Belagerung von Calais; 1558
Ein Nüws Lied von der Statt Callis. Jm Thon / Es gaht ein frischer Som⸗ mer dahaͤr / rc. ES kumpt ein frischer Sum̄er daher Jr werden erfaren nüwe maͤr Daruon ich üch will singen Von dem edlen Künig vß Franckrych Hilff Gott das vns gelinge / ja gelinge. Am nüwen jars tag es geschach Das... Show more Ein Nüws Lied von der Statt Callis. Jm Thon / Es gaht ein frischer Som⸗ mer dahaͤr / rc. ES kumpt ein frischer Sum̄er daher Jr werden erfaren nüwe maͤr Daruon ich üch will singen Von dem edlen Künig vß Franckrych Hilff Gott das vns gelinge / ja gelinge. Am nüwen jars tag es geschach Das man die Faͤnly fliegen sach Vorm nüwen Land in wytem faͤld Ein Lantzknaͤcht zuͦ dem andren sprach Der lieb Got woͤll vnser waltẽ / ja waltẽ. Als man zalt tusendt fünffhundt jar Vnd acht vnd fünfftzig das ist war Erhuͦb sich ein grosses schiessen Gegen Callis der werden Statt Thaͤt manchen Burger verdriessen / ja. Ein Post schickt man zuͦ jn hinyn An einem morgen fruͤ so fyn Sy solten die Festung vffgaͤben Jrn Obersten ich üch wol nennen kan Es was jm noch nit aͤben / ja aͤben. Gar bald fieng man zuͦ schantzen an Das hat kost manch Englischen Man Vnd ward gar bald erbuwen Vil gschütz man daryn fuͤren thaͤt Bracht sy in grosses truren / ja truren. Den andren tag Jenners zuͦ hand Ein Festung genannt das nüwe Land Belaͤgerten wir ebs anfieng tagen Vff den selben Morgen fruͤ Die Englischen wolten verzagen / ja. Man schoß zuͦ jn gar dapffer an Ans nüw Land thaͤten kuglen gan Die Karthonen thaten brum̄en Ein Englischer zuͦ dem andern sprach Es bringt vns keinẽ from̄en / ja from̄en. Sy hatten weder rast noch ruͦw Vnd lüffen all vff Callis zuͦ Das Blochhuß thaͤten sy vffgaͤben Vnsers blybens ist nüt mee hie Wend wir erhalten ßlaͤben / ja ßlaͤben. Ein Festung ouch im wilden Meer Nit lang zuͦ beyten was jr begaͤr Rißban thuͦt man sy nennen Sy ward gar bald genom̄en yn Man thuͦt sy wol erkennen / ja erkennen. Jr Weer vnd ouch jr Bollwerck guͦt Daruß sy tryben übermuͦt Vß Thürnen vnd vff Muren Ouch jre schantzen also guͦt Wurden zerrissen on thruren / ja thrurẽ. Sy hatten ouch ein gwaltigs schloß Daryn thaten wir manchen schoß Den Abend als den Morgen Es thruret manchs Junckfroͤwlin schon Stuͦnden in grossen sorgen / ja sorgen. An der heylgen drey Künig nacht Vmb die zaͤhne sich Callis bdacht Wie sy sich wolten vffgaͤben Vnd sich moͤchten erhalten thuͦn Zuͦ fristen lyb vnd laͤben / ja laͤben. An der heylgen dry Künig tag Hort man zCallis ein grosse klag Als dFrantzosen hinyn sind kom̄en Jr übermuͦt ist worden klein Dz hand wir wol vernom̄en / ja v'nom̄en. Callis ist ein wyt bruͤmpte Statt Darinnen man gefunden hat Dryhundert fürnem̄ste stucke Sechs tusendt Doppelhacken ist waar Die kamen vns zuͦ guͦte / ja guͦte. Den vierdtzaͤhendẽ Jenners fürwaar Gynis das fest huß blaͤgret war / Vß vier schantzen beschossen Das thruret manch Englischer man Hat sy ouch seer verdrossen / ja verdross. Gynis das starck vnd feste huß Die Englischen wolten nit daruß Groß übermuͦt thaͤtens tryben Vß jrer Festung also guͦt Man thaͤts jn bald vertrybẽ / ja v'trybẽ. Achatius Stern also guͦt Oberster Lüttenampt wolgemuͦt Thaͤt fuͤren die from̄en Landtzknaͤchte Den sturm̄ den lüffen wir do an Mit jn thaͤten wir faͤchten / ja faͤchten. Gynis ward beschossen zuͦm sturm Des hand sy waarlich wenig frum Mit sturmen muͦßten wirs gwünnen Wir stachen manchen Englischen ztodt Mochten vns nit entrünnen / ja entrün. Die Tütschen thaͤten ßbest im sturm dEnglischen krümpten sich wie dwürm Vnsre Bruͤder thaͤten wir raͤchen Es muͦste mancher langer spieß Jn Englischen zerbraͤchen / ja braͤchen. Der sturm wert kum ein halbe stundt Da gieng mancher Englischer zgrund Daran thuͦn ich nit liegen Man sach die Ryngraͤffische Faͤnly guͦt Vff der Muren zGynis fliegẽ / ja fliegẽ. Ein Houptman ich tich nennen wil Der was staͤts vornen an dem spyl Hans Müller von Lucerne Die Englischen Knaͤcht in dem sturm Die sahen jn nit gerne / ja gerne. Er hielt sich wie ein Ehrlich man Synem fynd thaͤt er widerstan Das thuͦt man von jm sagen Sprach wolhaͤr jr from̄ẽ Landtzknaͤcht Ritterlich wend wirs wagen / ja wagen. Dẽ zwen vñ zwentzigstẽ Jeñer ist war Am Frytag znacht die Englisch schar Synd gschlagen worden zuͦ hande Das schloß Ham hand sy über gaͤn Jst jn ein grosse schande / ja schande. Der Edel Künig vß Franckrych Wo findt man yetzund synes glych Der sich also thuͦ tragen Jn Ehren ist er wol bekannt Das thuͦt man von jm sagen / ja sagen. Der erstmals das Lied macht bekañt Jonas Hachelberg ist ers genannt Er hats gar wol gesungen Vnd ist ouch selbs darby gesyn Den reyẽ hat er gsprunge / ja gsprungẽ. End. Getruckt zuͦ Bern / by Samuel Apiario. 1563. Show less

Brand in Nördlingen, 15. März 1564
Ein newes Lied von der erschrecklichen brunst so geschehen ist / in der Reichs⸗ stadt zu Noͤrdlingen. Jm Thon / Kompt her zu mir spricht Gotes Son. Einem Fuͤrsichtigen / Ersa⸗ men vnd Weisen Raht daselbst zu Ehren gedicht / durch Lienhart Muͤl⸗ ler / Burger vnd Stadtglaser zu Noͤrd⸗ ... Show more Ein newes Lied von der erschrecklichen brunst so geschehen ist / in der Reichs⸗ stadt zu Noͤrdlingen. Jm Thon / Kompt her zu mir spricht Gotes Son. Einem Fuͤrsichtigen / Ersa⸗ men vnd Weisen Raht daselbst zu Ehren gedicht / durch Lienhart Muͤl⸗ ler / Burger vnd Stadtglaser zu Noͤrd⸗ lingen / den 15 tag Martzij / Jm 1564. Jar / rc. JN Gottes namen heb ich an / der woͤll mir auch treulich beistan / das ich es moͤg verbringen Vnd enden moͤg da mein Gedicht / dan mein hertz hat kein ruhe nicht / ein newes Lied zusingen. Als nach Jesu Christi Geburt / Fuͤnfzehen hundert zelet wurd / vñ drey vnd sechtzig Jare. Wurd ein geschrey in deutschen land / wie mẽ hette darein gesand / etlich Brener fuͤrware. Das war jedem von hertzen leid / ein Obrigkeyt gab den Bescheid / man solt gut achtung geben. Das man moͤcht sein vor solcher not / vñ vns auch woͤl bewaren Gott / das man moͤcht sicher Leben. Es stund an gar ein kurtze zeyt / ein heimlich Feur wurd eingeleit / war jederman verborgen / zu Noͤr⸗ lingen in der reichsstadt / dasselbs traff an ein weisen Raht / geschach an einem morgen. Da es war vmb die sechste vhr / die Muͤntz gewaltig breñen wur / ist war was ich euch sag. Ein buͤr⸗ gerschafft saumpt sich nit lang / ein jeder bald zu dem feur sprang / mã teht die sturmen schlagen. Des Monats in dem Aprillen / den neunzehedẽ tag ich nen / ist die geschicht gesehn. Das ward be⸗ truͤbt ein Weiser Raht / man fragt nach jn fruͤ vnd spat / Ob man ein moͤcht erspehen. Der solches spiel het zu gericht / man dorfft niemand vertrawen nit / wann es het noch kein ende ein weiser Raht sich bald besan / liesen gebieten jedermann / Wasser geschir behende. Jder war willig vnd bereit / vñ auch geruͤst zu aller zeyt / wen die not wer vorhanden. Wenn es an⸗ tref leib ehr vñ gut / zu erretẽ fleisch vñ blut / bey ein ander zu standen. Ach Got das leid het noch kein end / es kam erst jammer vnd elend / das klag ich von hertzen. Vorleid ichs kaum erzelen kan / was der Teuffel hat gericht an / es bracht der Stadt gros schmertzen. Ein Monat ist genand der Mai da kam ein jem̄erlich geschrey / am sechsten tag fuͤrware / ein feur das / ward zubereit / aus teuffels list vñ heimligkeit / ist leider offnebare. Da es drey vhr geschlagen het / die stund die bracht da an der stet / ein grossen wind firware / des doch niemand kein achtung nam / vnnd nam vberhand gare. Es war gegen dem abend spat / das haus gehoͤret einem Rat / man blies balt das feurhorn / das fewr da vber hand gewan / des Zieglers haus am ersten bran / all freud die war verloren. Ein Doctor in dem Hause sass Wiewol er aus geritten was / wust nit vmb das gros leyde. Die stie⸗ gen am ersten ab bran / sein Weib dem fewr kaum entrant / jr schwest er vnnd Magd beyde. Dorfften sich auch nicht saumen lang / ein jeder zuͦ fenster aus spraͤg / mochten sonst nicht entriñen. Nie mand kond nichts brinnen dauon / man must es alles dahinden lon / es thet alles weider brinnen. Das fewr dz ander haus einam erst noch mehr groͤser jam̄er kam / das drit must auch herhalten / erst fing man an sturm zu Schlagen / Weib vñ Kind wolten verzagen / man must es Got lan walten. Jm andern haus da an der stet / warff man zum fenster auß ein bet darauf ein kind fuͤrware. Dz kunt je zu erbarmen sein / das feur trang mit gewalt hinein / noch war kein ende da gare. Es must alles im selben haus / da springen zu eim fenster aus / es war ein groß elende. Ein schnei⸗ der sein eigen weib nam / sein magt auch in der not herkam / ernam sie bey den henden. Lies sie beid dem fenster hinab / sein knecht jr zwen jder flucht gab / darnach erselbs naus sprange / also wurdẽ in diser not / erret acht persõ vor dẽ tod / der jamer weret lange. Wem wolt es nicht zu Hertzen gan / jeder het sich verwegen nun / keyn huͤlff wer mehr vorhanden. Jederman schrey in dieser not / nun hilff vns du ewiger Got / aus der Not als wir standen. Das feur wolt nemẽgar kein end / es het gar nahet als verbrent / was es het fuͤrgenomen. Es war hart an der Cantzeley / viel heuser stun⸗ den nah darbey / sind auch in scha⸗ den kommen. Ein Thuren an dem Rathaus kund / der must auch gehen gar zu stund / durch feur ward er ferzeret Das kund je ein groß wunder sein / er bran vonn oben an hinein / kein Mann nie solchs erhoͤret. Die Rats Glocken hieng auch darinn / die must durchs Fewer auch Schmeltzen hin / groß Leyd wart an dem Orde. Ein Burger sprach dem ander zu / in der Stadt war kein rast noch rhu / es bran als weiter forte. Ach Gott es darff keins kurtzen sin / dz feur fuhr in der hoͤch dahin / es war gantz vngeheure. Es griff an einen Thuren klein / wol vber drey heuser hinein / ted wie das hel lisch feuhr Auff der Pfarkirchẽ er da stund / es brend jn ab biß auff den grund / nam doch nit weider schaden. Die Kirchen blieb sonst vnuersert / hat dieselben Glocken auch zerstoͤret / wir stunden in vngnaden. Es kund ein greulich feur sein / dan es fur an d maur hinein / in den zwinger firware / den wolt es auch verbreñet han / es het jn schon ge⸗ zindet an / es wz erschrechlich gare. Ach Gott die Burger wuͤrden mat / man lies die frembden in die Stat / die kamen vns zu steure / die brauchtẽ sich an allem end / es wur den zelt in dem elend / bey vier vnd zweintzig Fewre. Fuͤrwar ein kleiner trost da war ein jeder stund in grosser gefar / biß an den anderntage. Wir meinten es solt han ein end / vnb viere nach mitag genẽt / der sich jam̄er zutragẽ Ein feur ging in eim stadel an / den wolt es auch verbreñet han / doch teht sich Got erbarmen. Ver meint es wer der straf genug / jeder man groß leid darob trug / ver⸗ schonet vnser Armen. Bit euch jr lieben Herren mein / last euch die weile hie nit lang sein / ich wil es bald volenden. Wiewol ich es nicht lassen kan / muß vol bis an das ende gahn / kan seint dauon nicht wenden. Die Stat stundt in grosser vn⸗ rhu / ein weiser Raht thet bald dar zu wolten die sach fuͤrkom̄en. Lie⸗ sen aus ruffen one schew / bey ver⸗ lierung leib ehr vnd trew / sol jhm werden genomen. Wer ein solchen Mort brenner het / vñ in sein haus verstecken thet vnd nit an tag thet geben. Wer a⸗ der den Mort Freuner brecht / vnd das es sein wuͤrde der recht / den wolt man ehren eben. Hundert Thaler geben zu lon daran