst bey in ab⸗ geht / Actorum werdt jrs finden / Johelis auch so steht / Sie solln jñ letsten tagẽ / vom geyst Gots werden glert / Wer kan hie anderst sagen / seht an jr sorg sie tragen / alls boͤß sich ytzt verkhert. Wer solt sich nit bekheren / dieweils vnstreff lich sein / Dartzuͦ so trewlich leren / on allen argen schein / Kein boͤß wort sie auch sprechen / ob man sie schlecht vñ schillt / Ehe sie sich thetten rechen / sie liessen sich zerbrechen / so guͦtig seinds vñ milt. Es sein die rechten gsandten / sie suchen nit jr ehr / Gantz Christlich Predicanten / zeygts wergk mitsambt der leer / Sie thuͦndt sich gschmugen sreckhen / vil gelts woͤllens nit zlon / Kein bson⸗ dere Bißlin schleckhen / schlecht fuͤter hands vnd decken / als Paulus leret schon. Solt man ein Pfaffen finden / der het ein Kel⸗ lerin / Mit acht / neün / zehen Khinden / sein Bi⸗ schoff khemb von sinn / Er solt woll gar vertza⸗ gen / an solcher boͤser that / Vmb kein gelt wuͤrds vertragẽ / zum Landt lies ern außjagen / jm wuͤrd khein andre gnad. Wuͤrd man eins Bischoffs denckhẽ / d stoltz oder vnkeüsch wer / Sie liessen selbs erdrenckhẽ / eim andern zuͦ einer Leer / Khein list noch args sie sinnen / das bede jung vnd alt / Mann khündts nit fruͤm̄er gewinnen / erdenckhen / wuͤnschẽ / finden / von wandel / werck vnd gstallt. ich wils hiebey lan blerben / es seindt noch newe gschicht / Man moͤcht ain spott drauß trey ben / als wer es alles nicht / Jch wolt sonst noch vil singen / von jrer heyligkeit / Vnd andern guet⸗ ten dingen / den sie alltzeyt nach ringen / Leug ich so ists mir leydt. Show less

Über die Trinkgewohnheiten der Handwerksgesellen
Diß Lied bericht all hanndwerckhs gesellen Die die wochen schlemmen woͤllen Es zeygt in auch gar fleyssig an Was eim daraus erwachsen kan Auf die letz muͤs er spot zuͦm schadẽ hã Jm Thon / Es geht ein frischer Sum̄er daher / vnd woͤlt jr hoͤren newe mer rc. WElcher vil froͤlicher tag wil... Show more Diß Lied bericht all hanndwerckhs gesellen Die die wochen schlemmen woͤllen Es zeygt in auch gar fleyssig an Was eim daraus erwachsen kan Auf die letz muͤs er spot zuͦm schadẽ hã Jm Thon / Es geht ein frischer Sum̄er daher / vnd woͤlt jr hoͤren newe mer rc. WElcher vil froͤlicher tag wil han / der sol zuͦ sandt Reblinus gann / zuͦm hochgebornen Fürsten / wel⸗ cher vil pfening in seim seckel hat / der trinckt wann in dürstet. Er setzt das gleßlein an den mundt / vnd trinckets aus bis auff den grundt / den edlen safft von Rebẽ / das woͤl wir Gott danckpar sein / der hat vnns den geben. Also gehen wir ins Wirtes hauß / der schwangt kandel vnnd gleser aus / entphet vnns mit grossen eeren / bringt vns den rechten Reblinus guet / zuͦ dem thuen wir vns keren. Nun Wirt so trag vns her den wein bring vns auch würffel vñ karten her ein / vmbs gelt darffst du nicht sorgen / welcher kein pfening im seckel hat / dẽ selben solt du borgen. Nym ein kreyden schreybs vnns an die wand / der Wiert spricht guet gesel reych mir ein pfanndt / darbey ich dein mag gedenckhen / so nym ich die kandel in die hand / thuͦ dir froͤlich einschenckẽ. Also leben wir den tag im praus / wir trincken zuͦ halben zuͦ gantzen aus / wir leben in reychem schalle / was ein yeder bey dem wein anfecht / thuet jm selber wol gefallen. Darumb lob ich den wein fuͤr dz bier wẽ ein guͦt gesel spricht es gepüret dir / ich thue dir ein freundtlichs bringen / welcher zum anndern kein kuntschafft hat / beym weyn thuet ern erkennen. Also fuͤr wir den tag ein leben / auff den abent sollen wir dem Wirt gelt ge ben / die oͤrten thuet er machen / welcher die oͤrten porgen wil / warumb saufft er nit wasser auß der flaschen. Also haben wir die zech gethan / auf den abent woͤllen wir ein schlaff trũck han / den abent vñ den morgen / wir es⸗ sen vnd trincken vnd haben ein gueten muet / wir lassen die voͤgelein sorgen. Nun wil ich von dem schlaff trunck lan / auff denn Montag fahens wider an / wir habẽs nicht vergessen / ein guet gesell / zum anndern spricht / wir woͤllen ein suͤplein essen. Der ein spricht ich darf nit gan / mein Meister wil gearbait han / wil mir kein gelt mer leyhen / ey so sprich dw woͤlst wandern schier / woͤlst nicht lenger bey jm bleyben. Also bringt einer dẽ andern ins bad / das werdt den Montag auch den tag / wir leben in reycher schallẽ / die meyster doͤrfften der arbait wol / vnnser weyß thuet in nit wol gefallen. Die meyster doͤrfften der arbait wol auf den Dienstag sein wir noch vol / die arbeyt wil sich in vnns nicht pflichten / so gan wir wider zuͦ dem wein / wir woͤl len die koͤpff einrichten. Damit werden wir vol vñ seldẽ wan auf dẽ abent fahẽ wir etwã ein hader an / wir thuͤn einander schlahẽ / auf die mitwoch woͤllẽ wir wid zusam̄en gan / woͤllens bey dem wein vertragen. Das werd die Mitwochen auch den tag / auff den Donnerstag woͤllen wir ins bad / wir leben in reichem schalle / da mit geht sich die wochen weg / thuet dẽ Meyster nit wolgefallen. Der Freytag gehet sich auch daran / so trachten wir was haben wir die wo chen gethan / wir thuen vns erst besin⸗ nen / wir luegen in den seckel neyn / kein gelt finden wir darjnnen. Wo nichts ist da nimbt man nichts aus / wir woͤllẽ hin ins Meysters hauß / wir kum̄en neyn gegangen / so sicht er vnns vber die achsel an / thuet vnns nit schon empfangen. So denck ich in dẽ sinne mein / ich wil wider zuͦ dem wein / will mich nit lassen betruͤben / es mues nun vollends gewa⸗ get sein / den sack wol an die rueben. Das treiben / wir die gantzen wochen an / es lert den seckel es fült denn man / wir füren ein freyes leben / wir essen vñ trincken haben ein guetẽ muͦt / es wird layder nicht lang werden. Das Liedlein ist darumb gemacht / soll ein yeder hanndtwerckhs gesell be⸗ tracht / rath ich inn ganntzen trewen / der bleybt die wochen in seinem beruef es wird in nicht gerewen. Der vnns das Liedlein new gesang / Hanns Witstat von Wertheym ist ers genant / er hats so wol gesungen / ist jm ein weingart durch den bauch gefarn / kein Reb hat jn gekrummen. Er singt vns das villeicht noch mer / khein gesel der thue das mymmer mer / an mich solt jr euch stossen / da ich der sach verstenndig was / von der lieben muest ich lassen. Mein lieb das muest ich schnel ver⸗ lan / sie streych mir die narren kappen an / das Liedlein wil ich ennden / ist yr⸗ gend ein frummer handtwercks gesel hie / der thue mir ein freundtlichs brin⸗ gen. Show less

Christliches Lied über die Gefährlichkeit dieser Welt
Ein Christenlich lied / von der gfaͤrligkeyt diser welt / Jm thon / als man von der schlacht vor Pauia singt / Gedicht durch Hans Witzstat von Wert⸗ haym. SO woͤl wirs aber heben an / ein newes lied zuͦsingen / Die prophecey zeygt vns an / so kuͤmer⸗ liche dinge. Dariñ ich treuͤlich war ... Show more Ein Christenlich lied / von der gfaͤrligkeyt diser welt / Jm thon / als man von der schlacht vor Pauia singt / Gedicht durch Hans Witzstat von Wert⸗ haym. SO woͤl wirs aber heben an / ein newes lied zuͦsingen / Die prophecey zeygt vns an / so kuͤmer⸗ liche dinge. Dariñ ich treuͤlich war nen thuͦ / die warheyt muͦß ich je⸗ hen / es hat doch niemandts glau⸗ ben dran / biß wirs vor augen sehen ¶ O Got in deinem hoͤchstẽ thron / nit laß vns yetzt abschrecken / Von dem Euangelio / thuͦ vns võ schlaf auffwecken / Der schlaff ist die ge⸗ rechtigkeyt / die leyt yetzund verpor gen / als vns die heylige gschrifft an zeigt / druͤmb steht die welt in sorgẽ. ¶ Hab eben acht / auff Christum tracht / laß dich yetz nit betriegen / es tringt daher mit manchem gfer / die warheyt thuͤt nicht liegen / Ho⸗ her gwalt / ist offt zerspalt / ist stehn in gfar vnd sorgen / weyß nit wenn kumbt des vnfals stundt / mit straff heuͤt oder morgen. ¶ Gedult ist noch ein dugent hoch / kan sich in armuͦt fuͤgen / ey ist doch ye reych niemand hie / denn der sich last benuͤgen / wo geltsucht ist / da vil geprist / wil nicht ermessen wer⸗ den / kein rhuͦ noch trew / wont ye⸗ tzundt bey / dann geytz auff diser erden. ¶ Byß wol benuͤgt / was dir Gott fuͤgt / vñ thuͦ dich selbs anschawen / Bedenck dich recht / wie vnnuͤtz knecht / wir sein vor Gottes augen / Groß trug vnd gfar / den armen be schwart / bleybt nicht vnbelonet / als baldt nun kumbt / des todtes stund / so wird niemands verscho⸗ net. ¶ Wilt du bey Gott dein wonung han / vnd seinen hymel erben / So halt dich stets auff seiner ban / mit Christo muͦß du sterben / Du muͦst dein hertz / es gilt kein schertz / mit gantzem leyb vnnd leben / dein hab vnd guͦt / auch syn vnd muth / gentz lich in Gott ergeben. ¶ On alle forcht vnd zweiffels art / solst