Unwetter in Regensburg; 1624
Eine warhafftige / trawrige / erschroͤckliche newe Zeytung. Von einem erschroͤcklichen Wetter / vnd Donnerstraich / so GOtt der Allmaͤchtige hat ergehen lassen / uͤber die Reichs Stadt Regenspurg / was vor grosser schaden geschehen / wird man allhie bericht haben: Geschehen den 28. tag Aprill /... Show more Eine warhafftige / trawrige / erschroͤckliche newe Zeytung. Von einem erschroͤcklichen Wetter / vnd Donnerstraich / so GOtt der Allmaͤchtige hat ergehen lassen / uͤber die Reichs Stadt Regenspurg / was vor grosser schaden geschehen / wird man allhie bericht haben: Geschehen den 28. tag Aprill / diß 1624. Jahr / Gesangs⸗ weiß gestellt / Jm Thon: Ach GOtt wie manches hertzenleyd / etc. ACh lieben Leut falt GOtt zu Fuß / mit ei⸗ ner rechten waaren Buß / dann so Barm⸗ hertzig Er sonst ist / so Zornig ist Er auch zur frist. Wenn wir stoltz / Vnbarmhertzig sein / vnd nach seim Wort nicht leben fein / gar an kein Warnung kehren nicht / wie solchs jetzt leyder viel geschicht. So straffet der gerechte GOtt / mit aller⸗ ley Jammer vnnd Noth / baldt hier baldt dort auch manchesmahl / andre Vns zu eim Ex⸗ empel. Wie er dann Newlich verhaͤnget hat / das zu Regenspurg inn der Reichsstadt / Da das [...] groß schaden gethan / wie jhr jetzt hoͤ⸗ ren werd darvon. Denn acht vnd zwaintzigisten Tag / im A⸗ prillen das ich euch sag / Da kam GOtt allso baldt vnd gschwindt / vnd warnet vns von vn⸗ ser Suͤnd. Es kam ein Wetter also baldt / wie jhr wert hoͤren Jung vnd Alt / vnnd schlug in Pulffer⸗ Thurn behendt / da erhub sich Jammer vnnd Elendt. Den hats inn einem augenlick / zerschmet⸗ ter / inn viel Tausent stuͤck / vnd hat in zwayen Kloͤstern voran / Vberauß grossen Schaden gethan. Jm Kloster bey Sanct Emmeran / hat es sehr grossen Schaden gethan / hat Fenster vnd Daͤcher zerrissen sehr / im gantzen Kloster hinn vnd her. Zu Ober Muͤnster inngemein / das ist ein Frauwen Kloster fein / da hatt es auch schroͤck lich gehaust / das manchem fast daruͤber graust. Es hatt die Kirchen vnd Alltar / zerschmet tert vnnd zertruͤmmert gar / auch Daͤcher vnd Fenster inngemein / gantz schroͤcklichen geris⸗ sen ein. Bey dreyhundert Haͤuser dergestallt / hatt es antroffen allso baldt / die Daͤcher / Fenster / Mawren behendt / Zerrissen vnnd allso Zer trennt. Nur drey Personen uͤberall / seynd da vmb kommen auff dißmal / ein Weib des war bey jhrer Bleich / vnnd auch ein Thorstehern zu gleich. Ein Kindel Betterin voran / Die hat jhr Kindt geleget an / die Brust / gab jhm zu trin cken fein / hatt auch jhr Leben gebuͤsset ein. Aber das Kindt ohn alle klag / lebet noch heyndt auff disen tag / ist noch frisch vñ darzu gesundt / GOtt behuͤtte es zu aller stund. Es hatt sehr grossen Schaden than / Das man es nicht außsprechen kan / dann es auff die ses mahl zur frist / auff viel tausent Gulden ge⸗ schaͤtzet ist. Jnn einem augenblick fuͤrwar / da war solch Vngluͤck geschehen gar / da secht ihr wie Gott kombt geschwindt / darumb so huͤttet euch vor Suͤnd. Vnnd last vns vnser Leben rein / nach Got tes willen richten fein / Wie die zu Ninive ha⸗ ben gethan / so wird GOtt seinen Zoren lahn. O getrewer Heyland JEsu CHrist / weill du fuͤr vns gestorben bist / Richte vns nit nach vnser Suͤnd / Sonst wir Ewig ver⸗ lohren sind / Amen. Gedruckt zu Augspurg / bey Michael Aperger / 1624. Show less

Todgeburt in Feldkirch; Hunger in Zürich, 1624
Zwo warhafftige vnd erschroͤckliche Neue Zeitung. Die Erst Wie eines Hauptmans Weib in der Statt Feldkirch genant / drey schoͤner Jungling getragen / welche sie vnterm Hertzen verflucht vnnd drey Geister geborn / wie sie nach den sechs Wochen jhrer Kindtbeth mit den drey Geistern... Show more Zwo warhafftige vnd erschroͤckliche Neue Zeitung. Die Erst Wie eines Hauptmans Weib in der Statt Feldkirch genant / drey schoͤner Jungling getragen / welche sie vnterm Hertzen verflucht vnnd drey Geister geborn / wie sie nach den sechs Wochen jhrer Kindtbeth mit den drey Geistern verschieden Gott weist wo die Seel hingefahren / Alles was sich verloffen / werdet jhr im Lied vernemmen. Jm Thon: Huͤlff Gott daß mirs gelinge / rc. Die Ander Zeitung. Wie daß ein einiger Geitzhals oder Bau⸗ er nicht weit von Zuͤrch / seinen Nachtbaren einen Metzen Korn versagt / vnd darzu geschworen / der Teuffel soll jn holen mit Leib und Seel / welches albsald geschehen / wie es jhm ergangen / wirst du in diesem Lied vernemmen. Darbey ein schoͤn Geistlich Lied: Von der Welt lauff: O frommer Christ hertzlich betracht. Gedruckt zu Hohen Embs bey Bartholome Schnell / Jm Jahr / 1624. Mensch steh ab von Suͤnden / dann es ist grosse Zeit / zu GOtt solt du dich wenden / der Juͤngst Tag ist nicht weit / das zeigen an die Zeichen viel / an allen Ort vnd Enden / vber die maß vnd Zil. Wie man kurtzlich thet hoͤren / an Simon Judas Tag / das ein Weib thet gebehren / drey Teuffel mit grosser klag / dort in der Statt Feldkirch genandt / man kundt sie nicht be⸗ schweren / wie maͤnnigklich bekandt. Da nun die Zeit vergangen / vnd endtlich kam herumb / sechs Wochen mit verlangen / sing ich in kurtzer Summ / vmb zwoͤlff vhr mitten in der Nacht / groß Noth hat angefangen / O Mensch das wol betracht. Das Weib fieng an zu schreyen / O wehe meiner armen Seel / kein Mensch kan mich erfrewen / dann ich leyd grosse Qual / wo soll ich hin / wo soll ich nauß / mit grosser Forcht ab⸗ schewen / muß ich ins hoͤllisch Hauß. Das ist ja zubeklagen / das Weib mit trawren meldt / ich muß nun jetzt verzagen / mich hilfft kein Gut noch Gelt. O weeh O weeh der grossen Noth / thet daß Weib hefftig schrey⸗ en / O Mensch treib drauß kein spott. Nun kan ich gar nicht wissen / wie ich doch komm hierzu: Ein Geist sprach bald geflissen / ich dirs anzeigen thn. Wie es mit vns zu gangen sey / dein Leben vnd boͤß Gewissen / hat vns verfluchet frey. Als wir noch tieff verborgen / lagen inn deinem Leib: Waͤren drey Knaben worden / da nun du Gottloß Weib. Empfandest das wir das Leben han / da warst du voller Zorn / wie jhr werdt hoͤren nun. Dann dieses thet sie kraͤncken / weil sie kundt fort nicht mehr: Groß Essen vnd auch Trincken / es thet jhr alles weeh. Deßhalben sie so hefftig flucht / viel List vnd falscher Rencke / taͤglich darwieder sucht. Wie sie vns koͤndt vertreiben / vnd nam viel sachen ein: dardurch sie in dem Leidt / jhr macht Schmertzen vnd Pein / kund doch darmit nichts richten auß / frisch vnd Gsund wir da blieben / biß auff die Stund durchauß. Einßmals an einem Tage / tranck sie sich voller Wein / in dem thet sie sehr plagen / die Kindsmutter vnrein. Da sprach mit Zorn das Gottloß Weib / warhafftig thu ich tragen / drey Teuffel in meim Leib. Gar schnell durch GOttes Zorn / wurden verwandlet wir: Auß Menschen Geister worden / wie du siehest vor dir. Weeh immer wech du Gottloß Weib / ewig bist du verlohren / Verdampt mit Seel vnd Leib. Da theten sie vmbringen / die Geister alle drey: Sie Marteren vnd zwingen / das sich erhub groß Gschrey. Ein grosser schrecken war im Hauß / Augenblicks vnd gehlingen / Verschwand alles darauß. Jhr Leib der thet da bleiben / Kohlschwartz außsehen thut: weiter so thu ich Schreiben / mit trawren vnd Vnmuth. Gar bald von einem Rath erkennt / das man daß Gottloß Weibe / zu eim Pulffer verbrennt. Solches ist auch geschehen / O du mein frommer Christ: Die Zeitung thu ansehen / dann es kein Fabel ist Fluch vnd schwer doch nicht so leichtsam / thu ich mit Warheit jehen / vor Gott du dich doch scham. Aber es ist auff Erden / jetzund so gar gemein: Das des Teuffels viel werden / beydes Alt groß vnd klein. Ja wenn der Mensch was reden soll / so rufft er gantz vermessen / das jhn der Teuffel hol. O jhr Weiber allsamen / seyt willig allezeit: in JEsu Christi Namen / wann euch der lieb Gott gibt. Den Segen mit der Leibes Frucht / doͤrfft jhr euch deß nicht schemen / vnd nicht darwider Flucht. Wann wir in JEsu Namen / dasselbig werden thun: Vnd vest halten zusammen / so wird vns Gottes Sohn. Nach dieser truͤbseligen Zeit / wer das begehrt sprech Amen / geben die Seeligkeit. Die ander Zeitung. ACH hoͤret doch jhr Christenleut / was nemblich ist ge⸗ schehen / singen will ich mit trawrigkeit / vnd auch mit warheit jehen / als man tausent 6. hundert Jahr / vnnd drey vnd zweintzig zehlet / in dem Christmonat offenbahr / den achten Tag erwoͤhlet. Ein Dorff das ligt im Schweitzerland / zwo meil von Zuͤrch der Statte / Steinbach ist dieser Fleck genannt / Es sie begeben hatte / das ein gar frommer Mann / mit sieben Kind beladen / sie nimmermehr ernehren kan / luͤt mangel vnd auch schaden. Kein Metzen Korn kundt er mehr / mit barem Gelt be⸗ zahlen / zwen Gulden daß war jhm zu schwer / hett doch kein Brot diß mahle / derhalb stund er in grosser Noth / die Kinder theten sprechen / Ach Vatter gib vns doch ein Brod / sein Hertz moͤcht jhm zerbrechen. Jn dem der Arme mit Ellend / hin gieng zu seine Nach⸗ baurn / mit Weinen hub er auff die Haͤnd / bat jhn mit gros⸗ sen trauren / er solt jhm leihen in der Noth / nur ein Metze Koren / dann er hab je kein bissen Brod / als bald der Bauer mit Zoren. Fieng an zu schweren trutziglich / der Teuffel soll jhn holen / wann hab ein Metze Korn ich / derhalb soll er sie trollen / vnd schauen wo er ein bekomm / auff den Marckt soll er lauf⸗ fen / gen Zuͤrch da find er vmb vnnd vmb / wie viel er woͤll zu kauffen. Vnd wiß den Armen schaͤndlich ab / in dem so kam ge⸗ gangen / der Teuffel als ein langer