sol gar nichts fehlen tohn / damit man kem aus sorgen. Erlich wurden ein gezogen / das macht man het sie verlogen / blieb doch nicht lang verborgen. Es kam wunderbarlich an tag ein zugseil auff dem freimarck lag / des wolt man da verkauffen. Das gehoͤrt eim Erbarn Raht zu / der Bawmeister der het kein rhu / er ließ bald ein red lauffen. Er sprach / warlich nuh sie ich wol weil ich die warheit sagen sol / so red ich das bey glauben. Es ge⸗ hoͤrt nit da her an das end / es wirt mir sein worden entwend / man tut mich offt berauben. Er fraget dem handel baß nach vnd zur Forkeufferin sprach / wo⸗ her kompt euch das seile. Sie ant⸗ wort jhm mit klugem sinn / es gab mirs die Burghuberin / ich solt jrs bieten feile. Des wurd jnnen ein Weisser Raht / traget sie vmb die ware tat / vnd schloß sie in die Eisen. Man fraget sie streng vnnd gelindt / sie wolt es nicht sagen geschwindt / wolt sie ehe lohn zureissen. Noch ließ man jr da gar kein rhu man fraget sie spat vñ fruͤ / sie wolt gar nichts bekennen. Denn das sie das gestolen hab / noch lies man da von jr nicht ab / man fragt sie nach dem Brennen. Das ich aber kom̄ zu dem end / so hat sie doch zu letzt bekent / sie hab das grosse feure / da zugericht aus neid vnd has / dem Doctor der da⸗ rinnen saß / das kam jr nit zu steure. Ein weiser Rath bedacht sie wol wie man mit jr doch handlen sol / man thet sie weiter fragen. Ob sie auch het die Muͤntz verbrent / das⸗ selbig sie gar nit bekend / wolt auch kein schuld drumb tragen. Ein Weiser Rath erkennen thet / das sie gar wol verschuldet het / mit feur sie zuuerbreñen. Doch das man vor ein zangen warm / machet vnnd riß jr mit die Arm / das Blut nacher thet rennen. Das geschach da vorm Rat⸗ haus / sie het darab ein kleinẽ grauß man fürets auff eim Wagen. Biß man sie bracht da an die stet / da sie den schaden gethan het / man thet sie da plagen. Weyter jhr zubereitet was / sie must faren die selben Straß / da sie dan auch must Sterben. Das ge⸗ schach bey dem Halsgericht / wie mans den noch auff den tag sicht / must an der Saul verderben. Also jr leben nam ein end / das dan jr billich wurt erkent / geschach am sechsten tag. Jm Augustmo⸗ nat zu Somerzeit / ach Gott behuͤt vor solchem Leid / das sichs nicht mehr zutrage. Noch war das boͤß nicht auß ge reut / es stund an gar ein kurtze zeit / dz Fewr da zur auf stund aus kam wol ann den Fuͤnfften tage. Des Meynmonts ist wie ich sing / die sache war auch nit gering / moͤcht einer schier verzagen. Ein Stadel ich vor gemelt hon / ben wolt man vol abrent han / das dan Got nit wolt habẽ / vmb eilf vr es im tage war / es lieff balt zu ein grosse Schahr / man fieng auch ein Knaben. Der het in zwey mal angezind / er ist doch zwar nit gar ein Kind / ist wol bey seinen tagen. Wiewol sein vernunfft die ist klein / er sagt dz on alle pein / wie es sich zu het tragen. Ein ersamer wolweiser Rat na⸗ men den knabẽ vm̄ die dat / vñ liesen jn vermauren / darin er leit biß auff disen tag / der straff er nit ledig wer den mag / dafir hilft jn kein trauren Damit hat dieses Lied ein end / Ewiger Got dein gnad vns send / bewar vns alle sammen. Das wir in Fried vnd einigkeit / mit einander Leben allezeyt / wer das begert / der spreche Amen. Der dieses lied gemacht hat / ist selbest gewessen bey der taht / man darff in auch wol neñen Lien⸗ hardt Muͤller ist er genandt / der Burgerschafft gar wol bekandt / den Glaser jhr wol kennet. Er bit euch alle in gemein / er sey reich / arm / groß / oder klein / wol⸗ len fuͤr gut hie nemen. Wan er ist sonst kein dichter nicht / hat also ge endet hie mit / sein Dicht tut sichs nicht schemen. Gedruckt zu Erffordt Bey Jeremias Portenbach zum Guͤlden Moren bey dem Prediger Thor. Show less

Wundergeschichte aus Košice, Ungarn; Erdbeben in Venedig, Juni; Geistl. Lied: über die Hlg. Jungfrau Maria
Warhafftige Newe Zeittung / Wie Drei Engel vom Himmel die Stat Cassar / im Vngerland / aus befel des Her⸗ ren Christi / zur Busse vermanet haben / Jm thon / O Reicher Gott im Trone. Jtẽ / Wie sich in der Herrschafft Ve⸗ nedig im Brachmonat / ein erschreck⸗ lich Erdbidem erhaben / vnd... Show more Warhafftige Newe Zeittung / Wie Drei Engel vom Himmel die Stat Cassar / im Vngerland / aus befel des Her⸗ ren Christi / zur Busse vermanet haben / Jm thon / O Reicher Gott im Trone. Jtẽ / Wie sich in der Herrschafft Ve⸗ nedig im Brachmonat / ein erschreck⸗ lich Erdbidem erhaben / vnd grossen / schaden gethan hat. Alles im negst verschienen 64. Jar ge⸗ schehen / vnd in zwey Lieder verfast / durch Wendellinũ võ Hellbach / Pfar⸗ herr von Eckartshausen / in der Graff⸗ schafft Budingen. Ein ander schoͤn Geistlich lied Von der Holdseligen Jungfrawen Maria / Jm thon / Jch sach mir ein mal eine wunder schoͤne Magd. WAcht auff jr Christen Leute / vom schweren schlaff der suͤnd / Thut euch zur Bus bereiten / hoͤrt was ich euch verkuͤnt. Christus wirdt balt erscheinen / jns Himmels Wolcken klar. Druͤmb bit ich in gemei ne / wolt ewer suͤnd beweinen / Nembt ewer Seligkeit war. Gott lest vns trewlich warnen / durch seine Diener werdt. Die hel[...] man schier fuͤr narren / leider auff die⸗ ser Erd / Es wil sich niemand richten nach jhrer straff vnd Lehr / Man hel[...] das fuͤr ein Gedichte / dem man sol[...] glauben nichte / O Jammer gros vnd schwer. Von wegen dieser suͤnde / vnd ande[...] rer laster mehr. Het Gott macht jn seim grimme / die Welt zustraffen sehr So wil er doch aus gnaden / dieselb[...] verderben nicht / Sondern lest sie fi[...] schaden / warnen / vnnd zu sich lade[...] Die jrrend schaffer sucht. Vnd weil man seine Rechte / verni[...] tet vnnd veracht / Darzu auch seine Knechte / verhoͤnet vñ verlacht / Thut er jtzt Engel senden / aus seinem hoͤch⸗ sten Tron / Die fuͤr der Werlet ende / Die Leute sollen wenden / zu Christo seinem Sohn. Zu Cassaw ists geschehen / Jm Vngerlandt so weit / Viel Leuth han es gesehen / die warheit ich bedeut / Daselbst ein Haus zu grunde / ist gar gestorben aus / Da mans so hat be⸗ funden / der Rath zur selben stunden / versiegelt hat das Haus. Des Nachts hat man gesehen / dariñ gar manches Liecht / Niemant hinein wolt gehen / zu schawen dis ge⸗ [...]icht / Der Rath thet eim zusagen / Hundert Ducaten schwer / Der sich in furcht vnnd zagen / ein Nacht jns Haus wolt wagen / zu sehen was drin en wer. Da war niemandt so kuͤne / Wol [...]n der gantzen Stadt / Solch Gelt [...] zuuerdienen / endtlich kompt fuͤr den Rath / Ein Landsknecht von der Strassen / der sagt demselben zu / Weñ man jhn wolt drein lassen / er wolt ein hertze fassen / Vnnd drinnen han seine rhu. Den Rath thets nicht verdries⸗ sen / was mocht jhm lieber sein / Lies jhm das Haus auff schliessen / Der Landsknecht drat hinnein / Am Gelt wahr jhm gelegen / kroch vntter eine Banck / Thet sich auffs beste segnen / bath Gott wolt seiner pflegen / die zeit war jm gar lang. Da kamen jnn die Stuben / drey Engel fein vnd zart / Brennend Fack⸗ eln sie trugen / vnnd sprachen zu der farth / Hoͤr Landsknecht kreuch her⸗ fuͤre / wirff alle furcht von dir / Dich soll kein leidt beruͤren / wir sindt kein vngeheure / Vom Himmel kommen wir. Der Landstknecht halber todt / kroch vnterm banck herfuͤr. Zu jm sprachen die Boten / Hoͤr was wir sagen dir / Nim diese brennent liechte / zum Buͤrgermeister gehe / du solt dich gar nicht fuͤrchten / verkuͤndt jm dis geschichte / So du gesehen hast hie. Sprich das vns Christ der Herre / der ware Gottes Sohn. Hab her ge⸗ sand von ferne / aus seinem hoͤchsten Tron / Vnd sollen der Stadt ansagen: das sie wollen Busse thun / Vnnd jre Suͤnd beklagen / sonst wird in kurtzen tagen / Die Stadt sincken zu grund. Solchs wollest jm verkuͤnden / mit grossem ernst vnd fleis / Deñ die Stad ist voll suͤnde / wie man denn sicht vnd weis / Gros Wucher thut man trey⸗ ben / vnd schind das Armut sehr / auch fluchen Mann vnd Weiben / das kann auch Gott nicht leiden / sampt andern lastern mehr. Wenn er dir nicht wil glauben / so bring jhn mit dir her / Hie wolln wir ewer beitten / vnd jhm die Himlischen Mehr / muͤndlich vnd selbst anzeigen / Kein Zunge gnug aussprechen mag / solche des Landes schwere klag: ein stein es wol erbarmen moͤcht / weñ jemant solchs mit ernst bedecht / thut Bus das Him̄elreich ist nah. Darum̄ bit ich euch jr lieben Leut thut busse in der Gnaden zeit / den al⸗ ten Adam halt im zaum / vñ gebt nicht ewern luͤsten raum / Thut Bus das Himmelreich ist nah. Stost euch an dieses Landes schad vnd steht von ewern suͤnden ab / Das euch Gotts Zorn mit gleicher straff / nicht auch vmbbring / vnnd mit sich raff / Thut Bus das Himmelreich is[...] nah / Amen. Das dritte Lied / von der Holdseligen Jungfrawen Maria. JCh sah ein mal eine wunderschoͤ ne Magd / die stund fuͤrm Herrn vnuerzagt / mit jhrer Tugent schon / es solt aus jr herkommen / des Vaters lieber Son. Võ dieser wunderschoͤnen Magd / hat Esaias vor gesagt / wol Sieben hundert Jar / Dergleichen Magd auff Erden / kan jtzt nicht sein fuͤrwar. Zu jr von Gott ein Engel gros / gesand ward aus des Himels Schlos [...]er Gabriel genant / vnd machet wun⸗ Sie sprach wie sol ich das ver⸗ stehn / oder wie solte solches zugehn / du Himelischer Both / Denn ich von keinem Manne weis / das red ich one spot. Der Engel da er solchs erhort / gab er der Jungfrawen gute Wort / vnd sprach jr freundlich zu / Des aller hoͤchsten Macht vnnd Krafft / wirdt auff dir haben rhu. Vnnd was von dir Jungfrewlein fein / wirdt kommen jnn die Welt hin⸗ nein / wirdt heissen Gottes Son / dem wirdt der Vater geben / seins Reichs die beste Kron. Die Edle trewe Jungfraw zart / vber der red gleubig ward / ich bin des Herren Magd / mir geschehe sprach sie / wie mir der Engel hat gesagt. Von dreyen Rosen ein Krentze⸗ lein / trug das wunder schoͤne Meid⸗ lein / besser denn Rothes Golt / Wer wolte solchem Menschen / võ hertzen nicht sein holdt. Die Erste Rosen wardt genant / der Glaub im Meidlein wol bekandt / Demut die ander heist / die dritte war Christliche lieb / die sehr das Meid⸗ lein preist. Das will ich dir also thun dar / euch jr menschen machen war / von di⸗ ser Jungfrawen rein / das sie getragen hab / drey Rosen huͤbsch vnd fein. Denn wie man in dem Luca list / O selig du Jungfrewlein bist / die du gegleubet hast / sprach jr Mume Elisa⸗ bet / die war betaget fast. Darnach ist auch die nidrigkeit / in der Magd weit vnd breit / die sie be⸗ wiesen hat / in dem sie hoffart meidet / auff Erden fruͤe vnd spat. Endlich ein grosse hohe lieb / das Medelein von hertzen trieb / gegen der Elisabet / in dem das sie zur selben zeit / ein schwere reise thet. Solche Rosen jtzund erzelt / solte tragẽ die gantze Welt / in jrem schmu⸗ ck vnd zier / vnnd solte darnach trach⸗ ten / mit hertzlicher begier. Nicht das man wolt das Meide⸗ lein / erheben vber den HERRN sein / welchs ist der Herre Christ / Denn er allein der Heiland / in diser Werlet ist. Dis Liedlein ist in eyl gemacht / vnnd ploͤtzlich in den druck gebracht / dir Weiblichẽ geschlecht / das du fort an solt leben / fein erbarlich vnd recht. Nicht wie ein vnzuͤchtiges Meid⸗ lein / sondern wie die Maria rein / Glau be an den Herren Christ / demut vnd Christliche Lieb / die brauch zu aller frist. So wirdt dich der Herr straffen nicht / durch des Muscowitters Ge⸗ richt / vnd andere Feinde mehe / Das habt euch jr lieben Christen / zur new⸗ en guten lehr / Amen. Gedruckt zu Dreszden durch Mattes Stoͤckel / 1564. Show less