dich seins willens halten / Jn frey bekennen vngespart / vnnd jn darnach laß walten / Greyffs dapf fer an / du muͦst doch dran / ker dich an niemants wuͤten / dein creuͤtz nit meydt / auff Christum streyt / Got wirdt dich wol behuͤten. ¶ Bracht Adelgwalt / sterck vnnd kunst / mag dich zuͦ Gott nit brin⸗ gen / Es stinckt vor jm / vñ ist vmb sunst / nach demut solt du ringen / Die welt veracht / auff Christum tracht / das macht dich froͤlich lauf⸗ fen / auffs Herren straß / all zyl vnd maß / das heyst als uͤbellassen. ¶ Hast du Gott lieb vnd kenst sein sun / als du dich ruͤmbst mit worten So solt auch seinen willen thuͦn / auff erd an allen ortten / Hie hilfft kein gloß / die gschrifft ist bloß / ich kans nit anders lesen / wilt du sein frum̄ / du muͦst kurtz vmb / der welt lust widerstreben. ¶ Ja spricht die welt es ist nit not / solt ich mit Christo leyden / Er leit doch selbst fuͤr mich den todt / nun zeyg ich auff sein kreyden / Er zalt fuͤr mich das selb glaub ich / damit ist außgerichtet / o bruͤder mein / ich sprich nicht nein / dein Creuͤtz du nit vergisse. ¶ Wer sein Creuͤtz nymbt vñ volgt Christum nach / thuͦt allzeit von jm lernen / Fuͤr den selbn hat er geliten den todt / der wirdt auch mit jm le⸗ ben / Wer an jn glaubt / vnnd ist ge⸗ taufft / den hat Christus erloͤset / vnd bleibt darbey in diser zeyt / den wil er ewig troͤsten. ¶ Hans Guldenmundt. Show less

Von zwei unverschämten Hausmädchen; Ach Gott, wie soll wir Jungfrauen
Zwey Newe Lieder / Das Erst von zweyen vnuerschempten Haußmeyden / Jst im Speten thon. Das ander Ach Got wie sol wir Junckfra⸗ wen rc. Jm thon Ach Gott wem sol ichs klagen / das heimlich leyden mein. HOrt zuͦ jr Frawen vnd jr Man / was ich fuͤr newe zeyttung han / von zweyen Mayden wol... Show more Zwey Newe Lieder / Das Erst von zweyen vnuerschempten Haußmeyden / Jst im Speten thon. Das ander Ach Got wie sol wir Junckfra⸗ wen rc. Jm thon Ach Gott wem sol ichs klagen / das heimlich leyden mein. HOrt zuͦ jr Frawen vnd jr Man / was ich fuͤr newe zeyttung han / von zweyen Mayden wol gethon / das wil ich euch yetz allen offenbaren. Es seindt zwuͦ meyd in einem hauß / sind vnuerschaͤmpt ganz vber auß / Sie richten die gesellen auß / das hat man von jn bey⸗ den wol erfaren. Die Ersten neñ ich euch on allen scher⸗ tzen / sie hayst das Gott erbarm das getrewe hertze / Die Ander heyst das lange drumel⸗ scheydte / das man sie dester paß erkent / der lang hans wirdt sie auch genent / die wur⸗ tzel tregt sie vnter dem hembt / dar vor be⸗ hüt Gott alle frum̄e gesellen al zeyte. ¶ Vnd weñ mich yemand da verdecht / ich het die haußmeyd all verschmecht / So solt jr mich verston gantz recht / wens nicht an get der thuͦ sichs nicht annemen. Keyn gesel kan nit fuͤr vber gan / er muͦß von jn eyn blechleyn han / noch haben sie nit genuͦg daran / sie geben jm darzuͦ noch ein zuͦnamen. Der Erst muͦß seyn der grosse krapffen⸗ bacher / Den andern heyssen sie ein schellen macher / Den dritten heyssen sie botschaffẽ vnd mit leyden / Der vierd der ist nicht schoͤ ner art / Der fuͤnfft der hat nit vil erspart / Den sechsten sticht gar hart der part / solch vnnuͤtz wort hoͤrt man wol von jn beyden. ¶ Der Sybent der muͦß auch daran / dem selben sindt sie worden gram / sie sprechen frey on alle scham / er müg nicht wol kuͦrtz weylen auff der ziechen. Sie schreyen nur mit jm hynauß / er fuͤgt vns nicht in vnser hauß / vnd hetzt jn mit den hunden auß / das Got erbarm alles vn⸗ gluͤcklichen hause. Die lang die schreydt ach reycher Gott von hymel / wie soll ich thon die meyn wil mir erschimeln / die kurtz die spricht so lang wil ichs nicht sparen / Wil mir darzuͦ be⸗ schawen lon / am kopff sicht mirs keyn mensch nicht an / die weyl das Kalb nit bey der kuͤe wil stan / So spricht man nicht das mir sey widerfaren. Ein ander Lied. ACh Gott wie soll wir Junckfra⸗ wen / vnß zyeren den Jungen knaben / Das wir jn thon gefal⸗ len / die vnß selbß thon versa⸗ gen / So gar mit list vnd vntrew groß / auß eynem falschen hertzen / Vnd was sie selber vben / das thon sie vnß zuͦmessen. ¶ Sollen sie bey vnß nicht finden / solche falsche hertzen / Wir muͤssen aber lernẽ / sol chen falschen schertz / wir duͤrffen den Kna⸗ ben nit mer trawen / schafft als jr falsche wort / thon sie freuͤndtlich gegen