Knab / vnd thet jhn schnell vmbfangen / Vnnd fuͤhrt in den Stadel nauß / thet in das Korn weisen / darnach er jhn mit grossem Grauß / wider die Wand thet schmeissen. Und fuͤhret jhn Leibhafftig darvon / augenblick thet ver⸗ schwinden / kein Haut noch Haar am Bauren nun / kein Mensch mehr kundt finden / Gott weist wo er hin kommen ist / O Mensch nimb das zu Hertze / Vnd mache dich zu GOtt geruͤst / er last nicht mit jhm schertzen. Ach wie ist doch die Welt verkehrt / an allen Ort vnd enden / man nur das zeitlich Gut begehrt / das ewig bleibt da⸗ hinden / mancher Mensch ist so verrucht / vmb das Gottloß Gelte / muthwillig Leib vnnd Seel verflucht / also gehts in der Welte. Mancher wol mit vnverstandt / seim nechsten thut ver⸗ sagen / deß er doch hat in seiner Hand / gar sichtbarlich thut tragen / verpfend dem Teuffel Leib vnd Seel / thut seiner nit verschonen / da doch der Teuffel in der Hoͤll / jhm ewiglich wirdt lohnen. Wie kan die Erden geben Frucht / weil der Mensch so verwegen / sein Gott im Himmel selb verflucht / an dem ist al⸗ les gelegen / die Stern vnd auch die Element / man schroͤck⸗ lich thut verschweren / das Hochwuͤrdig Sacrament / man groͤblich thut vnehren. Derhalben muß der Liebe Gott / das Gottloß Leben straffen / den frommen helffen auß der Noth / keiner wird jhm entlauffen / O du Geitzhalß was wuͤrst du thun / von dem Richter deß HErrn / wirst du empfahen boͤsen Lohn / das Feuer wird dich verzehren. Derhalben O mein frommer Christ / an Gott thu nicht verzagen / vnd wann du schon hie Arm bist / thu das gedultig tragen / dann wer gedultiglich hie leidt / in JEsu Christi Na⸗ men / diesen wird Gott mit grosser freud / helffen im Himmel Amen. Das dritte Lied. 1. O Frommer Christ hertzlich betracht / wie traurig ist die Fin⸗ ster Nacht / nemlich die letzte zeit / die wir erlebt haben mit Noth / das es gleich muß erbarmen Gott. 2. Wie Salomon schreibet gemuth / vnnd Sybilla Weissagen thut / kurtz vor der Welt beschluß / wird grosse Noth verhanden sein / bey allen Menschen in gemein. 3. Man wird vergiessen hin vnd her / das Menschen Blut mit trauren schwer / wol in der gantzen Welt / wird man sagen von Krieg vnd Streit / mit grosser Forcht vnd traurigkeit. 4. Wo jhrer drey beysamen stohn / so werden sie reden davon / vnd an dem Himmel hoch / wird man sehen der Wunder viel / klaͤglich uͤber die maß vnd ziel. 5. Der Vatter wird auch seinen Sohn / vertreiben mit groß spott vnd hon / die Mutter in dem Leib / wird verfluchen jhr eygens Kind / wie schon der viel geschehen sind. 6. Ein Bruder den andern mit Noth / wird erbaͤrmlich schlagen zu Todt / deßhalb der guten Freund / werden sich gar wenig finden lan / die Freundschafft wird alles zergahn. 7. Die Propheceyung melden thut / daß man wird in dem Chri⸗ stenblut / vmbgehen biß zu dem Knye / es wird Heulen vnd Weinen recht / vmb die Maͤnner Weiblichs Geschlecht. 8. Solches hat schon den anfang / es ist der Welt so angst vnnd bang / das gleich ein frommer Christ / auch schier nicht mehr kan wissen wol / wem er auff Erden vertrauen soll. 9. Es ist leyder worden gemein / nur gute Wort vnd falschen schein / der Judas Kuß regiert / ach wie kan doch Gott sehen zu / der Welt Boßheit vnd groß Vnruh. 10. Ach schau dich vmb mein lieber Christ / vnnd gedenck was ge⸗ schehen ist / dieses vergangne Jahr / so must du erkennen mit Klag / die letzte Zeit vnd Juͤngsten Tag. 11. O frommer Christ schau mit verstand / die grosse Roth im gantzen Land / wie das man alle Tag / erwuͤrget also jaͤmmerlich / die Christen wie das liebe Vich. 12. Ja das kein Wunder wer gemein / es moͤcht doch erbarmen die Stein / der jaͤmmerlichen Noth / so uͤberall vorhanden ist / komm vns zu huͤlff HErr Jesu Christ. 13. Vnd erfrew die Glaubigen dein / ach komm bald lieber HErre mein / mit deinem Juͤngsten Tag / vnnd mach der boͤsen Welt ein end / nimb vns zu dir auß dem Elend. ENDE. 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Selbstmord eines liebeskranken Studenten; Antwort-Lied
Vier schoͤne neuwe Lieder: Das erste / Ein erbärmlichs Klaglied / Von einem Stu⸗ denten zu Franckfurt an der Oder trawriglich gemacht / welcher sich auch vor Leyd erstochen / alß er erfahren / daß sein verlobte Jungfraw in seinem abwesen einen andern genommen. Jm Thon / Nun laßt vns den... Show more Vier schoͤne neuwe Lieder: Das erste / Ein erbärmlichs Klaglied / Von einem Stu⸗ denten zu Franckfurt an der Oder trawriglich gemacht / welcher sich auch vor Leyd erstochen / alß er erfahren / daß sein verlobte Jungfraw in seinem abwesen einen andern genommen. Jm Thon / Nun laßt vns den Leib begraben / rc. Das ander / Jst die Antwort deren Person / vmb welcher willen sich der Student zu Franck⸗ furt an der Oder erstochen. Jm Thon / Ach daß ich koͤndt von Hertzen singen / rc. Das dritt / Ach liebster Gott / Wenn ich in meinem Hertzen / rc. Jm Thon / Meins Hertzen Trost hab ich newlich / rc. Das vierdt / Ach Herre Gott / groß noth / rc. Jm Thon / Ach Hertzigs Hertz / mit Schmertz / rc. 1. KEr vmb mein Seel vnd trawre nicht / Ob schon dem Leib groß leyd geschicht / Vnd jhr o liebsten aͤuglein mein / Wüscht ab von euch die thraͤnelein. 2. Weil mir mein wunsch gantz misselingt / Weil mir daß glück ein anders singt / Weil kunst vnd gunst vergebens ist / Vergebens ist all witz vnd list. 3. Auff welche ich all mein hoffnung hab / Die bringt mein Coͤrper in das grab / Die bringt mein Seel zur Hellen pein / Wo Gott nicht bricht den willen mein. 4. Ach daß ich je geboren war / Ach daß mich je die Sonne klar / Bescheinen thet so wer ich loß / Von Venus band vnd jhrem gschoß. 5. Verflucht sey die vnselige zeit / Da mich dein anblick erst erfrewt / Verflucht sey die vnselige zeit / Das ich von dir durch den Tod scheid. 6. Die stund sey auch verflucht / veracht / Da ich zum ersten mal erwacht / Vom ersten Schlaffe vnd nicht pflag / Deß anderen Schlaffs zum Juͤngsten Tag. 7. Die auffzuͤge deß Todtes mein / Seind wie der Wind geschwind vnd klein / Kurtz ist die zeit / nah ist der Todt / O wee o wee der grossen noth. 8. Darumb o liebstes Seelelein Dicht mir zuvor ein Liedelein / vnd du o rotes muͤndelein / Sing mir zuvor diß Liedlein klein. 9. Sing mir: O Welt ich muß dich lassen / Denn ich fahr dahin meine strassen / Jn dir hab ich kein rast noch rhu / Biß man mir truckt die Augen zu. 10. Biß man mein trawrigen ellenden Leib / Der trawrig vmb dich schoͤnes Weib / Stirbt vnd verdirbt mit trawren werth / Begraben in die trawrig Erd / 11. So weiß ich daß mit wee vnd klagen / Mich manches schoͤns Weibsbild wird klagen / Mit klagen werden die Leuth sagen / Jhr schoͤn gestalt hat jhn erschlagen. 12. Wann ich dann werd erschlagen seyn / Begraben vnder ein marmelstein / So sol diß auff weiß Helffenbein / Zur letze meine Grabschrifft seyn / 13. Mein Wandersman durch Gottes will / Geh nit fortan / sondern steh still / Dein sach schieb auff / diß verßlein liß / Die Christlich Lieb erfordert diß / 14. Ein Juͤngling zart / ein edler Leib / Getoͤdet ward von einem Weib / Wider jhrn willen manigfalt / Doch thets erfuͤlln jhr schoͤn gestalt. 15. Die richtet jhn zum Todte eben / Vnd kondt jhms Leben nit wider geben / Sein frewd war klein / sein leyd war hart / Kein Lieb hierinn gelegen ward. 16. Darumb gut Gsell gleich wer du bist / Der du diese mein Grabschrifft lißst / Laß dich die Lieb nicht so verfuhrn / Sonst wirst du Leib vnd Seel verliern. 17. Sag nun Hertz allerliebste mein / Heißt das nicht recht geliebet seyn / Weil durch mein Lieb Leib vnd Leben / Wird schandlich in Todt gegeben. 18. Jch hett ja ewig nicht gedacht / Daß ich wuͤrd so gering geacht Von dir / wegen deß Lebens mein / O harter felß / o harter stein / 19. Daher dann auch die Eltern dein / Nicht dein natuͤrlich Eltern seyn / Sondern die Liebisch Wuͤsteney / Viel billicher deine Mutter sey. 20. Attlaß / von deme ist die sag / Daß er die last deß Himmels trag / Der hoͤchste Berg im Morenlandt / Wird billicher dein Vatter gnandt. 21. Dein Vatterland vnd Wuͤsteney / Die vmbligend vmb Synai / Vom roten Meer biß zum Jordan / Von Egypten zu Canaan. 22. Die Tigerthier grausamigklich / Haben zehen Jahr gsaͤuget dich / Von denen nun wirst du beleydt / Vngnad / stoltz / raach / zorn vnd falschheit. 23. Dieweil du deine freundlichkeit / Vor mir verbirgest allezeit / Ach blutdurstige grimmigkeit / Ach grimmige blutdurstigkeit. 24. Doch ist mein letzter trost daß ich Nicht bin der erst / der durch Lieb sich Ertoͤdt / denn der Todt gleich man lißt / Durch Lieb vor laͤngst gewesen ist. 25. Jch werd auch nicht der letzte seyn / Der durch Lieb fahrt zur Hellen pein. Dennoch wird darnach kommen dein / Mein Todt ein ewig Exempel seyn. 26. Julius Cesar / vnd Hannibal / Tarquinius vnd Astrubal / Auch Adam / Loth vnd Salomon / Samson / David vnd Absolon. 27. Seind vber all weißheit vnd macht / Wie hoch sie immer werden geacht / Durch Teuffels strick vnd Frawen tuck / Gerahten in groß vngeluͤck. 28. Leander in dem Meer vmbkam / Da er zu seiner Liebsten schwamm / Die billich sich zu todte weint / Da sie verlohr jhrn besten freund. 29. Hyffris erhencket worden ist / Frosis erschossen wie man lißt / Narcissus durch sein eygen Lieb / Jst worden seines Lebens Dieb. 30. Troja das edle Koͤnigreich / Geschleiffet ward der Erden gleich / Mancher Fuͤrst wegen Helenam Erbaͤrmlich vmb sein Leben kam. 31. Noch mehr der seind / weich mein Abschied / All zu erzehlen mir verbiet / Den Todt den ich mir fuͤrgenon Der soll vnd muß mir nicht entgon. 