Brandkatastrophe in der Herberge zum Spanbeth, Straßburg, 1497
Ein warhafftige geschicht / von einem Feür / geschehen zuͦ Straß⸗ burg / als die Herberg zum Span⸗ beth verbrandt / Jm jar M. CCCC. XCVII. ¶ Vnnd ist inn der Korweiß / gar lustig zuͦ singen / rc. Man hatt kurtzlich gelesen / tau⸗ sent vier hundert Jar / im siben neüntzigsten ist gewesen /... Show more Ein warhafftige geschicht / von einem Feür / geschehen zuͦ Straß⸗ burg / als die Herberg zum Span⸗ beth verbrandt / Jm jar M. CCCC. XCVII. ¶ Vnnd ist inn der Korweiß / gar lustig zuͦ singen / rc. Man hatt kurtzlich gelesen / tau⸗ sent vier hundert Jar / im siben neüntzigsten ist gewesen / sagt vnns die gschrifft fürwar / man thet groß wunder sagen / im Landt so weit vnd breit / ach Gott wem soll ichs kla⸗ gen / Maria der reynen meyd. ¶ Was selbs mals inn der zeyte / zů Straßburg geschehen ist / die Mess thet man einleiten / so gar ohn argen list / mancher biderman hats vernom⸗ men / er hatt sich baldt bereit / inn die Meß thet er kom̄en / ward manchem von hertzen leydt. Ein Herberg will ich euch nennen / die ist vns wol bekant / jr moͤgens wol erkeñen / zům Spanbet ist sie genant / darin da sach man sitzen / gar manch⸗ en Biederman / der leyder mit seinen witzen / des nachts jm hauß verbran. Es waren frembde Geste / inn die Mess kommen zwar / sie assen dar da beste / man trug jn freündlich dar / da es was an der nachte / an einem don⸗ stag spat / da man die uͤrten machte / zuͦs chlaffen was jhn not. Yeglichen thet man legen darnach er edel was / jhr keiner thet sich regen / sie waren muͤd vnd lass / sie schlieffen ohn allen neyde / jhr keiner sprach kein wort / Es werdt ein kurtze zeyte / da schryen sie all den mordt. Auffs feür hett man kein achte / das in der kuchen wz / dabei man das essen machte / fürwar sag ich euch das / es bracht sie in grosses leyde / da es fieng zuͦ brennen an / es horts weder knecht noch meide / biß das es feintlich bran. Es was zuͦ mitternachte / da mann das Feüre sach / der waͤchter nam sein achte / da er an hub vnd sprach / ich sich ein Feür herglasten / zum Spanbeth das ist war/ stond auff jr lieben gaͤste / damit schrey er feüre jo. Sie theten sehr erschrecken die selbe lieben leüth / je einer deñ andern thett wecken / wolauff es ist an der zeyt / ich hoͤr des waͤchters stim̄e / wie es hierin brinnen soll / jhr einer schrey mit grim⸗ me / das sollen jr glauben wol. Sie theten sehr vmbtraben / da es jn war bekant / sie lieffen vff vund abe / die steg was abgebrant / fuͤnff lagen in der stuben / vñ horten disen strauß / vnnd das ist nicht erlogen / sie kamen zuͦm fenster auß. Der Wirt vnd auch sein frawe / die waren erschrocken gar / nun nem̄ ichs auff mein trewe / des laden namen sie war/ das feür thet sie jagen sie sprang en nackend hinauß / den andern thet man tragen / ein stangen an dz hauß. Sie liessen sich hinabe / wol an der stangẽ gschwind / O mancher frum̄er mañe / muͦst leider bleibẽ dariñ / heruß moͤcht er nit kum̄en/ bracht jm grossen quel / jeglicher sprach besunder / ach Gott hilff nur der armen seel. Muͤssend wir also sterben / mag es nit anders gsein / Maria du vil werde so thuͦ vns deiner hilffe schein / helffen vns jhr frum̄en leute/ vnd kum̄en vns zuͦ ste ir / vnd thund das bey der zeyte / das wir nit verbrennen jm feür. Erst gieng es an ein schreyen / wol zuͦ der selben fart / man mocht jhn nit wonen beye / dz feür sehr breñen war / zuͦ hilff mocht man jn nit kom̄en / das was ein boͤse sach / also hab ich vern ⸗ men / das hauß ließ manchen krach. Ein kindlein so kleine / dz schrei ga klaͤgenlich / der wirtin kind ich meine / das weint so jemerlich / jm feür bgund es gelffen / in aller grosser pein / wiltu mir nit helffen / hertz liebes muͤterlein. Das feür hat mich vm̄ geben / so gar mit grosser quel / es geht mir an mein leben / Maria nem mein seel / ich thu dich freündtlich gruͤssen / hertz liebstes muͤterlein / ich hab mich gantz verwe⸗ gen / es muß gscheiden sein. Die Wirtin begund sich jehen / mit angst vnnd grosser noth / soll ich dich nim̄er sehen / nim̄ mich auch du grim⸗ mer todt / soll ich dich nimmer sehen / thut meinẽ hertzen we / man sach au vil der trehen / auß jren augen gehn. ¶ Das feür kundt man nit leschen / man schüt vil wasser drein / ich mein wirtin schwester / sie nam dz kindelin / sie meint sie wolt entrinnen / das hauß fiel mit jhr ein / erst muͦsten sie all ver⸗ brinnen / O wee der grossen pein. Da sich das hauß thet sencken / erst gieng es ahn die noth / jhr keiner sich mocht wencken / sie muͦsten leyden den todt / schruen also sehre / sie waren ver⸗ fallen gar / Jesus du edler Herre / nim̄ vnser seelen war. Den geist hand sie auffgeben / wol zuͦ der selben stund / O Mensch ver⸗ merck mich eben / ich thuͦ dir noch mer kundt / jhm Christen glauben seind sie gstorben / das hortman also wol / jhm feür seind sie verdorben / Gott jr aller pflegen soll. Da es ward gegen dem tage / da dz feür glescht was / da fieng man an zuͦ graben / o mensch vermerck mich baß / mein hertz thut sich bewegen / weñ ich gdenck daran / vff die Kirch sach man legen / vil manchen verbrenten mañ. Keinen kund man erkennen / denn einen ordens mañ / die frawe mit dem kind ich neñe / dz sollen jr wol verston / man legt sie all mit namen / wol vff die Spittelgrub / die selbigen Menschen alsamen / Gott geb jn die ewig rug. Die zal sollen ir kennen / die da ver⸗ brunnen seind / drey vnd zwentzig thuͦ ich neñen / vnd auch der Wirtin kind / fand man jhr schwester am arme / inn also grosser noth / laß dichs Herr Gott erbarmen / sie litten all den todt. Es ist ein klaͤglich dinge / wo es nun wirt gseit / dauon will ich nimmer sin⸗ gen / hilff Maria du reine magt / mitt gsang will ichs beschliessen / wañ hie zuͦ disem mol / ich thuͦ dich freündtlich gruͤssen / Jesu gnaden voll. AMEN. ☞ Das ist gschehen / als man zalt M. CCCC XCVII. Jar. Show less

Schlacht zwischen Dänemark und Schweden, 1565
Ein schoͤn newe Liedt / Von der Schlacht / die Koͤnig. May. aus Den⸗ nemarck / mit dem Koͤnig auss Schweden ge⸗ than hat. Jm Thon / Es gehet ein frischer Sommer daher / etc. WAs wollen wir aber heben an / das best das wir gelernet han / Ein newes Liedt zu singen / wol von dem Koͤnig... Show more Ein schoͤn newe Liedt / Von der Schlacht / die Koͤnig. May. aus Den⸗ nemarck / mit dem Koͤnig auss Schweden ge⸗ than hat. Jm Thon / Es gehet ein frischer Sommer daher / etc. WAs wollen wir aber heben an / das best das wir gelernet han / Ein newes Liedt zu singen / wol von dem Koͤnig auss Dennemarck / Hilff Gott das es jhme gelinge. Als man zalt tausent fuͤnffhun⸗ dert Jar / fuͤnff vnd sechtzig die Jarzal war / Jst war vnd nicht erlogen / do ist das Deudtsche Kriegesuolck / Dem Schweden entjegen gezogen. Koͤnig Friderich so Hochgeborn / hat vns einen Feldt Obersten ausser⸗ korn / Daniel Rantzaw thet er sich nen⸗ nen / Wir Deudtschen Lantsknechte allzumal / Wir thun jhne alle wol ken⸗ nen. Den zwentzigsten Octobris es ge⸗ schach / des Morgens als der tag an⸗ brach / Bey Falckenburgk theten wir auffziehen / da gedachte der Feindt in seinem sinn / Wir wuͤrden fuͤr jme flie⸗ gen. Vnser Vordrapff satzten vornen an / wie baldt sie die Feinde vornom⸗ men han / Die zeitung theten sie vns bringen / jhr lieben Lantzknechte seidt wolgemuth / einen Reyen muͤssen wir heute springen. Wir zogen gar eine kleine Meil / vnser Schlachtung war gemachet in eil / Das thue ich warlich singen / da hoͤrt man die Schwedischen Kugeln gross / Wol in der lufft her schwingen. Der Schweden war eine grosse schar / viertzig Fenlin liessen sie fliegen dar / Darzu siebentzehen Reuters fa⸗ nen / sie gedachten alle in jhrem muth / vns Deudtschen zu erschlagen. Herr Dennemarck vnser Veldtge⸗ schrey / hilff vns Gott die Losung da⸗ bey / Die theten sie vns geben / ein Lantz knecht zu dem andern sprach / Es wil kosten Leib vnd Leben. Daniel Rantzaw das viel Eddele Blut / er sach an die Deudtschen Lantz⸗ knechte gut / zu jhnen thet er sprechen / jhr lieben Lantzknechte seidt wolge⸗ muth / mit dem Schweden wollen wir fechten. Jch wil auff setzen Leib ehr vnd gut / darzu mein viel Eddele blut / Vnd auch mein Junges leben / wir wollen ob Gott wil dieseñ tag / nach Ritterlichen Ehren streben. Wir stunden dar in grosser noth / wir rufften alle zu vnserm Gott / der wolle vns stehen zur seiten / Er wolle vns mit seiner Engelischen schar / gantz ritterlichen helffen streiten. Wir fielen nider auff vnser Kney / hilff vns Gott von hinnen frey / Nach deinem wolgefallen / wir wollen dich Gott von Himmel hoch / loben mit grossem schalle. Die Schwedischen Reuter ruͤck⸗ ten heran / den Windt wolten sie zum vorteil han / mit jhren Schwedischen knechten / Sie gedachten alle in jhrem sinn / vns zuerschiessen vnd zurstechen. Vnser Hauptleute stunden vorne an / die langen Spiess sie in die Hende namen / Sie sprachen alle mit sinnen / nun wollen wir heute diesen tag / Preiss ehr vnd gut gewinnen. Der Profoss der fuͤhrt die Schuͤ⸗ tzen an / die schossen so mannichen stol⸗ tzen Man / Sie schossen alle zu gleiche / wol vnter die Schwedischen Reuter gut / Von stundt an musten sie weichen. Es weret gar eine kleine zeit / do erhub sich ein seltzmar streit / wol zu derselbigen stunde / Da wardt so man⸗ nicher stoltzer Helt / Biss in den Todt vorwundet. Die Deudtschen vnd Deudtschen Reuter gut / sie wageten alle jhr Ed⸗ dels bludt / Sie theten alle wol schies⸗ sen / wol vnter die Schwedischen Reu⸗ terlein / Das thet sie hart vordriessen. Die Eddeln Rittmeister also gut / sie hatten all einen frischen muth / Mit jhren Reutern stoltze / sie setzten mit vns widerumb an / Gar hart vor dem Eichen Holtze. Wir Deudtschen Lantzknecht alle sampt / die langen Spiess namen wir zu handt / Vnd theten alle sprechen / Stechet drein jhr fromme Lantzknech⸗ te / wol vnter die Schwedischen knech⸗ te. Es weret kaum drittehalbe stundt / da wardt so mancher stoltzer Helt vor⸗ wundt / Das muss ich warlich sagen / wir jageten sie durch die Morst hin durch / Jrer viel wurden da erschla⸗ gen. Also nam diese Schlacht ein endt / die Sehlen befehlen wir Gott in seine hendt / Gott wollen wir alle preisen / der vns mit seiner Engel schar / seine huͤlff thet beweisen. Acht vnd viertzig stuͤcke gross vnd klein / fandt man stahn auff derselbi⸗ gen Heidt / Sechs tausent Man erschla⸗ gen / vnser Oberster hat sie allezumal / Auff der Walstadt lassen begraben. Es wardt baldt finster vnd spat / die nacht vns vbereilen that / Das Le⸗ ger theten wir pflegen / den Windt den Regen den kalten Schne / musten wir frommen Lantzknechte dragen. Wir lagen biss auff den neunden tag / gar manchen stoltzen Ritter man todt liegen sach / Jch kan sie all nicht nennen / etliche aber Gefangen waren / die theten sie alle wol kennen. Die Schweden gedachten in jrem muth / die Hende zu wasschen in der Deudtschen blut / Die Ritter die the⸗ ten sagen / Jhrer weren fuͤnff an einen Man / Sie wolten vns zur treten vnd zurschlagen. Das Spiel das hat sich vmb ge⸗ kerdt / Gott hat vns das geluͤck be⸗ scherdt / Das wir das feldt haben ge⸗ wunnen / Elff Augen hatten sie auss gewurffen / Zwoͤlffe theten vns dar⸗ auff kommen. Jhr Schwedischen Reuter alle sampt / zieht heim nach ewrem Schwe⸗ dischen Landt / Die zeitung die thut bringen / das jhr seidt zu dem Dantze ge⸗ west / den Vorreyen habt erst gesprun⸗ gen. Wir bitten Gott im hoͤchsten Thron / darzu seinen liebesten Son / Der wolte vns stehen zur seiten / das wir muͤgen mit vnsern Feinden / Alle⸗ zeit Ritterlichen streiten. Der vns diss newe Liedtlein sang / Baltzer von Giehten ist ers genandt / Er hats gar wol gesungen / Er drin⸗ cket viel lieber den kuͤlen Wein / Denn Wasser aus dem Brunnen / etc. FJNJS. Gedruckt zu Magdeburg / durch Andreas Schmidt. Show less