vns ma⸗ chen / vnd treyben darauß den spot. ¶ Ab thon sie vns fysieren / von der schey⸗ tel biß auff den fuͦß / Sie kuͤnnen freuͤnd⸗ lich mit vns reden / ja falsche wort so suͤeß / biß sie vns da hyn bringẽ / setzen vns auffs naren sayl / das sie vns fuͤrt kuͤnnen tragen / weyt und breyt im mund fayl. ¶ Keyner Junckfrawen lob noch gepert / ist der jn recht gefelt / Sie thon sich selbs an schawen / was jn mangelt vnd felt / kuͤnnen sich nit anders machen / wie sie Got erschaf fen hat / es ist kein Mensch auff erden / das keynen tadel hat. ¶ Wir hetten auff sie gebawet / sam̄ man thuͦt auff einen haͤrten stein / wir duͤrffen jn nit mer trawen / jr trew ist wordẽ kleyn / die Knaben seindt falsches hertzen / sindt all vntrew vol / zuͦ schympffen vñ auch zuͦ scher tzen / darzuͦ mans haben soll. ¶ Die knaben will ich vergleychen / Wid⸗ hopff dem vogel feyn / Thut jm eyn nest⸗ leyn machen / hofiert doch selbs dareyn / huͤt euch jr junckfraw zarte / trawt keynem knaben nit / ich thu euch warlich warnen / sie meynen vns doch mit list. ¶ Huͤt euch jr Junckfrawen reyne / halt ewre wort in huͦt / Die Knaben last nichts erfarn / ewren syn vnd auch ewern muͦt / Sie kuͤnnen euch feyn an etzen / vber nemen sich jres guͦtz / wie kleyne walt voͤgeleyn eben / vnd sind vns doch zuͦ stoltz. ¶ Diß lied das ist gesungen / auß frischem freyem muͤt / Darumb woͤllen wirs schen⸗ cken / den jungen Knabẽ guͦt / fuͤrpaß thon sie auch schweygen / so wirt es jn auch gesa⸗ get nit / die vntrew thon sie meyden / so wi⸗ derfert jn auch kein list. Auff erden ist keyn besser list / Dañ der seines munds gewaltig ist. ¶ Gedruͤckt zuͦ Nuͤrnber durch Hans Guldenmundt. Show less

Vertreibung von Herzog Heinrich von Braunschweig,
Ein schoͤn new Lied von dem Hertzog Heinrichen von Braun⸗ schweigk / wie er auß seinem land ver triben ist. Vnd ist zu singen in dem thon / Frisch auff in Gottes na⸗ men / du werde Teut⸗ sche Nation. HERR Gott im̄ aller hoͤch sten tron / wer kan dir doch voldanckenn / Das du den gibst... Show more Ein schoͤn new Lied von dem Hertzog Heinrichen von Braun⸗ schweigk / wie er auß seinem land ver triben ist. Vnd ist zu singen in dem thon / Frisch auff in Gottes na⸗ men / du werde Teut⸗ sche Nation. HERR Gott im̄ aller hoͤch sten tron / wer kan dir doch voldanckenn / Das du den gibst jrn rechten lohn / die wider dein Wort zancken / So augen⸗ scheinlich wie man sicht / an dem gottlosen Fürsten / von Braun⸗ schweigk Hertzog HEJNrich / trenckt jn wie jhn thuͦt dürsten / Wie kundt er dir entrinnen. ¶ Zog Jsrael vff dein geheiß / aus Koͤnig Pharons banden / wiewol er begert jren schweiß / volgt aus Egypter landen / ver⸗ meint sie zu vertilgen gar / Wie ists jhm aber geratten / Er bleib im̄ Meer mit seiner schar / durch deine wunderthaten / Zu grundt muͦst er versincken. ¶ Von solchem vnd dergleich en viel / Exempeln vnd geschich⸗ ten / die fürgestellet sein zum ziel / darnach man sich sol richten / het auch der gottloß Hertzog wol / ein warnung hie genom̄en / So bleibt er aller boßheit vol / Wie ist es jm bekommen / Gott muͦst sein straff erwecken. ¶ Sachsen Hessen Chur vnd Fürsten / die Gottes Wort be⸗ schützen / sein gsandt jm abzubür sten / mit jren grossen Sprützen / vor Wolffenbüttel sein Fest / darauff er sich verlassen / het nit gedacht das solche gest / hereiner würden prassen / Er hat sie nur verachtet. ¶ Landt Leut vnd alles so er hat / han sie inn kürtz gewonnen / Darzuͦ jn auch gemacht schacht⸗ mat / das er ist kaum entrunnen / Der vor so boͤß ist gewest / mit vmb sich scharn vnnd pochen / vnd het er nit geraum̄t das nest / solt hon zum Creutz gekrochen / vil andern zu eim schrecken. ¶ Graff Ritter Knecht vnd jederman / nem̄ solches werck zu hertzen / das Got fürnemlich hat gethan / man soll mit jm nit scher⸗ tzen / Die Baͤpstler Pfaffen moͤ⸗ gen wol / ein Gots furcht hier⸗ auß nemen / Sie sine all rasingh toll / der Pfründe aber schemen / ist jne nit wol gelegen. ¶ Zu jrem Abgott vnnd Pa⸗ tron / dem falschen boͤsen Mañ / han sie gehabt ein andern wohn / nun fehlts wol vmb eine spann / darzuͦ noch vmb ein Bawren schrit / darum̄ sie sich jtzt bucken / Vnd würdt jemandt nit bieten fridt / die haut jm lassen jucken / der wart was jm gelinge. ¶ Heßlicher hat der vntrew mañ / nit mit den from̄en stetten / Braunschweig vnd Goßlar koͤn vmbgan / was sie baten vnd fle⸗ ten / Erlangten auch mit grosser mühe / von Keiser Koͤnig alle / er begert das fleisch mit sampt der brüh / das geriet jm nu zur galle / wirt gar daran erworgen. ¶ Sententz vnd vrteil hat er schone / darzuͦ den lip erbrochen / der Gotloß bringt solchen lone / mißthat muͦß sein gerochen / Got geb das nicht teilhafftig sein / vil die sich jetzt schoͤn machen / am Mordtbrandt vnnd sich butzen fein / man würdt jhr auch wol lachen / Das gschee vnnd werd war / Amen. Show less