32. Denn mein Leib eylet in das grab. Welchs ich mir selbs erwoͤhlet hab / Vnd sing zu letzt mit trawrigem klang / Gleich wie ein Schwan den Leichgesang. Wann dann nun wird das muͤhtlein dein / Durch mein jungs Blut gekuͤlet seyn / Erst wird sich deine Seel trencken / Vnd meiner Trew erst gedencken / 34. Dann von dir will ich lassen nicht / Will trawren wann dir leyd geschicht / Froͤlich will ich seyn wanns dir wol geht / Wie Melusina vor zeiten thet. 35. Wann du wirst essen zu Mittag / Vnd hoͤren meiner Seelenklag / So denck daß dich deß Abends eben / Gleich klagen vnd zagen wird vmbgeben. 36. Wann du nun wirst zu Betthe wollen / Dich dein Gedancken schrecken sollen / Auch solstu mich deß Nachts sehen / Vor deinem Bethe trawrig stehen. 37. Wann du morgens erwachen wirst / Gleich einem Hirschen den grausam duͤrst / Dich duͤrsten soll nach meinem Leben / Vnd kanst mirs doch nicht wider geben. 38. Fruͤh will ich seyn ein schweres plagen / Zu morgens ein erbarmliches klagen / Abends im Hertzen angst vnd zagen / Zu mitternacht ein wurm vnd nagen. 39. Ja wo dich wird der wind hinwehen / Solstu mich allzeit bey dir sehen / Jn Trawerkleider angezogen / Darumb daß mich dein Lieb betrogen. 40. Jn der Kirchen / im Veldt / im Hauß / Wird vmb dich seyn ein wind vnd sauß / Jn Wincklen / Waͤnden vnd allen Enden / Will ich mein Geist zur gual dir senden. 41. Mein Tod / deinem Tod das Leben mein / Deinem Leben solt nutzlich seyn / Nun aber wirstu meiner froh / Vber Ach / Raach / o wee Mordio. 42. Wann du wirst in den letzten zuͤgen / Ohn menschen trost vnd huͤlffe ligen / Will ich wie ein dampff bey dir seyn / Engsten dein armes Seelelein / 43. Vnd wenn man wird dein Leichgebrang / Halten mit klarem Glockenklang / So will ich dir das Gleite geben / Vnd aber deiner Baar her schweben. 44. Darnach will ich nicht lassen ab / Sondern zehen tag auff deinem grab / Mit heulen / winßlen / bringen zu / Daß mein Seel nicht kan haben rhu. 45. Jm grab auch vnder deinem Stein / Solstu vor mir nicht sicher seyn / Dann ich dich offt vnd ohne ziel / Wecken / recken / vnd erschrecken will. 46. Vnd wann dich daͤucht fuͤruͤber seyn / Die truͤben Wolcken / all Qual vnd Pein / So wird erst Plitz vnd Donnerschlag / Dein angst vnd noth angehen des tags. 47. Dann wann deß Engels gethoͤn vnd sauß / Das letzte Recht wird blasen auß / Was du zuvor im Spiegel gesehen / Wird erst mit rechten ernst angehen. 48. Da wird auff Erd mein bleicher Mund / Mein Hertz zerhackt / zerknirscht / verwundt / Vnd mein Seel auß betruͤbtem sinn / Anklagen als ein Moͤrderin. 49. Mein arme Seel erloͤßt von Gott / Hat dein vntrew gebracht in noth / Vnd den Leib so mir Gott gegeben / Hat dein vngnad gebracht vmbs Leben. 50. Nun schwitz / werd klug durch meinen schadn / Nach meinem Tod wirstu recht badn / Betruͤb nun mehr ein trewes Hertz / Vnd zeuch trew lieb in schimpff vnd schertz. 51. Was hilfft dich scheiden zu diser frist / Der Zeiger auß gelauffen ist / Den Tod ich fuͤr ein Vrtheil schetz / Ob schon / d'natur sich drob entsetzt. 52. Ade o zeit / ach Welt / / ach Frewd / Ach Herr / o Venus Krieges leuth / Gott geb daß jhr erhalt den Streit / Vnd werden singen Venus leyd. 53. Letztlich bitt ich vmb Gottes willn / Jch will dein willen gern erfuͤlln / Laß mir das einige Leben mein / Fuͤr den Tode gengsam seyn / 54. Ade o wee zu guter nacht / Sey dir das Lied in Leyd gemacht / Auß trawrigkeit sey dirs erdacht / O wee / o wee zu guter nacht. Das ander Lied. 1. ACh hoͤret zu mit klagen / jhr Juͤngling vnd Jungfrawlein / was ich euch jetz will sagen / in disem Liedelein / werd ohn zweifel gehoͤret han / das Lied von eim Studenten / der jhm selbst leyd anthan. 2. Wegen daß sich vermaͤhlet / sein allerlieb⸗ stes Lieb / vnd ein andern erwoͤhlet / weil er so lang außblieb / das bracht jhn in so grosse not / daß er sich selbst erstochen / ja gantz ver⸗ wundt in Todt. 3. Bin ich doch nicht gewesen / die vrsach nur allein / hatt drumb noch nicht vergessen / der Trew vnd Liebe sein / die vrsach war / weil mir zukam / ein falscher Brieff darauff stun⸗ de / sein Pettschafft vnd sein Nam̄. 4. Darinnen war zu lesen / ich solt hinfort nunmehr / seiner gaͤntzlich vergessen / Er kaͤm doch nimmer her / Er hett sein Lieb gesetzet nun / auff eine die jhm lieber / alß aller Welt Reichthumb. 5. Als ich den Brieff gelesen / mit schrecken vñ grossem leyd / wurd mir mein Hertz beses⸗ sen / mit eytel trawrigkeit / mein Hertz staͤts seufftzt vnd klaget sehr / ach du Liebster auff Erden / seh ich dich dann nimmermehr. 6. Der Brieff hat mich betrogen / vnd jhn gebracht in Todt / war falsch vnd alles erlo⸗ gen / o wee deß Jammers vnd Noth / den Brieff doch nur geschrieben hat / ein falsches Hertz vnnd Hande / vnd mich abwendig gmacht. 7. Drauff hab ich mich vermaͤhlet / ein gan⸗ tzes jahr hernach / vnd mir zum Trost erwoͤh⸗ let / dem ich vertrawt mein klag / meynt nicht anderst dann alles wahr / was mir ward zu⸗ geschrieben / wer seine meynung gar. 8. Da er doch offt geschrieben / Jch solt be⸗ staͤndig seyn / aber wo seyn geblieben / diesel⸗ big Brieffelein / keines ich nie empfangen hab / bezeug ich mit Mund vnd Hertzen / biß in mein trawrigs Grab. 9. Wie wahr du nun gesungen / O du mein trawtster Hort / freylich werd ich verdrungẽ en / von eim zum andren ort / dein Geist der thut mich quelen sehr / daß ich kein Rast noch Ruhe / kan haben nimmermehr. 10. Jch schlaffe oder wache / so kompst mir zu Gesicht / dein jaͤmerliche klage / hat kein auff⸗ hoͤren nicht / dein bleichen Mund / dein toͤdt⸗ lich Wund / zeigst mir zu allen zeiten / wann dann erst kompt die stund. 11. Daß ich vonhin soll scheiden / hast du ge⸗ sungen mir / da muͤß ich erst dann leiden / was nit geschehen hier / soll ich dann haben gar kein rhu / das muͦß ja Gott erbarmen / dz klag ich jmmerzu. 12. Mein ist doch nicht alleine / die Schuld wie vor gehoͤrt / dannoch so leid ich peine / weil er sich hat ermoͤrdt / von meinet wegen nur allein / Ach Gott troͤst du sein Seele / vnd behuͤt mir auch die mein. 13. Diß Liedlein hab ich dichtet / auß trawri⸗ gem gemuͤth / darmit ich nur berichtet / das mich allein verfuͤhrt / das falsche Schreiben / welches mir / zukommen und berichtet / Er komme nimmer hier. 14. Jhr Juͤngling vnd Jungfrawen / nembt diß Liedlein in acht / vnd thut nicht allzeit trawen / so euch wird zugebracht / Schreiben von eweren Liebelein / daß jhr nicht werd be⸗ trogen / vnd kompt in gleiche pein. Das dritte Lied. 1. ACh liebster GOtt / weñ ich in meinem Hertzen / voll angst und trawrens bin / vnd steck in noth / in sorgen / qual vnnd schmertzen / Wo soll ich fliehen hin? Deiner Gnadenthuͤr vnverspert ist mir / wenn ich klopff mit glauben / so thust du dich herfuͤr / sprichst zu mir / du lieber Sohn / deine Sup⸗ plication / thu mir vberreichen / Jch will dir helffen schon. 2. Jch kom̄ zu dir / vnd alles rein außschuͤtte / was ich im Hertzen hab / ach hilff du mir / durch deine grosse guͦte / zieh deine Hand nit ab / halt vnd faß mich steiff / daß ich dich er⸗ greiff / in eim wahren Glauben / biß deine huͤlff wird reiff / wenn ich dich gefasset hab / so laß ich von dir nicht ab / biß ich hab vber⸗ kommen / dein Gnadengschenck vnd Gaab. 3. Menschliche huͤlff / in noͤten nicht beste⸗ het / zu dir o Herr allein / ich sehnlich gilff / mein armes Hertz dir flehet / sih du mit gna⸗ den drein / denn wer dir vertrawt / der hat wol gebawt / weil mit allen gnaden dein / dein Antlitz auff jhn schawt / Herr mein Hertz hangt auch an dir / helt dein wahres wort dir fuͤr / du werdst in mein noͤten / dein huͤlff erzei⸗ gen mir. 4. Amen / mein bitt / gewißlich ist erhoͤret / wie mir mein Hertz andeut / ich zweiffel nicht / daß ich gwiß werd erhoͤret / von mei⸗ nem Gott mit frewd / darauff will ich jhm / mit froͤlicher stimm / ein schoͤn Dancklied singen / drinn ich sein guͦte rhuͤm / frisch auff liebe Seele mein / rhuͤm vnd lob den Herren dein / der dich hat erhoͤret / gewendt dein klag vnd pein. Das vierdte Lied. ACh Herre Gott / groß noth / zu diser zeit / viel jammer vnd leyd / hat vns so gar vmbfangen / Du aber bist / all frist / vnser zuflucht / wo man dich sucht mit hertzlichem verlangen / durch wahre Rew / Glaub / Lieb vnd Trew / dir ghorsam thut anhangen. 2. Ehe Himmel vnd Erd / jhrn werth / vnd grund empfieng / bist du vorhin / von ewigkeit gewesen / aller Menschenkind / geschwind / werden schabab / muͤssen ins Grab / leiblich darinn verwesen / nimbst sie zu dir / vnd man thut jhr / doch mit der zeit vergessen. 3. Wie mit geraͤusch / verfleust / ein Wasser⸗ strom / ja wie ein Traum / behende sich ver⸗ leuret / wie das gruͤn Graß / ohn maß / deß morgens fruͤh / in voller bluͤh / gar lieblich ist gezieret / vnd doch deß abends ligt allda / in duͤrres Hew verkehret. 4. Also der Mensch / behend von hinnen faͤhrt / zwey fuder Erd / seinn Coͤrper wol be⸗ decket / arm oder reich / gilt gleich / kranck oder gesund / deß Todes stund / die Seel dem Leib abschrecket / biß er vom Tod / am Juͤngsten tag / wird widerumb aufferwecket. 5. Die erste Welt / viel aͤlter Leute gab / ehe sie zum Grab / dahin getragen wurden / je⸗ tzund reicht man / gar kaum / achtzig Jahr / vnd ist fuͤrwar / vil jammers muͤh vnd sor⸗ gen / in dem Elend / ja vnser End / ist vns al⸗ len verborgen. 6. Herr Gott dein grimm / reist hin / grau⸗ sam geschwind / auch junge kind / so wol als die gar Alten / den Adams fall / vns all ver⸗ derbet hat / daß wir den Tod / gehorsam muͦssen halten / mach vns bereit / wenn kompt die zeit / auß diesem Leben zu walten. 7. An meinem end / behend / die Seele mein / Jch dir allein / HErr Jesu Christ befehle / am Juͤngsten tag / ohn klag / laß widerumb zusammen kommen / mein Leib vnd auch mein Seele / durch deinen Tod / vnd Wunden rot / behuͤt mich fuͤr der Hoͤlle. ENDE. Getruckt im Jahr / 1624. Show less