Septuaginta Erzählung, Buch Daniel: Bel und der Drache; Gebet
Ein Newes Lied / vom Abgott Baͤl / vnd seiner Prie⸗ sterschafft: auch von jrem Diebstahl et caetera. Jm Thon: Es wohnet Lieb bey Liebe / darzuͦ groß Hertzenleyd. Daniel. am xiiij. MErckt auff was will ich singen / hoͤrt zuͦ jr lieben Leüt: Von wunderlichen dingen / was geschehẽ ist... Show more Ein Newes Lied / vom Abgott Baͤl / vnd seiner Prie⸗ sterschafft: auch von jrem Diebstahl et caetera. Jm Thon: Es wohnet Lieb bey Liebe / darzuͦ groß Hertzenleyd. Daniel. am xiiij. MErckt auff was will ich singen / hoͤrt zuͦ jr lieben Leüt: Von wunderlichen dingen / was geschehẽ ist vor zeyt. Wie es ergieng vor Baby⸗ lon / ein Bild ward aufgerichtet / das solt man bethen an. ¶ Dem Bildt muͤßt man dargeben / zwoͤlff malter Weytz all tag / Drey ay⸗ mer Wein darneben / viertzig Schaf wie ich euch sag. Das Bildt ehert selbst der Koͤnig schon / vnd gieng dar alle Tage / mit fleyß zu Bethen an. ¶ Daniel war am Hofe / beym Koͤnig Babylon: Vom Bildt er sich entzoge / wollt es nit bethen an. Der Koͤnig sprach halltst du dann nicht / den Baͤl fuͤr einen Gotte / sych er ist Lebendig. ¶ Jch man kein Bildt nit eheren / das mit Henden ist gemacht Allein Gott mei⸗ nen Herren / der Hym̄el vñ Erdt betracht. Den will ich allzyt bethen an / dem weiß ich zuͤuertrawen / sprach Daniel so schon. ¶ O Koͤnig thuͦ mich hoͤren / sprach Daniel vnd lacht: Dein Gott ist aussen / aͤhren / innwendig von laym gemacht. Darumb Koͤnig jrr dich selbs nit / er kan weder Essen noch Trincken / darzu geht er keiñ tritt. ¶ Der Koͤnig was erzürnet / beruͤfft die Priester all: Vnd fragt sie mit begyre / sie sollend jm sagen bald. Ob der Baͤl die Speyß hab verzert / wo nicht sollten sie sterben / redt Er im grym̄en haͤrdt. ¶ Kündt jrs aber beweysen / das der Baͤl gessen hat: Ein solche grosse speyse / so gillt es Daniels todt / Darumb das Er behend vnd schnell / ein grosse Gottes laͤ⸗ sterung / geredt hat auff den Baͤl. ¶ O Koͤnig das soll geschehen / sprach Daniel so frey: Auff das man doch moͤg sehen / was es für ein Gott sey. Der Prie⸗ ster Baͤl an Weib vnd Kind / bey siben⸗ tzig jr waren / ein diebisch Hofgesind. ¶ Der Koͤnig also schnelle / gieng inn den Tempel ein: Mit jm der Daniele / auch alle Priester fein. Die sprachen zum Koͤnig alsoschon / wir woͤllend vor deinen Augen / all zum Tempel auß gohn. ¶ So nym̄ O Koͤnig dise speyse / vnnd auch den guͦten Wein: Vnnd setz es dar mit fleysse / sprachen die Priester sein. Vnnd sperr die Thuͤr gar fleyssig zuͦ / ver⸗ sigels mit deinem Ringe / biß auff den Morgren fruͤ. ¶ Wenn du nun dar würdst kommen / inn Tempel zuͦ dem Baͤl: Das es nicht hat genom̄en / so merck O Koͤnig schnell. So woͤllen wir leyden all den Tod / Da⸗ niel muͤß sonst sterben / der vns angelo⸗ gen hat. ¶ Die Priester all verachten / den han⸗ del gantz vnd gar: Ein Diebsloch het⸗ tens gmachet / hynein vndterm Altar. Da Saufftens vnnd Frassen mit Weyb vnd Kind / dem Baͤl thetten sie es steh⸗ len / secht an das Diebisch Gsind. ¶ Zum Tempel auß mit fleysse / gien⸗ gen die Priester gar: Der Koͤnig setzt die speyse / dem Bildt auff sein Altar. Da⸗ niel fordert aͤschen zu der stund / die thet Er in die reütter / straͤwts in den Tempel vmb. ¶ Das thet der Koͤnig sehen / was Da⸗ niel het than: Kein Priester nicht mocht spehen / sie waren all daruon. Zulest gien⸗ gen sie auch dahin / der Koͤnig thets be⸗ waren / die Thuͤr mit seinem Ring. ¶ Die Pfaffen theten schleichen / heim⸗ lich in Tempel ein: Jr Weib vnd Kind dergleichen / frassen vnd soffen Wein Der Koͤnig gieng mit Daniel / als der Tag wollt anbrechen / wol für den Tem⸗ pel Baͤl. ¶ Die Thür fundens verschlossen / wie es dann billich war: Der Koͤnig vnuer⸗ drossen / sperrt auff sach den Altar. Vnnd schrey bald auff mit lauter stim̄ / der Baͤl ist noch gerechte / vnd kein betrug in jm. ¶ Daniel huͤb ann zu lachen / des Koͤ⸗ nigs vnuerstandt: Vnd sagt jm von den sachen / zeigt jm die tritt allsampt. Wie sie im̄ Aschen vmb gangen waren / der Koͤnig het sein Tage / solch schalckheit nit erfaren. ¶ Darauff sprach er gar balde / zum Daniel mit sitt: Jch sich yetzt allenthal⸗ ben / vil klein vñ grosser tritt. Von Man vnd Weib auch jungen Kind / der Koͤnig ließ auch fahẽ / die Priester also gschwind. ¶ Die muͦsten zeygen balde / den Die⸗ bischen eingang: Dardurch sie giengen alle / hoͤrt zuͦ ein hüpscher schwanck. Den die Pfaffen hetten erdacht / das sie auf⸗ frassen vnd truncken / was der Koͤnig het bracht. ¶ Darumb ließ er vmbbringen / die Priester schnell vnnd bald: Mit Weyb vnd auch mit Kinden / vnnd gab Daniel gewaldt. Das er den Tempel Baͤl zer⸗ stoͤrt / das sie das arm̄e Volcke / so lang zeyt haben bethoͤrt. ¶ Ein Dracken thet man ehren / gleich inn derselbigen gstallt: Daniel thets be⸗ geren / der Koͤnig gab jm gewalt. Jnn Schwerdt vnd Kolb bracht er jn vmb / was aber ist geschehen / das hoͤrt mit kur⸗ tzer Sum̄. ¶ Ein Kuͤchen thet Daniel machen / auß Bech faysts vnnd haarwol: Jnns Mawl stieß ers dem Dracken / das er zerspringẽ soll. Vnd es geschach jm wehe daruon / du hast ein hüpschen Gotte / O Koͤnig sprach Daniel schon. ¶ Als die von Babel erfuͤren / was der Koͤnig het than: Jm̄ zoren sie im schwuͤ⸗ ren / nicht vngerochen zu lahn. Kürtzlich sprachen sie auch darbey / das der Koͤnig von Babel / zum Juden worden sey. ¶ Hat er den Baͤl lassen zerstoͤren / vnd den Dracken vmbbracht: Noch wolt er nit auff hoͤrẽ / erwürgt die Priesterschaft Darumb gib vns Daniel gschwind / wir woͤllend sonst erwuͤrgen / dich vnnd dein Hofgesind. ¶ Der Koͤnig was gezwungen / erschro⸗ cken was sein Seel: Der hauff auff jn het drungen / er gab jn Daniel. Vñ wurf⸗ fen inn ein Gruͤb hynein / darinnen syben Loͤwen / lang zeyt gelegen seind. ¶ Daniel war gelegen / wol in der Gruͤb sechs Tag: Den Loͤwen thet man geben / merck fleyssig was ich sat. All taß zwen Leichnam̄ vnd zwey Schaf / des mals ward jn verhalten / das sie nicht hungert doch. ¶ Daniel zuͤuerschlickẽ / wol durch den Pfaffen neyd: Got aber war sein glücke / halff jm auß allem leyd. Die Loͤwen mo⸗ chten jm nichts thun / er liebet Gott von Hertzen / vnd trawet jm allein. ¶ Ein Prophet in Judea / mit nam̄en Abacuck Der het ein speyß bereyter / vnd in einer Schuͤssel bracht. Vnd wolts den Schnitterñ in das feldt / bringen wie ich euch sage / da kam der Engel schnell. ¶ Der was ein Bott von Hym̄el / kam zum Propheten schnell: Sprach zuͦ jm du sollt bringen / die speiß dem Daniel. Gehn Babel in die Loͤwẽ gruͤb / Abacuck sprach gar balde wie geht das ym̄er zuͦ. ¶ Hab Babel nie gesehen / weyß nit wo die Gruͤb ist: Wie sollt es dañ gesche⸗ hen / hoͤrt zuͦ wie es gangen ist. Der Bott nam jn beym schopff des Hars / vñ fuͤrt jn hin gen Babel / vber die Gruͤben dar. ¶ Der Abacuck thet ruͤffen / dem Da⸗ niel vñ sprach: Wol in die Gruͤben tieffe / das Morgen mahl empfach. Das dir dein Gott geschicket hat / du Knecht des Allerhoͤchsten / behuͤt dich durch Gottes rath. ¶ Ey du frommer mein Gotte / sprach Daniel behend: Troͤst mich yetzt in der nothe / bist aber ingedenck. Jn dem stuͤnd Daniel auff vnd ass / der Bott fuͤrt denn Prophten / widerumb an sein orth. ¶ Wol am sibenden Tage / kam der Koͤnig behendt: Daniel zubeklagen / ge⸗ dacht es wer sein endt. Wie er sach inn die Gruͤb hynein / fand er Daniel sitzen / vnter den Loͤwen fein. ¶ Der Koͤnig thet bald schreyen / auß macht mit lautter stom̄: Thet sich von Hertzen freüwen / da er sach dise ding. O HErr Daniels Gott / vnnd zog jn auß der Gruͤben / erloͤßt jn von dem Todt. ¶ Die da vrsecher waren / an der noth Daniel: Die ließ er werffen gare / ind Loͤ⸗ wen gruͤb so schnell. Von Gott ward jn bereyt vnnd gschickt / die Loͤwen sie zer⸗ mallen / jn einem Augenblick. ¶ Der Koͤnig thet bald schreibẽ / seym̄ gantzen Konigreich: Den Mannen vnd den Weyben / das sie allsampt geleich. Thuͤn foͤrchten den Gott Daniel / vnd ha⸗ ben jn vor Augen / in jm ist ye kein fehl. ¶ Er lebet ewigklichen / regiert in E⸗ wigkeit: Auff Erdt nit seins gleichen / er hilfft allein auß leydt. Er will kein frembden Gott nicht han / Er ist allein der HERre / der Ewig wirt bestohn. Das Gsang thuͤt euch bedeüten / auß der vrsach gedicht : Hat gewehrt ein lan⸗ ge zeyte / sollicher jrthum̄ geschicht. Ein yeder lebt nach seinem wohn / vnd haben vil der Goͤtter / die sie thuͤn bethen an ¶ Das will Gott kurtz nit haben / er ist allein der Got: Wie sein Wort selbst thuͤt sagen / wehe dem ders hellt fuͤren spott. Vnnd seinem Wort kein Glauben gibt / vnd dienet andern Goͤtteren / dem würdt ers schencken nicht. ¶ Wo hats Gott ye gefallen / wo findt jrs gschriben stohn: Saͤgt mirs jr Gleyß ner alle / kuͤndt jr mirs zeygen an. Das Got sollichs befolhen hat / so kan ich frey⸗ lich sprechen / jr sitzt an Gottes statt. ¶ Ewr fruͤcht thuͤnd zeügknuß geben / das jr nit seyt auß Gott: Jr fuͤrt ein Buͤ⸗ bisch leben / als von euch geschriben staht. Vnnd auch Baruch am sechßten meldt / Darumb würdt euch Gott straffen / mit sampt der gantzen Wellt. ¶ Das ist der Gleyßer weyse / vñ auch jr Herligkeit: Fressen der Arm̄en speyse / ziehen jn ab jr kleid. Vnd wenden für jre Gebeth / wie der Herr selbst thuͤt sagen / vnd klerlich geschriben steht. ¶ Wer sich will Gott ergeben / vnd jm trawen allein: Dem gillt es Leib vnnd Leben / sein Weyb vnd Kindlein klein. Ja wer dem Priester Baͤl nit glaubt / der muͤß werden gefangen / an Leib vñ Guͤt beraubt. ¶ Hayßt das Christo nachuolgen / keñt jrs für Christi lehr: Das man die toͤdten solle / die uͤben trew vñ Eer. Die da recht suchen Gottes preyß/ vnnd lieben jn von Hertzen / nach jres Vatters weyß. ¶ Der in dem Hymmel wohnet / sicht aller Menschen kind: Durch Gott laßt euch vermanen / vñ seyt doch nit so blind: Kein außred wirt euch helffen nicht / die Menschen jr verachten / die geliebthaben dort Frid. ¶ Nun thuͤt bald widerkeren / secht auf denn vnderscheyd: Welcher Gott thuͦt ehren / hat grosse Rew vnd leyd. Dersel⸗ big gehet den rechten weg / den fußpfad aller from̄en / das ist der Him̄el steg. ¶ Kein Huͤrer vnd kein Rawber / dar⸗ zuͦ kein Trunckenboltz: Darf nit für Got⸗ tes Augen / vnd wer er noch so stoltz. Al⸗ lein der Gott in Eeren hat / thuͤt zuͤchtig vor jm leben / der besitzt die heylig Statt. ¶ Wer aber schaͤndtlich lebet / hat kein Goͤttliche arth: Vor dem huͤtt euch gar eben / es ist der Seelen mordt. Das jr nit volget seinem muͤth / der Prophet Mala⸗ chias / am dritten melden thuͦt. ¶ Der Prophet Ezechielen / am zwey⸗ vnd zweintzigsten orth : Thuͤt noch klerer gleichen die Propheten all / die gantz hei⸗ lig Geschriffte / bezeügts mit rechtẽ schall. melden / kein fleuß er ze nit spart. Deß⸗ ¶ Das seind die Heyden genennet / all die die Bilder ehern: Gott will sie auch nit kennen / sie thuͤnd sich dann bekern. Vnd dient allein dem eynigen Gott / vnd lieben jn von hertzen / wie Daniel hat ge⸗ woͤllt. ¶ Das Lied sey euch gesungen / die ir Gott lieben thuͦt: Das jr nit werdt ver⸗ drungen / vom allerhoͤchsten Guͤt. Durch denn betrug der falschen Lehr / darfuͤr euch Gott behuͤte / desgleichen ich be⸗ ger. AMEN. Ein Gebeth. O Allmechtiger / ewiger vnd guͤttiger Gott / Wir bitten dich / das du alle Abgoͤtterey vnd Tyranney / sambt allem Gotlosen wesen / auß deiner Vaͤtterlichen grundtlosen barmhertzigkeyt / gnedigkli⸗ chen woͤllest abwenden: Vnd vns deine Schaͤflin alle / widerumb in der warheit deines Euangelions / durch den heyligen Geist / inn rechter warer eynigkeit des Glaubens / vnter Christum Jesum / dei⸗ nen eynigen Son / vnsern HERRen / Heyland vnd Hawpt / zuͦsamen bringen woͤllest: Amen. Gedruckt zu Laugingen / durch Emanuel Saltzer. Show less