Scharmützel zwischen Herzog von Jülich und dem Burgund, 1543
Ein New Lied / vom Hertzog zu Jülich vnd den Burgundischen / wie sie allent⸗ halben gescharmuͤtzelt haben / Jnn sem 1543. jar / Jnn dem thon von Frenckischen Bawrn. GEller Geller war vnnser geschrey / Gott helff vnns war die Losung darbey / dauon wil ich euch singen Ein dantz geschach inn... Show more Ein New Lied / vom Hertzog zu Jülich vnd den Burgundischen / wie sie allent⸗ halben gescharmuͤtzelt haben / Jnn sem 1543. jar / Jnn dem thon von Frenckischen Bawrn. GEller Geller war vnnser geschrey / Gott helff vnns war die Losung darbey / dauon wil ich euch singen Ein dantz geschach inn weitem Jch hab ihn helffen springen. Do man zalt dreyvndvierzigk iar / am Karfreytag sag ich euch vorwar / die Burgunndischen komen gezogen / Asmus vonn der Hauben ihr Oberster war / dreyvndzwentzig fenlein han ge⸗ flogen. Fuͤr Sittert in dem weitten Feldt / do schlugen sie auff ihr gezelt / aus hoffart vnd vbermutte / Jhr geschuͤtz stelten sie forne daran / Viel Wegen mit grossem gute. Darbey einen grosen Reysigen Zeug / darunder viel der Edelleut / Drey Tau⸗ sent gemustert Pferde / Sie foderten aus gewaldiglich / Sittert die viel werde. Sieben Fenlein Knecht lagen inn der Stadt / Maynert von Ham der gieng mit ihnen zu Radt / den Geldrischẽ woll wir schreiben / Sie liegen bey Rormuͤnd sein wolgemut / Sie werden nicht aussen bleyben. Dem Stadthalter vom Rormuͤndt kamen die mer / wie Mainert von Ham belegert wer / den Kriegsredten thet ers klagen / Sie wurden kuͤrtzlich zu Radt / mit den Burgundischenn wollenn wir schlagen. Am Osterabent do der tag herbrach Ein Lantzknecht wider den andren spr⸗ ach / Noch wollen wir nicht verzagen / Vierzehen Fenlein fligen im weitten felt / die drumel hoͤrt man schlagen. Wir hatten wider rast noch ruh / wir zugen den nechsten auff Sittert zu / mit Pfeiffen vnd mit Drummeln / Die Bur gundischen schulden vnns Gelderische bawrn / do sie vns sahen kummen. Jhr schelten haben wir klein geacht Vnnser Schlacht Ordenung wardt ge⸗ macht / die Schuͤtzen auff beyden seyttẽ Den Burgundischen zogen wir under die nasen / der liebe Gott thet vns geley⸗ ten. Der Gellerischn war ein kleyne schar Willhelm Thumisshirnn ein Oberster war / die Lantzknecht die thet er anlach en / Schlacht todt / stecht todt ihr fru⸗ me Lantzknecht / der schimpff der will sich machen. Desgleichen auch sein Leutenampt / Goͤrg von Rabenspurgk ist er genant / gar Ritterlich thetenn sie fechtenn / Die Hauptleut warn forne doran / wol bey den frummen Lantzknechten. Joͤrg Wachmeister war ein redlicher man / die schwartzen Reuther teten bey ihm stahn / mit ihren langen spiessen / der Burgundischen stachen sie viel zu Todt / thet Holandt vnnd Brabant vordriessen. Jnn dem erhub sich ein gros geduͤm mel / die halben koͤpff sprungen gen hi⸗ mel / do sa man gar viel herstechen / vñ das sich mancher langer spies in der mit te must zur brechen. Die Burgundischen wolten nicht lenger stan / das edel geschutz han sie verlan / sie wanten vns den ruͤcken / Kar⸗ taunen Schlangen mechtig gros / bey sieben vnd zwantzig stuͤcken. Do bliben drithalbtausend todt / die Burgundischen litten grosse noth / Er⸗ stochen vnd auch erschlagen / vnd das sich manches frewlein stoltz / ein langes Jahr hat zuklagen. Drey Tausent die sein aufgeschribẽ / die vnser gefangene sein bliben / ihr lebẽ das thedt man schonen / vnnd das sie sich gantz willigklich / von den Gelle⸗ rischen muͤsten ranzonen. Zu Mastrich wol vor dem thor / do hilten ihre Reuther for / mit viel der tief⸗ fen wunden / was sie haben bey den Gel lerischen gesucht / fur war sie habens funden. Jnn den haben wir die schlacht ge⸗ wunnen / 17. Fenlein haben wir ihn ge⸗ nommen / das ist in ihmer ein schande / fuͤnff Fenlein brachten sie kaum daruon do sie kamen zu lande. Domit wil ichs lied beschlissen / vnd solt es alle Burgundischẽ vordrissn / vñ wil mich gantz wol bedencken / dem frum̄en Fuͤrsten zu Gellern vnd Cleff / wil ich das lidlein schencken. Jch weis mir ein huͤbsches frewlein / Es wont zu Worms wol an dem rein / Gott helff vns beyden zusammen / mit gesunden vnd freyden viel / wuͤnsch Jo⸗ chim Landawer mit namen. Show less