Sturmflut an der Ostsee; Geistliches Lied; 1625
Eine erbaͤrmliche kleg⸗ liche / vnd in diesen Landen zuvorn vner⸗ hoͤrte Newe Zeitung / Die sich in diesem 1625. Jahre Den 3. Februarij begeben / vnd zugetragen durch einer erschreck⸗ lichen Wasserfluth / auch Vngewitter / welches sich erstlichen in Pohlen / Lieffland / Schweden / Dennemarcken... Show more Eine erbaͤrmliche kleg⸗ liche / vnd in diesen Landen zuvorn vner⸗ hoͤrte Newe Zeitung / Die sich in diesem 1625. Jahre Den 3. Februarij begeben / vnd zugetragen durch einer erschreck⸗ lichen Wasserfluth / auch Vngewitter / welches sich erstlichen in Pohlen / Lieffland / Schweden / Dennemarcken / Pommern / vnd Mecklenburg / Femern / Holstein / Edersteden / vñ im Nord⸗ strande / deßgleichen auch vmb Luͤbeck vnnd Hamburg / auch in den vier Landen / dar allenthalben ein grosser schade geschehen / am Menschen vnd Viehe / die da jaͤmmerlicher weise / durch einer erschrecklichen Suͤndfluth / von Gott dem Allmaͤchtigen / von wegen vnser grossen Synde halben vberschwemmet worden / welches also allen frommen Christen zu einer trewher⸗ tzigen Warnung / von Suͤnden abzustehen / Jn ein Gesang verfasset. Jm Thon: Ach reicher Gott im Throne / etc. Gestellet durch einen Liebhaber Goͤttli⸗ ches Worts / mit Nahmen Michael Zezius / Schuldiener der gemeine Gottes zu Penkuͤn. Beneben einem schoͤnen Geistlichen Liede / Ach du hertzliebes Jesulein / etc. Jm Thon: Recht den⸗ cken / recht reden vnd auch recht thun / etc. Erstlich gedruckt zu Stetin in Pommern bey Jo⸗ hann Christoff Landtrachtinger / Jm Jahr / 1625. Eine Newe Zeitung. EJne Wasserfluth ist angangen / in den jetztlauffenden Jahr / Jn Polen angefangen / den 3. Februarij fuͤrwar / darin eine Stadt gelegen / Warschaw ist sie genandt / ach Gott / laß dichs erbarmen den Jammer vnd grosse Noth / solch Seufftzen Heulen vnd Karmen / der Wittwen Weisen vnd Ar⸗ men / Hilff sie in jhrer Noth. Bey Warschaw ist angelauffen groß Wasser zu der stund / Mit grauß vnd grossen Schallen / was ich euch jetzt thu kundt / Neun vnd zwantzig Menschen ertruncken Junck vnd alt / Drey tausent vnd neuntzehen Rinder / deßgleichen viel kleiner Kinder / Ach Gott hilff vns auß Noth / Jn Lieffand vnnd in Schweden / Grosser schade geschehen ist / was ich euch hie thu melden / Viel Schiffen gros vnd klein / Vber neun tausent sind geblieben / von Menschen Junck vnnd Alt / Sie sind alle auffgeschrieben / die das Wasser auffgerieben / Gar klaͤglicher Gestalt. Das Wasser hat mit klagen / in Dennemarck vnnd Femern fuͤrwar / Wie die Leute dar beklagen / etliche tausent Ochsen dar / Kuͤh / Schweine vnnd junge Rinder / Auch alles Korn ich meld / Vber tausent Menschen vnd nicht minder / beweinen Eltern vnd Kinder / welchs klaͤglich wird erzehlt. Das Wasser thet sich erstrecken / etlich tausent meilen breit vnd lang / Mit sturm vnd grossen schrecken / macht vielen Leuten bang / Thet in Pommern auch kommen / biß an Colberg hinan / Anklam vnnd Wolgast hats vernommen / Grypswalde in der Sunnen / in Riegen vñ Stralsunde / gar grossen schaden gethan. Die Staͤdte vnd Doͤrffer wil ich nennen / sind vielen wol be⸗ kandt / Die sich darzu bekennen / Jsethumb / auch Bahrt zu hand / Damgarten vnd Ribbenitz / Rostock / Warmuͤnde zugleich / Jhr schaden thut sie rewen / das Land Poͤhlen darff sich nicht frewen / Wißmar solchs auch empfandt. Die Stadt Luͤbeck auch Tramuͤnde / Boltenhagen auch Darsow zugleich / Newendorp den Hafftkrug / das Wasser auch erschleich / Die Newe Stadt mit klagen / gelegen in Holsteiner Landt / Die Grube thu ich sagen / Oldenburg vnd heiligen Hagen / Kiel solchs auch empfandt. Ecklenvoͤrde / Cappel ich sage / die Stadt Flenßborch fuͤrwar / dar geschach gar grosser schade / Sundersborch / Apenrode dar / Assens vnd Schwinenborch eben / Middelfahrt / Neuenburgk zugleich / Alerhausen auch mit klagen / Ripen / Tundern / geschach groß schaden / den Nord⸗ strand es auch erschleich. Hamburg hat auch befunden / die schreckliche Wasserfluth / Deß⸗ gleichen auch die vier Landen / das macht vnser Suͤnde gros / Deutsch⸗ land thu dich bekehren / thu buß mit Ninive / Zu Fusse fallt Gott den HErren / der wird die Straffe abkehren / gleich wie von Manasse. Die schreckliche Wasserfluth auch Vngewitter / weeret einen hal⸗ ben Tag / war vielen Leuten bitter / Fuͤhrten gar grosse klag / wird gros⸗ se Thewrung machen / an vielen Orten zwar / Der Korn Jude wirds belachen / doch wird Gott eins auff wachen / strafen jhn offenbahr. Gotts Zorn thut schrecklich brennen / wenn er wird angezuͤndt / Viele Leute thun solches bekennen / welche druͤber verdorben sindt / Die argen Sodomiter / Gomorra auch zugleich / Kriegten ein Vngewit⸗ ter / war jhn schrecklich vnd bitter / verderbet fuͤnff Koͤnigreich. Jn Egypten deßgleichen / hat Gott durch sein Gericht / Gethan groß Wunderzeichẽ / sie wolten helffen nicht / Pharao sampt den seinen / verachten diese That / Die andern mustens beweinen / die grossen mit den kleinen / Deß Koͤnigs sein letztes Bad. Gott thut vns taͤglich drewen / mit Krieg vnd Pestilentz / Bricht ein ohn alles schewen / ist hart an vnser Grentz / Thewrung haben wir im Lande / viel Kranckheiten mancherley / Gott wolle sie von vns wen⸗ den / sein Gnad vnd Huͤlff vns senden / machen vns vom Vbel frey⸗ Werden wir vns nicht bekehren / von Suͤnden lassen ab / So wird Gott selber wehren / vns stuͤrtzen in ein Grab / Den Armen mit den Reichen / nehmen durch sein Gericht / Wird lassen den Tod einschlei⸗ chen / viel Leute machen zur Leichen / Gott leß sich spotten nicht. Hilff Gott daß wirs erkennen / vnser Sunde vnd Missethat / Weil wir vns Christen nennen / bitten den HErren vmb Gnad / So wird er sich erbarmen / vnser verschonen zwar / Erhoͤren das Gebet der Armer / jhr seufftzen / stehen vnd karmen / Amen das werde war. Das Ander Lied. ACh du herzliebes Jesulein / wie gern wolt ich bald bey dir seyn / ist doch auff diesem Jammerthal / nur Angst vnnd Truͤbsal vberall. Verleite mir ein seliges Stuͤndelein / daß ich sein sanfft moͤg schlaffen ein / vnd mit den lieben Engelein / anschawen das liebliche An⸗ gesicht dein. Dem Will gescheh HErr Jesu Christ / der allezeit am besten ist / wer an dir gleubt auff dieser Erden / der soll gewißlich selig werden. Wenn mir gleich Leib vnnd Seel verschmacht / mein Sinn vnd Krafft mir micht mehr acht / So bistu doch meins Hertzen Trost / HErr Jesu der du mich hast erloͤst. Jch werde nicht sterben / sondern leben / dem HErrn Lob vnd Preiß geben / HErr Jesu Christ in deine Hende / befehle ich meine Seel am letzten Ende. Christus ist mein Leben / meins Heils ein Stim̄ / sterben in Gott ist mein Gewinn / Jch werde sanffte schlaffen ein / zu Christ Schos nun sitzen fein. Mit Engelein vnd Jungfraͤwlein schon / bey Gott in seinem hoͤch⸗ sten Thron / da die lieben Propheten sind / vnd andere heilige Gottes Kind. Mein liebsten Vater ins Himmel Thron / auch noch mehr ade⸗ liche Person / werde ich sehen sitzen in grosser Frewd / die Jesus Chri⸗ stus hat bereit. Die an jhn gleuben festiglich / vnd jhm vertrawen stetiglich / die wil er nehmen sein Reich / vnd machen den lieben Engeln gleich. Darumb hertzliebste Mutter mein / last ewer trawren vnd weinen seyn / Jch werde bald kommen in Gottes Reich / des frewet euch mit mir zugleich. Ade du arge boͤse Welt / das Himmelreich ist vns bestelt / Fahr hin du elendes Jammerthal / grosse Frewd wird seyn ins Him̄els Saal. Gelobet sey Gott im hoͤchsten Thron / auch Christum seinen aller⸗ liebsten Sohn / dem Troster dem heiligen Geist / Sey gesagt Lob / Ehr vnd Preiß / Amen. ENDE. Show less

Belagerung der Festung Zigeth, 1625