Fünf Lieder zur Belagerung von Magdeburg
Fünff newe Lie⸗ der / von der Loͤwlichen vnnd Keyserlichen freyen Statt Magdeburgk / vnd jrer schweren Belagerung Das Erst / Jm Thon / Von der Statt Melan. Das Ander. Jm thon / Es gehet ein frischer Som⸗ mer daher. Das dritte / Auff di⸗ weyse, Von Mitternacht ist gekomen / ein etc. Das... Show more Fünff newe Lie⸗ der / von der Loͤwlichen vnnd Keyserlichen freyen Statt Magdeburgk / vnd jrer schweren Belagerung Das Erst / Jm Thon / Von der Statt Melan. Das Ander. Jm thon / Es gehet ein frischer Som⸗ mer daher. Das dritte / Auff di⸗ weyse, Von Mitternacht ist gekomen / ein etc. Das vierte / Jm thon / mag ich vn⸗ luͤck nicht widerstan. Das Fuͤnf⸗ te / Auff die weise / Lobt Gott jr frummen Christen etc. Das Erste. ACH MAGDEBVRG halt dich veste / du wol erbawetes Hauß / dir komen viel frembder geste / die woͤl⸗ len dich treiben aus. Die Geste die da komen die kennet man weit vnd breit sie verfolgen Christ von hi⸗ mel ist manchem Christen leid. Sie dienen Muͤnchen vnd Pfaffen / der Bapst der ist jr Gott / Gottes wort sie woͤl⸗ len straffen / die Christen bringen in not. Sie Kriegen wider rechte / die Gottlose Pfaffen schar / falsch Christen vñ Muͤn⸗ chen Knechte / woͤllen dich vertreiben gar. So will ich nicht vezagen / ich armes Megdelein / ich wils dem Christo klagen / der soll mein beschuͤtzer sein. Magdeburgk bin ich genennet / gantz frey vnd wol bekandt / ich traw auff Christ von Himel / mich beschuͤtz sein gewaltige hand. Die Mittel wil ich brauchen / die mir mein Breutgam lert / vor disen beschornen hauffen / bin ich noch vnuersert. Jn Magdeburgk der rainen / ist manicher Christen Seel / sie ruffet zu Gott jm Himel klagt jm jr vngefell. Jn Magdeburgk wirdt geleret / Gottes wort rein lauter vnd klar / Gelobet wird Got der Herre mit Psalmen jmmerdar. Jn Magdeburgk der gueten / ist manch⸗ es Junckfrewlein stoltz / bitten fuͤr das vn⸗ schuldige blute / Sie seind keinem Spanier hold. Jn Magdeburgk der frewen / ist manch⸗ es kindlein zart / es ruͤfft zu Gott dem Herren das er die Statt bewart. Jn Magdeburgk der Vesten / ist manch es Frewlein fein / sie bitten fuͤr die Christen / den Spanieren seind sie feind. Jn Magdeburgk der werden / da sindt der Kriegßleut viel / zu Fueß vnnd auch zu Pferde treiben sie jr Ritterspiel. Jn Magdeburgk auff dem Hause / da sigen drey Junckfrewlein / Sie winden al⸗ le morgen von Palmen drey krentzelein. Das eine Gott dem Vatter / Das ander Gott dem Son / das drit dem heiligen Gei⸗ ste / Gott woͤll jn beystand thun. Zu Magdeburg auff der Mauren / da ligen der Puͤchsen viel / sie klagen alle mor⸗ gen / vnd lassen kein Spanier ein. Zu Magdeburg auff der Mauren / da ligen zwey Faß mit Wein / vñ wer darvon sol trincken / das muß ein Deutscher sein. Zu Magdeburg auff dem Marckte / da stehet ein Eisern Man / woͤllen in die Pfaf⸗ fen haben / manch Spanier muß daran. Zu Magdeburg auff dem Rathaus / da leit ein gulden schwert / Hertzog Moritz solß selber holen / ist Er eins Churfuͤrsten werd. Der vnns dises Newe Liedlein Sang der singt vns noch mehr / Gott behuͤt allen from̄en Christen / Leib gut vnd auch jr eer. Es ist so wolgesungen mit frischem freyen mut / durch drey so Edle Fuͤrsten / Gott halt sie in seiner hut. Das Ander. NVN hoͤrt von mir ein New gedicht wie vns der Bapst hat zugericht / ein spiel inn Deutschen Landen / zu erkuͤlen sich Jm Deuͤtschen blut / Gott machte inn bald zu schanden. Do man schreib tausentfuͤnff hundert Jar / vnnd funfftzig ein verdampte schar / der Gotlosen Papisten / vor Braunschweig sich gelegert hat / mit viel der falschen Chri⸗ sten / Ja Christen. Ein argen list hat man erdacht / das man die Feind von dannen bracht / Ziehet hin jr frommen Leüte / bey Magdeburgk ist ein schoͤnes Land / da kriegt jr gute beü⸗ te / Ja beüte. Hertzog Joͤrg von Mechelnburgk / der zog bald hin vor Magdeburgk / die Christe zuuertreiben / wir dancken Gott von Himel⸗ reich / er must vns lassen bleiben / ja bleiben. Die armen Pauren schlug er seer / dar⸗ nach het er kein glück nicht mehr / hat jm⸗ mer abgenommen / biß das er selbs mit den Reüttern sein / in Magdeburgk ist kom̄en / Ja gekommen. Bey hundert Pferd that man erlegt / dasselb hat jn so hart bewegt / er wolt den schaden rechen darumb reyt er den feinden zu / vnd wolt sie all erstechen / Ja stechen. Gott gab jnn bald in vnser hand / Das daucht jm nicht ein kleine schand / es soll noch besser werden / wir preisen dich von hertzen HERR / Gott himels vnd der Er⸗ den / Ja Erden. Die Thumherren sind mit jn jrem Rath / zu schanden worden vor der Statt / die Junckfraw wolten sie schenden / Gott hat die Junckfrawen inn seiner hut / wird sich von jr nicht wenden / Ja wenden. Sie wolten Gotts Wort Rotten aus / vnd stossen gar zur wellt hinaus / darzu die from̄en Christen / die falschen Christen vnd Muͤniche knecht / die Gottlosen Papisten / ja Papisten. Magdeburk die werde Statt / viel vn⸗ geratener kinder hat / der Adel auff dem lan⸗ de / der Mutter nicht wil gehorsam sein / ist jn ein grosse schande / Ja schande. Den Junckhern ists ein grosse schandt / das sie jr eigen Vatterlandt / verraten vnnd verderben / drumb wird sie Gott außrotten gar mit allen jren erben / Ja erben. Gottes Wort sie woͤllen leiden nicht / darumb hat Gott die boͤsewicht / verendern vnd gefangen / sie haben verdienet schwert galgen vnd raht / darnach jnn thut verlan⸗ gen / Ja verlangen. Der Engel Gottes stund vns bey / vnnd fuͤrt vns durch zwey Laͤger frey / jnns dorff grossen Otterßleuen Gott sprach ich will die Moͤrder bald in ewer hende geben / Ja geben. Sie mainten es wer ein Faßnacht spil / weil sie den vnser sahen viel / inn weissen hembden kom̄en / als sie vernamen es wers kein schimpff / da schlugen sie die drum̄en / Ja drummen. Die Magdeburger sprachen das Gott walt / die feind sie vberfielen bald / der ward gar viel erstochen / vom Fewer seind jr viel auch erstickt / So hat sich Gott gerochen / Ja gerochen. Man vberfiel sie bey der nacht / vnnd hielt mit jn ein finstere schlacht / wer Man am tag herkomen / Man het die Thumb⸗ herren funden dar / vnd het sie mit genom⸗ men / Ja genommen. Das Jnterim hat man dieselbige nacht in weissen hemden gen Magbeburk bracht drumb werden die Papisten mit vns hin⸗ fuͤrt zu friden sein / sampt den Adiaphoristen Ja Adiaphoristen. Die Feindt hatten sich vermessen gar / sie wolten fuͤr dem Newen jar / hie her gen Magdeburgk kommen / das sein sie grosse Propheten gewest / vñ haben recht verno⸗ men / Ja vernommen. O Gott von Himel du bist gerecht / zu fuͤssen lieffen der Junckfrawen knecht vnnd kamen widergeritten / sie kamen auf Ros⸗ sen hergedrapt / Nach Edelmannes sitten / Ja sitten. Am Freitag vor Sanct Thomastag / fruͤ ist geschehen die Niderlag / des Bapsts verloren Kinder / Man treibt sie zur Statt hinein gleich wie die schwein vnd Rinder / Ja Rinder. Des negsten tags darnach so bald / Der Fürst kam auch in vnser gewalt / er wardt bey tag geschlagen / die Burger tasten jnn freidig an / das wolt jm nicht betagen / Ja bethagen. Er sprach jr Landßknecht nembt mei⸗ ner acht / das Jch nicht werd vmbs leben bracht / vnd thut bey mir das beste / also ka⸗ men sie zur Statt hinein / wilkomen jr lie⸗ ben geste. Ja geste. Wir waren kaum Fünfftzig Reuͤter starck da stecht man Gottes wunderwerck es geschach so gar behende / Die Landeß⸗ knecht warn sehr freidig darzu / vñ brauch⸗ ten jre hende. Ja hende. Die Pfaffenknecht fuͤr kurtzer zeit ha⸗ ben vor Magdeburg inn dem streit / einen schaffstal abgewunnen / dagegen die von Magdeburgk / jren Pferdestall vberkomen / Ja kommen. Der Feindt nicht viel gewunnen hat / den Gott ist bey der Junckfrawen Statt / vnnd wird sie noch baß rechen / an seinen Feinden allzumal / jr macht wird er zerbre⸗ Ja zerbrechen. Darumb Danckt Gott von Himelreich ein jeder auch bekere sich / vñ füre ein Christ⸗ lich leben / So wird vnns Gott verlassen nicht seinen segen geben / Ja geben. Der vns diß Liedlein hat gemacht / der fragt nicht viel nach der Feinde pracht / er weis Gott wird sie stuͤrtzen / die jr Vatter⸗ landt verraten hand / jr leben wird GOTT kuͤrtzen Ja kuͤrtzen. Der Meister ist vielen wol bekandt / lieblich on falsch ist er genant / verjagt von den Jntermisten / GOTT helff seiner ar⸗ men Christenheit vnd stuͤrz seiner falschen Christen Ja Christen. Das Dritte. JCH habe offt hoͤren sagen / verachten bringt kein gut / Thut sich die Statt Magdeburgk beklagen / dem Kayser sein vbermut / ein eid hat er geschworen / bey seiner hoͤchsten Kron / die Statt Magde⸗ burg soll komen / vnter vier Fürstenthumb. Nun thut die Statt Magdeburgk bit⸗ ten vor die Keyserliche Kron / Das jm Gott wolte geben / seinen Heiligen Geist also des er sich moͤcht bedencken / was er angefangẽ hat / das jm Gott woͤlle Gnade schencken / aus lauter Barmhertzigkeit. Jst er aber nicht zubekeren / sonder bleibt dem sinne sein / so wer jm lieber Herre / das er nicht plage die dein / denn Christus vnser Herre / vnser Feldthauptman ist / er gehet stets vor vnns here / der ware Herr Jhesu Christ. Herfuͤr jr Bischoff vnd Cardinal / mit ewerm orgel spiel das grab ist euch bereyt / da man euch inn Tauffen will / herfuͤr jhr Muͤnch vnnd Pfaffen / mit ewrer falscher lehr / mit euch so woͤllen wir fechten / Gottes wort woͤllen wir nit verlan. Ein Statt leit vns ferre / so weit inn frembte landt / den Christo vnserm Herren ist sie wol bekandt / alle Menschen seindt vnns abgetretten / da ist weder huͤlff noch rath / deñ Christus vnser herre wie ers ver⸗ sprochen hat. Der vns diß Newe Liedlein sang / ein Christlich Bunder ist ers genat / Froͤlich hat ers gesungen / zu Magdeburgk in der werden Statt / wer vns nun diß kan sin⸗ gen / der Singt vnns alzeit mehr / hiemit sey GOTT bevolhen / zu Thausent guter nacht. Das Vierdt. MAG es O Gott nicht anerst sein / die Christen dein / sollen verfolget wer⸗ den / Vmb das sie dein wort lieben thun von jederman / alhie auff diser erden / so geschehe dein will / gantz in der still / wir hoffnung han / zu dir alle sampt / woͤllen dir zu gefallen sterben. Dein wort ist war ist vnser trost / wir sind erloͤst / durch Christi Blut vergiessen / Wiewol es vnser blut auch kost / wir sind getroͤst / woͤllens auch bey dir geniessen / Vñ daruͤber lan / als was wir han / man zeicht vnns falsch / Gott du weiß alls / warumb wir leiden vnd sterben. Burg Stat vnd was vnser