Gefangenschaft Herzog Heinrichs von Braunschweig, 1545
Ein schoͤn New Lied / wie der Hertzog von Braun⸗ schweig / sampt etlichen der seinen / nider ge⸗ legen / vnnd gefangen worden sind / im M.D.XLV. Jar / Mag gesun⸗ gen werden im Froͤwdennreichen thon / Oder Ein voͤste Burg ist vnnser Got / Oder Nun woͤl che hie ir hoffnung gar rc. GOtt... Show more Ein schoͤn New Lied / wie der Hertzog von Braun⸗ schweig / sampt etlichen der seinen / nider ge⸗ legen / vnnd gefangen worden sind / im M.D.XLV. Jar / Mag gesun⸗ gen werden im Froͤwdennreichen thon / Oder Ein voͤste Burg ist vnnser Got / Oder Nun woͤl che hie ir hoffnung gar rc. GOtt schickt sein gnad in seiner sach / thut sich selbs nit verlassen / vnnd is wol not das er selb wach / laß vnsern vnfleis bassen / sech sich selbs an nit vnnser weis / dann wir suchen nur vnnsern preis vnd gond in Gottes sachen leis / das er bil⸗ lich solt hassen. 2. Vor zweintzig jaren kam vff dban / sein Goͤtlichs wort mit gnaden / lernt vns von sünden abzuston / damit wir waren bla⸗ den / vnnd weßten gar kein Artzeney / dar⸗ durch wir mochten werden frey / wir steck⸗ ten in abgoͤtterey / der Bapst fuͤrt vnns schaden. 3. Vnnser begir was erstlich groß / vons Babstes joch zu trachten / von menschen potten was wir loß / thetten der nichts mer achten / wir meinten gleich wir hettens gar vnnd dachten nit der bschornen schar / die vns nachstelt mit grossem gfar / wies vns verderben moͤchten. 4. Philips Lantgraf ein thewrer Fürst / der thet den schalck erkennen / er forcht bey tag vnd nacht nicht wuͤrß / dann wir liessen vns trennen / damit der Teuffel bhielt sein pracht / das beide schwert warden gleich ge⸗ macht / ein iedes wider Christum facht / ich darffs nit leuter nennen. 5. Der Lãtgraff macht gar schnel ein bũd / wolt vnns zusamen haltten / alßbald dem Pabst das war zukhundt / gedacht er vns zu spaltten / erweckt das Pharaonis kindt / Hertzog von Braunschweigk klug vnnd gschwind / fürn Teuffel ein rechtes Hofge⸗ sind / dann da from̄ leut nichts galten. 6. Lanndtgraf vnnd Hertzog warn ein mann / in ernst vnd auch in schertzen / jeder wolt dem anndern beiston / verschriben sich von hertzen / Wirttemberg gleich zusetzen ein / einner wolts anndern helffer sein / der Hertzog was aber nit rein / erfur Lanndt⸗ graff mit schmertzen. 7. Dann gleich zAugspurg der Reichstag war / beid dahin sie zogen / gar bald der Lanndtgraf wardt gewar / wie Hertzog Heintz het glogen / dem Keyser gschwetzt den gheimen rath / Keyser den Hessen ge⸗ fordert hat / das er gleich jetzt an Eydes stat / dem Keyser solt angloben. 8. Hertzog Vlrichs mießig zugon / vnd sich sein gantz verzeihen / Landtgraf drauf ein bedacht wolt hon / thett heimmlich daruon weichen / wolt dem Keyser nit globen an / wolt haltten als ein Fürstlich mañ / das zu sagen das er het thon / gen Wirttemberg vergleichen. 9. Das war das erste boͤse stuck / das Her⸗ tzog Heintz thet treiben / das er verriethe hinderrugk / vnd het sich selbs verschriben / darauf griff die von Goslar an / Tellings⸗ haussen ein Erbarn man / den thet er boͤß⸗ lich fahen lon / vnd ist darbey nit bliben. 10. Er nam im brieff vnd was er het / thet in heimlich verschicken / in ein Badstuben erstlich thet / wolt im heimlich nit glicken / schickt in stets hin vnd wider dar / bis das er kam ins sterben gar / zu Schoͤningen be graben war / merckt weiter boͤse dicken. 11. Er laugnet aller diser sach / dorfft ims niemands nachsagen / wiewol Zugmeyer vnnd Wilhalm Schach / vffs Hertzogen antragen / Doctor Tellingßhaussen gfan⸗ gen hat / Wiltschutz sein gwartet fruͤ vnnd spat / dise groß vnnd morderische that / thut Gott im Himmel klagen. 12. An dem het er noch nit genug / wolt Goslar gar verderben / wider dstat Braũ⸗ schweig sucht er fug / thet sich heftig bewer⸗ ben / das ers precht gar in seine macht / hat manchen drob vmbs leben pracht / vil wit⸗ wen vnnd vil waisen gmacht / die mußten hungers sterben. 