Ein schoͤn new Lied / Von dem Graf⸗ fen / vnnd thewren Ritter vnnd Helden / Graff Niclaus von Serin / wie er so Ritterlich in Vngern ge⸗ stritten vnd gefochten hat / wider den Erb⸗ feind der Christenheit / den Tuͤrcken vnd seinen hauffen. Jm Thon / wie man das Lied von Vlmitz singet / rc ... Show more Ein schoͤn new Lied / Von dem Graf⸗ fen / vnnd thewren Ritter vnnd Helden / Graff Niclaus von Serin / wie er so Ritterlich in Vngern ge⸗ stritten vnd gefochten hat / wider den Erb⸗ feind der Christenheit / den Tuͤrcken vnd seinen hauffen. Jm Thon / wie man das Lied von Vlmitz singet / rc Getruckt im Jahr Christi / 1625. WJe gerne wolt ich singen / so sicht mich trawren an / ich weiß nicht zu verbringen / jedoch kan ichs nit lan / HErr Gott ich thu dirs klagen / den Jam⸗ mer vnnd die not / so sich vor wenig tagen / newlich hat zugetragen / laß dichs erbarmen Gott. Als man zahlt fuͤnffzehen hundert / auch sechs vnd sechtzig Jahr / hat sich der Tuͤrck vnderwunden / mit einer grossen schar / vns Christen zu bekriegen mit rauben / mord vñ brand / wolt Gott ich solt es liegen / es wurd mir leicht verziegen / wolt leiden dise schand. Zigeth die wol erbawet / vnd außerwehl⸗ te Vest / vor der dem Tuͤrcken grawet / be⸗ wart auffs allerbest / darinnen ist gelegen / Graff Niclaus von Serin / mit manchem kuͤnen Daͤgen / thet grosser Mannheit pfle⸗ gen / nach ehren stund sein sinn. Vnserm Christlichen Kayser / hat ers ein eyd gethan / als ein alter vnnd Greyser / wolt er den feind bestan / die Vestung nit auffge⸗ ben / den Tuͤrcken inn sein gwalt / viel mehr darwider streben / dieweil er hett sein leben / als ihrs werd hoͤren bald. Jm Augstmonat so spate / im vorgemel⸗ ten Jahr / brennt der Tuͤrck die Statte / mit gwalt vnnd grosser schar / mehr dann drey hundert tausend / bracht er geruͤst ins landt / darinn hat er schroͤcklich gehauset / drob manchem Christen grauset / wem solches wird bekandt. An S. Johannis tage / der enthauptung gewiß / ist war wie ich euch sage / der feindt sich mercken ließ / dann Zigeth wolt er ge⸗ winnen / vff den tag hett er glück / das mocht jm nit zurinnen / der Graff war solchs bald jnnen / er merck jhm auff sein tück. Der Türck den sturm anfienge / auff den gemelten tag / was alles da ergienge / ich nit erzehlen mag / mein Hertz ist mir gar schwe⸗ re /wann ich gedenck daran / der Tuͤrck wuͤt grawsam sehre / man schuß hinauß mit frew de / noch wolt er nit abe lahn. Jm stuͤrmen hat verlohren / der Tuͤrck gar manchen Mann / der Graff so hoch ge⸗ boren / hat jm den schaden gthan / mit seinen frommen Landsknechten / die wagten leib vnd gut / sie stunden bey dem gerechten / vnd theten mannlich fechten / auß Ritterlichem muth. Auch thet der Graff vermahnen / sein trewe Kriegsleuth fromb / sie solten bey jm wohnen / vnd jm nit fallen umb / bald haben sie geschworen / zusammen einen eyd / die Statt ward bald verlohren / der Graff so hoch geboren / stund gar in grossem leyd. Nach dem thet er bald rucken / ins inner Schloß hinein / auffzug man die Fallbru⸗ cken / das Türckisch Heer gemein / thet jhm gwaltig nachtringen / erst stellt man sich zur wehr / die Buͤchsen hoͤrt man singen / die ku⸗ geln vnd Ketten klingen / verdroß den Tuͤr⸗ cken sehr. Man thet gewaltig schiessen / viel Tuͤr⸗ cken kamen vmb / dennoch sie nit nachlies⸗ sen / es war sehr groß die sum̄ / der Tuͤrck mit gwalt thet treiben / sein Volck zum sturm hinan / welcher wolt dahinden bleiben / den ließ er bald entleiben / sie mußten alle dran. Da nun der Graff vernommen / wie es jhm werde gehn / kein hülff jhm auch zuka⸗ me / mocht er nit lang bestehn / wolt er vmb gnad nit werben / bey dem Türckischẽ hund / der jhn dacht zu verderben / drumb wolt er lieber sterben / ehe sein lob gienge zu grund. Zu letzt rufft et zusammen / sein Kriegs volck inn der still / sprach wer ins Christus namen / bey mir verharren wil / sein leib vnd leben wagen / der glob mir an auffs new / mit dem Feind wolln wir schlagen / da thetei[...] jeder sagen / sie wolten halten trew. Nach dem stellt er sein sachen / froͤlich in GOttes hend / thet ein Schlachtordnung machen / es nahet jm sein end / dem Feind z[...] er zu wider / vnd stund selbs vornen dran / stach manchen Tuͤrcken nieder / also weh[...] sich ein jeder / biß auff den letzten Mann. Der Tuͤrck hett jn bey leben / gern gfaͤn[...] lich gnommen an / doch wolt sich nit erge⸗ ben / der trew Ritterlich Mann / gleich w[...] ein Loͤw er stunde / mit Ritterlichem muh[...] sein leib ward jhm verwundet / zween sch[...] er wol empfunde / da vergoß er auch sein Blut. Endtlich ist er gefallen / hat sein Geist ge⸗ ben auff / mit sein Kriegsleuten allen / d[...] Feind schickt bald hinauff / ließ die Vestung erkunden / ob noch Kriegsvolck drinn we[...] zween oder drey sie funden / also hat vber⸗ wunden / der Tuͤrck das Christlich heer. Auch ist der Graff gefunden / wie ich ver⸗ nommen hab / versehrt mit manchen wun⸗ den / sein Haupt schlug man jhm ab / der Tuͤrck gen Rab es schicket / zu vnserm Key⸗ ser gut / wie bald er das anblicket / sein Hertz im Leib verstricket / war trawrig vngemut. Das haupt gar wirdiglichen / ließ er be⸗ graben schon / es klaget arm vnd reiche / den wehrten Ritters⸗Mann / sein Ritterliche thaten / preiß man durch alle land / bey Fuͤr⸗ sten / Potentaten / bey Bischoff vnd Prela⸗ ten / wird sein lob hoch erkant. Geistlich vnd weltlich Herren / habt kein verdrieß daran / diß Lied sing ich zu ehren / dem werthen Rittermann / hilff Gott daß werd gerochen / sein Ritterlicher Todt / sein Trew hat er nit gebrochen / das lob sey jm gesprochen / gnad jm der ewig Gott. AMEN. Show less

Wundergeschichte über Himmelserscheinungen; 1625
Warhafftiger Bericht / Deß Wunderzeichens / welches gewesen vnd von vilen gese⸗ hen worden den 13 / 23 Martij jetztlauffenden 1625. Jahrs uͤber der Stadt Elenbogen / allda sich die Sonn viel mal in rot / schwartz / vnd ander Farben verwandelt / darauß auch Feuerkugeln gefahren / Alsdann in der... Show more Warhafftiger Bericht / Deß Wunderzeichens / welches gewesen vnd von vilen gese⸗ hen worden den 13 / 23 Martij jetztlauffenden 1625. Jahrs uͤber der Stadt Elenbogen / allda sich die Sonn viel mal in rot / schwartz / vnd ander Farben verwandelt / darauß auch Feuerkugeln gefahren / Alsdann in der Lufft / vnd nicht in den Wolcken / gleich wie ein Vestung vnd Kriegsheer gegen der Stadt hin vnd wider geschwebet / wie auch zuvor ein geharnischter vnd drey Raͤisige Mann sich sehen lassen / solches vnd anders ist allhie kurtz in diesem Gesang verfast / Jm Thon: Da Jesus an dem Creutze stund. Mensch Gottes Wunder betracht / Vnd nimb derselben wol in acht / die uͤberal geschehen / Am Himmel / Erd vnd Firma⸗ ment / wie man taͤglich thut sehen. Vnd schlag dieselben nicht in Wind / sondern greiff zu der Buß geschwind / Gotts zorn thut schon brennen / in allen Koͤnigreich vnd Land / wie vns gibt zuerkennen. Die diß Jahr geschehen wunderthat / Von Christi geburt man zehlet hat / Tausent sechshundert Jahre / vnd fuͤnff vnd zwantzig auch darzu / der ein vnd zwantzigst wahre. Deß Monats Febtuarj geschach / wo dem alten Calender nach / im Bistumb Bam⸗ berg eben / beym Staͤttlein Ebermanstatt ge⸗ nannt / hat sich warhafft begeben. Ein Berg dabey gantz woll bekannt / Gaiseldoͤrffer ist er genannt / welcher mit maͤnniglich wissen / fuͤnffhundert schritt wol in die laͤng / von einander ist gerissen. Vnd fuͤnfitzig Schuhwol in die breit / was solches Wunder wol bedeut / wirds vns der Außgang lehren / weil wir so gar kein Buß nicht thun / vns an kein Wunder kehren. Daß GOtt gebunden hat die Ruht / sol⸗ ches weiter bezeugen thut / die erschroͤcklich Geschichte / die auch geschehen in diesem Jar / davon ich euch gib brichte. Ein Staͤdlein ligt in Boͤhmerland / Elnbogen gantz wol bekandt / den vierzehen⸗ den Martj eben / auch dem alten Calender nach / hat sich warhafft begeben. Den Sontag fruͤ man gesehen hat / zwischen sechs vnd sibn in der Stadt / die Sonn blutrot thet scheinen / schwartz vnd auch andere farben mehr / das kan niemand verneinen. Auß der Sonnen ist auch geschehen / man Kugel rauß fahrn thet sehen / mit schre⸗ cken groß vnd wunder / weiter sich in der Lufft begab / nicht in der Wolcken bsunder. Ein Vestung sich auch solcher massen / mit einem Kriegsheer schauen lassen / hat sich warhafft begeben / welches zu dreymal ob der Stadt / thet in den Luͤfften schweben. Zuvor sah man im Lufft auch stahn / einen gantz geharnischten Mann / drey Rey⸗ sige auch darbeye / welches bezeugen thun viel Leut / daß solchs geschehen seye. Viel Fewerzeichen auch man sah / zu⸗ vor ehe dann solches geschah / welches die Leut thet brennen / die solchem Wunder sa⸗ hen zu / wie man gibt zu erkennen. Vnd schmertzet sie wie man thet sehen / als wer solches vem Fewer geschehen / haben jhr viel empfunden weiche warhafft bezeu⸗ gen das / geschehen in wenig stunden. Darumb O werthe Christenheit / frew dich vnd hebe auff bey zeit / dein Haupt vnd thu empfahen / deinen getreuen Heylan werch / dein Erloͤsung thut nahen. Dann Christus selbs hat Propheceit / der Juͤngste Tag der sey nicht weit / wann sol⸗ che Wunder geschen / die man in allen Lan⸗ den sicht / vnd taͤglich thun geschehen. Darumd O frommes Christen Hertz / leydest di bie viel pein vnd schmertz / vnd thust solch Zeichen sehen / erschrick nicht GOtt meynt dirs zu gut / dein Erlösung thut nehen. Den Gottlosen mit schwerer Pein / laß solches Zornzeichen seyn / die man jetzund thut hoͤren / Gott hat mit jhnn boͤses im sinn. wo sie sich nicht bekehren. Aber weil sie solches verlachen / wird GOtt der Welt ein end bald machen / sein Christen zu erloͤsen / die Gottlosen stuͤrtzen in Pein / zum Teuffel allen boͤsen. O JEsu Christe kom̄ behend / vnd mach es mit der Welt ein end / thu sie ewig ver⸗ dammen / Aber dein Außerwoͤhlte Schaar / mach ewig selig Amen. Show less

Wundergeschichte mit einem Fisch, Warschau; 1623