schutze sey ist O Gott dein du kundests wol zustoren Doch wirdt alzeit die huͤlffe dein / nicht von vnns sein vnnsern Feind zun eheren / ob er schon sich / gewaltiglich an lest mit graus inn solcher paus / kanst vnns O GOTT erneren. Das Funffte. ACH wolt jr mercken eben / vnd wolt mich recht verstehen / Jch will euch antwort geben / was die Papisten haben gethon / Sie haben lange Jare / ge⸗ schlagen einen Raht / wie sie moͤchten ge⸗ winnen / Magdeburgk die werden Satt. Sie seind so hart verbittert / all auff der Christen blut / das jn das hertze zittert / vnnd brendt jn alls ein glut / sie wolten sich gerne waschen / alle jn der Christen blut / nun felt so jn in der Taschen / die Taller die sein Tod. Mir hetten dem Keyser gehulden er wolt vns beystan vast / nun man geld holen solte / nu klept es wie ein Bast / O Carl du hast verfuͤret das Pfaffen vnnd Muͤnnch geschlecht / das gelt das ist vorzeret / das auff den Altar ist gelegt. So wirdt vns nun recht bezalet / vor vn⸗ ser gulden rot da die Landsknecht mit pra⸗ len / vnd schlugen vns zu Todt / wir mein⸗ ten zu beginnen vnnd schlagen einen Rath / Magdeburgk wollen wir gewinnen / das vns gefelet hat. Mutwillen haben wir gebrauchet / ge⸗ gen Gott vnnd alleehr / die Junckfrawen wolten wir schenden / sie stehet vns viel zu⸗ fern / wir haben sie angegriffen / getast an jre brust / sie haben vns abgeweiset / das vns nicht mehr gelust. Die Junckfraw ist wol geziret / mit spilen mancherley / wenn sie beginnet zu pfeiffen / so dantzen wir den Rey / sie hat in jren pauren / viel voͤgelein wolgestalt / die singen suͤß vnd saure / daran ist jr gefallen. Jch bin noch vnerschrocken / vor deiner Pfaffen schar / ich will meine voͤgel locken / vnd nemen deiner war / kompt her jr Pfaf⸗ fenknechte / als viel als ewer sind / mein Tisch der ist gedecket / mein diener sein da⸗ bey. Setzet euch zu Tische / wir nemen ewrer war / das muß ist auffgeben / Der Brate der ist gar / das Mueß das wir da Essen / das war vns viel zu heiß / wir haben vnns so muͤde gefuͤlet / das vnns außbrach der schweiß. Wir haben verbrennet baide Zungen / vnd Mund / das hat so Mannich gesungẽ zu diser letzten stund / Man wirt noch alle Pfaffen / auff jre Platten schlan / die vnns diß haben geraten / das wir zu Gaste gan. Ach Junckfraw du bist Edel / vnnd du bist Ehren werd / den schlahe der Donder darnider / der deiner Ehren begert / da ist so manich gestorben / vor Magdeburgk inn dem Felde / Daruon er ist verdorben / wer hat sie da bestelt. Ach hetten wir gelassen / den Pfaffen jr opffergelt / so wer da nicht geschlagẽ vom Adel so manicher Heldt / der Adel ist nicht Reich / noch woͤllen sie Bulschafft haben / sie bulen mit jres gleichen / vnnd lassen die Megde gehen. Die Megde tragen von Goldte / ein Krentzlein auff jrem Har / die jnn das ne⸗ men woͤllen / die warten noch wol sechs Jar / so woͤllen sie sich be dencken obes jr Eer vermag / das sie den Krantz ver⸗ schencken / hiemit viel guter nacht. Show less

Klagelied einer Kriegswitwe; Loblied auf die Eidgenossenschaft;
Eiñ Hüpsch nüw Lied / Oder klag einer armen Wittwen / die jhren Eelichen mann in Pemond verloren hett. Jm thon / Jch stuͦnd an einem morgen. Ein ander hüpsch Lied / zuͦ lob vnd ehr der Eydgnoschafft / in Gott vermant rc. Jn der wyß wie das Paujer lied. Jch stuͦnd an einem morgen / Heimlich... Show more Eiñ Hüpsch nüw Lied / Oder klag einer armen Wittwen / die jhren Eelichen mann in Pemond verloren hett. Jm thon / Jch stuͦnd an einem morgen. Ein ander hüpsch Lied / zuͦ lob vnd ehr der Eydgnoschafft / in Gott vermant rc. Jn der wyß wie das Paujer lied. Jch stuͦnd an einem morgen / Heimlich an einem ort Da hat ich mich verborgen Jch hort klaͤgliche wort Von einer frouwen klagt jre not Sy hat vil kleiner kinden Kein man vnd nienen brot. Der man was jren blyben Jn Pemondt an der schlacht Die türy hett sy vertryben Vil schulden hett sy gmacht Damit sy bhielt jr wyblich ehr Hett sy ghan grossen mangel Das klagt sy dir O Herr. Sy klagt vß gantzem hertzen Als ich denn mocht verston Ach Gott deß grossen schmaͤrtzen O Gott in dynem thron Erhoͤr myn klag gwaͤr mich mynr bitt Durch Christum vnsern Herren Kein trost hab ich sunst nit. Kein trost vff diser erden Hab ich dann dich allein Wenn wil es besser werden Jn Christenlicher gmeyn Laß mich Herr dir befolchen syn Vor kummer angst vnd lyden Bricht mir das hertze myn. Mit soͤlchen vnd anderen klagen Hett sich die frouw gehan Es ist wie ich üch sagen Deßglychen hort nie kein man Es thuͦt mir selb am hertzen wee Das von soͤlchem vnsern kriegen Wirt gscheyden so maͤnge ee. Manche Ee die wirt gescheyden Als leyder ligt am tag Noch will kriegen keim erleyden Als ein yeder sehen mag Das schafft zuͦ eim theyl vnser sünd Vnd das wir also verstopffet Sind mit offen ougen blind. Vnser ougen sind verblaͤndet Von hoffart vnd übermuͦt Hoffart hat manchen gschaͤndet Bracht vmb seel ehr vnd guͦt Küng Saul vnd Dauid zeigens an Waͤrend sy demuͤtig bliben So haͤttendts land vnd lüt behan. Vogt Grißler waͤr beliben Zuͦ Vey in dem Land Haͤt er nit hoffart triben Die jhn zuͦ letst bracht in schand Wilhelm Taͤll jhn vmb syn laͤben bracht Mancher Eydgnoß waͤr noch sy laͤben Hett man an dise exempel dacht. Wir beruͤmend vns der alten Vnd bruͦder Clausen leer Wenn wir die thaͤtend halten Braͤcht vns ein grosse ehr By den alten was demuͤtigkeyt Weder gold / damast / noch sammat Hett jhren keiner antreyt. Sy dorfftend nit hoher Rossen Die frommen ehren lüt Jch meyn die alten Eydgnossen zFuͦß gan bschamptend sy sich nüt Wenn jhnen not anglaͤgen was By kaͤß vnd guͦter süffe zBeckenried hieltend sy ein tag. Nun muͦß ich darby sagen Jr land was noch nit so wyt Als yetz zuͦ vnseren tagen Deßhalb man billich rydt So bald sich aber das land het gmeert Red ich niemand zuͦ lieb noch leyde Hett man die hoffart gleert. Vß hoffart sind entsprungen Alle laster überal Mit gwalt haryne trungen Wie die Wolff in einem stal Was by den alten sünd waͤr gsin Es moͤcht ein stein erbarmen Gadt yetz mit lachen hin. Die gottsforcht ist verschwunden Syn liebe erloͤschen gar Die warheit wirt kum gfunden Synes nechsten nimpt niemand war Ein yeder dem eignen nutz stellt nach Gott der Herr der woͤll vns bhuͤten Vor grosser schand vnd schmach. Wie solt Gott vnser schonen Diewyls am tage lydt Das wir vom Küng Pentzionen Hend gnon ein lange zyt Darneben verachtet syn leer vnd bott Vnd vnsern nechsten gschaden Wider eer vnd wider Gott. Gott hett vns dick gebotten Vnsern nechsten lieb zehan Das wir billich halten sotten Wie er vns hett gethan Syn lyb für vns geben in thodt So verderbt ein Christ den andren Bringt jn inn angst vnd not. Wie wolten wir erst lieben Vnd guͦts thuͦn vnserm fyndt So wir die armen bkriegend Vnd hassend vnser fründ Erschlahend die vns kein leyd hend than Verbrennend stett vnd doͤrffer Vm̄bringend wyb vnd man. Die hoffart hat vns vm̄fangen Der gyt hett vns gnommen yn Nach gwallt hend wir verlangen Zuͦ kronen stadt vnser sinn Huß vnd hof vnser fleisch vnd bluͦt Es darffs schier niemand sagen Verkouffend wir vmb guͦt. So bald man yetz hoͤrt nennen Ein Fürsten der kriegen wil Man darff syn sach nit zekennen Wenn er nun gadt zum zyl Vnd vns nach gfallen gibt ein sold Sind wir jm schon gsin fyend So werdend wir jm hold. Jch mag syn noch wol dencken Es ist nit hundert jar Man haͤts keinem thuͦn schencken Wenn mans wer worden gwar Das einer hette jargelt gnan Von Küngen / Baͤpsten / Keisern Man hetts nit gsehen an. Sy liessend froͤmbd Herren blyben Vnd bhulffend sich jres landt Man woͤlt sy dann vertryben Den thadtend sy ein standt Wie ein mur bschirmptend sy wyb vnd kind Wer wider Gott vnnd billigkeit handlet Den hattend sy für ein fynd. Kein Fürst ist noch so maͤchtig Jn allem synem heer Wenn man belib eintraͤchtig Vnd suͦchte Gottes ehr Vnd behulffend vns in vnserm land Hoffart vnd gyt vermittent Der vns braͤchte in ein schand. Vil tusent sind erschlagen Vil Stett die sind zerstoͤrt Es ist wie ich üch sagen Ob mans schon nit gern hoͤrt Jn Pemund yetz mancher vergraben lydt Haͤtte er Fürsten vnd Herren nit gfolget Er laͤbte zuͦ diser zyt. Manchs kind haͤtt noch syn vatter Meng frouw jhr eelich man Mancher haͤtt acher vnd matten Der yetz muͦß baͤttlen gan Mancher by ehren bhielt wyb vnd kind Were jhm syn handwaͤrck lieber Weder jhm die kronen sind. Vil wendt sich selb verspraͤchen Armuͦt tryb sy zuͦ reyß Wenn sy schon im acher staͤchend Vnd vergiessend jhren schweyß Vnd habend niemar kein guͤte stund Soͤltend sy hungers sterben Kein stucke brot er fund. Jm krieg ist saͤlten mangel Der Houptman gibt mir gaͤlt Dem Buren leg ich den angel Wenn es sunst alles faͤlt Macht er nit die ürte nach mynem sinn Jch bsal jhn vß der scheyde Das ist der beste gwin. Also sind wir verjrret Grad wie die wilden thier Das gelt hett vns verwirret Wir sind ertoubet schier Alles das vnser muͦtwill wil Doͤrffend wir thuͦn vnd reden Vnd ist vns nüt zeuil. Gott spricht du solt nit gaͤren Dynes naͤchsten guͦt noch hab Das wil ich all kriegßlüt gwaͤren Kein nutz noch ehr kumpt darab Das kriegßrecht das man hett erdacht Das man in kriegen moͤg rouben Hett dem Tüffel vil seelen bracht. Küng Achab der wolt zwingen Den frommen Naboth guͦt Von synem erbteyl tringen Vergoß das vnschuldig bluͦt Darzuͦ jhm halff das schandtlich wyb Deß kamend sy vmb jhr ehre Vnd beyde vmb jhr lyb. Cain der hatt erschlagen Syn bruͦder vmb vnschuld Die sünd macht jn zuerzagen Das er zwyflet an Gottes huld Sines Bruͦders bluͦt schryet vff zuͦ Gott Darumb ward er gestraffet Vnnd aller Welt zuͦ spott Vnuͦser Herr ist ein Gott deß fridens Ein liebhaber der einigkeit Alls man von jm findt gschriben Die krieg sind jm fast leyd Gott ist die liebe wo die ist Daselbs wil er belyben By der liebe kennt man ein Christ. Die Wittwen thet also beschliessen Dise klag vnd angstlich not O Herr laß vns geniessen Dynes lyden vnd bitteren todt Straaff vns O Gott nit in dym zorn So du vnsre sünd wilt rechnen So sind wir alle verlorn. Laß dir Herr gan zuͦ hertzen Der wittwen vnd weysen klag Sunst bringts niemand kein schmertzen Alles ein yeder wol sehen mag Stand vff kum̄ jnen zehilff vnd tro Es ist vmb sy schon gschehen Wenn du O Herr sy last. End. Ein ander Lied. Zürich ich wil dich loben Du bist der eeren wert Gott hatt dir gnad / gab / gschoben Stett / bürg / land / lüt / beschert Den pundt thuͦst war vest halten Das ist ein schoͤne gab Klein / groß / jung / gryß / vnd alten Sagend Gott ewig lob. Bernn stast in allen eeren Mit Gottes wort wol bekannt Dyn Rych nimpt zuͦ im Herren Jn Tütsch vnd Welschem land Frid einigkeit thuͦst lieben Mit den dynen bereit Kein witwen / weysen / ztruͤben Deß danck Gott in dewigkeit. Lutcern du bist das dritte Jm pundt der Eydgnoschafft Es ist myn früntlich bitte Du standist zuͦ Gottes wort Zum klaren schyn / vnd tugend Vnnd Euangelium Züch nit zum krieg dyn jugend Gott sicht dich vm̄ vnd vm̄. Vry bist ßuiert zuͦ meeren Der Eydgnoͤßischen pundt Jch bitt dich du woͤllest hoͤren Christum / syns wortes grund Frid / einigkeyt / wirst finden Trüw / waarheyt / graͤchtigkeyt Kein guͦtthat lan dahinden Gott hilfft in dEwigkeyt. Schwytz du bist nun das funffte Jm pundt vnd pact ein ort Jch bitt dich stand zur Zunffte Zum heiligen Gottes wort Gott wirt dir saͤgen geben Vnd