13. Goslar gewann im ab das Recht / das Camergericht thet schaffen / dz ers ließ vn⸗ getrungen schlecht / aber wie sie von Pfaf⸗ fen / fiellen ab auff die rechte ban / da ließ mans Recht dahindten ston / die Acht thet wider Goslar gon / sie mußten schier ent⸗ lauffen. 14. Dem Lanndtgrauen thets zu hertzen gon / thet ein Bundtßtag außschreiben / ge⸗ dacht an die Religion / wie die selb moͤcht beleiben / der tag war zBraunschweig inn der Stat / den Hertzog man vmbs Gleyt bat / das er doch hat abgschlagen glat / sein mutwil wolt er treiben. 15. Rist sich zu Roß in manchem halt / den Tag wolt er abwenden / Sachsen vnd Hes⸗ sen also bald / sahen das ers wolt schenden / zogen dahin mit grossem gwalt / das dispu⸗ tiern gon manigfalt / wie dsachen allethalb wern gstalt / liessen sich nit mer plenden. 16. Ein Reichßtag zu Regenspurg war / Landtgraf thet drauff erscheinen / vertroͤ⸗ stet sich gentzlich vñ gar / mit sampt all den seinen / das Gots wort solt den fürganng hon / der Hertzog solt auch fallen lon / was er vnchristenlichs het thon / das er nit kund verneinen. 17. Man wolt erweisen alle klag / mit recht in vberwinden / es halff aber kein fürtrag / wir bliben stets dahinden / mord prand er⸗ schiessen vnd der gleich / zuuor nie ward er⸗ hoͤrt im Reich / das man ein Fürsten souil zeich / es wolt kein außtrag finden. 18. Darumb auß getrungner not / moͤcht wir nit lenger weichen / namen zu hilff den starcken Got / vnd theten frisch drauf strei⸗ chen / vnd zogen mit macht ins Pharaons Land / er flohe daruon mit großer schand / ließ den Wolffpitl vol Profandt / sein Adel thet dergleichen. 19. Als bald er sach das Gottes krafft / ein solches volck het gmachet / sein hertz dz war mit forcht verhafft / dann er schmehlich het verachtet / dz wort Gottes des herren rein / kundt darwider nit sagen nein / es mußt bleiben recht allein / sein gspoͤt hat im schan den prachte. 20. Balthas Suchaw was im Land / den ließ man frey abreysen / wiewol sein Buͤbe⸗ rey was bekannt / Gots wort ließ man sich weisen / vil guttes wider vbels thet / wie vns lernet der Christen bett / in guts thon vnn⸗ ser glauben stet / das werck soll er beweisen. 21. Mitler zeit sucht er alle weg / wie er vns moͤcht betriegen / bracht vnns gar auff ein helen steg / mit wortten zu beniegen / hand⸗ let zu Wormbs vnnd Speyr / merckt was thet der abgirig Geir / wolt vnns pringen gar ins Fewr / thet vil wider vnns liegen. 22. Damit er vnns machet verhaßt / dem Keyser Küng vnd Christenheit / auff den Tag zu Wormbs sich verlaßt / da was der betrug gar bereit / das mans Lannd solt Sequestirn / vns von rechter ban zufuͤrn / das wirs Lanndt soltten verlieren / dann giengs vnns wol so wers im leid. 23. Zu parieren wir willig warn / wie Chri⸗ sten will gepürn / dachten nit das man vns solt gfarn / bis wir das mußten spiren / dañ wie wirs Volckh abgfordert hondt / vom Wolffpitl gnommen Profandt / besorgten gar kein gfar im Lanndt / da thet sich vn⸗ glückh ruͤren. 24. Er pracht zusamen ein volck was gut / von Reuter vnnd von Knechten / da stol⸗ tzet im sein frecher mut / er war girig zu fechten / Steinbrugk vnd Schoͤning nam er ein / Ganderßheim was zum boͤsten sein / in Wolffpitl wolt er auch hinein / darin fand er die rechten. 25. Herr Bernhart Müllen Willhalm Schach / theten Wolfspitl bsetzen / sahen gar eben vff die sach / vnd kandten sein boͤs sit⸗ ten / dz er wie ein zerjagtes Schwein / wurd den nechsten hawen drein / es muͤßt vmb in gestürmet sein / im felet doch sein witze. 26. Zwoͤlff tag er vorm Wolffpittel lag / thets Wasser bald abgraben / vermeint den vnnsern zthon groß plag / vnd gleich hinein traben / mit Wasen er den graben fült / den Sturm er den seinen einbildt / aber sein an⸗ schleg wenig gilt / kundt gar kein furgang haben. 27. An Seyler thettens hencken Poͤwm / oben an die Mauren / vnd liessen im seinen zulauff / wann kamen dann die Lauren / die Strick die thettens hawen ab / vnnd schenckten in damit ein trab / die Poͤm fie⸗ len gantz schnel herab / schliegens als wans thet schawren. 