Gewisse warhafftige Zeitung vnd Abcontrafactur / Eines Fisches / welcher ist gefangen worden / in dem 1623. Jahr Herbstmonats / bey der Stadt Warschau in Poln in dem Fluß Weissel / folget seine erschroͤckliche vnd abscheuliche gestalt / groͤsse vnd laͤng / kuͤrtzlich in ein Gesang gebracht vnd... Show more Gewisse warhafftige Zeitung vnd Abcontrafactur / Eines Fisches / welcher ist gefangen worden / in dem 1623. Jahr Herbstmonats / bey der Stadt Warschau in Poln in dem Fluß Weissel / folget seine erschroͤckliche vnd abscheuliche gestalt / groͤsse vnd laͤng / kuͤrtzlich in ein Gesang gebracht vnd vermeldet. Jm Thon: Es ist gewißlich an der Zeit / rc. A. D. I. H. F. R. P. WAch auff du werthe Christenheit / vnd flieh den grossen schaden / darein die Welt eilt diese zeit / erkenn die zeit der gnaden / darinn du heimge⸗ suchet bist / die letzte stund vorhanden ist / drumb thu sie nicht versaumen. Es hat vns der Barmhertzig Gott / schon offt zur Buß gelocket / aber man treibt drauß den spot / die Welt ist so verstocket / daß sie all wahrnung schlegt in wind / ist zu jhrem verderben blind / kein Buß wil jhr gefallen. Dannoch ist GOtt so gut vnd fromb / langmuͤtig auch deßgleichen / vnd schickt vns taͤglich widerumb / viel Neue Wunderzeichen / lest vns verkuͤndigen hernach / sein Zoren vnd grimige Raach / damit er vns wil straffen Nun ist es Kund vnd offenbar / daß Gott auffs Neue hat geben / ein Wunderzeichen schroͤcklich gar / zu bessern vnser leben / weil man Neulich gefangen frisch / ein rech schroͤcklichen Wunder Fisch / wie jhr hie werd vernemen. Bey Warschau / im Polnischen Land / thet man solchen auß spehen / in dem Fluß Weisel wol bekannt / der greulich an zusehen / weil er so maͤchtig groß darzu / sein laͤng war fuͤnff vnd dreyssig Schuh / gantz uͤber die Na⸗ ture. Vier Elen vnd ein viertel noch / war er dick / vnd dar⸗ uͤber / auch war er zehen Elen hoch / vnd noch ein viertel druͤber / sein Haupt / gleich eines Menschen Haupt / vnd ein Blutiges Creutz mir glaubt / het er in seinem Munde. Auff seinem Haupt hett er ein Cron / von Fleisch / hinden vnd voren / vmb den Hals vnd den Schwantz forthan / harte Schuppen wie Horen / in der mitt war sein Fleisch gerad / wie Men⸗ schen Fleisch / so lind vnd glat / das merckt jhr Mann vnd Frauen. Auff dem Ruck het er ein Geschoß / wie ein groß Stuck for⸗ mieret / zu rings herumb die Raͤder groß / mit Kugeln rumb gezieret / auch sah man eygentlich gewiß / an seiner Seiten lange Spieß / ein Schwerd vnd auch Pistolen. Zwey Faͤhnlein theten creutzweiß stahn / darbey ein Hellebarten / ein todten Kopff / von dem hat man / wenig guts zu gewarten / dann es wahren gerings vmb her / gifftige Beulen vnd geschwer / gantz forchtsam an zusehen. Gleichwol so het er einen Schwantz / recht nach Fisches Nature / allein derselb war Blutroth gantz / vnd het solcher Figure / er war zertheilet / in viel theil / wie kleine Tuͤrckische Pflitschvfeil / ist daß nicht ein groß Wunder. Zween Fuͤß het er auch gleicher weiß / thu ich mit warheit jehen / waren gewachsen dick mit Fleisch / der ein war an zusehen / wie eines Adlers mit verdruß / der ander wie eines Loͤwen Fuß / mit seinen scharpffen Klawen. O Christ bedenck diß Wundergroß / vnd thu es nicht verach⸗ ten / lauff Gott dem Vatter in die schoß / thu sein langmut betrach⸗ ten / so wird sein mildes Vatter Hertz / von vns ab wenden allen schmertz / daß sollen wir vest glauben. Wir bekennen HErr JEsu Christ / du hast vns lang gedultet / Ach straff vns nicht in diser frist / nach dem wir es verschuldet / brauch die Vaͤtterlich Kinder ruth / bewahr vns vor der Hoͤllen glut / wer daß begert sprech Amen. Show less

Unwetter in Eschenfeld und Hersbrunnen bei Nürnberg; Lied zur christlichen Pilgerfahrt
Gewisse vnd Warhaffte Newe Zeittung Von einẽ grau⸗ sam̄en Hagel / vnd schweren Wolckenbruch / so vber die zwey weit be⸗ kanten doͤrffer Eschenfeld vnd Hersbrunnen / im FranckenLand / vier Meil von Nuͤrenberg gelegen / ergangen ist. Jm Thon / Wie der Suͤndfluß / rc. Sampt einem schoͤnen... Show more Gewisse vnd Warhaffte Newe Zeittung Von einẽ grau⸗ sam̄en Hagel / vnd schweren Wolckenbruch / so vber die zwey weit be⸗ kanten doͤrffer Eschenfeld vnd Hersbrunnen / im FranckenLand / vier Meil von Nuͤrenberg gelegen / ergangen ist. Jm Thon / Wie der Suͤndfluß / rc. Sampt einem schoͤnen Lied. Die Christlich Bilgerfahrt genannt. Jm Thon Wie man das Jacobs Bruder Lied singt. Erstlich getruckt zu Augspurg. Jm Jar 1625. WJe gerne wolt ich singen / so sicht mich trauren an / ich weiß nicht zu verbrin⸗ gen jedoch kan ichs nit lan. Ach Gott ich thun dirs klagen / den Jamer vnd die Noth so sich vor wenig tagen / erst newlich zugetra⸗ gen / laß dich erbarmen Gott. Den fuͤnffzehenden Augstmon / grad eben in dem Jar / ein grausam wetter thu entstan / ist mehr dann leider wahr. Jm Franckenland zwey Doͤrf⸗ fer / von Nuͤrenberg vier Meil / Eschenfeld vnnd Hersbrunnen / also hab ichs vernum̄en / getroffen hat diß vnheil. Als es war vmb Mittage / gar heiß die Sonne schein / ward ghoͤrt noch gar kein klage / wol zmuth wolt mancher sein / doch bald drauff vm̄ zwo Vhrẽ / sach man von fernus har / in Luͤfften dahar schwe⸗ ben / ein graw Gewuͤlch merck eben / vom Wind es triben war. Das Wetter thet sich stuͤtzen / die Wind furten ein streit / Donner vnd heiter Blitzen / sach vnd hort man sehr weit / alles Volck stund in trauren / es hat sich glegt jhr frewd / jhr Bett sie zu GOTT thane / von seim Zorn er woͤll lane / verleihen gute zeit. Wie aber Gott der grechte / von der Welt vr⸗ sprung har / gestrafft das menschlich Gschlechte / wenn es sorgloß dahar / gelebt in allen frewden / Gott vñ sein heilig Wort / fraͤffenlich thun verach⸗ ten / in Vbermut vnnd Prachte / jmmer sind gfaren fort. Also bschachs auch der enden / da Got gestraffet hart / der Menschen grosse suͤnden die auch jhr buß gespart. Hiemit zum Zorn gereitzet / den Herren in seim Thron / ein soͤmlich schwer Vngwitter / wie jhr wert hoͤren weiter / vber sie lassen gahn. Dann als jetz kam der Abend / grad vmb die Ve⸗ sperzeyt / ein Platzregen von oben / ergoß sich breit vnd weit / darauff folget ein Hagel / ach jamer her⸗ tzenleid / warff Stein in gleicher groͤsse / wie Huͤn⸗ ner⸗Eyer blosse / erschlug dfrucht auff der Heyd. Hiemit die schoͤnen Awen / zu Berg vnnd auch zu Tal / die lieblich anzuschawen / vil fruͤcht trugen dißmal / im augenblick verderbet / allerdings ligend oͤd / soͤmliches verursachen / wir arme Menschen schwache / mit vnsern Suͤnden schnoͤd. Vnd wie ein ernst thut brauchen ein Vatter mit seim kind / vmbs Boͤß der gstalt thut stauchen / daß es der Streich empfindt / also thut Gott der⸗ gleichẽ / dennzmahl den Hagel sendt / weñ dFrucht noch auff der Heyde / die Erd prangt mit Getrei⸗ de / sein Straff gar wol anwendt. Bin Fruͤchten es nit blieben / die gnon der Ha⸗ gel hin / sonder es wirt geschriben / die straff so groß sey gsin / dz von den Hagelsteinen / die Voͤgel groß vnd klein / in Holtz vnd Feld erschlagen / noch weiter hoͤrt man sagen / wies soll ergangen sein. Bin Voͤglen mochts nicht bleiben / die da der Ha⸗ gel traff / sonder hat auch abtriben / viel Geyßen / Schweyn vnd Schaff / welche er mocht ergreiffen / [...] auff dem Feld / deren so ztod geschlagen / von dieser grossen Plage / vielhundert hat man zelt. Wiewol das grosser jamer / von dẽ ich jetz erzel / so bringt doch das mehr kummer / daß Weiter wird vermeld / was vbergrossen schaden / gethan in der Revier / der wulcken bruch da bschehen / vor weinen vnd vor flehen / kans nicht erzellen schier. Viel Aecker vnnd viel Matten / zu Berg vnnd auch zu Thal / die viel Graß vnd korn hatten / ver⸗ fuͤrt der Guß dißmahl / die zu vor anzuschawen von fruchtbarkeit ein lust / die sind ein luter Grie⸗ ne / da gar kein Frucht wachst / niennen / werden gbawt vmb sunst. So ist an vilen Orten / der Fluß die Pegnitz gnannt / außglauffen vbers Porte / viel schoͤne Guͤ⸗ ter gschendt / die er thu vberschwemmen mit Stei⸗ nen / Laͤth vnd sand / darvon viel Fruͤcht verdorben / mit saurem schweiß erworben / ein grosser schad dem Land. Noch were viel zu schreyben / von diser grossen Noth / doch wil ichs lan verbleiben / vnnd sklagen dir meim Gott. Ach wie viel grosser straffen / gond taͤglich vber dWelt. Daß sie vom Suͤndẽ schlaffe / auffwache vnd verschaffe / jhr Heil wies Gott ge⸗ felt. Also hats auch verstanden / die Christlich Ober⸗ keit / im gantzen Franckenlande / die sich hierauff enscheidt. Weil sie wol konnt erachten / daß dise Straff von Gott / gschickt vmb der Sünden willen / hiemit sein Zorn zustillen / ließ außgahn diß Ge⸗ bott. Daß Jeder in dem Lande / er sey Jung oder Alt / wahre Buß nem fuͤr dhande / in Demut bester gstalt. Besonders auch verbotten / all Dentz vnnd Seittenspil / darauff gsetzt groß Geltstraffen / weil solche Daͤntz verschaffen / Vppigkeit vnnd Mut⸗ will. Der Obriste Regente / im Himmel trewlich bstedt / soͤmlich jhr gut Jntente / dieweil es darauff geht / daß man durch wahre Buße / den Zorn Gotts wende ab / daß er mit solchen Streichen / vns alle zu erweichen / nit weiter vrsach hab. Ein schoͤn Lied. Welcher Christo nachfolgen wil / sey Gottsfoͤrchtig from̄ vnd still / darzu von hertzen guͤtig / warhafftig / gerecht ohn ar⸗ ge list / barmhertzig vnd langmuͤtig. Derselbig nem̄ sein Creutz auff sich / das selb zutragen williglich / vnd mach sich auff die strassen / all zeytlich Wollust / Pracht vnd Ehr muß er alles verlassen. Kein guten Tag muß er nit han / allen fleischlichẽ Luͤsten widerstan / dem Teuffel widerstreben / darzu der Hoffart vnd dem Pracht / darff er sich nit ergeben. Den wucher muß er fahren lan / deß Geitzes soll er muͤssig stahn / Muͤssiggang muß er meiden / vnnd so im was Boͤß widerfahrt / soll er gedultig leiden. Seim Naͤchsten soll er Trew be⸗ weissen / die Hungerigen soll er spey⸗ sen / die Durstigen soll er trencken / die Jrrige auff den rechten Weg / die soll er allzeyt lencken. Vund was fuͤr Gutthaten mehr sein / zeytlich vnnd geistlich ich sie mein / das soll ein jeder wuͤssen / al⸗ les seinem Naͤchsten zu nutz / soll er allzeyt sein gflissen. Er soll seim Feind auch gern ver⸗ geben / vnd fuͤren ein Rein Zuͤchtig leben / in allen seinen sachen / vnd so es seim Feind vbel geht / soll er dar⸗ ob nit lachen. Sonder mit ihm mitleiden han / im zhelffen auch nicht vnderlan / fuͤr jhn bitten den Herren / damit er jhn erleuchten thet / das er sich moͤcht be⸗ keren. Auch so im was Guts wider⸗ fehrt / das im vom Herren wirt be⸗ schert / soll er jhn darumb preysen / daß er im also miltiglich / seine gnad thut beweysen. Gottes Wort soll er auch lieb han / sein Leben darnach richten an / das gern lesen vnd hoͤren / auch seine Kinder vnnd Gesinde / das selbig fleissig lehren. Wer sein leben also richt an / der ist ein rechter Bilgersmann / dultig sein Creutz thut tragen / auff Chri⸗ sti Fußsteig fleyssig dret / standhafft im thut nachjagen. Das Ort da jhn die Straaß hinleit / das ist die ewig Seligkeit / zubreit von im dem Herren / allda sie mit der Engel schar jhn ewig werden ehren. Hilff du vnns O Herr Jesu Christ / der du der recht Heer⸗ fuͤrer bist / daß wir fein vngesparte / deinen Fußstapffen folgen nach / auff diser Bilgefahrte. ENDE. Show less