ouch dem hußgsind dyn Jn ruͦw der gwißne zlaͤben Jm edlen schatz gar fyn Vnderwalden thuͦ traͤtten Zum Pundt vnd Testament Gotts wort nim̄ an gebaͤtten Jnn dem wirt niemandt blaͤndt Es ist das liecht der erden Mit schoͤnem klarem schyn Macht Gottes kinder zwerden Mitt Gott dem vatter syn. Zug fuͤrst ein hüpschen nammen Dyn farb ist wyß vnd blaw Fuͤgt üch inn Gotts wort zammen Man / wyb / jung / alt vnd graw Laß dir Gotts waarheyt schynen Jns hertz vnd gmuͤt hinyn Niemermee wirst du grynen Jm Gricht Gotts bstaͤndig syn Glaris ich thuͦn dich nemmen Fuͤrst ouch der pündtnuß Rych Für vnd für thuͦ bekennen Gottes wort ewigklich Jnn dem wirst du behalten Dynr seel zierd / schatz vnd kron Gott wirt dynr in trüw walten Dich ewigklich nit verlan. Basel ligst vest am Ryne Mit Gottes wort gegründt Den Egkstein bhalt zum buwe Der hertz vnd gmuͤt wol schynt Beklaͤffteret beyde wende Zwytracht den leyt er hin Fuͤrt vß kummer ellende Zum Thron Gott vatters syn. Fryburg in uͤchtland glegen Der Eydgnoschafft ein ort Thuͦ Gottes wort geleben Wirst gspyßt im himmel brot Gottes wort ist so suͤsse Mit tuget / gruch vnd krafft Jst fridlich brucht nit spiesse Macht ewigklich sigenhafft. Soloturn du bist alte Vor Christus burt gesyn Gotts wort dich nach vermante Wies einst fast ßmeer was gsyn Zuͦ Christo solt dich keeren Dem wol still halten nun Wie Gottes stim̄ thuͦst hoͤren Das ist myn gliebter sun. Schafhusen du bist veste Am Ryn ein guͦte Statt Gotts wort das scherz das beste Wies dyn gmuͤt gmercke that Hierin so wirst du finden Trost / ruͦw / frid / einigkeit Kriegen wirst lan dahinden Suͦchen der gschrifft bescheyd. Appenzell thuͦn ich bkennen Mit manchem eeren gschlecht Menschen gsatz ghoͤrend dennen Gotts ordnung ist guͦt vnd graͤcht Da mag ein yeder spüren Gott vatters willen fyn Hilfft keins Patronen schüren Christus ist ßopffer gsyn. Sant Gallen thuͦt sich keeren Zum heiligen Gottes wort Die Baͤren thünd sich meeren Vß hilff Gotts schatz / vnd hort Den pundt / pact / wil ich bschliessen Der drytzehen ort zuͦ stund ßWort Gotts das macht kein siechen Sonder lyb / seel / gesund. Deß punts zuͦgwante knaben Den reyen füllends wol Mit trüw / eer / zierd / har traben Zuͦ Gott man billich sol Gott woͤll den punt beschliessen Mit ketnen der grechtigkeit Kompt all on verdriessen Zur ewigen wyßheit. Amen. Hans Murer V. B. Getruckt zuͦ Bernn / by Sigfrid Apiario. Show less

Erbärmliche Mordtaten in Basel
Erschroͤckliche Histo⸗ ria vnd Geschicht / von den kleglichen vnd erbermlichen Moͤrden / so geschehen sind in der loͤblichen Stad Basel / Gantz jemmerlich zu lesen oder zusingen / Jm thon / Koͤnd ich von hertzen singen. Oder wie das Frewlein aus Brytannien. HERR GOTT thue mich berichten /... Show more Erschroͤckliche Histo⸗ ria vnd Geschicht / von den kleglichen vnd erbermlichen Moͤrden / so geschehen sind in der loͤblichen Stad Basel / Gantz jemmerlich zu lesen oder zusingen / Jm thon / Koͤnd ich von hertzen singen. Oder wie das Frewlein aus Brytannien. HERR GOTT thue mich berichten / durch Christum deinen Son. Das ich moͤg hie er⸗ dichten / in der Weis ein Liedlein schon. Hilff heilger Geist auff diesen tag / so wil ich euch nun singen / ein jemmerliche klag. Was sich hat zugetragen / wol in der Eyd⸗ gnosschafft. Die warheit wil ich sagen / Gott ver⸗ ley mir gnad vñ krafft / Damit es euch auch werd bekant / ein Stad ligt an dem Reine / Basel ist sie genant. Jn der do war gesessen / ein Buͤrger wol be⸗ kant. Sein lob war hoch ermessen / Andres Ha⸗ ger ist er genant / Sein froͤmbkeit die verbarg sich nicht / Wo er hoͤrt von eim armen / dem teilt er treu lich mit. Also hab ichs vernomen / das sag ich euch fuͤrwar / Jn sein Alter ist er komen / bis vff die sie⸗ bentzig Jar. Er war alzeit ein fromer Christ / jtzt wil ich euch erzelen / wie es jm ergangen ist. Nun wil ich euch bescheiden / wie gmeinlich ist der lauff / Ein Kind hat er thun heben / zu Basel aus der Tauff / Wie dann der brauch vnd gwon⸗ heit ist / das er wurd eingeschrieben / in die zal wie ein andrer Christ. Ein Namen thet man jm geben / wol auff denselben tag. Nu mercket mich gar eben / fuͤrwar ich euch das sag / Paulus so ward er genant / jnn der Stadt vnd auff dem Lande / ward er gar wol erkant. Den hat er aufferzogen / merckt auff jr lieben freund. Jst war wie ich euch sage / als wer er sein eigen Kind / Er zog jn auff in Gottes Ehrn / Thet jn auch in die Schule / lies in schreiben vnnd lesen lern. Den hat er bey jm bhalten / etliche Jar vnd stund. Bis er anfing zu alten / vnd selber Wercken kund / Do hat er jn zu eim Handwerg than / das er sich moͤcht erneren / wie dann ein fromer mann. Wie er sich hab gehalten / mit diesem Alten Mann. Jch kans euch nit verhalten / ich mus es zeigen an / Er hielt jn wie sein eignen Son / Das hat ern in seim Alter / gar wenig geniessen lan. Dann er ist von jm komen / wol aus dersel⸗ ben Stadt. Also hab ichs vernomen / ein Weib er gnomen hat / Bersweil ist dasselb Dorff genant / da ist er mit Weib vnd Kinden / gar manchem wol bekant. Darbey las ichs nicht bleiben / merckt auff jr lieben Leut. Jch wils euch recht beschreiben / ich kans verschweigen nicht / Dañ jr sollet mich recht verstan / Hilff Gott das mir gelinge / erst wil ichs heben an. Man zalt Tausent Fuͤnff hundert / im fuͤnff vnd sechtzigsten Jar. Nu mercket auff gros wun⸗ der / dann es ist offenbar / Des gleichen hat kein Man erhort / Das zu Basel sey geschehen / ein solch jemmerliches mordt. Gar bald hat man vernomen / wie ichs ge⸗ sehen hab. Am fuͤnfften tag Hornunge / wol vff sanct Agathen tag. Wie ich euch dann vor hab gemelt / Kleglich ist es zusagen / wol in der gantzen Welt. Am tag ist es geschehen / wol vmb die Eilffte stund. Ein Rauch hat man gesehen / der durch die Mauren thrung / Man meint es wer gezuͤndet an / Die Thuͤren must man zerbrechen / da lieff zu jederman. Jns Haus theten sie tringen / wie dann da ist der sitt. Laut ruͤff man fuͤr allen dingen / kein Antwort hoͤrt man nit / Der jnen sagte nur ein Wort / Es thets noch niemand wissen / das zwey Menschen warn ermord. Sie lieffen vmb zuspuͤren / kein Fewr sahen sie nit. Bis das man da die Thuͤren / an der Stu⸗ ben auffthet. Do trang der Rauch so mechtigk raus / Die Leut so darbey waren / jnn sie do kam ein graus. Wasser so thet man nemen / vnnd gos in die Stuben viel. Den Rauch thet man bald demmẽ / also in schneller eil. Nu hoͤret jammer vnd grosse not / Jn der stuben fand man ligen / zwey Mensch⸗ en die waren todt. Das ein was Andres Hager / der lag auff einem Beth. Jst war wie ich euch sage / ein strosack auff jn gdeckt / Denselben warff man von jm ab / Die Leut so es gesehen / fuͤrten ein grosse klag. Die ander thue ich nennen / die was ein Jungfraw fein. Man thet sie gar wol kennen / Rudolff Falckeisn ist jr Vater gsein / Sie war gar manchem wol bekant / Ehrlich hat sie sich ghal⸗ ten / Sara war sie genant. Man thet sie beid beschauen / nu hoͤret gros vngluͤck. Den Mann vnd die Jungfrawen / man meint sie wern erstickt / Do sah man gar an man⸗ chem ort / Vbel waren sie zerschlagen / vnd grau⸗ samlich ermordt. Hertzlich theten sich klagen / dieselben werden Leut. Das so bey hellem tage / jtzt in der ruͤwigen zeit / Solt gschehen sein ein solches leid / Bald thet man einen schicken / ders dem Falckeisen anseit. Mit trawriglichem hertzen / lieff er wol jnn das Haus. Do sah er sein Kind in schmertzen / O Gott wo soll ich aus / Ah JHesu Christ was gro⸗ sser not / hat nun mein Kind erlitten / alhie den bit⸗ tern todt. Gar bald hats thun vernemen / die liebste Schwester sein. Sie kund gar wol erkennen / die jemmerliche pein / Da sie die sach erst recht ver⸗ nam / nieder fiel sie zur Erden / vor leid jr do ge⸗ schwand. Die Schwester klagt sich vber dmas / es traurt das junge Blut. O HERR in dein Goͤt⸗ liche Schos / befehl ich mein schwester gut / Dar⸗ zu den lieben Grosuater mein / Jr beidr Seel jnn deine Hende / las dirs O Gott bfohlen sein. Gar bald hat mans vernommen / wol inn der gantzen Stadt. Wie Andres Buchbinder wer vmbkomen / vnd auch die Jungfraw zart / Zu S. Alban in seinem Haus / Niemand wust wers hat gethane / inn manchen kam ein graus. Den handel thet man klagen / einem Ersa⸗ men Rath. Wie sichs het zugetragen / bald man die sach verhort / Do sprach gar mancher weyser Man / nu schweiget zu den sachẽ / wir wolns bald erfaren han. Nu mus es Gott erbarmen / sprach manch⸗ er fromer Man. Vnder reichen vnd auch armen / das niemand weis wers hat gthan / Es was fuͤr war ein grosse klag / Hilff JHEsus Christ von Himel / das es bald kom an tag. Also ist es geschehen / fuͤrwar ich euch das sag. Viel Leut habens gesehen / sie lagn bis an den andern tag / Da befahl ein Ersamer Rath / das man sie ins Muͤnster / zur Erd bestatten solt. Ehrlich wurden sie begraben / zu Basel inn der Stadt. Mit trauriglichem klagen / wer das gesehen hat / Die Jungfraw vnd den alten Man / do man sie zu Grab truge / do trauret jederman. Jnn Gottes Ehr hat er sich gelebt / bis auff die Siebtzig Jar. Dem Jungfrewlein allezeit liebt / Goͤttliches Wort so klar / Des habens vor der Welt den preis / Gwis hat sie Gott auch gno⸗ men / zu jm jns Paradeis. Da hat ein Ersam Oberkeit / botschafft aus senden thon. Das sie fragten weit vnde breit / ob man einen koͤnd ankomn / Es muͤst sie tauren gar kein gelt / Sie wolten jn lassen holen / vnnd wer er am end der Welt. Gar bald kam man auff das gspor / so gar in stiller hut. Wol acht Becher hattens verlorn / võ Silber warens gut / Waren versetzt vmb achtzen Pfund / eim Pfaffen zu Sant Blasus / der thets den Herren kunt. Vnnd thets den Herren sagen / eilends zur selben sted. Das thet er on verzagen / wie er acht Becher het / Es deuchte jn nit recht die sach / jm hets Pauli Schumacher / von Bersweil zuge⸗ bracht. Die Becher thet man kennen / sie waren dem alten Man. Man hies jn gfangen nemen / Leut schickt man bald hindan / Ernstlich man jn befoh⸗ len hat / das sie jn solten bringen / gen Basel in die Stadt. Nit lang theten sie sich seumen / bald man jn gefangen hat. Am dreitzehnden tag Hornung / brachtens jn inn die Stadt / Da kent jn mancher fromer man / es was Pauli Schumacher / den der Alt het auffgezohn. Gar eben hat man befohlen / das er wurd wol verhut. Man fuͤrt in vnuerholen / inn Esel⸗ Thurn so gut / Darinn do spant man jm die haut / was er sein tage hat gthan / das sagt er vberlaut. Zum ersten thet er klagen / viel grosser schulde seyn. Die warheit must er sagen / die het jn bracht dahin / Besonder het er sollen eim / bezaln was er jm schuldig / gwuͤst nicht wo aus vnd ein. Er sey gen Basel komen / wol in die kleine Stadt. So gar mit grossem kummer / vnd hab nit gebeten Gott / Das er jm bhielt vernunfft vñ sinn / do hab der leidig Teuffel / jm ein solchs geben ein. Hat sich dem Teuffel ergeben / darumb er sein Spiel gemacht. Am Sontag ist er gelegen / zum Weissen Creutz vber nacht / Der Boͤs wolt jn nit ruen lan / er gab jm stets in sinne / er solt den Alten erschlan. Als er fruͤe ist auffgstanden / das stund jnn der vergycht. War zu S. Alban gangen / der verzweiffelt boͤswicht / Vnnd klopfft beim Alten Vater an / Die Jungfraw jn ersahe / hat jm bald auffgethan. Er gieng nauff in die stuben / der Alt lag vff eim Bett. Die Jungfraw butzt aus die Schau⸗ ben / dies am