28. Achtzehen tausent guter man / darun⸗ der viertausent Pferde / furt er vom Wolf⸗ bittl hindan / zog gegen vns on bschwerde / bis er herauff für Ganderßheim kam / vff Northausen sein vnderthon weg nam / die Lanndtwoͤhr vnd ein voͤsten Dam / eilt er vns ab mit gferde / 29. Landtgraf zoch zu gert dran nur dran / inn Gott mit voͤstem trawen / het Sechß vnd zwentzig tausent Man / die thetten vff in schawen / Hertzog Morytz ward auch darbey / Ernst von Braunschweig zog an Rey / Euangelisch Fürsten drey / liessen in gar nit grawen. 30. Vmb dLandwoͤhr trang man hefftig⸗ klich / ein jeder wolt sie haben / da giengen warlich stich vmb stich / da waren freidig Knaben / der Lanndtgraff pracht selbs Gschütz herfür / damit ließ er dem Feind kein ruw / er spickhet in frey vß der grub / irn vortheil sie begaben. 31. Den andern driten vorteil auch / sie bald mustẽ begeben / gleich drauff mans zamen zaplen sach / es galt in leib vnd leben / in die weitin sie getrungen waren / die Landwoͤr hettinds schon verloren / ir keiner wolt mer ston dauorn / nach weichen thetens streben. 32. Hertzog Heinrich erschrocken war / be⸗ gert sich bald zusprachen / rucket herauß sei⸗ ner schar / begert in gfar der sachen / Her⸗ tzog Morytz sprechen an / Lantgraf hats nit geren zuglon / dorfft seim Tochterman nit abston / mußt hoͤrn was man wolt ma⸗ chen. 33. Hertzog Moritz fieng zu bitten an / das Lanndtgraf solt geweren / was Hertzog Henrich het gethon / thet er gnad begeren / er wolts Lantgrauen gfangner sein / gab sich sein Son vnnd Hoͤr darein / Hertzog Moritz sagt Schweher mein / thiets mir vnnd Gott zu ehren. 34. Landtgraf bedacht sich hin vnnd her / wolts nit gern zu lassen / rechnet wer Her⸗ tzog Henrich wer / das er mit vbermassen / vil ehrlich leut het elend gmacht / mancher⸗ ley weis vmbs leben pracht / auch nach vil Christẽ blut getracht / dz ist je billich zhasse. 35. Vnnd schloß bey Jm in seinnem mut / Barmhertzigkeit zu erzeigen / dann blut⸗ uergiessen wer nit gut / thet sich miltigklich neigen / bedacht darinn sein Tochtermann / der im ein solchen beistand thon / kundt in nit wol vngewert lon / wil ander vmbstend schweigen. 36. Der Lanndtgraf sagt zum Hertzog an / wilt du dich gfangen geben / Hertzog sagt ja Herr ich wils thon / der Son hielt auch darneben / gab sich auch ganntz gut⸗ willigklich / der Landtgraf redt gantz zor⸗ nigklich / du loser mann was zeucht dich / das du mir wollst nemen sleben. 37. Brieff Sigel dein geschwornen Eyd / hastu all sampt zerprochen / nit Fürstlich glept das ist mir leid / ich bin an dir schon gbrochen / wil dich boͤßer dañ dwirdig bist / halten jetzt zu diser frist / wiewols vor Got die warheit ist / hetst kündt hettest mich er⸗ stochen. 38. Der Hauff sagt zu er woͤlt kein leidt / dem Lanndt weitter zu fuͤgen / zohen drey Meil prachen irn Eyd / theten die vnnsern triegen / Brandt schatzen hoch die vnder⸗ thon / das kundt Lanndtgraf zu gut nit hon / ein Kriegsuolck hengt er bald in an / wo mans faͤnd das mans schliege. 39. Ereilet sie gleich griff an mit qwalt / Sechs Fenlin in abtrangen / den Feinden was ir hertz erkalt / zwen Grafen warden gfangen / Hundert Pferd erleget man / die anndern fiengen zufliehen an / nit weiß ich wie es in wirt gon / moͤchten noch bleiben gfangen. 40. Es ist fürwar ein wunderwerck / das wir in kurtzen zeiten / zu Fuß vnnd Roß so grosse sterck / mit souil gutten leuten / inn Fünff wochen haben gemacht / es wirt für war vnd gwiß geacht / kein Koͤnig so groß het zwege n pracht / es het im gfelt bey weit⸗ ten. 41. Jn Fünf wochen angnomen war / der hauff gemacht vnnd vmbgeschlagen / ge⸗ mustert vnnd anzogen gar / dem Feind biß vnder augen / kriegt gfochten vnd gfangen sein Feinndt / warlich das wunderzeichen seindt / wirt durch kein Christenman ver⸗ neint / wir soln Got danck sagen. 42. Lobt Got ir from̄en Christen all / das er vns gnad hat geben / dann het vns trof⸗ fen der vnfal / man het vns pracht vmbs le⸗ ben / nit einer wer kom̄en daruon / wir het⸗ ten all gemießt daran / der warheit alsbald abzuston / des Papsts tiranney glauben. 43. Wirckht buß ir Christen kert zu Gott / laßt ewern Adam sterben / er hat euch ge⸗ holffen offt auß not / het sonst muͦssen ver⸗ derben / der Bapst Frantzoß frembd Po⸗ tentat / sich offtermals verglichen hat / euch auß zu reuten verderben glat / dann das ist alls ir gwerbe. Show less

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