Schlacht bei Dessau, 25. April 1626; Schlacht bei Lutter 17.-27. August 1626; Unterwerfung Dänemarks durch Graf Tylli
Ein new Lied / Darinnen gemeldet wird / Welcher gestalt den 5/15. Aprilis Anno 1626. der Käyserliche General / Hertzog zu Friedland / die Mannsfeldische Armee von der Elbbruͤcken zu Deßaw abgetrieben / zertrennt / vnd guten Theils erlegt. Verfasset durch / M. L. V. T. 1. DJe Sonn scheint... Show more Ein new Lied / Darinnen gemeldet wird / Welcher gestalt den 5/15. Aprilis Anno 1626. der Käyserliche General / Hertzog zu Friedland / die Mannsfeldische Armee von der Elbbruͤcken zu Deßaw abgetrieben / zertrennt / vnd guten Theils erlegt. Verfasset durch / M. L. V. T. 1. DJe Sonn scheint auff den harten Frost / von Deßaw bringt man gute Post / frisch auff / :/: :/: man hoͤrt die Drommel schlan / es gehet bey der Bruͤcken an / zu Roßla auff dem Land. 2. Graff von Mannßfeld der Kriegesman / rucket bey vnser Schantz hinan / frisch auff / :/: eylends wurff er Reduicten auff / vnd pflantzet sei⸗ ne Stuͤcke drauff / schoß damit zu vns ein. 3. Der Obriste Aldringer gut / fasset jhm einen Heldenmuht / frisch auff / :/: :/: bot er dem Feinde Trutz / brauchet nicht minder das Ge⸗ schuͤtz / obs gleich den Feind verdroß. 4. Solches erschall nun vberall / sonderlich bey dem General / frisch auff / :/: :/: schrieb er aus gar behend / foddert auff etlich Regiment / zu Roß vnd auch zu Fuß. 5. Die Armee nam keinen Verzug / zu Calbe bald zusammen ruckt / frisch auff / :/: :/: zog man in einem Hut / der Deßawischen Bruͤcken zu / folgends gar in die Schantz. 6. Das Nossawische Regiment / sah man gar fruͤe am selben End / frisch auff :/: :/: fiel es vor einen Mann / deß Feindes Laͤgr vnd Schan⸗ tzen an / macht also den Anfang. 7. Hernach hort man auch spielen frey / in vnser Schantz die Arckeley / frisch auff / :/: :/: man zu schiessen begund / Granatn vnd Fewer Kugeln rund / hin auff des Feindes Volck. 8. Vier Compagnien in einer Schantz / Haͤllisch Volck hatten den Vortantz / frisch auff / :/: :/: fielen die Vnsern an / das kost den Bischoff manchen Mann / darzu sein Bestes Pferd. 9. Das Colaltische Regiment / entsetzt das Nassawische behend / frisch auff / :/: :/: auch der Obrist Graff Schlick / mit seinem Volck den Feind zuruͤck / in die Flucht jagen thet. 10. Der Manßfelder deß sehr erschrack / sich vngesaumt von dannen packt / frisch auff / :/: :/: manch Frantzosch Cavaller / folgete dem Hasen⸗ Panter / vnd rissen weidlich auß. 11. So sah man auch die Reuterey / verfolgn des Feinds Jnfanterj / frisch auff / :/: :/: Gonzaga vnd Pechman / auch Hebron und der Jsulan / machten der Schlacht. eln End. Ein ander Lied / Von dem Treffen bey Luttern / den 17/27. Au⸗ gusti / Anno 1626. zwischen der Tyllischen / oder Lig⸗ Armada / vnd der Koͤniglichen Dennemaͤrckischen. Jm Thon: Ein Dame schoͤn / im Garten gehn / thet Fruͤe an einem Morgen. 1. Als der Koͤnig von Dennemarck / ein Armee hett gerichtet / vnd daß er wer im Anzug starck / dem Tylli wurd berichtet / ruͤckt er auff d Eiß⸗ feldisch Grentz / weil er wust daß er Assistentz / zugwarten hat / bey Duderstadt / war sie numehr ankommen. 2. Nemlich etliche Regimment / zu Fuß vnd auch zu Rosse / denen anzu⸗ ziehen behend / in keinem weg verdrosse / denn sie hatten nunmehr des Hartz / von sich geworffen hinderwarts / marchirten nu / nach Goͤttingn zu / in das Tyllische Laͤger. 3. Wie man sich also hett gesterckt / das Volck sich auch erquicket / vnd der Tylli so viel vermerckt / daß der Feind heimwarts ruͤcket / folgete er jhm eylends nach / war darin auch dermassen jach / daß er genaw / beym Fleck Lindaw / den Nachtrap het ereylet. 4. Sie hatten aber manche Bruͤck / zum Bortheil abgetragen / vnd hinder sich den Weg zuruͤck / mit vielem Holtz verschlagen / weil man die⸗ selben wieder macht / brach schon herein die finster Nacht / die machet nu / daß er mit Ruh / vor den Vnsern konnt bleiben. 5. Kaum als der Tag wieder anbrach / vnd die Sonn sich ließ blicken / man den Feind schon marchiren sah / vnd mit Gewalt fort ruͤcken / wie wol manch Daͤhn sehr muͤd vnd laß / vnd wol halb todt fiel an die Straß / so wehrt er sich denn ritterlich / versetzet mit dem Ruͤcken. 6. Endlich erzeigt er sich was streng / bey Stauffenburg dem Schlos⸗ se / als er besetzt den Paß gar eng / kriegt aber gute Stoͤsse / weil vnßre Reuter druckten fort / da suchte er ein anders Orth / wo er die Nacht / kaum halb zu bracht / hart bey dem Staͤdtlein Seeßen. 7. Die Pagagi schickt er voran / hernach folget der Hauffen / da hett / man manchen Kriegesman / vor Forchten sehen lauffen / der Graff Tylli hieb frisch hinach / schetzt schon halb gewonnen die Sach / eylt auch so sehr / daß bey Lutter / der Feind must mit jhm rauffen. 8. Weil er nu seine Ordnung macht / mit vns zu scharmutzieren / Tylli sein Volck auch herzu bracht / vnd ließ die Stuͤck plantiren / der Koͤnig fiel an mit eim Grim / wurd doch empfangen vngestuͤmb / gleichwol kam er / je laͤnger je naͤher / wolt sich nichts lassen jrren. 9. Aber das Wuͤrtzburgsch Regiment / hielt vnten an dem Bache / vnd hatte jhm den Weg verrent / das verderbt jhm sein Sache / insonderheit auch vnser Stuͤck / die weisten jhm den Weg zuruͤck / nicht ohn Verlust / vnd mancher wust / nicht / was er nur solt machen. 10. So sah man auch die Reuterey / zu beyden Seitten schlagen / vnd einander im Felde fretz / bald her bald dorthin jagen / biß das Hessische Regiment / von allen Seitten wurd berennt / auch gar erlegt / dasselb be⸗ wegt / die andre zuverzagen. 11. Wie nun die Reuterey das Feld / reumbte vnd bald außrisse / man auch das Fußvolck vngezehlt / wie das Vich niderschmisse / gaben sie gleich⸗ fals auch die Flucht / der mehrertheil sein Rettung sucht / einer im Schloß / der im Moraß / mancher auch im Gepuͤsche. 12. Da wurd denn mancher Praver⸗Heldt / in dem Holtze gefunden / und wider rauß gefuͤhrt ins Feld / gefangen vnd gebunden / mancher kam noch in groͤsser Noht / wurd ohne Gnad geschlagen tobt / auch die im Schloß / Trost⸗ vnd Huͤlffloß / wurden leicht vberwunden. 13. Wie also hett erhalten den Sieg / der Feld Obriste Tylli / wolt er ferner brauchen das Gluͤck / vnd da nicht liegen stille / ruͤcket derwegen jm⸗ mer fort / nam ein manch Schloß vnd festes Orth / wird gleicher Weiß / noch werben Preyß / wenns nur ist GOttes Wille. M. L. V. T. Noch einander Lied. 1. MJt Luft vor zweyen Jahren / dem Daͤhnen kam in Sinn / kein Fleiß noch Muͤh zusparen / daß er viel Land gewinn / Dieweil sein Koͤnigreiche / nicht wolte sein genung / im Erbfall zuvergleichen / sein stoltze Printzen Jung. 2. Er macht sich auff die Strasse / zog nach dem Teudtschen Reich / pralte ohn alle masse / dacht jhm wer niemand gleich / Er meinte nun zu schaͤnden die Paͤbstler allzumal / doch an jhren Praͤbenden / hat er sein Wolgefall. 3. Drumb weil zu beyden Seitten / am schoͤnen Weserstrohm / bey die⸗ sen vnsern Zeiten / ligt manch stadtlich Bisthumb / Bremen / Hildesheim / Minden / Osnbruͤck / Verden / Corbey / vnd sonsten wird man finden / mehr als eine Abtey. 4. Hat er sich mit seim Heere / deselbsten hingelenckt / vnd die Stiffter vmbhere / durch seine Macht beschrenckt / verhofft also dem Tylli / zuma⸗ chen den Garauß / daß er muͤst sitzen stille / vnd bleiben fein zu Hauß. 5. Denn weil er war gewichen / von Nyenburg zuruͤck / vnd hatte sich vorschlichen in dem Gehoͤltz so dick / wolt jhn der Jaͤger fangen / vnd erle⸗ gen genaw / doch ist er jhm entgangen / durch den Paß Stoltzenaw. 6. Vnd hat demnach getrieben / den Jaͤger selbst ins Netz / daß bey Hannover blieben / viel Jagthund auff dem Platz / Hertzog Friedrich von Sachsen / Joan Micheln Obentraut / ist er zun Haͤubten gewachsen / dafuͤr ihm doch sonst grawt. 7. Zu Huͤlff kam aus eim Pusche / noch ein grosses Wald Thier / Tylli dem alte Fuchse / vnd suchte sein Quartir / hinder dem rauchen Hartze / in dem Stifft Halberstadt / weil jhm der Acker schwartze / sehr wol gefallen hat. 8. Darinn es sich gemastet / gar noch aller Begier / vnd als es gnug gerastet / trat es wider herfuͤr / bemuͤhte sich zu finden / zum Tylli einen Weg / damit es nicht dahinden / so gar vergeblich leg. 9. Recht der von Wallensteine / mit einem grossen Grim / gleich einem Wilden Schweine / gezogen vngestuͤmb / vor Widela / und Schladen / auch Hessen Tam den Paß / von Koͤnigschen entladen / offen gemacht die Straß. 