Sontag ane het / Er wuͤntschet jn ein guten tag / vnd sas bald zu dem Alten / der an dem Bette lag. Er ist bey jm gesessen / bis vff ein gantze stund. Gar wol kund er ermessen / Altershalb was er nit gsund / Manch freundlichs Wort er mit jm redt / sie hettens jm nicht zutrawet / das ers ermoͤrden werd. Die Jungfraw jre Kleider nam / vnd gieng zur Stuben aus. Sie was dem alten Man ver⸗ wandt / darzu hielt sie jm haus / Hinauff inn die Kammer gieng sie bald / Da treib der grausam Teuffel / den boͤswicht manigfalt. Ein scherhammer der handet / zu nechsten an der wandt. Nach dem der boͤswicht langet / den nam er in die handt / Jn sein haupt schlug er drey tieffe loch / ein messer nam er vom degen / damit er jn erstach. Also ist nun verscheiden / der frome Alt am Beth. Do nu die Jungfraw die Kleider / in kasten geleget het / do nahet jr sehr grosse not / do sie kam in die stuben / sach sie ein greulichen mord. Sie erschrack sehr von hertzen / als wol zu bdencken ist. Do sie sah diesen schmertzen / zu der flucht sie sich ruͤst / Er schlug nach jr krefftig aldo / der stiel wuͤscht aus dem eysen / do schrey sie ach mordio. O Gott mus ich hie sterben / sprach sich das Meidlein frum. Jst dann kein Mensch auff Er⸗ den / der mir zu huͤlffe kum / So erbarm sich der HErr Jesu Christ / der fuͤr vns arme suͤnder / am Creutz gestorben ist. Mus ich deñ sterben in dieser pein / ach mord vnd immer mord. Eim moͤcht sein hertz zersprun⸗ gen sein / so manch klegliches wort / Do sprach dasselb Jungfrewlein schon / Warumb wilst vns ermorden / Gott wirds nit vngrochen lon. Gott gsegen dich mein Vater / meim hertzen dem gschicht wee. Vnd auch mein liebste Schwe⸗ ster / ich seh euch nimmermeh / Jnniglich weynt die Jungfraw fein / damit nam er ein messer / stachs jr zur kelen ein. Das leben thet sie enden / die schluͤssel nam er bald. Er sucht an allẽ enden / acht Becher fand er bald / Genomen auch fuͤnff Kronen gut / Dar⸗ nach wolt ers verbrennen / zween stroseck anzuͤn⸗ det het. Jn dem gieng er von dannen / mit dem so er gestoln. Vermeint das Haus wuͤrd brennen / so wists niemandt wers het than / Aber Gott war fuͤr dem vnfall / Gar bald ward er gefangen / jn eim Dorff heist Hagenthal. Darmit mach ich ein ende / der erschroͤcklich⸗ en gschicht. Am Ein vnd zwentzigsten Hornung stelt man jn fuͤr Gericht / Der that er bekentlichen was / Ja wer das hat gesehen / wirdt auch bezeu⸗ gen das. Den Hencker hat man gheissen / sobald man die vrteil gesprach. Er solt jn hinaus schleiffen / wie bald dasselb geschach / Er ward erkennet zu dem Rad / auff die Brechen thet ern legen / sties jm seine glieder ab. Ein galgen macht er auff das Rad / dran hat er jhn gehenckt. Dieweil er noch beim leben war / mit Fackeln er jn brent / Drumb lied er gros⸗ se not vnd quel / Gott woͤlle sein gnedig / auch sei⸗ ner armen seel. Deshalb man lobt die Oberkeit / beide weib vnd auch man. Gros lob vnd ehr man jnen seit / sie haben bald zur sach gthan / Des wird sie Gott geniessen lohn / hie im zeitlichen leben / vnd dort in des Himels Thron. Wir woͤllen trewlich bitten / fuͤr vnsere O⸗ berkeit. Nach Christenlichen sitten / vmb fried vñ einigkeit / Das bescher vns HErr JHesu Christ / der aller Gottes Kinder / ein HERR des Frie⸗ dens ist. Jtzund will ich beschliessen / alhie nun mein Gedicht. Niemand las sichs verdriessen / was mir darumb beschicht / Zu lob vnnd ehr der Oberkeit / was zu jrem nutz dienstlich ist / bin ich alzeit bereit. Der das Liedlein hat erdacht / von erst Ge⸗ sungen hat. Es hats ein junger Buͤrger gmacht / zu Basel inn der Stadt / Wolffgang Meyer ist er genant / Gott verley gnad in Ewigkeit / den Buͤr⸗ gern allen sam. Er schenckts sein lieben Herrn gut / wol in das Regiment. O Gott halt vns in deiner hut / verley vns ein seligs End / Solchs gib vns HERRE GOTT zugleich / Wer das begert sprech Amen / jtzt jmmer vnd Ewig⸗ leich. M. S. 1566. Show less

Klaglied von der Belagerung und Eroberung der Festung Sziget, September 1566;
Ein gar Schoͤnes warhafftiges Klaglied / von der Belegerung vnd eroberung der Befestungen Siget in Vngern / mit anzey⸗ gung wie Ritterlich vnnd Mannlich sich der Gestreng vnd Wolgeborn Herr vnd Graff Niclaus von Serin / Roͤm: Kay: May: rc. General Oberster / mit seinem Kriegs⸗ volck dariñen... Show more Ein gar Schoͤnes warhafftiges Klaglied / von der Belegerung vnd eroberung der Befestungen Siget in Vngern / mit anzey⸗ gung wie Ritterlich vnnd Mannlich sich der Gestreng vnd Wolgeborn Herr vnd Graff Niclaus von Serin / Roͤm: Kay: May: rc. General Oberster / mit seinem Kriegs⸗ volck dariñen gehalten / vnd vmb sein leben kommen ist / im Monat Septem⸗ bris / Anno 1566. ¶ Jm Thon: ¶ Ach Gott ich thuͦ dir klagen / den jammer vnd grosse not / rc. Oder wie man das Lied von Olmitz singt. Durch Lorentz Wessel / von Essen. 1. GErn wolt ich froͤlich singen / so ficht mich Trawren an: Jch waiß nicht zuuerbringen / jedoch kan ichs nicht lahn. Herr Gott ich thu dir klagen / den jammer vnnd grosse not / so sich vor wenig tagen / newlich hat zugetragen / laß dichs erbarmen O Gott. 2. ¶ Als man zalt Fünfftzehenhun⸗ dert / auch Sechs vnd sechtzig Jar: Hat sich der Tuͤrck verwundert / mit einer grossen schar. Vns Christen zu bekriegen / mit Rauben Mordt vnd Brandt / Wolt Gott ich solt es lie⸗ gen / es wurd mir leicht verziegen / wolt gern leyden die schandt. 3. ¶ Siget die wol erbawet / vnnd außerwoͤhlte Vest: Vor der dem Türcken grawet / sie war verwarth / auffs beßt. Darinn da ist gelegen / Graff Niclas von Serin / mit man⸗ chem kuͤhnen Degen / thet grosser Mannheit pflegen / nach ehrn stuͦnd jm sein sinn. 4. ¶ Vnserm Christlichen Keyser / hat er ein Eydt gethan: Als ein al⸗ ter vnd Greyser / den Feindt wolt er bestahn. Die Vestũng nit auffgeben / dem Türcken in sein gwalt / vil mehr darwider streben / so lang er het sein leben / als jr werd hoͤren bald. 5. ¶ Jn dem Augstmonat spate / in vorgemeldtem Jar: Berendt der Türck die Statte / mit gewalt vnnd grosser schar. Mehr dann drey hun⸗ dert Tausendt / bracht er gerüst inns Landt / hat schroͤcklich drinn gehau⸗ set / drob manchem Christen grauset / dem solches wirdt bekandt. 6. ¶ An Sant Johannis tage / der enthauptung gewiß: Jst war wie ich euch sage / der Feind sich mercken ließ. Den Siget wolt er gwinnen / auff den tag het er glück / das mocht jm nicht zerrinnen / der Graff wurd solchs bald innen / er merckt jm auff sein duͤck. 7. ¶ Der Türck den Sturm̄ anfien⸗ ge / auff den gemelten tag: Was al⸗ les da ergienge / ich nit erzelen mag. Mein hertz ist mir gar schwere / wañ ich gedenck daran / Der Türck wuͤth grausam sehre / man schoß herauß mit gefehre / noch wolt er nicht nach⸗ lahn. 8. ¶ Jm Sturm̄ hat er verloren / der Türck gar manchen Mañ: Der Graff so wolgeboren / hat jhm den schaden gethan. Mit sein frommen Landsknechten / die wagen leyb vnd Guͦt / sie stuͦnden bey dem gerechten / vnnd theten Mannlich fechten / auß Ritterlichem muͦt. 9. ¶ Auch thet der Graff vermah⸗ nen / sein trewe Kriegsleüt frumb: Sie solten bey jm wohnen / von ihm nicht fallen vmb. Bald haben sie ge⸗ schworen / zusammen einen Eyd / die Statt war bald verloren / der Graf so wolgeboren / stuͦnd deß in grossem leyd. 10. ¶ Nach dem thet er bald rucken / inns inner Schloß hinein: Auffzog man die Schlagbrucken / das Tür⸗ ckisch Heer gemein. Thet jhm gwal⸗ tig nach dringen / erst stelt man sich zur Wehr / die Buͤchssen hoͤrt man singen / Kuglen vnd Ketten klingen / verdroß die Türcken sehr. 11. ¶ Man thet gewaltig schiessen / vil Türcken kamen vmb: Dannoch sie nit nachliessen / es war sehr groß die sum̄. Der Türck mit gwalt thet treyben / sein Volck zum Sturm hin an / welcher wolt dahinden bleyben / den thet er bald entleiben / sie muͦsten alle daran. 12. ¶ Da nun der Graff vername / wie es jhm wurd ergehn: Kein hilff jm auch zukame / mocht er nicht lang bestehn. Wolt er vmb gnad nit wer⸗ ben / bey dem Türckischen Hund / der jn tracht zuuerderben / drumb wolt er lieber sterben / ehe sein Lob gieng zu grundt. 13. ¶ Zu letst ruͦfft er zusamen / sein Kriegsvolck in der still: Sprach wer inn Christi namen / bey mir verhar⸗ ren will. Sein Leib vnd Leben wa⸗ gen / der glob mir an auffs new / mit dem Feindt woͤllen wir schlagen / da thet ein jeder sagen / sie wolten hal⸗ ten trew. 14. ¶ Nach dem stelt er sein sachen / froͤlich in Gottes Hendt: Thet ein Schlachtordnung machen / es na⸗ het jm sein letztes endt. Dem Feind zog er zu wider / vnd stuͤnd selbst vor⸗ nen dran / stach manchen Türcken nider / also wehrt sich ein jeder / biß auff den letzten Mann. 15. ¶ Der Türck hett jn beym leben / gern gfaͤngklich gnommen an: Noch wolt sich nit ergeben / der theür Rit⸗ terlich Mann. Gleich wie ein Loͤw er stuͤnde / mit Ritterlichem muͤht / sein Leib ward jm verwundet / zwen schuͤß er wol empfundet / da vergoß er sein Bluͦt. 16. ¶ Endtlich ist er gefallen / hat sein Gaist geben auff: Mit seinen Kriegsleüt allen / der Feindt schickt bald hinauff. Ließ die Vestung erkun⸗ den / ob noch Kriegsvolck drinn wer / zwen oder drey sie funden / also hat vberwunden / der Türck das Christ⸗ lich Heer. 17. ¶ Auch ist der Graff gefunden / wie ich vernommen hab: Versehrt mit manchen wunden / sein Haupt schluͦg man jm ab. Der Türck gehn Raab es schicket / zu vnserm Kayser guͦt / bald er das aneblicket / sein hertz mit leyd verstricket / ward trawrig vnd vngemuͦt. 18. ¶ Das Haupt gar würdigklei⸗ chen / ließ er begraben schon: Jhn klagten Arm vnd Reichen / den wer⸗ den Ritters Mann. Sein Ritter⸗ liche thaten / preyßt man durch alle Landt / bey Fürsten Potentatten / bey Bischoff vnnd Prelaten / wirdt sein lob hoch erkandt. 19. ¶ Gaistlich vnnd Weltlich Her⸗ ren / habt kein verdrieß daran: Diß Lied sing ich zu ehren / dem Ritterli⸗ chen Mañ. Hilff Gott das werd ge⸗ rochen / sein Ritterlicher Todt / sein trew hat er nye brochen / das lob sey jm gesprochen / gnad jm der ewig Gott. ENDE. Der dritt Psalm Dauids. ¶ Jm Thon: O Jesu zart / Goͤttlicher art / rc. 1. ACh HERR wie seind der Fein⸗ de mein / so vil in meinem lebẽ: Die on vrsach / auß grimmen rach / sich wider mich erheben. Vil sagen fehl / von meiner Seel / sie haben kein hilff bey Gotte / treiben auß mir den spotte / aber du HERR / sey mir nit ferr / ein starcker schildt / der durch sein mild / zu Ehren mich wirdt setzẽ / richt auff mein Haupt / gantz vnbe⸗ taubt / das mich kein Feindt moͤg le⸗ tzen. 2. ¶ Mit meiner stim / Ach HERR vernimb / will ich ruͤffen zu dire: So wirst du mich / genedigklich / erhoͤren also schiere. Von deinem Berck / hei⸗ liger werck / tieffer Schlaff mich an⸗ fachte / ich bin wider erwachte / auß angst vnd not / mein Herr vnd Gott / erhelt mich frey / vnnd steht mir bey / derhalben mir nicht grauset / vor der Feindt Heer / ob der gleich wer / vil mehr dann hundert tausendt. 3. ¶ Die all vmbher / mit starcker wehr / sich wider mich thuͦn legẽ: So kom̄ Herr bald / dein hilff mit gwalt / meinen Feinden entgegen. Schlegst sie auffs wang / zerbricht mit zwang / der Gottlosen zaͤn eben / die so wider mich streben / beym Herrẽ staht / hilff vnd wolthat / der Segen sein / werth Ewig fein / vber sein Volck allsam⸗ men / heyliger Gott / Herr Ze⸗ baoth / dir sey lob ewig Amen. Durch Lorentz Wessel / von Essen. Show less

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