10. Hernach war er noch schneller / beym Dessawischen Strauch / in dem er den Mannßfelder / gelehret Kriegsgebrauch / derselb war viel zu schlechte / zustehen in dem Feld / wolt drumb nicht redlich fechten / sondern gab Verßengeld. 11. Vnd zog darauff geschwinde / biß in Hungarn hinein / meint es sol jhn nicht finden / der Fuͤrst von Wallenstein / Aber er ist nicht blieben / all⸗ da auch vngezwagt / biß sein Volck auffgerieben / vnd er selber verjagt. 12. Sehr hoch war angelegen / dem Koͤnige solch Werck / darumb er gar verwegen / berennt den Kalenberg / gedacht er wolte Kappen / dem Tylli theilen aus / leid doch selbst eine Schnappen / zog wider ab mit Grauß. 13. Welter thet es gelingen / dem Monsieur Tyll from / mit Minden und Goͤttingen / die er beyd einbekam / wolte nun welter wagen / vor Northeim auch sein Heyl / doch er in kurtzen Tagen / wiech wider ab in Eyl. 14. Vnd schlug auff seine Zelte / vnfern von Duderstad / da er auff dem Eißfelbe / sein Volck vorsamlet hat / vnd thet damit beweisen / dem Koͤnig ein Tuͤck / daß er muste außreissen / vnd stracks weichen zuruͤck. 15. Doch konnte er sich retten / durchaus nicht mit der Flucht / er war zu sehr betreten / Tylli jhn starck heimsucht / biß er nicht mehr kont weichen / er sich bey Luther wend / sein Volck vons Tylli Streichen / erlegt wurd vnd getrennt. 16. Derwegen must er raͤumen / alsbald das Land Braunschweig / dorfft sich nicht lange saͤumen / vmb Luͤneburg zugleich / sondern zog fort mit Za⸗ gen / nam vberd Elb sein Fahrt / manch Schiff nicht mehr konnt tragen / zu Grund gesencket ward. 17. Als sich hett rettiriret / der Koͤnig welt bekand / sein vbrig Volck er fuͤhret / zusamn im Alten Land / daselbst er sich auch stercket / nach aller Mugligkeit / welches man bald gemercket / in nachfolgender Zeit. 18. Da er durch das Stifft Verden / sein gantze Kriegesmacht / nicht ohn grosse Beschwerden / vor Hoya hat gebracht / vermeint zu revangiren / den sehr grossen Verlust / aber sein schlecht tentiren / war gantz vnd gar vmbsust 19. Letzlich er occupiret / den Thum zu Havelberg / dozu auch auffgefuͤh⸗ ret / vnterschiedliche Werck / wolt dem Tylli nun hemmen / dadurch die Proviand / fing grausam an zu brennen / im Luͤneburger Land. 20. Tylli solchen Muhtwillen / nicht sehen kont zuletzt / vnd denselben / zu stillen / vber die Elbe setzt / dem Koͤnig wurd dermassen / der Heldenmuht so klein / wurd Mechelburg verlossen / begab sich nach Holstein. 21. Darinnen wolt er bleiben / docht wehrt es nicht gar lang / Tylli thet jhn aufftreiben / da wurd jhm erst recht bang / weil er nicht mehr solt strei⸗ ten / mit dem Tylli allein / denn auff der andern Seitten / war der von Wallenstein. 22. Da must er sich beneben / nach Dennemarck zuhand / verlohr Hol⸗ stein / darneben / Ditmarssen vnd Juͤtland / Ertzstifft Bremen / Stifft Verden / muste mit Spot davon / kan vbers Jahr noch werden / ein Koͤnig ohne Cron. ENDE. Show less

Missgeburt in Braunschweig, 12. September 1625
Warhaffte / Trawrige vnd Vn⸗ erhoͤrte Newe Zeitung. Von Einer erschroͤck lichen vnnd Abschewlichen Mißgeburt / welche den 12. Sept. deß verschienenen 1625. Jahrs / in der Statt Braunschweig / von eines armen Tagloͤhners Johan Bockbergers weib / so Maria Kraͤutlin genand / geboh⸗ ren... Show more Warhaffte / Trawrige vnd Vn⸗ erhoͤrte Newe Zeitung. Von Einer erschroͤck lichen vnnd Abschewlichen Mißgeburt / welche den 12. Sept. deß verschienenen 1625. Jahrs / in der Statt Braunschweig / von eines armen Tagloͤhners Johan Bockbergers weib / so Maria Kraͤutlin genand / geboh⸗ ren worden. Mit warhaffter Beschreibung / wie erschroͤcklich vnd wunderbarlich es gestalt gewesen / vnnd was es biß zu seinem toͤdt⸗ lichen Abscheid / grewliches gered vnd geweissagt habe. Beschrieben / von Veit Scharffen. Jm Thon / Gott hat das Evangelium / rc. Gedruckt zu Augpurg / Bey Johan Schneidern. 1626. HOert zu jhr Christen jung vnd alt. was ich euch wil singen baldt / was sich zu Braunschweig begeben hat / gar ein schroͤcklich Mißgeburt / deßgleich⸗ en vor niemand gesehen hat. Den zwoͤlffen September thu ich sagen / das Kind gebohren ward mit kla⸗ gen / so schroͤcklich war das Kind gestalte daß niemehr gesehen bald / viel Menschen sahens jung vnd alt. Drey Koͤpff thet das Kindlein han / gar ernstlich fahrn sie einander an / der ein Kopff sahe gar schroͤcklich auß / wie ein Wolffskopff mit grossem grauß / gar weit streckt er die zunge rauß. Sie sah auß gleich wie ein rohtes blut / wie man es recht anschawen thut / zur rechten hand es war gestalt / wie ein Todtenkopff sahens jung vnnd alt / O Mensch stehe ab von suͤnden bald. Auff seinem Haupt wars gestalt gar rund / von fleisch gar hoch gewachten stund / mit mancherley farben durchzogẽ / wie man hatt gesehen vnverlogen / mit grossem Schroͤcken / Jammer vnnd kla⸗ gen. Wie man nun solch gewaͤchse sein auff⸗ hub vber dir Stine klein / darunter wars gewachsen rein / wit lauter Perlin vnd E⸗ delgestein / darunter viel kleine Creutz⸗ lein. Von fleisch thet es in Haͤnden han / solche zeichen die man nit all nennen kan / auffm Leib von fleisch 3. blutige schwerd / 3. Creutz von gerunnen blut an der staͤtt / so schroͤcklich war das kind formirt. Vnden wo leine Knyescheiben sollen stahn / da thet es zwen Todtenkoͤpff han / daruͤber zwey rohte Creutzlin / deß gleichen auch wie Todenbein / so waren gestalt die fuͤsse sein. Wie nun ein Erbar Hochweiser Raht / das Kind allda besehen hatt / darufft es bald mit lauter stimm / O weh / O weh / O Menschen kind / beweine deine grosse Suͤnd. Gott schickt mich vmbsonst nicht auff die welt / bin jedem zum Exempel fuͤrge⸗ stelt / durch mich werdet jhr gewarnet schon / man soll von fluchen vnd schwoͤren abelohn / vom Geitz Hoffart auch voran. Well ein jeder lebt wies jhm gefaͤllt / wird Gott darvmb straffen die Welt / weil man die armen laßt leyden noht / vnnd nimmpt jhn auß dem Mund das Brot / das wird straffen der gerechte Gott. Da wird Gott schicken groß krieg vnd streit / groß jammer in Landen nah vnnd weit / grosse Feldschlachten werden in Teutschland geschehen / im Blut wird man biß an die knoͤchel gehen / darzu viel Plagen wird man muͤssen außstehen. Es wird geschehen in der Welt / ein Blutbadt vmb das leidig Gelt / wann man schreibt 26. Jahr / groß mord / viel Jammer vnnd Gefahr / viel Truͤbsal / Angst vnd grosse Qual. Auch in dem sechs vnd zwentzigisten Jahr / das sag ich euch frey offenbar / die Menschen werden hinfallen gschwind / gleich wie die fliegen von der wand / boͤse Seuch wird Gott schicken ins Land. Kaltweh / Hauptkranckheit wird kom⸗ men geschwind / dieweil die Menschen so Gottloß sind viel Todtencoͤrper auff die⸗ ser Erden / die nicht alle koͤnnen begraben werden / daß sie die Hund aufffressen wer⸗ den. Die Sonn vnd Mond werden schei⸗ nen / wie lauter Blut / das Erdrich auch wie Fewers Glut / grosse Donnerschlaͤg mit Wetter groß / werden kommen mit Erdbeben ohn vnterlaß / gar schroͤcklich v⸗ ber alle maß. Wird fallen vom Himmel Schweffel vnd Fewr / mit grossim gestanck gantz vn⸗ gehewr / viel tausent Menschen mit ge⸗ walt / werden darvon hinsterben bald / in Sachsen Thuͤringen / gleicher gestalt. O bett jhr lieben Christenleut / jr habt fuͤrwar gar hohe zeit / Teuͤtschland thu buß wie die Statt Ninive / hab Rew vnnd Leyd wie Manasse / ein Wetter wird sonst vber dich gehen. Wann man nun 27. Jahr zehlt / da wirds gehn durch die gantz Weit / durch Blutvergiessen / Raub Mord vnd brand / durch krieg der Feind in vielen Land / von wegen der grossen Suͤnd vnd Schand. Ein spitziges Schwerd mein Hertz duͤchschneid / o weh in der betruͤbten zeit / O weh / O weh nun hilff mir Gott / daß ich erleyden mag den Todt / O Welt / O Welt gesegne dich Gott. Wie es nun die wort hat gmelt / schied es darnach auß dieser welt / es kamen ett⸗ lich hundert Mann / diese Mißgeburt zu⸗ schawen an / ein jederman thet darauff / sagen. O last vns betten / dañ es ist hohe zeit / der juͦngste tag ist gar nit weit / ein groß Blutbadt wird kommen heran / werdens mit augen sehen an / viel tausent Leich wird man auch hintragen. Die Gelehrten zeigten eigenlich an / den Wolffskopff so diß Kind thet han / der Geitz den Menschen eingenommen hatt / wie ein Wolff nicht kan werden san / dann der Teuffel jhr viel befessen hat. Die Todtenkoͤpff vnd Todtenbein / die schroͤcklich zeichen am Leibe seyn / vns warlich nicht viel guts vermeldt / wegen vielen Suͤnd der Welt / O Mensch stehe ab von Suͤnden bald. Wie man die zeichen all veracht / vnnd treibt so grossen Hoffart vnd pracht / mit Berlen / Gold / Schnuͤren sich bewinden / wunderbarlich sie die Koͤpff auffbinden / auff vielerley manier sich befinde. Vand gehn gar praͤchtig vberauß / vnnd haben offt kein Brot im Hauß / wie auch manches Weibsbild gar schoͤn ha⸗ ben offt kein hembd am Leib nit an / vnnd sich doch praͤchtig erzeigen thun. Vnd weil die Menschen seynd so ver⸗ messen / wollen der grossen hoffart nicht vergessen / vor forcht werden zittern groß vnn klein / blut werden schwitzen die har⸗ ten stein / ach vnnd weh werden die Men⸗ schen schreyen. Weil nichts dann fluchen koͤnnen die Leut jetzund in dieser letzten zeit / ja Got⸗ tes Wort vnd Sacrament / wird sehr ge⸗ laͤstert vnd geschaͤndt / die Lieb vnd Trew wird vber ein wasser gesendt. O Menschen Kind biß nit so blinde / thue buß vnd bett / stehe ab von Sünd / be⸗ kehr dich dann es ist hohe zeit / hab vber dein suͤnd rew vnd leyd / daß du magst schawen die ewig Seeligkeit / Amen. ENDE. Show less

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